ich wollte mich erkundigen ob es Bücher mit bösen Hauptcharakter gibt? Am besten zur früheren Zeit und dazu Intrigen / Zynismus / Arroganz und ein gewißer Grad an Brutalität. Kein "normaler" antiheld ala alkoholproblem und trotzdem gut handelnder Held der die welt rettet.
Das einzige was ich bisher gefunden habe war Warhammer - Darkblades Schlachten 01. Der Fluch des Dämons. Nur dies handelt 1. von der Zukunft was noch ok wäre aber ist 2. der warhammersaga zugeordnet und ich bin daher skeptisch.
Also suche Bücher aus der Sicht eines bösewichtes und sollte für erwachsene sein und vorteilhaft auch in einem vorherhigen jahrhundert spielen/historischer roman sein
spielt in der Vergangenheit. In den 80igern des vergangenen Jahrhunderts. Trieft nur so vor Zynismus und ist eine Parabel auf die "tolle" Yuppie-Welt der 80iger.
Der "Hauptdarsteller" ist arrogant und brutal. Aber Achtung das Buch ist meines Wissens heute nur noch gekürzt erhältlich. Wenn schon dann die ungekürzte Ausgabe.
absolutes must-read: die "kane" saga von karl edward wagner - 4 oder 5 bände, teils romanlänge, teils noveletten, aber alles feinste dark fantasy mit einer prise gothic horror - erschienen in den 80ern, wo niemand es gewagt hätte, diesen heutzutage angesagten weichgespülten §%§$%%& mormonen-vampirmüll für frustrierte hausfrauen und leseschwache realschülerinnen zu veröffentlichen. ;)
"Das einzige was ich bisher gefunden habe war Warhammer - Darkblades Schlachten 01. Der Fluch des Dämons. Nur dies handelt 1. von der Zukunft was noch ok wäre aber ist 2. der warhammersaga zugeordnet und ich bin daher skeptisch."
Die Darkblade-Reihe ist Fantasy, handelt also nicht von der Zukunft. Zu Punkt 2 ist zu sagen: Probiers aus, wenn Du Fantasy magst; die Reihe spielt nämlich ganz oben mit, was düstere Fantasy angeht. Lass Dich nicht von dem "Warhammer"-Label abschrecken; da erscheint ziemlich viel gutes Zeug.
Ich würde dir die Black Company Reihe von Glen Cook empfehlen. Ist auch Fantasy, aber die Welt ist technisch im Mittelalter angesiedelt. Die Serie handelt von der Black Company, einer Söldnertruppe die einen eher "schlechten" Ruf haben, weil sie bei der Wahl Ihrer Auftraggeber nicht eben wählerisch sind und gern auch mal für die "Bösen" arbeiten. Da es sich um Söldner handelt findet sich unter all den Charakteren kaum jemand der eine weiße Weste hat. Sie sind nicht unbedingt "böse" aber auch keine Chorknaben. Die Serie begleitet die Black Company über einen langen Zeitraum, wobei die verschiedenen Bücher immer aus der Sicht eines anderen Chronisten der Company geschrieben werden. Ich kann die Serie nur empfehlen!
Ich empfehle hier Emily Bronte - Sturmhöhe oder auf english: "Wuthering heights". Es ist zwar ein Klassiker und nicht immer ganz einfach zu lesen, aufgrund der leicht antiquierten Sprache, aber an Intrigen, Brutalität und Arroganz wird es dir bei Heathcliff, dem Protagonsiten nicht fehlen. Und spannend ist es allemal.
The Blade Itself: Book One of the First Law, Joe Abercrombie und der Rest der Trilogie.
In allen drei Büchern gibt es nicht einen einzigen guten Charakter!
Ich lese eigentlich keine Fantasy, ist alles irgendwie immer nur ein Abklatsch vom HdR, sondern mehr SciFi. Aber Joe Abercrombie ist genial.
Ein wilder Nordmann, der unberechenbar ist, den man irgendwie mag und zwischendurch auch mal hasst. Ein verstümmelter Inquisitor der ziemlich heftig foltert und dessen Gedankenwelt einen doch zum schmunzeln bringt. Ein junger selbstverliebter Geck, der ohne Ahnung durch die Geschichte stolpert. Ein wirklich undurchsichtiger Magier und noch ein paar andere Charaktere.
Das "Red Riding - Quartett" von David Peace ist sehr zu empfehlen (1974, 1977, 1980 und 1983). Hintergrund der Geschichte ist die Jagd auf den "Yorkshire-Ripper", der in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts sein Unwesen getrieben hat. Die Geschichte hat in jedem Band eine andere Hauptperson, die ihre eigene Perspektive einbringt - allen gemeinsam ist, dass es keineswegs Sympathieträger oder weichgespülte Gutmenschen sind, selbst wenn sie offiziell die Seite des Gesetzes vertreten: es sind brutale, korrupte, neurotische Charaktere, die von dem Bösen, mit dem sie konfrontiert sind ebenfalls schon befallen sind.Es ist eine heftige, mitunter wirklich schockierende Geschichte - aber vielleicht die einzig angemessene Art, sich einem unfassbaren Gewaltverbrechen literarisch zu nähern.
Klare Sache: "Der siebte Tod" von Paul Cleave. Der Protagonist ist ein Serienkiller; schnelle Story mit ansprechendem schwarzen Humor! Ansonsten sind die Bücher von Charlie Huston immer empfehlenswert. Die Hauptcharaktere sind zwar nicht durchgehend böse, doch meist sehr brutal und sehr straight. Viel Spaß beim lesen!
Eine riese Empfehlung wenn es um Realliteratur geht: Reis von Su Tong (Rice / Tong Su, so sicher sind sich die Verlage da nicht, was vorn stehen soll)
spielt hauptsächlich während der japanischen Besetzung von China. Und die Hauptfigur ist derart abstoßend, das man wirklich keine laust auf den Typen hat. Trotzdem liest sich das Buch super. Hat keine abgedrehte Story. Das Szenario ist schon erschreckend genug und alles brutal realistisch und plastisch wiedergegeben.
"In Cold Blood" (bzw. "Kaltblütig") von Truman Capote erzählt die Geschichte der Morde an einer Farmersfamilie in den USA aus der Sicht der Mörder und ist die Darstellung wahrer Ereignisse in Romanform. Capote hat damals sogar selbst mit den zwei Mördern gesprochen bevor dieses hingerichtet wurden. Sehr faszinierend zu lesen und definitiv mal was anderes. Hat mich wirklich berührt und auch noch eine Weile nach der Lektüre beschäftigt. Dem "Lolita"-Tipp kann ich auch nur zustimmen, obwohl es für mich anfangs etwas verstörend war, die Geschichte aus dieser Perspektive zu lesen, interessant war es allemal.
Hallo A. Frosch! Gefährliche Liebschaften von Pierre Choderlos de Laclos spielt im 18. Jhd und die Helden sind geradezu Paradebeispiele für Arroganz, Zynismus und Grausamkeit Außerdem: Intrigen gibt es darin mehr als genug.
eine extrem gelungene Mischung zwischen Humor und Horror a la braindead oder anderen splatter - punk filmen. ein wenig aus der Art geschlagen zu seinen anderen Büchern von steven ericson -- Bauchelain and Korbal Broach: 1 (Malazan Empire Novels) -- viel bösartiger als die beiden hauptcharaktäre geht es kaum. außerdem sind die teilweise schon Marx Brothers komischen Missgeschicke des Dieners auf jeden Fall einen Lacher mit einer kleinen priese erschrecken wert.
Jeff Lindsey - "Dexter" Dexter arbeitet bei der Polizei, mag kein Blut und ist ein Serienmörder. Obwohl man weiß, was er in seiner Freizeit macht wird er einem immer sympathischer. Vorallem, wenn man mitansieht, wie er immer wieder versucht ein vorbildlicher Angestellter zu sein, ein guter Bruder und netter Kerl, aber gleichzeitig nur auf eine Gelegenheit wartet seinem "Hobby" nachzugehen. Darkly Dreaming DexterDes Todes dunkler Bruder