Ich habe normales Schulenglisch gelernt. Wenn ich mit einem neuen Buch anfange, habe z.B. neulich Simon Beckett gelesen muss ich anfangs viele Vokabeln nachschlagen, besonders wenn man mit der Materie nicht vertraut ist. Hab also immer meinen Laptop an und schreibe mir dann auch die wichtigsten Sachen auf.
Später im Buch gerade wenn’s spannend wird schlage ich dann meistens nicht mehr nach, wenn sich der Sinn irgendwie ergibt oder nicht so wichtig ist. Man merkt aber auch, dass die allermeisten Autoren Personen, Gebäude oder Landschaften immer wieder mit den gleichen Vokabeln beschreiben.
Hi! So ähnlich gings mir zuerst auch. Ich habe aber mit einem Bleistift die mir unbekannten Vokabeln auf die Innenseite der Cover-Rückseite geschrieben und später nachgeschlagen - als ich anfing, Bücher auf Englisch zu lesen (1993), waren Laptops so groß wie Reisekoffer... ;) Das große Langenscheidt lag ständig auf meinem Schreibtisch. Mittlerweile muß ich nur noch ganz obskure Begriffe, Slang-Wörter oder Akronyme nachschlagen.
Wie khenta hab ich mir wiederkehrende unbekannte Vokabeln mit Bleistift im Buch notiert. Als ich vor Kurzem eines meiner ersten englischen Bücher wieder mal zu Hand nahm, mußte ich drüber lächeln, welche Wörter mir damals schwer vorkamen. :) Nach mittlerweile vier Jahren lese ich Englisch so fließend wie Deutsch. Manchmal war ich sogar soweit "einge-englished", dass mir der Englische Begriff eher einfiel als der Deutsche.
Anfangs hab ich gar nichts nachgeschlagen, mittlerweile liegt mein altes Englisch-Englisch Schulwoerterbuch neben meinem Bett (bevorzugter Leseort :) ), benutz ich aber recht selten. Das mit den bevorzugten Vokabeln ist mir auch schon aufgefallen, und nachdem ich jetzt seit ca. 1 Jahr fast nur noch englisch lese (bis auf ein paar deutsche Autoren, da macht das wenig Sinn) geht's mir auch ab und zu so, das mir erst der englische Begriff für etwas einfällt, und ich den dann übersetze um mich auf deutsch auszudrücken :)
Ich habe mir für meinen Nintendo DS das Deutsch-Englische Wörterbuch von Langenscheidt gekauft, so kann ich die fraglichen Wörter schnell sofort nachschauen und verliere nicht den Faden im Buch. Mit einem "normalen" Wörterbuch habe ich es probiert, aber das Nachblättern dauert mir zu lange. Am Anfang habe ich noch viel nachsehen müssen, aber der eigene Wortschatz steigt mit den Anforderungen ;-)
Hi, ich lese nur Star Trek-Bücher in englisch (notgedrungen - kommt ja fast nix mehr in deutsch). Am Anfang hab ich auch permanent nachgeschlagen, dann aber festgestellt daß einfach weiterlesen besser ist. Auch bei Vokabeln, die man nicht kennt, ergibt sich der Sinn meistens aus dem Kontext, jedenfalls ist das bei den Star Trek Büchern so. Wörter, bei denen ich mir dann doch nicht sicher bin, schlage ich dann hinterher bei LingoPad nach. Allerdings habe ich festgestellt, obwohl mein Englisch sicher von fließend noch weit entfernt ist, daß ich pingelig geworden bin, wenn ich dann doch mal die deutsche Übersetzung in der Hand habe ... ;-)
Hallo, für mich kommt es immer auf die Art des Textes an: mehr oder weniger fiktionale Texte lese ich dann ohne Wortnachschlagen, wenn ich's ohne größere Verluste packe (z.B. bei Michael Dobbs' "House of Cards"). Dass mir dabei eine Menge Zwischentöne verloren gehen, riskiere ich - und freue mich darauf, beim zweiten Lesen noch einiges entdecken zu können. Bei erzählerischen Texten ist mir die Spannung wichtiger, als jedes Detail sofort zu verstehen. Sehr slang-haltige Bücher lege ich ganz schnell weg.
Um aber überhaupt vom Schulenglisch erst einmal auf ein etwas besseres Niveau zu kommen, kann ich zwei Tipps geben:
- Shakespeare, Shakespeare, Shakespeare: Die zweisprachige Ausgabe mit der recht moderenen Übersetzung von Frank Günther (dtv) hat mir richtig Spaß gemacht. Und Shakespeare ist ja auch überhaupt nicht verkehrt. Ich glaube, die Briten haben den alten Wiliam spätestens im 19. Jahrhundert zum Paukerei-Stoff ihrer Schulen gemacht, um dem Personal für die expandierende Kolonialverwaltung etwas "höhere Bildung" beizubringen. Und von Star-Treck-Fans hört man, dass sich die Shakespeare-Zitiererei mittlerweile schon interstellar ausgebreitet hat.
- Bei Gisbert Haefs habe ich die Idee aufgeschnappt, Immanuel Kant solle man nicht im sperrigen deutschen Original lesen, sondern lieber in einer guten englischen Übersetzung. Mit Kant habe ich das nicht ausprobiert, wohl aber mit: Donald P. Kommers "The Constitutional Jurisprudence of the Federal Republic of Germany" - eine englischsprachige Sammlung ("case book") mit Auszügen aus Entscheidungen des Karlsruher Bundesverfassungsgerichts. Ich denke, wenn man in irgendeiner Fachsprache einigermaßen zuhause ist, sollte man die Chance nutzen, sich mehr oder weniger vertraute Texte deutscher Herkunft einmal in englischer Sprache anzutun. - Ob ich Spaß an Übersetzungen a la Otfried Preußlers "The Little Witch" hätte, habe ich noch nicht ausprobiert.
Ich lese seit einigen Jahren englischsprachige Bücher und habe mit der Sprache zu 99% keine Probleme. Wenn ich amerikanische Bücher lese, kann es vorkommen, dass ich manche Redewendungen nicht verstehe, da mich Amerikanisch nie wirklich gereizt hat. Die schlage ich dann aber generell nicht nach.
Inzwischen steige ich auf Französisch um, da mir Englisch wieder zu einfach wird.
Wenn ich daran denke, wie schlecht ich mal in Englisch war (hatte in der neunten Klasse doch glatt ne 5), kann ich darüber jetzt nur noch lachen! Und wenn ich mich richtig erinnere, war es damals auch zu jenem Zeitpunkt als ich anfing Bücher auf Englisch zu lesen. Zum Glück, kann ich dazu nur sagen, denn dadurch wurde mein Englisch immens verbessert, so dass ich heute auch problemlos meine Lieblingsserien im Original schauen kann, ohne auf die oft genug fragwürdige Übersetzung vertrauen (und warten!) zu müssen.
Und um die eigentliche Frage zu beantworten: Zum Wörterbuch greife ich nur, wenn ich selbst Texte auf Englisch verfasse, aber so gut wie nie um irgendwelche Texte zu lesen. Und dann eigentlich auch nur wenn ich irgendwelche Fachbücher für's Studium lesen muss und sicher gehen will, dass ich auch wirklich alles verstanden habe.
In meiner Erfahrung braucht man eigentlich auch kein Wörterbuch um einen Roman zu lesen, einfach weil ein paar unbekannte Wörter den Lesefluss eh nicht stören und man letztendlich auch so verstehen kann um was es geht.
In der Tat kann ich auch nur jedem, der Sprachprobleme hat, empfehlen zu lesen. Lest was das Zeug hält und dann braucht ihr auch keine Vokabeln lernen. ;-)
So schnell wie ein deutsches Buch... ;-) Ich lese inzwischen seit 10 Jahren fast ausschließlich englische Bücher. Wörter habe ich nur sehr selten nachgeschlagen, normalerweise immer dann, wenn ich mehrmals über sie gestolpert bin und sich mir der Sinn dann noch immer nicht erschloss. Ich schaue auch Filme fast ausschließlich im Original, d.h. auf Englisch. Dadurch stehe ich allerdings inzwischen öfter vor dem "Problem", dass mir in Gesprächen ein bestimmtes Wort schneller auf englisch einfällt als auf deutsch.
Anfängern kann ich empfehlen, mit einem Buch zu beginnen, dessen Inhalt man schon kennt. Z.B. wenn man das deutsche Buch gelesen hat oder evtl. den Film schon mal gesehen hat. Dann verliert man nicht so schnell den Faden, auch wenn man mal nicht alle Worte kennt. Ständiges nachschlagen von Vokablen bremst im meine Augen stark aus und reduziert den Lesespass. Wenn man weiss um was eg geht erklären sich ja viele Vokabeln von selbst.
Hallo! Mir geht's so wie tobiti, mir fällt Englisch fast leichter als Deutsch mittlerweile... Lese Bücher im Original (hauptsächlich Romance) schon seit 17 Jahren, die deutschen Übersetzungen sind meist wirklich grauenhaft, wenn man mal ein Origial gelesen hat. Allerdings tue ich mir schwer mit Übersetzen, da es für mich so ist, als ob ich Deutsch ins deutsche übersetzen soll...Lese also das Buch so, als wäre es in Deutsch geschrieben.
Habe eine Nachhilfeschülerin, sage ihr auch immer, sie soll möglichst viel lesen auf Englisch und sich auch Filme auf Englisch angucken, hilft immer. Und mehr Spaß macht es auch!
ich hab mal bei einem buch angefangen mir die unbekannten wörter nachzuschlagen und bin fast wahnsinnig geworden. es geht nämlich auch ohne. ich schlag jetzt nur was nach,wenn die wörter häufig vorkommen und sich der sinn mir einfach nicht erschließen will. bin zwar noch nicht ganz so schnell wie mit deutschen büchern,aber das wird schon noch.
Hallo! Jetzt bin ich aber beruhigt! Ich bin also nicht die einzige, die nach ein paar Jahren englischer Bücher manchmal den Verlusst der Muttersprache zu beklagen hat...Auch wenn meine Familie mich für bescheuert hält: manchmal ist ein Begriff halt in englisch eher "abrufbar" als in deutsch! Das Nachschlagen habe ich nur ganz kurz am Anfang versucht - hat mich wahnsinnig gemacht. Dann habe ich mir die Bücher laut vorgelesen (konnte schon immer besser Enlisch sprechen als Lesen oder Schreiben). Das war bestimmt merkwürdig - daher am Anfang auch nur zu Haus möglich - aber es hat geholfen! Jetzt lese ich Englisch so schnell wie Deutsch!
ich habe angefangen englische bücher zu lesen, weil ich mich nicht mehr mit dämlichen übersetzungen (wie z.B. illegalen aliens und tickenden muskeln) und langen wartezeiten herumschlagen wollte. mein erstes englisches buch war eine ziemliche strapaze, ich musste viel nachschlagen und habe sehr langsam gelesen. heute mache ich zwischen englisch und deutsch kaum noch unterschiede und schlage meist nur noch slang wörter nach. ich lese in englisch nur noch ein wenig langsamer als in deutsch, da ich stärker auf einzelne wörter und den satzbau achte, um mein englisch noch zu verbessern.
Ich lese seit zwei Jahren fast nur noch in englisch. Mein Nachschlageverhalten ist dabei sehr unterschiedlich :-) In der Regel schlage ich kaum was noch, obwohl der große Langenscheidt immer auf dem Nachttisch liegt. Hab ich aber mal Zeit und Muse, wird auch mal häufiger nachgeschlagen und das lohnt sich für die Feinheiten durchaus.
Es ist so eine Sache mit dem Nachschlagen. Sicherlich bremst es, doch wenn man seinen aktiven Wortschatz verbessern will, ist es unabdingbar. Will man also "nur" verstehen, kann man bestimmt einiges überlesen, aber man erweitert damit sein Vokabular nicht. Ich empfehle deswegen, immer wieder einmal ein Buch zur Hand zu nehmen (vom Englischen her empfehle ich da die Romane von Dean Koontz oder, wenn man noch nicht ganz so fit ist, die Harry Potter-Reihe), das man ganz bewusst der Sprache wegen liest und in dem man dann auch alles nachschlägt und vor allem dann lernt! Auf lange Sicht lohnt sich das absolut - und nichts ist für eine echte Leseratte schöner, als Neuerscheinungen gleich auf Englisch zu lesen und um die leider zu oft nicht ganz so mitreißenden Übersetzungen rumzukommen.
Harry Potter ist für "Einsteiger" eher nicht geeignet - da kommen zu viele ganz spezielle Vokabeln drin vor, die man dann doch nachschlagen muß, oder die Wortschöpfungen von Miss Rowling sind und noch in keinem Wörterbuch stehen. Da wirds dann auch mit dem "ergibt sich aus dem restlichen Text" arg schwierig. Ein Freund von mir hats probiert und irgendwann entnervt aufgegeben. Aber wenn sein Schul-Englisch ausreichend aufpoliert hat machts bestimmt Spaß ...
Wenn ich bedenke, wie irritiert mich meine Kollegen immer anguggen, wenn ich in der Pause mal wieder eines meiner englischen StarTrek-Bücher raushole ("Liest Du das? Verstehst Du das ? Das ist doch in englisch?") finde ich es übrigens cool festzustellen, wieviele Leute dasselbe machen ... in einer anderen Sprache zu lesen, meine ich (was auch immer genau).
Ich habe während meiner Au-Pair-Zeit in England mit Jugendbüchern angefangen. Zu Beginn habe ich vieles nachgeschlagen - dann wurde mir das zu blöd, und ich habe mich bemüht, den Wortsinn über den Zusammenhang herauszufinden. Das ging ganz gut.
Irgendwann wurde mir bei den Romanen von Diana Gabaldon die Wartezeit zu lang. Ich begann mit "Drums of Autumn", und von diesem Buch hatte ich unheimlich viel, weil es recht schwer zu lesen ist. Ich lese normalerweise sehr schnell, in diesem Fall habe ich aber 20 Tage für die englische Version gebraucht - und das im Urlaub! Zum Vergleich: Deutsche Version des Vorgängers = 8 Tage.
Man liest halt wesentlich intensiver als bei deutschen Büchern, und es entgeht einem weniger Feinheiten. Zum Glück!
Fantasy-Romane finde ich recht einfach zu lesen, auch die aus den USA, und schlage höchstens Slang-Ausdrücke und manche Redewendungen nach. Und auch das extrem selten.
Auch Filme schaue ich mir erst auf Deutsch an, und wenn ich den Zusammenhang habe, noch einmal auf Englisch. Dabei bevorzuge ich englische Filme, denn die Amerikaner nuscheln schon manchmal ganz fürchterlich :-) Und: Der Herr der Ringe war auch auf Englisch klasse!!!
Als Internet-Wörterbuch empfehle ich http://www.leo.org - das hat umgangssprachliche und auch technische Ausdrücke.
Ich möchte Normen Behr rechtgeben: Wer seinen aktiven Wortschatz effizient erweitern will, sollte sich am besten eine Systematik erarbeiten, um nicht gewußte Vokabeln gezielt nachzulernen. Ich habe den Fehler gemacht, jahrelang englische Filme zu sehen und Bücher zu lesen, ohne meinen aktiven Wortschatz in nennenswertem Tempo auszudehnen. Wenn es ans Sprechen ging, war ich mir bei komplexeren Vokabeln immer unsicher: Ist das in diesem Kontext die richtige Bedeutung, wie spricht man das aus, welche Silbe wird betont ...?
Am besten scheint mir, man markiert beim ersten Lesen die nicht gewußten Wörter, ohne sie gleich nachzuschlagen. Später sollte man dann ein Wörterbuch konsultieren und die neuen Vokabeln idealerweise in ein Abfragesystem einpflegen - das kann der gute alte Karteikasten aus Pappe sein, aber auch eine PC-Variante wie "Mnemosyne" (gibt's kostenlos im Internet). Auf diese Weise hat man beides: ungebremsten Lesefluß und optimalen Lernerfolg.
Hier noch einer kleiner, etwas heimtückischer Test für alle, die immer problemlos durch ihre Englischlektüre rutschen. Könntet Ihr alle diese Wörter aktiv benutzen: impostor, versatile, veracity, donnish, quadrangle, to flail, italics, predicaments? Ich habe sie den ersten Seiten von Kingsley Amis' "Lucky Jim" entnommen. Das ist ein witziger Roman aus den fünfziger Jahren, und eines der beiden prüfungsrelevanten Bücher für das CAE (Cambridge Certificate of Advanced English). Wie gesagt: Gezielt an solchen Wörtern zu arbeiten, zahlt sich aus.
Sprachfex: *räusper* *ähm*... hast ja recht. Dass ich vom CAE noch meilenweit entfernt bin, ist mir allerdings sowieso klar. Ich dachte, mit der Englisch Leserei auch die Zeit zu überbrücken, bis Freizeit und Geldbeutel mal wieder für eine ordentliche Sprachschule reichen. Aber danke für Deine Anregung, werd mir doch mal wieder ein Vokabelheft zulegen.
Johanna Russ: also ich guck meine Lieblingsserien und -Filme im Original auf DVD. Gerne auch gebraucht gekauft.