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Wir töten Stella. Novelle. [Unbekannter Einband]

Marlen: Haushofer
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Unbekannter Einband
  • Verlag: Düsseldorf. Claassen. 1985. (1985)
  • ASIN: B003XYJQ3M
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 4.640.245 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Schön ausgestattetes Buch. Leider lagerspurig (leicht stockfleckig), sonst ordentlicher Zustand

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perspektivenwechsel 15. November 2008
Von I. Wodni
Format:Taschenbuch
Marlen Haushofers Bücher sorgen nach wie vor vielerorts für sehr kontoverse Meinungen. Ein Vorwurf, den ich zu einem kleinen Teil unterstützen kann, wäre beispielsweise, dass im Prinzip immer eine Frau im Zentrum steht, die versucht, sich selbst zu finden, sich bereits aufgegeben hat oder einfach nur mit sich und der Welt unglücklich ist. Dieses tatsächlich immer wiederkehrende Motiv muss einen natürlich nicht interessieren (wobei bei Haushofer ein Zwischen-den-Zeilen-Lesen immer Voraussetzung ist).

Aber diese beiden Novellen sind anders. Natürlich ist Marlen Haushofers Stil unverkennbar. Immer wieder wird in der Erzählung vorgegriffen, wodurch ein Überraschungseffekt nicht wirklich gegeben ist. Aber vielleicht ist es gerade das, was die Novellen, insbesondere "Wir töten Stella", so beklemmend macht. Man sieht den Untergang des Mädchens kommen, kennt auch bald die Gründe und liest dennoch gebannt weiter. Diese Erzählung regt sehr zum Nachdenken an und fällt so gänzlich aus dem Rahmen aller anderen Haushofer-Bücher.
Mehr als erwähnenswert ist auch die zweite Novelle in diesem Band, "Das fünfte Jahr". Aus der Sicht des vierjährigen Mädchens Marili lernt der Leser ein Jahr lang das Leben jenes Mädchens bei seinen Großeltern am Land kennen. Haushofer verzichtet dabei auf die Ich-Perspektive und gerade diese Entscheidung lässt die Geschichte so authentisch wirken. Nicht selten hat man das Gefühl, sich im Kopf des kleinen Mädchens zu befinden und lässt man es zu, hat man durch die einfühlsame Erinnerung die Chance, die Welt kurzfristig noch einmal mit Kinderaugen zu sehen. Etwas Derartiges schafft nur Haushofers Werk ... zumindest bei mir.
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36 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Mitschuld des Beobachters 28. Dezember 2005
Format:Taschenbuch
Ein aus der Trivialliteratur und den fetten Schlagzeilen der Boulevardpresse bekanntes Bild ist das des Autofahrers, der an einer Unfallstelle vorbei braust, ohne Hilfe zu leisten. Mitmenschen ihrem eigenen Schicksal zu überlassen weckt Beklommenheit und Wut beim Leser. Was aber, wenn innerhalb der Familie weggeschaut wird wider besseres Wissen?
Unprätentiös und harmlos geschrieben, messerscharf beobachtet
Anna, die Ich-Erzählerin in „Wir töten Stella“, berichtet in einem einer Beichte ähnelnden Sprachduktus von den Ereignissen, die letztendlich zum Selbstmord der 19-jährigen Stella führten. Offenen Auges, der sich anbahnenden Katastrophe gewahr, unternahm Anna nichts, um Stella zu helfen. Einzig darauf bedacht, ihrem Sohn Wolfgang eine „heile Familie“ vorzuspielen, nimmt sie es hin, dass sie seit Jahren von ihrem Ehemann Richard betrogen wird, der sich nicht einmal die Mühe macht, bei Fehltritten Lippenstiftreste zu entfernen. Richard ist sich der Treue seiner Frau absolut sicher, denn er erpresst Anna mit subtilen Drohungen, die sich gegen den gemeinsamen Sohn Wolfgang richten. Als Stella, die Tochter einer Jugendfreundin Annas, für einige Monate als Untermieterin einzieht, ist es für Richard ein leichtes, das naive Mädchen zu verführen. Doch schon bald verliert er das Interesse und wendet sich neuen Abenteuern zu. Stella verzweifelt und bringt sich um. Dies wird für Wolfgang zum Schlüsselerlebnis, der jetzt wie aus einem Tagtraum erwacht, sich von der Familie lossagt und auf das Internat wechselt, das auch von Stella besucht wurde.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial 13. November 2008
Von n.abend
Format:Taschenbuch
Die Erzählung Wir töten Stella" ist mit das beste, was ich von Marlen Haushofer gelesen habe. Die minutiöse Nachzeichnung, wie es zum Tod von Stella gekommen ist, packt einen von der ersten Seite an. Beginnend mit einer alltäglich erscheinenden Ausgangssituation, entwickelt sich eine Dynamik, die durch das ich-bezogene (Nicht)Verhalten der Umgebung zu dem bereits im Titel genannten Ende führt. Die Schilderung erfolgt sehr sachlich, aber das emotionale Drama, das sich dahinter verbirgt, ist zwischen den Zeilen deutlich spürbar.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Mitschuld des Beobachters 28. Dezember 2005
Format:Audio CD
Ein aus der Trivialliteratur und den fetten Schlagzeilen der Boulevardpresse bekanntes Bild ist das des Autofahrers, der an einer Unfallstelle vorbei braust, ohne Hilfe zu leisten. Mitmenschen ihrem eigenen Schicksal zu überlassen weckt Beklommenheit und Wut beim Leser. Was aber, wenn innerhalb der Familie weggeschaut wird wider besseres Wissen?
Unprätentiös und harmlos geschrieben, messerscharf beobachtet
Anna, die Ich-Erzählerin in „Wir töten Stella“, berichtet in einem einer Beichte ähnelnden Sprachduktus von den Ereignissen, die letztendlich zum Selbstmord der 19-jährigen Stella führten. Offenen Auges, der sich anbahnenden Katastrophe gewahr, unternahm Anna nichts, um Stella zu helfen. Einzig darauf bedacht, ihrem Sohn Wolfgang eine „heile Familie“ vorzuspielen, nimmt sie es hin, dass sie seit Jahren von ihrem Ehemann Richard betrogen wird, der sich nicht einmal die Mühe macht, bei Fehltritten Lippenstiftreste zu entfernen. Richard ist sich der Treue seiner Frau absolut sicher, denn er erpresst Anna mit subtilen Drohungen, die sich gegen den gemeinsamen Sohn Wolfgang richten. Als Stella, die Tochter einer Jugendfreundin Annas, für einige Monate als Untermieterin einzieht, ist es für Richard ein leichtes, das naive Mädchen zu verführen. Doch schon bald verliert er das Interesse und wendet sich neuen Abenteuern zu. Stella verzweifelt und bringt sich um. Dies wird für Wolfgang zum Schlüsselerlebnis, der jetzt wie aus einem Tagtraum erwacht, sich von der Familie lossagt und auf das Internat wechselt, das auch von Stella besucht wurde.
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5.0 von 5 Sternen Über den Umgang Österreichs mit seinen Juden - oder eine...
-Österreich und seine Juden? 'Wir töten Stella' ist eine Familiengeschichte - da sind sich offenbar alle einig. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von manfreed.3000 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein echtes Lesevergnügen...
Wie immer schreibt Marlene Haushofer exzellent, diese Bücher sind ein "Zuckerl" - das Lesen dieser Novellen habe ich mir wie eine Tafel Schokolade in Stückchen... Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von G. Eva-Maria veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Zweitbestes Werk von Marlen Haushofer
"Die Wand" ist so meisterhaft, dass jedes andere Werk dieser Autorin etwas enttäuschen muss. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Theresia Entner de Cruz veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Fehlkauf
Habe das Buch "Die Wand" von Marlen Haushofer gelesen, war total begeistert, was leider auf dieses Buch dann aber nicht zutraf.
Vor 17 Monaten von Marion Straub veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen "Die Wand" war hervorragend, ...
hier fehlte mir wohl das Verständis oder die Geduld. Ich habe es hier beim Trade-in auch gleich wieder abgegeben. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Gilda veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Sehr gut
Neu, Haushofer interessiert mich, wurde mir empfohlen, die wand eher als Film, mal sehen, ob das Buch den erwartungen entspricht
Vor 21 Monaten von Gustav Kienzle veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen intellektueller Schmus
Die dusselige Hauptdarstellerin läßt es sich ohne mal was zu sagen bieten dauernd von ihrem Mann betrogen zu werden und anstatt mal ordentlich auf den Tisch zu hauen und... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von literaturnetz veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Beklemmende Novelle
Ich habe zuvor "Die Wand" von Marlen Haushofer gelesen und war wirlich begeistert und auch von diesem Buch wurde ich nicht enttäuscht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. September 2010 von Betty Cansas
1.0 von 5 Sternen Tragisch, aber sehr vorhersehbar
'Wir töten Stella'. Dieser Titel klingt nach Tragödie und tatsächlich lernt der Leser in dieser Novelle die Ich-Erzählerin Anna und deren Familie sowie Stella... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Februar 2008 von James T. Kirk
5.0 von 5 Sternen Nichts ist, wie es scheint - ein phantastisches Buch
Es geht um mehr als um das Scheitern einer Frau, es ist eine eindringliche Warnung vor der Inaktivität, der Teilnahmslosigkeit auch bei subtilen, nicht offenbar werdenden... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. April 2006 von Gerd Lodenkmper
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