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'Man töte dieses Weib!'
 
 
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'Man töte dieses Weib!' [Taschenbuch]

Melanie Unseld
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 408 Seiten
  • Verlag: Metzler (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3476018091
  • ISBN-13: 978-3476018090
  • Größe und/oder Gewicht: 23,3 x 15,7 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.033.534 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Melanie Unseld
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der Tod der schönen jungen Frauen: faszinierend für viele Komponisten, zelebriert in der Musik der Jahrhundertwende.Sie sterben einen stillen oder besonders spektakulären Tod, sie entschwinden lautlos in das Reich des Todes oder werden bestialisch ermordet, ihr Leben verläuft immer dicht an der Grenze zum Jenseits und dabei reißen sie nicht selten andere mit in den Tod: Die Femmes fragiles und Femmes fatales der Jahrhundertwende erleben und erleiden exzeptionelle Todesarten - immer wieder und ausgiebig zelebriert in der Musik.
Was aber zeichnet die sterbenden Frauen aus und welche Ideale, welche Bilder gehen mit ihnen zugrunde? Was verbirgt sich hinter den zahllosen weiblichen Todesfällen, die sich zu Musik ereignen? Es ist gewiss mehr als die romantische Todessehnsucht, mehr als die enge Verbundenheit von Eros und Thanatos, mehr als das Ende des "Ewig-Weiblichen". Denn während die Frauen zu Grabe getragen werden, lodern männliche Krisenängste auf und suchen Halt auf dem zwischen Dekadenz und Aufbruch schwankenden Fundament ihres Selbstbewusstseins.
Sigmund Freud bezeichnete den Tod und die Weiblichkeit als die beiden "unergründlichsten Rätsel der westlichen Kultur". Die beiden geheimnisvoll-fremden Sphären übten nicht nur auf Literaten, Maler und Philosophen, sondern auch auf Komponisten eine besondere Faszination aus. Kaum ein Komponist des Fin de siecle konnte sich dem Sog des Doppelmotivs von Tod und Weiblichkeit entziehen. Das Sujet taucht in einer enormen Vielzahl und Vielfalt in der Musik zwischen Romantik und Moderne auf. Melanie Unseld breitet in ihrem Buch, quer durch die ästhetischen Schulen, ein umfassendes Spektrum aus. Unter anderem treten dabei auf: Debussys und Schönbergs Melisande, Zemlinskys und Dvoraks Seejungfrau, die Prinzessinnen Maleine (Lili Boulanger), Turandot (Giacomo Puccini) und Salome (Richard Strauss), schließlich Leos Janaceks geheimnisumwobene Emilia Marty und Alban Bergs "Niemandskind" Lulu.Melanie Unseld studierte Musikwissenschaft, Literaturwissenschaft, Philosophie und Angewandte Kulturwissenschaft in Karlsruhe und Hamburg. Mit dem vorliegenden Buch promovierte sie 1999 an der Universität Hamburg. Sie arbeitet als freie Lektorin und Autorin.

Autorenportrait

Melanie Unseld studierte Musikwissenschaft, Literaturwissenschaft, Philosophie und Angewandte Kulturwissenschaft in Karlsruhe und Hamburg. Sie promovierte 1999 an der Universität Hamburg und arbeitet als freie Lektorin und Autorin.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Wenn man erfahren will, warum Salome, Lulu und Co. den Männern immer Verderben bringen und dafür mit ihrem Leben bezahlen müssen - hier findet man die Gründe. Wirklich lesenswert, manchmal etwas zu wissenschaftlich für den Laien, aber immer plausibel begründet und vor allem: keine feministische Standpauke, sondern stets ein objektiver Standpunkt. Hilfreich auch die Inhaltsangaben der Werk am Ende.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Eine wirklich gelungene Studie über das Phänomen sterbender "starker" Frauen im Musiktheater der Jahrhundertwende, auch für Nicht-Musikwissenschaftler sehr interessant und höchst unterhaltsam. Wer sich mit männlichen Projektionsphantasien über Femmes Fatales oder Femmes Fragiles befasst, muß dieses lesenswerte Buch im Schrank haben. Besonders der interdisziplinäre Ansatz des Buchs erweitert den Horizont des Lesers, denn neben zahlreichen Musikdramen werden psychologische, literaturwissenschaftliche, politische und gesellschaftliche Aspekte dieses Phänomens untersucht. Rundum gelungen!
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