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Produktinformation
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Von Köln nach Berlin abgestellt, tut sich der Rheinländer Rath schwer mit dem preußischen Geist, der in der Hauptstadt herrscht. Überhaupt ist er eher ein Einzelkämpfer, der am effektivsten arbeitet, wenn er sich vom hierarchischen Polizeiapparat fernhält. Seine Ermittlungen führen ihn in die glamouröse Welt des Films. Zunehmend wird hier der Stumm- vom Tonfilm verdrängt, und die Filmstudios liefern sich harte Konkurrenzkämpfe - Bespitzelung und Sabotage eingeschlossen. Rath lernt das ganze Panoptikum der Filmszene kennen, etwa den Produzenten Bellmann, der aus seinem Antisemitismus keinen Hehl macht, oder den Juden Oppenberg. Und dann ist da noch der charismatische Marquard, ein vehementer Gegner des aufkommenden Tonfilms, der die Zeit am liebsten anhalten möchte.
Der Glamour des Falls hat seinen Preis: Die Hauptstadtpresse klebt ständig an Rath - optimale Ermittlungsbedingungen sehen anders aus. Um voranzukommen, tauscht er sich ohne das Wissen seines neuen Dienstherrn mit dem Gangsterboss Marlow aus. Er verzeichnet zunächst auch Erfolge und enttarnt ganz nebenbei den Erpresser von Konrad Adenauer. Doch dann sterben weitere Menschen, und Rath gerät mächtig unter Druck. Er muss den Fall lösen – und lässt sich letztlich auch nicht dadurch aufhalten, dass er aus der Ermittlergruppe ausgeschlossen wird.
Nach dem Bestseller Der nasse Fisch legt der Kölner Autor Volker Kutscher mit Der stumme Tod den zweiten Roman um den Ermittler Gereon Rath vor. Wieder gelingt es dem Autor, seinen Figuren eine für die Zeit charakteristische Färbung zu geben, ohne dabei ins Klischeehafte abzugleiten. Ob angesichts der langen Schlangen frustrierter Arbeitsloser oder der charakteristischen Dialoge über „Kommis und Nazis“, die einander „doch die Köpfe einschlagen“ sollen: Der Leser ahnt schon die düsteren Wolken, die langsam über Hauptstadt und Reich aufziehen. -- Carsten Hansen, Literaturtest END
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Buch 3 Sterne, Sprecher 5 Sterne.,
Von Stan "Stan" (Siegburg,NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der stumme Tod (Audio CD)
Was ein TOP - Klasse - Sprecher wie Reiner Schöne ausmacht !Ohne ihn oder mit einen durchschnittlichen Sprecher - davon gibt es ja genug - wäre das Hörbuch gepflegtes Mittelmaß. Aber Schöne alleine mit seiner so überaus markanten, einprägsamen Stimme macht auch dieses Werk zum Genuß. Eine interessanter Plot vor historischem Hintergrund - 1930 - , welcher sich aber wenig in den Vordergrund drängt. Zeitkolorit ist das Salz in der Suppe, wenn man eine Geschichte aus vergangenen Zeiten kocht. Dieses fehlt hier weitgehend oder wurde für das Hörbuch heraus gekürzt. Immerhin ging es in dieser eskaliernden Weltwirtschaftskrise besonders in Berlin, Stichworte KPD, SA, Horst Wessel "heiß" her. Dem Hörer werden Eindrücke in die Problematik des damaligen Übergangs von Stummfilmen zu Tonfilmen nahe gebracht, der "Wer ist der Serienkiller ? " - Effekt gerät hierbei aber nicht zur Nebensächlichkeit. Neben dem genialen Sprecher fesselt und packt das Finale. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Erzählerisch stark, Plot schwach,
Rezension bezieht sich auf: Der stumme Tod (Audio CD)
Kutscher ist einer der wenigen überzeugenden deutschen hardboiled Autoren. Sein knurriger und einzelgängerischer Kommissar Rath ist eine interessante und vielschichtige Figur, die z.B. auch mal einer Prise Koks nicht abgeneigt ist. Das macht Spaß beim Zuhören und auch die Lesung ist absolut toll (auch wenn der rheinische Akzent nicht immer überzeugend ist). Andere Rezensionen haben ja angemerkt, dass sie die Sprache für die 30er Jahre nicht angemessen finden. das mag sein, aber es ist ja auch ein Buch, dass uns die dreißiger Jahre durch die Augen eines Menschen von heute zeigt. Ich glaube auch, dass wir das Buch wahrscheinlich gar nicht lesen wollten, wenn es wirklich authentisch über Polizeimethoden in den 30er Jahren berichten würde. Stimmungsmäßig und erzählerisch kann das Buch für mich also voll überzeugen. Wo es jedoch deutlich schwächelt, ist der Plot. Zum einen gibt Kutscher die Lösung schon relativ fvrüh preis und ab der Hälfte habe ichj mich gefragt, ob ich jetzt überhaupt noch weiterhören soll. Die Auflösung ist für mich wenig befriedigend, weil letztlich zwei Motive sich überlappen und der Täter deshalb für mich sehr unrealistsich ist.
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4.0 von 5 Sternen
spannend- aber dick aufgetragen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der stumme Tod (Gebundene Ausgabe)
Zugegeben - ich habe mir das Buch gekauft, weil mir der erste Band so gut gefallen hat. Der zweite kam da meiner Meinung nach nicht ganz mit. Der Plot war gut - selten findet man Krimis, die zwar irgendwie historisch sind, aber in einer uns doch recht nahen Zeit spielen. Die Berliner Künstler-Szene - dekadent, kokainsüchtig und arrogant - kam im ersten Band ja schon gut heraus, das ist im zweiten auch so. Was nicht sehr realistisch "rüberkommt" ist das Verhalten des Komissars Gereon Rath. Kann mir nicht vorstellen, dass man sich 1930 bei der preußischen Polizei solche Alleingänge und Frechheiten gegenüber seinen Vorgesetzten erlauben konnte. Auch wenn es Rath natürlich sympathisch macht. Auch eher seltsam sind Raths Kontakte in die Unterwelt und seine privaten Parallel-Ermittlungen. Schon früh wird dem Leser klar, mit wem er es beim Mörder zu tun hat. Das Warum bleibt länger im Dunkeln, aber man kann es sich trotzdem schon denken. Trotzdem bleibt das Buch spannend bis zum "Showdown" auf dem Berliner Funkturm, wo ein nicht aufgeklärter Mord in Selbstjustiz gelöst wird. Geschickt eingebaut auch die Geschichte um den Tod Horst Wessels und um den Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer, der erpresst wird. Für einen interessanten Plot und eine spannende Schreibe 5 Sterne, einen Stern Abzug für manche Unglaubwürdigkeit.
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