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Caine und Fraser spielen beide hervorragend und verleihen so den komplizierten politischen Ereignissen ein menschliches Gesicht. The Quiet American überzeugt sowohl als Geschichtswerk als auch als die Geschichte von Menschen, die in sehr persönliche Konflikte verwickelt sind. Ein eindrucksvoller Film von Regisseur Philip Noyce. --Bret Fetzer
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Absolut unerlässlich, um Vietnam, dessen Menschen und den Krieg zu verstehen,
Von Herr Cooles (Outopos) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der stille Amerikaner [DVD & Soundtrack-CD] (DVD)
"One has to take sides, if one is to remain human."Nach eingehender Beschäftigung mit Greenes Roman und Noyce' Verfilmung (mit Armstrongs Soundtrack) erscheint mir eine Rezension als notwendig. Zunächst zu dieser Edition: Hier macht Amazon ein super Angebot - Film & Soundtrack zu einem tollen Preis. Schade, dass ich beides schon habe. Aber ein Freund wird zu Weihnachten damit beglückt werden. BUCHVORLAGE: Zu Greenes Romanvorlage werde ich nicht so viel schreiben, denn darum geht es hier nicht. Es bleibt zu sagen, dass Noyce im Film die Chronologie dem Original gegenüber der Dramaturgie willen verändert hat. Es finden nicht so viele Flashbacks und Zeitsprünge statt, und einige Details hat er weggelassen, weil sie sicherlich den Rahmen eines Spielfilms gesprengt hätten. VERFILMUNG: Selten ist ein so guter Film über Vietnam und den Krieg (ein sog. Vietnamkriegs- und Antikriegsfilm) gelungen. Er beschreibt, wie die USA langsam in das Desaster Vietnam hineinschlittern, das die Franzosen moralisch frustriert und militärisch erschöpft zurücklassen müssen. Anhand von drei Charakteren werden symbolisch die involvierten Länder/Mächte dargestellt: Pyle für das idealistisch-naiv-arrogant-rücksichtslos-mächtige Amerika, Fowler für das paralysierte, um Neutralität bemühte und in dieser Bemühung gescheiterte Europa und Phuong für das ohnmächtige Vietnam, das zwischen den Mächtigen steht und in seinem Überlebenskampf versucht, das Beste für sich herauszuholen (ein m.E. legitimes Verhalten!!!). In dieser komplizierten Dreieck der Täuschung, Enttäuschung, Gewalt und Verrat konstruiert Greene/Noyce geschickt eine Liebesgeschichte, deren Ausgang für Pyle tödlich, für die anderen halbwegs positiv, dennoch irgendwie keineswegs befriedigend endet. Man kann deutlich nachvollziehen, wie sich Amerika in seinem Machtbestreben und -gier in das Abenteuer Vietnam einlässt, dessen Ausgang wir alle kennen. Brendan Fraser (Pyle, die sympatischste und zugleich kontroverseste Figur des Films) liefert die beste Leistung seiner Karierre (ja, er muss sich und sein Talent des Geldes/Ruhmes willen oft als Zombiemumietöter und Kindertarzan "prostituieren"!), und den vorzüglichen Caine (Fowler) habe ich nie besser gesehen. Einfach grandios. Absolut sehenswert ist auch die vietnamesiche Schauspielerin Do Hai Yen (Phuong), die man zwischen den Stars zu leicht als Beiwerk abstempelt. Ihre unterschwellig unterwürfige Rolle kaschiert, wie rücksichtslos und darwinistisch sie ihr Überleben sichert - und letztendlich gewinnt. Brava! Der Film berührt, ohne zu moralisieren, schockiert (v.a. bei der Bombenanschlagsszene), ohne Gewalt zu glorifizieren, erklärt/klärt auf, ohne besserwisserisch zu sein. Man muss einfach Partei ergreifen, wenn es um wichtige Dinge im Leben geht und man seine Menschlichkeit bewahren will - so hat es Fowler am Ende gelernt. Ich als Vietnamese (und Amerika-Fan!) bin der Meinung, dass man diesen Film gesehen haben muss, um Vietnam und die Vietnamesen, um die Ursprünge des VN-Kriegs, um Amerikas fatale Außenpolitik und Fehler zu begreifen, und um zu sehen, welch Monstrosität aus anfänglich edlen Motiven erwachsen kann. Ein essentieller Film! Es ist interessant anzumerken, dass dieser Film dem US-Publikum und selbst dem eigenen Filmstudio nach 9/11 zu suspekt "unpatriotisch" und kritisch war und völlig an den Kinokassen durchfiel, nachdem man ihn nach einiger Verzögerung doch noch herausgebracht hatte. Des Weiteren wurde der Film bereits 1953 verfilmt, wobei aus patriotischen Motiven das Ende verändert wurde, damit das Image Amerikas nicht beschädigt wird. Greene war furios! Philip Noyce machte anfangs interessanterweise Actionfilme (T. Clancys Jack Ryan etc.), bevor er richtig gut wurde: Rabbit-Proof Fence, Catch a Fire, The Quiet American. Bin gespannt, was er noch bringt. SOUNDTRACK: Craig Armstrong ist für mich der beste Komponist (ja, noch vor H. Zimmer!), wenn es um Filmmusik geht. Der Soundtrack ist mysteriös, berührend, mit Gesang auf Vietnamesisch unterlegt, sanft und doch aufrüttelnd! Ja, manchmal ersetzt die Musik die Worte und sagt tausendmal mehr aus (vgl. "Death on the square": die eindrückliche Bombenanschlagsszene)! Manchen mag er zu pompös (mit Klassikeinschlag) klingen, doch Armstrong versteht es einfach perfekt, Stimmung einzufangen und zu verstärken. Tipps zu Armstrongs Soundtracks: Romeo + Juliet CD2, Elizabeth - The Golden Age und World Trade Center. Alles in allem muss ich mein Unverständnis ausdrücken, warum ein so bedeutender Film noch so wenigen bekannt ist. Ich hoffe, Sie werden etwas an diesem Zustand ändern. Ich hoffe, dass diese recht lange Rezension Ihnen hilfreich war. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Deluxe-Edition - zu recht!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der stille Amerikaner [DVD & Soundtrack-CD] (DVD)
Was kann man sich eigentlich mehr wünschen? In diesem Set ist zunächst einmal der Film "Der stille Amerikaner" enthalten. Brendan Fraser und Michael Caine, die übrigens keine Gage für ihre Arbeit verlangten bzw. erhielten, spielen ihre Rollen äußerst glaubwürdig. Zu diesen genialen Leistungen gibt es eigentlich nichts weiteres zu sagen, man muss es selbst gesehen haben. Der Film ist nicht nur in Deutsch und Englisch zu hören, sondern bietet auch einen Audiokommentar des Regisseurs, von Michael Caine, Brendan Fraser sowie weiteren Cast & Crew Mitgliedern. Weitere Highlights des Bonusmaterials sind ein Interview mit Philip Noyce, dem Regisseur des Films, eine Featurette und die Dokumentation "Anatomie einer Szene", in der der Dreh der Explosions-Szene näher erläutert wird. Abgerundet wird dies durch Kinotrailer, Cast & Crew Bio- und Filmographien und eine Chronologie der politischen Ereignisse rund um den Vietnam-Krieg. Doch das war längst noch nicht alles! Die zweite Disc des Sets enthält den Soundtrack zum Film. Wenn man also bedenkt, dass allein schon der Soundtrack um die 15 Euro kostet, kriegt man den Film zu einem Preis von ca. 7 Euro, was ja fast schon geschenkt ist. Und als kleines Schmankerl sind auch noch 5 Postkarten zum Film enthalten. Also nochmals die Frage: Was kann man sich eigentlich mehr wünschen? Naja, fehlt eigentlich nur noch das Buch zum Film :-)
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Brillanter Film, brillanter Hauptdarsteller,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der stille Amerikaner [DVD & Soundtrack-CD] (DVD)
Der Journalist Thomas Fowler (Michael Caine) hat sich im französisch besetzten Saigon niedergelassen und verbringt seine Tage als neutraler Beobachter eines Landes, das zunehmend vom Krieg zerrissen wird. Zunächst begreift Fowler den Zustand des Landes nicht und wähnt sich in einer exotischen Idylle, die nur deshalb bedroht ist, weil sein Chef ihn nach London zurückbeordern will und Alden Pyle, der stille Amerikaner, in sein Leben tritt und sich in Fowlers vietnamesische Geliebte Phuong verliebt. Da Fowler sie nicht heiraten kann (seine Frau willigt nicht in die Scheidung ein), entscheidet sie sich für Pyle. Bald wird Fowler klar, dass er die Rolle, die Pyle in Vietnam spielt, völlig falsch eingeschätzt hat. Er begreift auch, dass neutrales Beobachten nicht mehr möglich ist, wenn solche Dinge geschehen, wie dies im Vietnam der Jahre 1952/1953 der Fall war. Der vordergründig zynische alte Europäer wandelt sich vom distinguierten Beobachter der Weltläufe zum politischen Idealisten gemäß der Parole „Du musst Partei ergreifen, wenn du menschlich bleiben willst". Hinter der freundlichen und zurückhaltenden Fassade des jungen Amerikaners hingegen lauert der blanke Zynismus. Dass es letztendlich Fowler ist, der den CIA-Mann Pyle unfreiwillig ans Messer liefert und dadurch seine Geliebte zurückerhält, verhindert, dass Fowler sich als moralischer Sieger fühlen kann.Diese Geschichte zwischen Melancholie und Gewalt, deren Vorlage der gleichnamige, ganz hervorragende Roman Graham Greenes ist, setzt Phillip Noyce (bekannt als Regisseur des Films „Das Kartell") nicht nur als überzeugenden Gegenentwurf zum amerikanischen Hurra-Patriotismus in - teilweise großartige und betörende - Bilder, sondern verhilft auch seinem Hauptdarsteller Michael Caine zu einem beeindruckenden Leinwandauftritt. Caine kann sein ganzes Können ausspielen. Der melancholische Held, dessen Lebensgeister noch einmal erwachen, diese Figur bekommt durch Caine all die nötigen Facetten um sie zu einer wirklich großen Leinwandfigur werden zu lassen. Eins sei allerdings auch angemerkt, da ich ein oder zweimal gelesen habe, dem Film "mangele es an Tempo": Es gibt zwar einige Kampfszenen und etwas "action". Es handelt sich aber keineswegs um einen Film dieses Genres, sondern um eine Literaturverfilmung im besten Sinne. Wer keine Zeit für Zwischentöne hat und dafür, dass sich die Charaktere und die Geschichte allmählich entwickeln, sollte zu anderen Produktionen greifen. In Amerika gilt der Film als unpatriotisch und ging sang- und klanglos unter. In der Tat ist der Film Amerika gegenüber äußerst kritisch eingestellt (und bewahrt die Intention der Romanvorlage im Gegensatz zu der Erstverfilmung aus den 60ern). Es gibt eine Szene, die geradezu als Metapher amerikanischer CIA-Aktionen und Interessenpolitik nicht nur in Vietnam taugt: Wie sich der CIA-Mann Pyle nach einem von ihm mitverschuldeten Massaker angeekelt das Blut vom Schuh wischt. Es bleibt zu hoffen, dass der Film im "alten Europa" als das gesehen wird, was er ist: Ein Meisterwerk! PS: Ton und Bild der DVD sind übrigens erstklassig. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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