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Auf dem spanischen Jakobsweg. Aktueller Reisebericht eines Pilgers
 
 
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Auf dem spanischen Jakobsweg. Aktueller Reisebericht eines Pilgers [Gebundene Ausgabe]

Wolfgang Dannhäuser
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Imhof, Petersberg (1. Januar 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 393559061X
  • ISBN-13: 978-3935590617
  • Größe und/oder Gewicht: 24,6 x 16,8 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.504.955 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Mit Humor und Verständnis schildert Wolfgang Dannhäuser die täglichen, oft genug kuriosen Erlebnisse mit Rucksack und Pilgerstab und seine Eindrücke und Empfindungen auf dem Jakobsweg von den Pyrenäen bis nach Santiago de Compostela. Er beschreibt die spartanischen Herbergen ebenso wie die Fußpilger aus vielen Ländern und unterschiedlichen Kulturen, Menschen von oft origineller Ausprägung. Darüber hinaus führt er den Leser in die spanische Geschichte und die hiermit untrennbar verflochtene historische Pilgerbewegung mit ihren Legenden, Sagen und mittelalterlichen Chroniken ein. Er schildert einmalige Kunstwerke, die sich entlang des Jakobswegs wie Perlen an einer Schnur aufreihen. Er führt uns mit viel Einfühlungsvermögen durch die einprägsamen, sich ständig verändernden Landschaften Nordspaniens.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Kritikos
Dies ist nicht nur deshalb ein ganz beachtlicher Bericht eines Fußpilgers, weil ihn der Autor in einer farbigen, ja durchgängig poetischen Sprache geschrieben hat, die den Eindruck vermittelt, man würde den übr 800 km langen Pilgerweg von den französischen Pyrenäen bis an das Grab des Jakobus in Santiago de Compostela neben ihm herwandern und dabei die beeindruckenden nordspanischen Landschaften mit eigenen Augen sehen. Auch in viele anderen Aspekten ist man mit ihm unterwegs: In den kargen Herbergen, in den uralten Kirchen, Klöstern, Einsiedeleien und Palacios, man wandert mit ihm über historische Brücken, durch verlassene Dörfer in der steppenartigen, glühendheißen Meseta, man stolpert mit ihm über das menschenleere kantabrische Gebirge und man patscht mit ihm durch den ewigen Regen Galiciens.
Und immer erzählt er uns - und das nie lehrbuchhaft - etwas über die alte Geschichte, schöpft nicht nur frisches Wasser aus den historischen Pilgerbrunnen, sondern auch Perlen aus uralten Sagen, Legenden mittelaterlichen Pilgerchroniken und Märchen. Aber er bringt uns auch lebensnah - und das immer humorvoll - zusammen mit Fußpilgern aus so vielen unterschiedlichen Ländern und Kulturen, sei es bei der abendlichen Flasche Rotwein oder im anschließenden Schnarchkonzert.
Spiritualität? Der Autor scheut sich nicht, auch seinen inneren Weg zu erzählen. Ab er da wirkt nichts "abgeschrieben" oder "nachempfunden" und schon garn nicht aufdringlich. Authentisch und lebendig! Ein wirklich schönes Buch und, nebenbei, mit vielen praktischen Tipps für alle, die dort auch einmal wandern möchten - tatsächlich mit dem Rucksack oder virtuell, zuhause vom Sofa aus.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Als aufmerksamer Beobachter und guter Zuhörer hat sich Wolfgang Dannhäuser unter die Pilger auf dem spanischen Jakobsweg begeben. Damit nahm der Jurist und ehemalige Spitzenbeamte der BA zu Beginn seines Ruhestandes eine selbst gestellte Herausforderung an. Und er hat sie bewältigt: mit Pilgerstab und Rucksack ist er etwa 800 Kilometer meist in großer Hitze und immer wieder dürstend nach der nächsten Quelle gewandert, hat abends die Blasen an den Füßen gepflegt und die Nächte in kargen Herbergen verbracht. Nur wer solche „Qualen" ertragen hat, kann überzeugend darüber berichten.
Meist wandert Dannhäuser allein, startet schon frühmorgens, lässt die Seele baumeln, denkt über sein Leben nach - „dass ich schon ein alter Bursche geworden bin." Er wechselt in seinem Reisebericht zwischen oft genug kuriosen Tageserlebnissen und beschreibt die Pilger aus vielen Ländern, zu denen er Kontakt bekommt. Dabei verheimlicht er auch nicht die netten Pilgerinnen, die seinen Weg kreuzen.
Während der langen, oft eintönigen Wegstrecken erzählt er dem Leser die Geschichte Spaniens. Dank eines umfangreichen Literaturstudiums kann er aus einem großen Vorrat an Details aus Legenden und Chroniken schöpfen. Auch über die Orte und Landschaften, durch die sein Weg ihn führt, berichtet er. Mal sind es historische Bauwerke, mal örtliche Anekdoten. Dieser Wechsel macht das Buch leicht lesbar. Schon nach einigen Kapiteln hat Dannhäuser den Leser so gewonnen, dass dieser manchmal glaubt, neben ihm zu wandern, beim abendlichen Pilgertreff selbst eine Flasche Roten zu leeren oder in einem der Stockbetten dem Schnarchkonzert zu lauschen.
Wieder einmal beweist ein Jurist, der nicht mehr seinem beruflichen Amtsdeutsch verpflichtet ist, wie humorvoll, span-nend und zugleich sprachlich treffend er sich auszudrücken vermag. Es ist ein Vergnügen, den „Pilgerbericht" zu lesen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Stesa
Dem Autor, W. Dannhäuser, ist ein beachtliches Portrait seiner Jakobsweg-Wanderung gelungen. Er hat sich, zusammen mit seinem Cousin und über weite Strecken auch zusammen mit einem jungen deutschen Pfarrer, auf die über 800 km lange Wallfahrt von St. Jean-Pied-de-Port in den französischen Pyrenäen nach Santiago begeben.
Dannhäuser schildert mit einem bemerkenswerten Auge für Details seine Erlebnisse, Begegnungen, Anekdoten und Selbsterkenntnisse auf dem berühmten "Camino de Santiago" und verknüpft die Erlebnisse seiner Pilgertour mit geschichtlichen Abrissen über die Kulturgüter und Städte am Rande des Weges. Und eins gelingt dem Autor vortrefflich: Nämlich geschichtliche Ereignisse und Begebenheiten der Jahrhunderte unterhaltsam und nicht selten auch mit einem Augenzwinkern zu kommentieren, so daß ich mich streckenweise mit einem zufriedenen und bestätigenden Grinsen (in Anbetracht eigener Erlebnisse auf dem Weg) im Gesicht ertappt habe.
Angemerkt sei, daß es sich bei diesem Buch um keinen Pilgerführer handelt, mit dem sich eine eigene Reise planen läßt. Diesem Anspruch soll und will dieses Buch aber ohnehin nicht gerecht werden. Wer also Tips zur Ausrüstung oder zu Routen und Herbergen sucht, sollte sich einen reinen Pilgerführer, wie z.B. den "Outdoor"-Führer von Michael Kasper kaufen, aus dem Dannhäuser im übrigen hin und wieder in seinem Bericht zitiert.
Selbstverständlich geht der Autor auch auf Spiritualität und Religiosität ein. Als bekennendes "Kind der Aufklärung", wie sich Dannhäuser selbst bezeichnet, ist es dennoch verwunderlich, welche Wirkung der Weg auf ihn hat und wie oft er zum Nachdenken über sich selbst und sein Leben - trotz spürbarer Distanz zu Religion und Kirche - angeregt wird.
Das Buch ist insofern interessant, als daß ein Neuling des Weges und kein "routinierter Pilger" über seine Erfahrungen berichtet. Daher ist dieses Buch insbesondere für Neueinsteiger geeignet, die etwas über die Atmosphäre des Weges und in den Herbergen bzw. unter den Pilgern erfahren möchten und für geschichtlich Interessierte. Letzteres insbesondere auf Grund der Tatsache, daß W. Dannhäuser unverkennbar umfangreiche Recherchen in alten Pilgerberichten betrieben hat, die an vielen Stellen wortgetreu zitiert werden. Wer geschichtlich weniger interessiert ist, wird sich beim Lesen streckenweise eventuell langweilen, aber dies versucht der Autor dadurch wettzumachen, indem er historischen Passagen humorvolle Anekdoten vom Weg oder aus den Herbergen folgen läßt.
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