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Du sollst nicht merken: Variationen über das Paradies-Thema
 
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Du sollst nicht merken: Variationen über das Paradies-Thema [Taschenbuch]

Alice Miller
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

"Du sollst nicht merken" - nämlich: was dir in deiner Kindheit angetan wurde und was du in Wahrheit selbst tust - ist ein niemals ausgesprochenes, aber sehr früh verinnerlichtes Gebot, dessen Wirksamkeit im Unbewußten des einzelnen und der Gesellschaft Alice Miller zu beschreiben versucht. Ihre Analyse dieses Gebots führt sie zu einer grundsätzlichen Kritik an der Triebtheorie Sigmund Freuds. Die Wirksamkeit des Gebots "Du sollst nicht merken" zeigt sie anhand ihrer Analysen von Träumen, Märchen und literarischen Werken auf, wobei aus ihrer Auseinandersetzung mit dem Oeuvre Franz Kafkas ein neues Kafka-Bild hervorgeht und implizit eine Theorie menschlicher Kreativität.

Über den Autor

Alice Miller wurde am 12. Januar 1923 in Polen geboren. Sie studierte in Basel Philosophie, Psychologie und Soziologie. Nach der Promotion machte sie in Zürich ihre Ausbildung zur Psychoanalytikerin und übte 20 Jahre lang diesen Beruf aus. 1980 gab sie ihre Praxis und Lehrtätigkeit auf, um zu schreiben. Seitdem veröffentlichte sie 13 Bücher, in denen sie die breite Öffentlichkeit mit den Ergebnissen ihrer Kindheitsforschungen bekannt machte. Sie verstand ihre Suche nach der Realität der Kindheit als einen scharfen Gegensatz zur Psychoanalyse, die in der alten Tradition das Kind beschuldigt und die Eltern schont. Alice Miller ist am 14. April 2010 im Alter von 87 Jahren verstorben.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
48 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von M. HL
Format:Taschenbuch
Alice Miller führt in einer glasklaren (und daher für viele noch heute so schmerzlichen) Logik darüber Beweis, dass die Wurzeln von zahlreichen psychischen / psychosomatischen Erkrankungen in der (seelischen und / oder körperlichen) Misshandlung während der Kindheit zu suchen und zu finden sind. Der Urvater der Psychoanalyse (Freud) legte diese Erkenntnisse bereits 1896 in seiner Schrift "Zur Ätiologie der Hysterie" dar, musste dann aber (sicher unbewusst) zum "Schutz" der Gesellschaft seine Triebtheorie entwickeln und auf diese Weise quasi dem Kind bzw. den kindlichen Trieben die Schuld für etwaige seelische Störungen zuweisen. Diese von Freud vollzogene Kehrtwendung wider der eigenen Erfahrungen kritisiert die Autorin, ohne seine unzweifelhaften Verdienste zu schmälern.
Nun mag man kritisch anmerken, dass Alice Millers Werk bereits Anfang der 80er Jahre erschienen ist, und ihre Kritik an der "Schwarzen Pädagogik" allgemein akzeptiert und die Öffnung der Gesellschaft gegenüber dem Schicksal ihrer Kinder inzwischen weit fortgeschritten sein sollte. Meine Erfahrungen sind da anders. Mir fällt z. B. Byron Katies Buch "Lieben was ist" ein, welches jeden blockierenden, schlimmen, hinderlichen (usw.) Gedanken zurück adressiert und letztlich dem "Schöpfer" des Gedankens die Schuld zuweist. Durch das Ignorieren und Umpolen der eigenen Gedanken soll man dann lieben, was ist. Inhaltlich haben Miller und Katie zwar nichts weiter miteinander zu tun, gleichwohl gehören beide Werke in die Kategorie "Lebensbewältigung durch Aufarbeitung". Miller weist bezüglich der erlittenen Traumata der Kindheit die Verantwortung (nicht die Schuld!) den Eltern zu und zeigt eindeutige Wege der Bewältigung auf. Ein weiterer Grund für die brennende Aktualität von Millers inzwischen bald 30 Jahre alten Werkes sind meine Erfahrungen aus der pädagogisch-therapeutischen Arbeit. Die "Schwarze Pädagogik" wirft noch bis in unsere Zeit größere Schatten als man glauben möchte. Ich stimme Alice Miller daher zu: Das Wissen um den verbreiteten Missbrauch unserer Kinder wird zwar inzwischen nicht mehr ganz so stark negiert, doch angemessene Konsequenzen sind noch allzu selten. Dazu müsste man nämlich mit sich selbst im Reinen sein und das eigene Trauma ggf. verarbeitet haben. "Schwarze Pädagoginnen und Pädagogen" im professionellen wie im privaten Bereich verrichten noch allerorten ihre Arbeit - Tag für Tag! Diese Buch bleibt daher weiterhin toppaktuell!
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55 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Dieses Buch hat mir die Augen geöffnet, mir einen Schlüssel gegeben. Es hat mich blicken lassen auf das, was ich nicht ansehen wollte - meine Kindheit. Es hat mich zu der Entscheidung veranlaßt, eine initiatische Therapie zu machen. Jedem, der Probleme hat, große oder kleine, die sich wie ein roter Faden durch sein Leben ziehen, und jedem, der selbst Kinder hat, kann ich nur empfehlen, die Bücher dieser mutigen, wunderbaren Frau zu lesen.
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96 von 116 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Psychologie 3. März 2002
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Spät habe ich das Buch von A. Miller gelesen, doch ich bin froh, es überhaupt gelesen zu haben. Ich kannte bereits das 1982 erschienene Buch "Das Drama des begabten Kindes" von ihr und war damals schon begeistert, so dass ich zu einer Lesung von ihr ging. Dort erst wurde mir bewusst, wie einsam und alleine diese tapfere Frau mit ihrem Votum war. Schliesslich hatte sie es gewagt, gegen den "Übervater" Freud anzutreten und ihm nicht die Methode, nein, seine Begründungen und Theorien über die Fehlentwicklungen der menschlichen Psyche streitig zu machen. Seine Methode bejaht und unterstützt sie, ohne den Inhalt der Lehre ebenfalls übernehmen zu müssen, die durch die Erfahrung der letzten 80 Jahre zum Teil widerlegt und überholt wurde.
Damit hatte sie sich natürlich auch mit seinen Schülern und dem psychoanalytischen Institut in Zürich und überall sonst angelegt. Eine Stimme mehr, die Freuds Absichten und Lehre widerspricht und bekämpft? Wieder ein Anti-Ödipus mehr in der Geschichte der Rezensenten dieses berühmt gewordenen Komplexes?
Nein, sie ist und bleibt Psychoanalytikerin und empfiehlt sogar jedem, eine Psychoanalyse (PSA) zu machen. Es geht ihr einzig darum aufzuweisen, wie Freud, der ja ursprünglich auf Grund seiner Analysen mit Patienten und Patientinnen gemerkt hatte, was in der Kindheit geschieht und welche Misshandlungen den Kindern widerfährt, diese Realität, die immer wieder aus den Berichten der Behandelten spricht, zu leugnen und sie den Phantasien der Kinder zuzuschreiben. Er ändert also seine anfangs gemachte Entdeckung; er erschrickt vor dieser Realität, wie Miller treffend schreibt, und entwickelt die Triebtheorie und den Ödipuskomplex, um sich dieser Realität zu erwehren. Die Schuld für das an Kindern und Jugendlichen begangene Unheil ist somit wieder beim Kind.
Das ist die Tragik der PSA, dass die Analyse, die ja ursprünglich angetreten ist, um den Geschädigten zu helfen, nun auch noch mit dem moralischen Zeigefinger auf die Leute zeigt und in jahrelanger „Umschulung" und wie ich sagen würde „Gehirnwäsche" das erlittene Unrecht mit Hilfe der Freudschen Terminologie uminterpretiert. Die PSA gibt also der „Schwarzen Pädagogik" Recht, die die Eltern entschuldigt und die Kinder belastet. Somit geschieht den Menschen in der PSA ein zweites Mal Unrecht.
Dagegen wehrt sich Miller zu Recht auf gut 400 Seiten. Sie bringt genügend Beispiele aus ihrer Praxis und zeigt auch anhand der Literatur, vor allem bei Kafka, nach, was ihre neue Sicht zu Tage fördert. Sie sieht sich in ihrer psychoanalytischen Tätigkeit als Anwalt der Kinder, als jemand, der sie in ihrem erlittenen Schmerz behutsam begleitet, ohne ihnen einen Vorwurf zu machen. Darin sieht sie das Neue ihrer Theorie: Auf der Seite der Kinder im Erwachsenen zu stehen, damit sie das Leiden schildern und auch gefühlsmässig verarbeiten können, anstatt die aufkommenden Gefühle sofort mit Hilfe von Theorien - die in ihren Augen nichts anderes als Abwehrmechanismen der Analytiker sind, die ja in ihrer Lehranalyse ebenfalls dazu „erzogen" worden sind, das Gefühl abzublocken und nicht zuzulassen - wieder zu verdrängen.
Erst dort, wo die Realität zur Sprache gelangt und somit auch ins Bewusstsein der Öffentlichkeit, können wir hoffen, dass begangenes Unrecht nicht etwa gesühnt oder geahndet wird, darum geht es ihr nicht in erster Linie, sondern darum, dass sich Unrecht nicht wiederholt.
Dieses Buch ist jedem zu empfehlen, der in sozialen, erzieherischen oder psychologischen Berufen arbeitet oder in den Sozial- und Geisteswissenschaften studiert.
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schnell, Preiswert
Die Abwicklung klappte sehr schnell, die Warte ist ein wenig beansprucht (viele Randnotitzen), sehr günstiger Preis! Hier kaufe ich gerne wieder!
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Gesamtkonzept?
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Veröffentlicht am 30. November 2008 von S. Bernard
Schöner Diskussionsstoff
"Du sollst nicht merken...", daß Alice Millers Buch die gefährliche Tendenz hat, ebenso dogmatisch daherzukommen, wie sie es in diesem Buch den Vertretern der... Lesen Sie weiter...
Am 18. Januar 2001 veröffentlicht
empfehlenswert!!!!
"Du sollst nicht merken" von der bekannten Autorin Alice Miller sollte zur Pflichtlektüre aller Psychologie- und Pädagogik-Studierenden gehören - und zudem... Lesen Sie weiter...
Am 27. November 1999 veröffentlicht
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