Kurzbeschreibung
Die in diesem Band gruppierten Gemeinheiten sind zwischen November 2003 und September 2004 entstanden, einige von ihnen wurden im Schweizer "Nebelspalter" veröffentlicht, dem ältesten satirischen Magazin der Welt. "Wir sind in Gefahr, uns unbewusst in ein Spiegelbild der uns manipulierenden Umwelt zu verwandeln", schrieb der Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter "nach '68" und legte wirkungsvoll dar, dass wir entweder "Flüchten oder Standhalten" können. Mit den Wölfen zu heulen wäre ein weiterer, eher postmoderner Main stream-Lebensentwurf - den Mächtigen in Politik und Wirtschaft ihren Willen zu lassen, in der schimärenhaften Zuversicht, dass etwas von ihrem Glanz und einige ihrer Brosamen unter die herrschaftliche Tafel fallen mögen. Solange "have fun" daraus resultiert, ist's ja schon genug. Wem daran liegt, Freunde fürs Leben zu gewinnen, dem erwiese es sich als vorteilhafter, nicht wider den Stachel zu löcken, sondern sein Glück mit Liebesgedichten oder Schlagertexten zu versuchen. Herz reimt sich auf Schmerz; Liebe dagegen vermählt sich mit dem Triebe zu einem neckischen Dream Team, dessen sich der tückische Zwerg an der literarischen Hauptkampflinie voller Leidenschaft annimmt. Satire als sado-masochistische Reflexion der Unarten des Homo sapiens wird sich von mangelhafter Friedfertigkeit genauso wenig freisprechen können, wie sie der Zielscheibe ihrer Angriffe nachsichtig Absolution erteilen wird: "Non te absolvo!"
Umschlagtext
Die Satire streunt heimatlos durchs Niemandsland, in dem es bös aussieht, sucht ständig nach ihren Grenzen, um sich daran zu reiben. Und Rumpelstilzchen, mit dem gespitzten Griffel in der Sudelhand, murmelt: "Viel Feind, viel Ehr", während es lästerlich kichernd durch Minenfelder kurvt.