Meine Rezension soll vor allem diejenige aus dem Juni 2002, des Herrn Cu E. Sight sachlich richtig stellen.
Das vorliegende Buch handelt keineswegs von "Harka" (bekannt aus den "Söhnen der Großen Bärin"). Vielmehr stellt die Autorin mit ihrer Romanpentalogie "Das Blut des Adlers" den Kampf der Indianer, vor allem der Dakota u.a. auf der Pine-Ridge Reservation dar; dies alles wohlgemerkt in den Jahren zwischen 1968 und 1973. Richtig ist zwar, dass Harka Tokei-itho (oder Inya-he yukan) im ersten Band der Pentalogie wieder auftaucht, auch als "Erwachsener" (nämlich als 112-jähriger Greis). Letztlich ist dies aber vor allem eine poetische Verbindung der Werkreihen "Die Söhne der Großen Bärin" mit der vorliegenden "Das Blut des Adlers".
Im vorliegenden Band "Der siebenstufige Berg" (es ist der vierte Band von fünfen) wird an mehreren Einzelschiksalen, die geschickt zu einer Gesamthandlung verbunden sind, der schwere Kampf der Dakota um mehr Selbstbestimmung, Wahrung der eigenen Kultur, mehr Freiheiten usw. aufgezeigt. Die Hauptfiguren versuchen dem "american way of life" ihren "indian way of life" entgegenzusetzen. Einerseits werden die Dakota in der Reservation in das von der weißen Verwaltung gestellte Korsett gezwungen, andererseits bewahrt eben diese Reservation das letzte bißchen kulturelle Eigenständigkeit ihrer Bewohner, denen als Altnernative meist nur das Leben in den Slums der Nachbarstädte verbleibt. Dass es dabei nicht um einen Kampf "rot" gegen "weiß" geht, sondern der schwere Weg der Selbstfindung dargestellt wird, ist ein Verdienst der Autorin, die - wie gewohnt - die historischen und enthnologischen Hintergründe genauestens recherchiert und in ihre bildhafte Sprache umgesetzt hat.
Das Buch, die ganze Pentalogie ist denn auch weniger an Jugendliche gerichtet, die ihre indianischen Helden aus den "Söhnen der Großen Bärin" kennen.