So wie der Titel ist, so soll auch das sein, was man bekommt. René Hemmerling hat in seinem Buch „Ein selten blödes Märchenbuch", die alten Märchen der Gebrüder Grimm aufs Korn genommen und mit viel Ironie und Sarkasmus abgewürzt. Heraus gekommen ist eine Neuauflage mit bösen Spitzen gegen die Gesellschaft und den Normalbürger.
Für sanfte Gemüter nicht geeignet, auch nicht für Märchenfans und schon gar nicht für Kinder geeignet, so ist auch die Altersbeschränkung gleich auf der ersten Seite eine unmißverständliche Warnung was einen hier erwartet. Nur wer sich verliebt hat in echt bösen Sarkasmus, ironische Kritik und hinterlistige Kommentare, der sei hier gut bedient.
Der Autor René Hemmerling hat die Märchen der Gebrüder Grimm neu interpretiert und so umgesetzt, als wenn sie heute in einer sehr lasterhaften Welt spielen würden. Herausgekommen ist harter Tobak, denn die Märchen zeigen uns den tiefsten Abschaum, dorthin wohin man nicht sinken möge, in eine Welt der Triebhaftigkeit und des Verbrechens.
Von allen Geschichten hat mir insbesondere die Geschichte „Wie man legal Teenies ausbeutet" gefallen, ein Wunder das sich hier ein großer Musikproduzent nicht mit einer Klage gegen den Autoren gewandt hat...
Achtung! Dieses Buch ist nichts für zart beseitete Gemüter, selten blöde und garstig und voller Ironie und um es auf den Punkt zu bringen: Subversiv!