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Produktinformation
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Nun lebt sie seit Jahren in New York; im vorliegenden Band berichtet sie über ihre Jugend -- und über ihre massiven Gewichtsprobleme, die sie in dieser Zeit hatte. Über das Trauma, Kind von Holocaust-Opfern zu sein.
Sie erzählt, sehr offen und direkt, von ihrer Liebe, ihrer Ehe -- und vom Schock, den sie und ihr Mann erlebt hatten, als sie erfuhren, ihre Tochter wäre lesbisch. Sie erzählt vom Leben in New York, von ihrer Sehnsucht nach Australien, den Unterschieden zwischen diesen beiden Orten. Und sie schreibt darüber, was für sie schreiben bedeutet, wie sie dazu gekommen war.
Einzelne Passagen dieses Buches fand ich durchaus interessant. Wenn Lily Brett anfängt, fein beobachtete Episoden zu beschreiben, dann ist es ein Vergnügen, diese Geschehnisse miterleben zu dürfen. Aber wenn sie mit missionarischem Eifer von ihrer neuen Einstellung zu ihrem Körper, dem Gewichteheben, Laufen, richtig Essen anfängt, ist das relativ rasch ermüdend. So wie auch ihre Geschichten von der Analyse eine lähmende Wirkung auf mich hatten. Das ganze Buch klang für mich zu sehr wie ein "Sorge dich nicht, lebe"-Verschnitt. Aber da mir die Stellen, an denen sie etwas Gesehenes oder Erlebtes erzählt und nicht vom Innenleben spricht gefallen haben, wäre ich schon neugierig drauf zu sehen, wie sie dieses Talent in einem Roman einsetzt. --Daniela Ecker
Lily Brett wurde 1946 in Deutschland geboren. Ihre Eltern heirateten im Ghetto von Lodz, wurden im KZ Auschwitz getrennt und fanden einander erst nach zwölf Monaten wieder. 1948 wanderte die Familie nach Brunswick in Australien aus. Mit neunzehn Jahren begann Lily Brett für eine australische Rockmusik-Zeitschrift zu schreiben. Sie interviewte und porträtierte zahlreiche Stars wie Jimi Hendrix oder Mick Jagger.
Heute lebt die Autorin in New York. In regelmäßigen Kolumnen der Wochenzeitung "DIE ZEIT" hat Lily Brett diese Stadt porträtiert. Sie ist mit dem Maler David Rankin verheiratet und hat drei Kinder.
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Es ist ein schönes Zeugnis ihres Lebens, das uns Lily Brett mit diesem Buch vorgelegt hat.
Voller Selbstironie und Witz beobachet sie ihr Leben, ihre Umgebung, beschreibt ihren Umgang mit Freunden in New York, ihre Eltern, ihre Vorvergangenheit, in der es viele Auschwitzopfer gegeben hat.
Ihr ständiger Kampf und Trotz gegen die Mutter um ihr Körpergewicht macht einen gut Teil der Erzählungen aus.
Die Mutter isst immer nur in Abwesenheit der Kinder,---ist das eine späte Reaktion auf ihr Hungerleben in Auschwitz, das sie und ihr Mann unabhängig voneinander überstanden haben? Alle andere Verwanden, Geschwister, Eltern, Onkel, Tanten , alle sind gestorben oder umgekommen. Das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter ist zeitlebens ein schwieriges. Lily macht unendlich viele Jahre Analysen. Dabei lernt sie ihren Körper achten und kennen,---und nimmt endlich mit eigenem Willen ab.
Sie ist aber eine fröhliche Frau, liebt ihren ersten und mehr noch ihren zweiten Mann, mit dem sie eine sinnliche und glückliche Ehe führt.
Ihre Kinder liebt sie nicht minder. Dabei ist und wird sie eine erfolgreiche Journalistin , die viele illustre Persönlichkeine kennt.
Es ist ein unterhaltsames und humorvolles Buch. Da L.Brett von der jeweiligen Gegenwart ausgeht, ist das Buch nicht nur Erinnerung, sondern immer zugleich auch Gegenwart. Das macht das Buch lebendig, anschaulich und spannend.
Ich habe das Buch gerne gelesen.
Cl.B.
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