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Produktinformation

  • Taschenbuch: 332 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 4 (21. August 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 351839648X
  • ISBN-13: 978-3518396483
  • Originaltitel: In Full View
  • Größe und/oder Gewicht: 10,8 x 1,6 x 17,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 188.185 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Lily Brett wurde 1946 in Deutschland geboren. Ihre Eltern heirateten im Ghetto von Lodz, wurden im KZ Auschwitz getrennt und fanden einander erst nach zwölf Monaten wieder. 1948 wanderte die Familie nach Brunswick in Australien aus. Mit neunzehn Jahren begann Lily Brett für eine australische Rockmusik-Zeitschrift zu schreiben. Sie interviewte und porträtierte zahlreiche Stars wie Jimi Hendrix oder Mick Jagger.
Heute lebt die Autorin in New York. In regelmäßigen Kolumnen der Wochenzeitung "DIE ZEIT" hat Lily Brett diese Stadt porträtiert. Sie ist mit dem Maler David Rankin verheiratet und hat drei Kinder.

Produktbeschreibungen

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Lily Brett, Kind von Eltern, die im Ghetto geheiratet hatten, sich nach Ausschwitz wiedergefunden hatten, und deren restliche Familie dem Holocaust zum Opfer gefallen war, ist in Australien aufgewachsen.

Nun lebt sie seit Jahren in New York; im vorliegenden Band berichtet sie über ihre Jugend -- und über ihre massiven Gewichtsprobleme, die sie in dieser Zeit hatte. Über das Trauma, Kind von Holocaust-Opfern zu sein.

Sie erzählt, sehr offen und direkt, von ihrer Liebe, ihrer Ehe -- und vom Schock, den sie und ihr Mann erlebt hatten, als sie erfuhren, ihre Tochter wäre lesbisch. Sie erzählt vom Leben in New York, von ihrer Sehnsucht nach Australien, den Unterschieden zwischen diesen beiden Orten. Und sie schreibt darüber, was für sie schreiben bedeutet, wie sie dazu gekommen war.

Einzelne Passagen dieses Buches fand ich durchaus interessant. Wenn Lily Brett anfängt, fein beobachtete Episoden zu beschreiben, dann ist es ein Vergnügen, diese Geschehnisse miterleben zu dürfen. Aber wenn sie mit missionarischem Eifer von ihrer neuen Einstellung zu ihrem Körper, dem Gewichteheben, Laufen, richtig Essen anfängt, ist das relativ rasch ermüdend. So wie auch ihre Geschichten von der Analyse eine lähmende Wirkung auf mich hatten. Das ganze Buch klang für mich zu sehr wie ein "Sorge dich nicht, lebe"-Verschnitt. Aber da mir die Stellen, an denen sie etwas Gesehenes oder Erlebtes erzählt und nicht vom Innenleben spricht gefallen haben, wäre ich schon neugierig drauf zu sehen, wie sie dieses Talent in einem Roman einsetzt. --Daniela Ecker

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Lily Brett wurde 1946 in Deutschland geboren. Ihre Eltern heirateten im Ghetto von Lodz, wurden im KZ Auschwitz getrennt und fanden einander erst nach zwölf Monaten wieder. 1948 wanderte die Familie nach Brunswick in Australien aus. Mit neunzehn Jahren begann Lily Brett für eine australische Rockmusik-Zeitschrift zu schreiben. Sie interviewte und porträtierte zahlreiche Stars wie Jimi Hendrix oder Mick Jagger.
Heute lebt die Autorin in New York. In regelmäßigen Kolumnen der Wochenzeitung "DIE ZEIT" hat Lily Brett diese Stadt porträtiert. Sie ist mit dem Maler David Rankin verheiratet und hat drei Kinder.

 


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Kundenrezensionen

3.7 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 1. September 2003
Format: Taschenbuch
Lily Brett Zu sehen
Es ist ein schönes Zeugnis ihres Lebens, das uns Lily Brett mit diesem Buch vorgelegt hat.
Voller Selbstironie und Witz beobachet sie ihr Leben, ihre Umgebung, beschreibt ihren Umgang mit Freunden in New York, ihre Eltern, ihre Vorvergangenheit, in der es viele Auschwitzopfer gegeben hat.
Ihr ständiger Kampf und Trotz gegen die Mutter um ihr Körpergewicht macht einen gut Teil der Erzählungen aus.
Die Mutter isst immer nur in Abwesenheit der Kinder,---ist das eine späte Reaktion auf ihr Hungerleben in Auschwitz, das sie und ihr Mann unabhängig voneinander überstanden haben? Alle andere Verwanden, Geschwister, Eltern, Onkel, Tanten , alle sind gestorben oder umgekommen. Das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter ist zeitlebens ein schwieriges. Lily macht unendlich viele Jahre Analysen. Dabei lernt sie ihren Körper achten und kennen,---und nimmt endlich mit eigenem Willen ab.
Sie ist aber eine fröhliche Frau, liebt ihren ersten und mehr noch ihren zweiten Mann, mit dem sie eine sinnliche und glückliche Ehe führt.
Ihre Kinder liebt sie nicht minder. Dabei ist und wird sie eine erfolgreiche Journalistin , die viele illustre Persönlichkeine kennt.
Es ist ein unterhaltsames und humorvolles Buch. Da L.Brett von der jeweiligen Gegenwart ausgeht, ist das Buch nicht nur Erinnerung, sondern immer zugleich auch Gegenwart. Das macht das Buch lebendig, anschaulich und spannend.
Ich habe das Buch gerne gelesen.
Cl.B.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Kaffeehausleserin am 4. Dezember 2008
Format: Taschenbuch
Ein wunderbares Buch. Leicht zu lesen und auf jeder zweiten Seite hat man etwas zu lachen.
Lily Brett schreibt in neun Essays über das Altern, ihre Tochter, Sex, New York, ihren Körper, Essen, Tod, Liebe und das Schreiben.
Manches in den Essays wiederholt sich, so zum Beispiel ihre Besessenheit in jungen Jahren mit ihrem Gewicht, ihre zahlreichen Versuche abzunehmen. Auch ihre Analyse wird häufig erwähnt.
Das liegt wahrscheinlich daran, daß die Essays ursprünglich nicht für dieses Buch konzipiert wurden, sondern unabhängig voneinander in Zeitungen oder Zeitschriften veröffentlicht wurden.
Aber über solche Wiederholungen kann man hinweg sehen. Sie dienen dazu, die Autorin besser kennen zu lernen als die, die sie ist.
Sie ist die Tochter zweier Holocaust-Überlebender. Geboren in einem Auffanglager in Deutschland, ausgewandert nach Australien, und schließlich, als Erwachsene, umgezogen nach New York.
Schmerz, Angst, und eine Verwandtschaft, die nur aus Toten bestand, gehörten zu ihrer Kindheit.
Für meine Begriffe hatte die Autorin eine genauso schlimme Kindheit wie ihre Eltern gehabt, die die Konzentrationslager überlebt haben. Denn was immer der Autorin als Kind auch widerfuhr, es war eine Bagatelle im Vergleich zu dem, was ihren Eltern geschehen war. So aufzuwachsen ist ein hartes Brot.
Trotz dieser schweren Vergangenheit und den vielen Problemen und Neurosen, die die Autorin durch ihre Geschichte, und die ihrer Eltern, entwickelt hat, ist das Buch leichtfüßig und humorvoll geschrieben.
Wer Sätze liebt wie diesen: An dem Tag, als mein Mann mich anrief, um mir zu sagen, daß er mich heiraten wolle, schwammen in meiner Badewanne sechzehn tiefgekühlte Fasane ... der sollte diese Buch unbedingt lesen.
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Von Ein Kunde am 1. Dezember 1999
Format: Gebundene Ausgabe
Mit einer herzerfrischenden Ehrlichkeit und viel Humor schreibt Lily Brett über Alltägliches. Sprachlich ist das Werk leider recht simpel gehalten - die literarische Gewandheit und Wortgewalt mancher anderer (Saramago, Marias, und anderer) erlangt es nicht. Stellenweise hapert es leider auch an der Übersetzung. Gelingt es dem Leser jedoch, sich über diese anfänglichen Schwierigkeiten hinwegzuretten, wird er sicherlich nicht enttäuscht sein. Wenn man sich Lily Bretts Biographie vor Augen hält, muß man diese Frau dafür bewundern, daß sie mit solchem Humor über ihr Leben und vor allem über sich selbst schreiben kann. Jede Leserin wird sich wohl dabei ertappen, wie sie beim Lesen auch ein wenig über sich selbst lacht. Interessant ist auch der Aufbau des Buches: Brett erzählt nicht etwa eine Gecshichte, sie schreibt mehr oder weniger zusammenhanglos über Themen, die ihr am herzen liegen, bzw. ihr Leben bestimmen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 13. März 2001
Format: Gebundene Ausgabe
Ist ein Buch gut, wenn es einen unverhofft zum Lachen bringt? Wenn es einen auf eine sympatische Weise beruhigt, wie universell doch die menschlichen Peinlichkeiten sind? Und diese Peinlichkeiten, Schamgefühle und Fehler auf eine so liebevolle und intime Art dargestellt werden, dass man dazu verleitet wird, die eigenen Schwächen als nicht mehr so schlimm zu empfinden?
Lilly Brett erreicht in ihrem autobiographischen Roman "Zu Sehen" all das auf eine leichte und spielerische Art und Weise. Sie beschreibt und verarbeitet in diesem Buch ihre Jugend und Kindheit, die sie in Australien, als Tocher zweier Auschwitz Überlebende, erlebte. Zentrale Themen sind die tiefe aber schwierige Beziehung zu ihren Eltern und ihre starken, jahrelang erfolglos bekämpten Gewichtsprobleme. Jetzt, mit 49 Jahren, lebt sie mit ihrem zweiten Mann glücklich und nur noch ein bisschen nervös in New York und ist zu einer mid-life Sportfanatikerin geworden. Sie schreibt aus einer starken Lebensphase heraus, offen, humorvoll und nachdenklich über die schwächsten und beschämendsten Momente und Zeiten ihres Lebens.
Ihr Stil ist einfach und angenehm zu lesen, wenn auch manchmal ein bisschen zu einfach. Und wenn sie schon einmal beschriebene Situationen in einem späteren Kapitel fast wortwörtlich gleich erzählt, um sie aus einem anderen Licht zu beleuchten, stellt dies fast eine kleine Beleidigung des Gedächtnisses des Lesers dar.
Es erwartet sie auf jeden Fall ein amüsantes, nachdenkliches und entwaffnend ehrliches Leseerlebnis!
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