Über die Ich finde was-Reihe: Ich nutze einige der Bücher von Walter Wick unter anderem in meiner Arbeit als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut. Doch nicht nur als Stundenausklang beispielsweise einer Aufmerksamkeits- oder Lerntherapiestunde eignen sich die Bände hervorragend für erste Positiv-Rückmeldungen über Durchhaltevermögen, Geduld oder Konzentration: ich habe wirklich noch kein Kind (und auch weder Kollegen noch Kollegin) getroffen, welches am Suchen und Entdecken nicht seine wahre Freude gehabt hätte.
Zum vorliegenden Buch: In meinen Augen mit dem Band "Ich finde was im Gespentsterschloß" einer der spannendsten und auch am liebevoll gestaltetsten. Während viele der anderen Wick-Bücher auf jeder Seite ein neues Thema angehen und so ihren Abwechslungsreichtum behalten, bauen die doppelseitigen Motive bei der "Schatzsuche" aufeinander auf. Eine im Märklin-Format liebevoll augestaltete kleine Insel bildet dabei die Kulisse für das Abenteuer, das von Seite zu Seite voranschreitet: Zunächst kommt man mit dem Zug im "Piratennest" an, betritt dann die Stadt und tastet sich immer weiter Richtung des versteckten Schatzes vor. Damit bleibt der Reiz bestehen, erst wirklich alle Hinweise finden zu wollen, um sich dann zu belohnen und mit dem Umblättern zu erfahren, was als nächstes passiert.
Uneingeschränkte Kaufempfehlung für alle, die mit großen und kleinen Kindern gerne gemeinsam über Büchern sitzen und grübeln (hat übrigens nichts mit dem Erledigen von Hausaufgaben zu tun ;-)).
Alternative sind die "Wo ist Walter?" - Bücher mit noch größerem Wimmel-Faktor, aber einer weniger ansprechenden Aufmachung.