Ein Raumschiff mit internationaler Besatzung, samt und sonders hochkarätige Wissenschaftler, landet im Rahmen einer friedlichen Forschungsmission auf der verwüsteten Venus und entdeckt dort eine rätselhafte Vernichtungsmaschine, die die Zukunft der Erde bedroht.
So ungefähr kann man die Handlung in aller Kürze beschreiben. Was sich dahinter verbirgt, ist ein altmodischer "sense of wonder"-Film, der jedem Nostalgiker Freudentränen in die Augen treiben dürfte. Der DEFA-Spielfilm legt das damals übliche und etwas gemächliche Tempo vor (es dauert eine ganze Weile, bis die Besatzung endlich auf der Venus ist) und ist tricktechnisch erstaunlich gut ausgestattet, wobei die kräftigen und teils übersättigten alten Agfacolor-Farben für das richtige Flair sorgen.
Wer den ersten und ein wenig langatmigen Teil übersteht, wird belohnt von knallbunten und stilecht vernebelten Venus-Kulissen, merkwürdigen Gebilden aus Plexiglas und Schaumstoff, an Fäden herumspringenden Mini-Robotern, hübsch gemachten Composite-Shots, dazwischen Astronauten, die sich mit vielen merkwürdigen Dingen auseinandersetzen müssen und am Ende ein düsteres Rätsel lösen und dabei in große Gefahr geraten.
Der Film kann handlungsmäßig nicht verleugnen, dass er "aus dem Osten" stammt und irritiert daher mit einer etwas eigenwilligen Weltsicht, aber davon sollte man sich nicht die Freude verderben lassen. Die DVD entzückt mit einer ordentlichen Präsentation im original Kinoformat (ca. 2,35:1), hat ansonsten keine Highlights zu bieten, leistet sich aber auch keine schwerwiegenden Patzer. Insgesamt ein erfreuliches Release, das allen Freunden alter SciFi-Filme, in denen man noch mit futuristischen Raketen (oder was man damals so dafür hielt) auf fremde Planeten düste, einen schönen Abend bescheren sollte.