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Produktinformation
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Doch noch ist es nicht so weit. Ein letzter Fall ruft ihn nach Heidelberg: Ein ehemaliger Kollege hat sich aufgehängt und einen Brief für Berndorf hinterlassen. Und damit gibt es einen Schwenk zurück mitten in Berndorfs Geschichte und die der Bundesrepublik Anfang der 1970er-Jahre. Für beide war es keine gute Zeit, und sie sind vor allem noch lange nicht vorbei. Da gibt es auch noch das Odilien-Hilfswerk, 1953 gegründet als Hilfe für das unterdrückte deutsche Sprachgut im Elsass (und immer noch aktiv), da gibt es Tote und Wendehälse, ehemalige Terroristinnen -- und den Beginn der Liebesgeschichte zwischen Berndorf und Barbara Stein. Die schließlich nach 411 Seiten hoffentlich geruhsameren Zeiten entgegensehen kann.
Ulrich Ritzel beherrscht auch bei seinem dritten Kriminalroman die Kunst des Verschachtelns, des Schnittes. Dies verlangt eine aufmerksame Lektüre, die aber mit einem spannenden, aktuellen, fein geschriebenen Roman belohnt wird. --Martin Walker -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Gerade die ersten 50 Seiten verlangen vom Leser viel Konzentration und Aufmerksamkeit. Viele Schnitte, Wechsel der Handlungsschauplätze, verschiedene Figuren, noch kein roter Faden erkennbar. Dann aber führt der Autor sehr schnell und souverän die einzelnen Handlungsstränge zusammen. Im weiteren macht es besonderen Spaß, die bestens gelungenen Gespräche der handelnden Personen nachzulesen. Auch Actionsequenzen sind in hinreichender Anzahl zu finden.
Ritzels Sprache ist gut verständlich und lesbar, ohne dabei einfach oder gar reißerisch zu wirken. Das kritische Thema des Romans, die Verstrickung der Geheimdienste in Terror- und Verbrechensorganisationen vor dem Hintergrund eines Verbotsantrages einer rechten Partei, war bei Veröffentlichung hochaktuell. Für die Aufarbeitung und Recherchearbeit ist Ritzel zu loben. Ein Werk mit erzählerischen Stärken, kompliziertem Auftakt und leider einem auf den letzten 30 Seiten inhaltlich abflachenden Finale. Ritzels Bücher kann man aufgrund der mit wenigen, simplen Wörtern hervorragend vermittelten Atmosphäre mit Begeisterung lesen. Ein guter, aber eben kein hervorragender Kriminalroman.
Als er jetzt (altersbedingt) seine Entlassungsurkunde bekommen soll, erfährt er, daß sich der Schütze von damals umgebracht und ihm einen Abeschiedsbrief hinterlassen hat, wo wieder auf diese Silberkette hingewiesen wird.
Bei der Aufklärung des Falles von damals (daß fühlt er sich dem Toten schuldig), kehrt Berndorf an die Orte seiner Vergangenheit zurück und trifft die zur damaligen Zeit beteiligten "68er".
Es ist erstens eine spannende Handlung, zweitens wunderbar beschrieben, wie sich die Welt von damals verändert hat und was aus den Protagonisten geworden ist und drittens ein wirklich klasse Erzählstil von Ritzel. Schon wie er die Stränge und Personen wie im Film rasend miteinander verwebt.
Wirklich nur zu empfehlen!!
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