Tamora Pierce schreibt inzwischen schon an ihrer dritten Fantasy-Reihe, die in der Welt von Tortall spielt - und nach wie vor hat ihre erste große Heldin darin einen Platz: Alanna von Trebond, die Pierce in diesem ersten Tortall-Buch einführt.
Das selbstbewußte, dickköpfige Mädchen will unbedingt Ritter werden, was in ihrer von Männern und Klassendenken beherrschten, mittelalterlichen Welt einfach unmöglich ist. Doch Alanna setzt sich durch: Sie verkleidet sich als Junge und kämpft sich durch die harte Ausbildung am Königshof. Dabei muß sie mit vielen Schwierigkeiten fertigwerden: es gibt entsetzlich viel zu lernen, von einem älteren Jungen wird sie gemobbt, ihr Körper verändert sich und wird erwachsen. Doch Alanna beißt sich durch: Sie ist eine Figur, die gerne Regeln bricht, Grenzen überschreitet. Erst allmählich begreift sie, daß ihre Freunde sie mögen, wie sie ist - nicht nur als Pagen "Alan", sondern vielleicht auch als "Alanna".
Auch die drei Folgebände (Im Bann der Göttin, Das zerbrochene Schwert, Das Juwel der Macht) sollte man sich nicht entgehen lassen.