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Der schmale Grat
 
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Der schmale Grat

Sean Penn , Adrien Brody , Terrence Malick    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (113 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Sean Penn, Adrien Brody, James Caviezel
  • Regisseur(e): Terrence Malick
  • Komponist: Hans Zimmer
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Spanisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Englisch, Spanisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Twentieth Century Fox Home Entert.
  • Erscheinungstermin: 2. Juni 2000
  • Produktionsjahr: 1999
  • Spieldauer: 164 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (113 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00004S5QF
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 10.188 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Als Der schmale Grat Ende 1998 in die Kinos kam, tauchte der zuvor lange spurlos verschwundene Regisseur Terrence Malick wieder aus der Versenkung auf. Malick, der rätselhafte Einsiedler, der sich nach seinem optisch packenden Meisterwerk In der Glut des Südens (1978) von der Bildfläche Hollywoods zurückzog, kehrte nach einer 20-jährigen Kaffeepause in den Regiestuhl zurück.

Der Film, mit dem Malick sein Comeback vollzog, ist eine faszinierende Wahl: eine weit reichende Adaption des Weltkriegsromans Insel der Verdammten von James Jones (der 1964 bereits schon einmal verfilmt wurde). Der Kampf um die Insel Guadalcanal gab Malick die Gelegenheit, nichts Geringeres als das Wesen des Lebens, des Todes, Gottes und des Muts zu untersuchen. All diejenigen, die einen herkömmlichen Kriegsfilm erwarten, seien hiermit gewarnt: Malick zeigt, dass er sehr wohl in der Lage ist, eine spannende Action-Sequenz zu inszenieren, aber er kann genauso gut ins rein Philosophische abschweifen -- oder einfach die Kamera bei den ersten Gehversuchen eines eben geschlüpften tropischen Vogels oder dem düsteren Lauern eines Krokodils verweilen lassen.

Dies ist nicht gerade ein Film für Schauspieler -- manche Gesichter gehen so schnell vorbei, dass man sie kaum registriert. Dafür sind die Hauptfiguren umso ausdrucksstärker: Nick Nolte als karrierebewusster Oberst, Elias Koteas als tief religiöser Hauptmann, der seine Männer zu schützen versucht, und Ben Chaplin als G.I., der von schwärmerischen Erinnerungen an seine Frau gequält wird. Das Rückgrat des Films ist die andauernde Diskussion zwischen einem sarkastischen Feldwebel (Sean Penn) und einem vergeistigten, fast heiligen Gefreiten (Newcomer Jim Caviezel).

Die Ausgedehntheit des Films ruht möglicherweise von Malicks Methode her, einen Film während der Dreharbeiten und dem Schneiden zu "finden", und in mancher Hinsicht wirkt Der schmale Grat auf faszinierende Weise leicht unvollständig. Und doch verzaubert er wie kaum etwas anderes in dieser Zeit, und Malicks visionäre Bilder sind eine Herausforderung und ein Wegweiser für den Rest seiner Filmemachergeneration. --Robert Horton

Produktbeschreibungen

DVD FSK 16 Komödie und Drama/ Fox.

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68 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Unterscheidet sich vollkommen von "Saving Private Ryan", 27. Januar 2002
Rezension bezieht sich auf: Der schmale Grat (DVD)
Dummerweise kam "Saving Private Ryan" vor "Thin Red Line" im Kino.

Spielbergs Film ist sicherlich das beste Mittel jemandem die Grauen des Krieges bildhaft vor Augen zu führen und klar zu machen, was Soldaten nicht nur damals, sondern sicher auch noch heute mitansehen müssen.
Wo aber Spielberg sich nach 20 legendären Minuten Kinogeschichte in typischer Hollywood- Pseudodramatik verliert, kann Mallicks Film auftrumpfen.

"Thin Red Line" hat die bessere Musik, hat den höheren Anspruch und meiner Meinung nach die bessere Wirkung.
Hier gibt es keine Schlacht wie in "Saving Private Ryan", dafür aber wird hier ein Gefühl überaus gut zum Zuschauer transportiert: ANGST!
Nichts ist schrecklicher, als die Szene des Sturms auf das japanische Biwak; die Ausdrücke der Angst bei allen Beteiligten stechen hervor.
Dieser Film sticht wiegesagt in anderer Weise hervor:
durch Emotion, nicht durch den visuellen Kriegseindruck.

Geradezu fantastisch sind die Landschaftsbilder, welche sich nicht so recht in das Kriegsszenario einreihen möchten und die Eingeborenen welche, in einer eindrucksvollen Szene dargestellt, absolut keine Notiz vom Krieg der "Zivilisation" nehmen bilden ebenfalls ein weiteres Stück in der Wirkung des Films.

Hervorzuheben ist noch der Soundtrack von Hans Zimmer, welchen ich JEDEM nur wärmstens empfehlen kann, denn solche tollen Melodien habe ich bisher nur selten auf einer CD gehört.

Wie man allerdings einen solchen Film mit oberflächigen billigen Actionfilmen wie "Mut zur Wahrheit" vergleichen kann, ist mir noch immer ein Rätsel... ;-)

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43 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk der (Anti-)Kriegsfilmgeschichte, 30. Juli 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der schmale Grat (DVD)
Ich muss ehrlich sagen, ich mag diese brutalen, gigantischen und inszenierten Kriegsfilme in denen sich die "lässigen" Amerikaner als Sieger durchsetzen. "Saving Private Ryan" war zwar nicht ganz so, aber stellenweise schimmerte das immer wieder durch. Doch "Der schmale Grat" ist anders, ganz anders. Und er ist besser. Es ist beeindruckend und zur gleichen Zeit beängstigend wie der Regisseur den inneren Zustand der Soldaten auf die Leinwand bringt. Es ist Wahnsinn wie einen dieser Film zum Schweigen und Nachdenken anregt. Am Ende des Films hat man regelrecht ein komisches Gefühl im Bauch. Die Frage "Warum?" wird hier sehr stark ins Gewissen gerufen. Vor allem der Kontrast zwischen dem Krieg und den friedlichen, nichts-verstehenden Eingeborenen der idyllischen Insel wirft diese Frage immer wieder auf.
Zum Schluss noch kurz weg vom "Inneren", von den Emotionen des Films. Die Monologe mögen vielleicht stellenweise etwas lang wirken - aber keinesfalls fehl am Platz oder gar langweilig und überflüssig. Die Kameraführung ist gigantisch. Die Darsteller sind hervorragend ausgewählt und brillieren in ihren Rollen.
Fazit: Ein genialer Film, der Sie den Krieg und andere Kriegsfilme aus einer anderen Perspektive sehen lässt.
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26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein poetisches Meisterwerk, 29. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Der schmale Grat (DVD)
"Der schmale Grat" von Terrence Malick hat die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen amerikanischen und japanischen Streitkräften auf dem südpazifischen Salomonen-Atoll Guadalcanal zum Thema erhoben, das innerhalb des 2. Weltkriegs hart umkämpft war. Als Besetzung holte sich Malick unter anderem Schauspielgrößen wie Sean Penn, George Clooney und John Travolta an Bord, die allerdings allesamt nur in Nebenrollen zu sehen sind.

Eigentlich gibt es auch gar keine Hauptfiguren in diesem Film, die jeweiligen Protagonisten werden nur für eine kurze Zeit beleuchtet, sozusagen herausgehoben aus der Anonymität der kämpfenden Soldaten und mit ihren Gedanken - innere Monologe rangieren hier vor oberflächlichen Dialogen - dem Zuschauer vorgestellt. Dadurch entsteht eine ungewöhnliche Variationsbreite menschlicher Charaktere, die ausnahmslos mit einem Feind zu kämpfen haben: dem Krieg selbst.

Während Spielberg in "Der Soldat James Ryan" seine Geschichte durch die Stimme eines einzelnen Soldaten erzählt, der den absurden Grausamkeiten des Krieges in der Erinnerung eine sinnvolle Bedeutung geben möchte, verteilt Malick die Erzählfunktion auf mehrere Individuen, die zwar auch versuchen den sinnentleerten Zuständen um sie herum etwas "Gutes" abzugewinnen, aber aufgrund ihrer verschiedenartigen Ansichten zu keiner einheitlichen Sinngebung finden. Im Gegensatz zu Spielbergs filmischem Tribut an die "Helden" des Krieges, die in einer militärisch gänzlich unsinnigen Mission zu "wahrer Größe" emporsteigen, beschäftigt sich Malick mit den unterschiedlichen Traumatisierungen seiner jeweiligen Charaktere. Hier gibt es keine anmaßende, triviale Moralvermittlung auf Hollywood-Niveau, sondern vielmehr tiefe und bewegende Einblicke in die innere Zerrissenheit von Soldaten, die lieber zu Hause wären, als sich ihres Vaterlandes wegen töten zu lassen.
Hinzu kommen wunderschöne, stimmungsvolle Landschaftsaufnahmen, vor deren Kulisse sich das erbarmungslose Gemetzel um die Besetzung eines strategisch bedeutsamen Hügels abspielt. Die Natur scheint dem Krieg des Menschen in unberührter, teilnahmsloser Ruhe gegenüberzustehen. Nichts scheint ihrer überwältigenden, unvergänglichen Schönheit etwas anhaben zu können. Der Mensch hingegen ist den Gefahren des Krieges schutzlos ausgeliefert, er erscheint angreifbar und vergänglich. Dieser klaffende Widerspruch zwischen Mensch und Natur zieht sich durch den gesamten Film.
Insgesamt hat mir "Der schmale Grat" sehr gut gefallen, da er im Gegensatz zum konventionellen Kriegsfilm auf leisere, einfühlsamere Stimmungen setzt, ohne dabei in eine sentimentale Richtung abzugleiten. Alles in allem ein absolut sehenswertes, poetisches Kriegsdrama, das die absolute Sinnlosigkeit des Krieges offenbart. Anschauen!

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