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Ich schlug meiner Mutter die brennenden Funken ab. Berliner Schulaufsätze aus dem Jahr 1946
 
 
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Ich schlug meiner Mutter die brennenden Funken ab. Berliner Schulaufsätze aus dem Jahr 1946 [Gebundene Ausgabe]

Annett Gröschner
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 371 Seiten
  • Verlag: KONTEXT verlag (1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3931337308
  • ISBN-13: 978-3931337308
  • Größe und/oder Gewicht: 25 x 20,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.266.268 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

In diesem Band sind Aufsätze aus dem Jahre 1946, in denen Schülerinnen und Schüler aus insgesamt 47 Schulen des Bezirks ihre persönlichen Erlebnisse in den letzten Kriegsjahren und der Nachkriegszeit beschreiben, gesammelt. Jeder kennt heutzutage die immer wieder zitierten Dokumente des zerstörten Deutschland im Frühjahr 1945. In Ergänzung zu diesen häufig gezeigten und dadurch vertraut erscheinenden Zeugnissen erzählt die vorliegende Aufsatzsammlung vom Grauen des Krieges und dem Ausmaß der Zerstörung nach Kriegsende, von dem ungewissen Warten in Luftschutzkellern, dem Zusammenbruch jeglicher Ordnung der letzten Kriegstage und den Anfängen neuen Lebens in den Ruinen Berlins.Nach Einstellung der Kriegshandlungen beschreiben hier Schüler die Organisierung des Alltags, die Beschaffung des Lebensnotwendigen. Kinder und Jugendliche erzählen über ihre Gefühle und konfrontieren den heutigen Leser mit ihrer kindlichen und damit direkten Sicht auf die Ereignisse im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg vor fünfzig Jahren. Festgehalten ohne große zeitliche Distanz, sind diese Erinnerungen ein einmaliges, weil authentisches Vermächtnis. Die topographische Genauigkeit der Beschreibung konkreter Personen, Orte und Begebenheiten fordert zu einem Vergleich mit dem vorhandenen Stadtbild auf. Die zurückliegenden Ereignisse bleiben nicht mehr bloß eine abstrakte Größe, sondern erhalten ein vielschichtiges Gesicht und schaffen damit einen Bezug zur Gegenwart.

Autorenportrait

Annett Gröschner, geb. 1964 in Magdeburg, ist Schriftstellerin und Publizistin.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Berlin hautnah 17. Februar 2002
Von nixda
Format:Gebundene Ausgabe
Per Zufall steckte ich meine Nase in dieses Buch und konnte mich nicht mehr von dessen Faszination lösen. In sehr nahegehenden kurzen Berichten schildern SchülerInnen und auch Erwachsene ihre unglaublichen Erlebnisse in meiner Nachbarschaft. Die Straßen um mich herum beginnen zu leben, bekommen Geschichte und werden ein Tel meines Lebens. Natürlich hatte ich eine Vorstellung vom Krieg, aber offensichtlich eine völlig falsche: die deutsche Infra- und Sozialstruktur bis zum Schluss perfekt organisiert? Unglaublich! Die selbstzerstörerischen Kräfte der Unbelehrbaren Nazis richten sich mit äußerster Brutalität gegen die eigenen Nachbarn? Unfassbar!
Eine große Anzahl von Aufsätzen - und dennoch viel zu wenige - zeichnen ein intimes Bild vom Berlin der letzten Kriegstage und der Zeit danach. Ich fühle mich in einer Zeitreise, die auch mein tägliches Leben nicht mehr loslässt. Jede meiner Bewegungen in Prenzlauerberg hat eine neue Bedeutung. Sehr gut!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Durch Zufall fiel mir dieses Buch in die Hand. Ich fand in einem Schulaufsatz meiner damals 12-jährigen Kusine Wilma die Schilderung des Todes ihrer Mutter. Ihr wurde auf dem Hof des Wohnhauses von einer Stalinorgel beide Beine abgerissen, sie starb nach 30 Stunden. Mein Opa machte einen Zinksarg und begrub sie auf einem Friedhof nebenan.Als ich in Westdeutschland davon hörte, verfolgten mich Albträume.
Ich hatte meine Tante sehr gern. So schmerzlich die Erinnerung an die furchtbaren Straßenkämpfe in Berlin Ende April 1945 ist, so bin ich doch froh, dass die junge Generation durch die in dem
Buch gesammelten Schulaufsätze eine Ahnung von dem Grauen des
Krieges erhält.
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