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Industriereportagen: Als Arbeiter in deutschen Großbetrieben von Günter Wallraff |
Ganz unten. Erweiterte Neuauflage: Mit einer Dokumentation der Folgen von Günter Wallraff |
von Günter Wallraff
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Um zu erfahren, wie sich „von oben angeheizter Rassismus im Alltag bemerkbar macht“, geht Günther Wallraff wieder verdeckt auf Recherche. Seine Erlebnisse auf der Straße, in Kneipen oder Vereinen untermauern, wie Schwarzen hierzulande immer wieder ein normales Leben verwehrt wird. Wallraff spricht dabei von einer „modernen Spielart des Rassismus“, die die Würde von Menschen nur achtet, solange sie auf Distanz bleiben.
Wallraffs Erlebnisse als verkleideter Schwarzer sind der Aufmacher des Buches. Zeitgleich machte der mutige Mahner diese Legende im Zeit-Magazin publik. Weitere Recherchen hatte Wallraff bereits vorher im selben Medium etappenweise offenbart. Im Vergleich zu früher sind die Resultate seiner Arbeit jedoch weniger spektakuläre Enthüllungen, vielmehr die Dokumentation bestehender Missstände. Denn dass das Leben als Obdachloser bei Minustemperaturen hart ist, wussten wir bereits.
Des Weiteren lernen Leser, wie Callagenten in einem schleichenden Prozess zu routinierten Betrügern werden, dass für Lidl keine großen Brötchen gebacken werden – oder dass in Küchen und im Servicebereich teils verdammt lange Schichten gefahren werden. Zudem deckt das verkörperte schlechte Gewissen der Nation auf, wie verkaufswillige Unternehmer mittels skrupelloser Paragraphenreiter gegen eigene Mitarbeiter vorgehen. Eine zusätzliche Bahn-Doku stammt noch aus Zeiten von Hartmut Mehdorn.
Ideen zu den Recherchen kamen teils von Hilfe suchenden Landsleuten, und ein Paar Mal wurde der „verdeckte Ermittler“ erkannt. Dennoch trägt Wallraffs Arbeit gestern wie heute dazu bei, Licht in die dunklen Ecken unserer Gesellschaft zu bringen. Trotz zu erwartender hoher Verkaufszahlen wird Aus der schönen neuen Welt allerdings nicht an den Millionenerfolg von Ganz unten aus den achtziger Jahren herankommen – weniger, weil Wallraff an Schlagkraft eingebüßt hat, vielmehr, weil wir in den letzten zwanzig Jahren viele Illusionen verloren haben, wozu der mutige Journalist immer wieder entscheidend beigetragen hat.
– Herwig Slezak
Ganz unten, Günter Wallraffs Reportage über den menschenverachtenden Handel mit Leiharbeitern, war mit über fünf Millionen verkauften Exemplaren einer der größten Erfolge in der deutschen Buchhandelsgeschichte. Jetzt ist Wallraff wieder undercover unterwegs ... Niemand hat mehr Missstände aufgedeckt als er. Millionen haben seine Bücher gelesen, junge Journalisten nehmen sich an ihm ein Vorbild, wenn sie in Rollen schlüpfen, um die dunklen Seiten der gesellschaftlichen Realität aufzudecken - eine Vorgehensweise, die im Schwedischen wallraffa genannt wird. Doch Günter Wallraff hat sich nicht zur Ruhe gesetzt. Seit einiger Zeit ist er wieder undercover unterwegs. Als Michael G. recherchierte er den Alltag in deutschen Callcentern - das Echo auf die in der Zeit veröffentlichte Reportage war gewaltig: Wallraff war Gast in Fernseh- und Hörfunksendungen; zahlreiche Callcenter-Mitarbeiter meldeten sich, die ihm von eigenen Erlebnissen berichteten. Der zweite Coup: Als Niedriglöhner arbeitete Wallraff in einer Fabrik, die für Lidl Brötchen backt, bis zur Erschöpfung, erlitt mehrfach - wie auch seine Kollegen - Brandverletzungen. Dem Lidl-Aufsichtsratschef Klaus Gehrig schlug Wallraff in der Sendung Kerner vor, gemeinsam mit ihm zwei Tage lang unter diesen Straflager-Bedingungen zu arbeiten - was dieser ablehnte. Und im Winter 2008/2009 hat Günter Wallraff am eigenen Leibe erfahren, wie Obdachlose in Deutschland leben. Er quartierte sich in Obdachlosenheimen ein und verbrachte die kältesten Tage des Winters auf der Straße, bei Temperaturen bis zu minus 20 Grad. Neben einer vierten Rolle, die bis zum Erscheinen geheim bleiben muss, und weiteren Fällen dokumentiert Wallraff in diesem Buch erstmals umfassend die Ergebnisse seiner neuen Recherchen, die auch nach den Presseveröffentlichungen weitergehen. Sein Fazit: In einem reichen Land leben heute immer mehr Menschen ganz unten, und das droht die Gesellschaft zu zerreißen. Gesamtauflage von Ganz unten: über 5 Mio. Exemplare
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