„Die schöne Mutter der Kultur" ist ein Sammelband mit lesenswerten Abhandlungen über die Grundlagen und Wurzeln unserer modernen Welt, wie sie die antiken Kulturen der Griechen und Römer gelegt haben. Der Leser ist erstaunt zu erfahren, welche Dinge, die uns heute geläufig sind, bereits vor über 2000 Jahren erfunden oder eingerichtet waren. So beschreibt Martin Hielscher beispielsweise, wie die Vorsokratiker den Schritt vom „Mythos" zum „Logos" vollzogen und so die Basis für alle folgenden philosophischen Betrachtungen legten. Wolfgang Waldstein weist auf die Bedeutung hin, die das antike römische Recht für die europäische Rechtskultur unserer Zeit hat. Über das Theater als kultisches Spiel und später als Selbstbestätigung der griechischen Polis berichtet Erika Fischer-Lichte. Weitere Artikel widmen sich der Theologie, der Entwicklung demokratischer Strukturen sowie der Literatur, der Musik und der Bildenden Kunst. Der Band basiert auf einer Artikelreihe, die in der Wochenzeitung „Rheinischer Merkur" erschien. Die Texte sind hier noch einmal auf ansprechende Weise zusammengefaßt worden. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)