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So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein!: Tagebuch einer Krebserkrankung [Gebundene Ausgabe]

Christoph Schlingensief
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (51 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

17. April 2009
Ich habe lernen müssen, auf dem Sofa zu liegen und nichts anderes zu tun, als Gedanken zu denken. Wie weiterleben, wenn man von einem Moment auf den anderen aus der Lebensbahn geworfen wird, wenn der Tod plötzlich nahe rückt? Mit seinem Tagebuch einer Krebserkrankung lässt uns Christoph Schlingensief teilhaben an seiner eindringlichen Suche nach sich selbst, nach Gott, nach der Liebe zum Leben. Im Januar 2008 wird bei dem bekannten Film-, Theater- und Opernregisseur, Aktions- und Installationskünstler Christoph Schlingensief Lungenkrebs diagnostiziert. Ein Lungenflügel wird entfernt, Chemotherapie und Bestrahlungen folgen, die Prognose ist ungewiss – ein Albtraum der Freiheitsberaubung, aus dem es kein Erwachen zu geben scheint. Doch schon einige Tage nach der Diagnose beginnt Christoph Schlingensief zu sprechen, mit sich selbst, mit Freunden, mit seinem toten Vater, mit Gott – fast immer eingeschaltet: ein Diktiergerät, das diese Gespräche aufzeichnet. Mal wütend und trotzig, mal traurig und verzweifelt, aber immer mit berührender Poesie und Wärme umkreist er die Fragen, die ihm die Krankheit aufzwingen: Wer ist man gewesen? Was kann man noch werden? Wie weiterarbeiten, wenn das Tempo der Welt plötzlich zu schnell geworden ist? Wie lernen, sich in der Krankheit einzurichten? Wie sterben, wenn sich die Dinge zum Schlechten wenden? Und wo ist eigentlich Gott? Dieses bewegende Protokoll einer Selbstbefragung ist ein Geschenk an uns alle, an Kranke wie Gesunde, denen allzu oft die Worte fehlen, wenn Krankheit und Tod in das Leben einbrechen. Eine Kur der Worte gegen das Verstummen – und nicht zuletzt eine Liebeserklärung an diese Welt.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer&Witsch; Auflage: 9 (17. April 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462041118
  • ISBN-13: 978-3462041118
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (51 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 109.902 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Wie ein Wirbelwind brauste Christoph Schlingensief durch die deutsche Kulturlandschaft. Als Filmemacher, Aktionskünstler, Theater- und Opernregisseur begeisterte, provozierte und schockierte er. Geboren wurde er am 24.10.1960 in Oberhausen und starb am 21.8.2010 in Berlin. Nach ersten Kurzfilmen wurde die Filmwelt durch die "Deutschlandtrilogie" auf ihn aufmerksam. 1993 führte Schlingensief an der Volksbühne in Berlin Regie, u. a. in "100 Jahre CDU". Außerhalb des Theaters machte er als Aktionskünstler Furore. Mit "Parsifal" inszenierte der Künstler 2004 seine erste Oper in Bayreuth. Seinen Traum von einem Operndorf im westafrikanischen Burkina Faso konnte er nicht mehr verwirklichen. Mit seinem Buch "So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein! Tagebuch einer Krebserkrankung" verabschiedete er sich vom Leben.

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Christoph Schlingensief ist kühn, er lässt alles raus, was ihn bewegt und woran er nicht ersticken will. Wir wissen nicht, ob er gesund wird, wir wünschen es ihm und wir lesen dieses Buch und sind da ganz eng bei ihm.« (Elke Heidenreich)

»Dieses Buch ist eine der wichtigsten Neuerscheinungen dieses Frühjahrs.« (Christopher Schmidt, Süddeutsche Zeitung)

»Ein schreckliches Buch, ein elendes, ein wahnsinnig trauriges, ein sehr, sehr schönes Buch.« (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Christoph Schlingensief, geboren 1960 in Oberhausen. Seit Anfang der 80er-Jahre drehte Schlingensief Filme, mit der Deutschlandtrilogie (1989–1992) wurde er einer größeren Öffentlichkeit bekannt. In den 90er-Jahren Hausregisseur an der Berliner Volksbühne. Ab 1997 verwirklichte er aktionistische Projekte auch außerhalb des Theaters (u.a. die politische Kunstpartei »Chance 2000« und die Container-Aktion »Bitte liebt Österreich«). In Bayreuth inszenierte er 2004 mit »Parsifal« seine erste Oper. Seine Krebserkrankung im Jahr 2008 verarbeitete Christoph Schlingensief offensiv in seinem Buch »So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein« sowie in seinen Inszenierungen. Zudem entwickelte er die Idee für Remdoogo, ein Operndorf in Afrika, dessen Grundsteinlegung im Februar 2010 stattfand. Schlingensiefs letzte Theaterinszenierung »Via Intolleranza II« (2010) entstand in Zusammenarbeit mit Künstlern aus Burkina Faso. Am 21. August 2010 starb Christoph Schlingensief in Berlin.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
122 von 131 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer dem Tod begegnet ist, hat das Leben verstanden 7. Oktober 2009
Von Ute Leser
Format:Gebundene Ausgabe
Eine Liebeserklärung an das Leben? Eine Kriegserklärung an den Tod?
Ein Notruf an all die da oben, die tödliche Schicksalspläne schmieden?
Vielleicht auch ein verzweifelter Versuch, das Hier und Jetzt festzuhalten.
In der gleichzeitigen Tuchfühlung mit einer jenseitigen Welt.
Ein Seelenbekenntnis, das selbst den Himmel aufhorchen lässt.
Und eine Diagnose, die einen Ra(s)tlosen zum Innehalten zwingt.

Christoph Schlingensief taucht in seiner todernsten Begegnung mit seiner
bedrohlichen Krankheit in alle Seelentiefen ein.
Mal gehalten von einer unerschütterlichen Hoffnung, dann wieder fallen
gelassen von der zugeschütteten Angst, sterben zu müssen.
Mit der immer wiederkehrenden Frage:
wo bleibt der allmächtige Gott in dieser ohnmächtigen Zeit?
Und wo bitte sehr seine göttliche Gnade in diesem ungnädigen Schicksal?
Er scheint sich in Luft aufzulösen, wo man um Atem ringt.
Selbst seine himmlischen Helfer glänzen durch Abwesenheit.
Hat Schicksal überhaupt ein Gefühl für Zeit? Dafür, wann Menschen bereit sind,
zu gehen? All diese Fragen stellt sich ein Todkranker, der am Leben festhält.
Sein unvollendetes Lebenswerk erfüllt sehen möchte. Und seinen ungebrochenen
Überlebenswillen auf geballten Hoffnungshänden trägt.
Christoph Schlingensief scheint in aller Verlassenheit dennoch einen irdischen Engel
an seiner Seite zu haben. Dem dieses Buch gewidmet ist.
Ob er von Gott geschickt wurde, sei dahingestellt.

Ein Schicksal, das in aller Mutlosigkeit den Weg der Demut findet. Ja sogar neue
Lebenspläne im Angesicht des Todes schmiedet.
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112 von 122 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein außergewöhnliches Künstlergenie! 22. April 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Viele kennen ihn: den Aktionskünstler und Theaterregisseur Christoph Schlingensief mit seinen außergewöhnlichen Inszenierungen, bunt, zuweilen wirr, laut, explosiv und immer eindrucksvoll. Wer ihn nicht kennt, wird jetzt auf ihn aufmerksam. So kraftvoll und vital wie sein Leben bisher verlief, das manche provozierend und unangepasst erlebten, so dramatisch verläuft seine Krankheit, die ihn im Aller von 47 Jahren überfallen hat: Krebsbefall der Lunge und des Zwerchfells.

Schwere Krankheit in mittleren Jahren ist kein Einzelfall. Doch erfährt man selten, wie einer das erlebt; durch welche Höhen und Tiefen er in Hoffnung und Verzweiflung schreitet, um sich mit einem plötzlichen Fall in tiefste Todesfurcht und Angst und immer wieder Fragen um das Wie und Warum zu beschäftigen. Hier hat es einer gewagt und gekonnt: seine innerste Not zu offenbaren, sein Wüten, sein Aufbegehren und die Pein, in der er fortan nach der Eröffnung einer so unwägbaren Diagnose zu leben hat. Der Ton kommt so, wie er ihn gerade denkt, ohne lange daran herumzufeilen bis er druckreif klingt. Am schönsten bleibt die Fähigkeit, auch in der schlimmsten Malaise einmal albern zu sein,--und den Humor nicht ganz verloren zu haben!
So wie die Kreativität ihn zu überbordenden Aktivitäten genötigt hat, so überlässt er sich den Worten und Gedanken, die aus ihm hervorsprudeln, sich Bahn brechen, eine Befreiung versuchen, die doch immer wieder an den Grenzen unseres irdischen Daseins zu scheitern droht. Er bleibt unsentimental, zuweilen distanziert, spontan und immer echt.

Den Widerspruch: Scheitern und Aufbegehren hat er in Worte gefasst, die einem tief ans Herz gehen.
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71 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Klara Fall HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Als Christoph Schlingensief im Januar 2008 mit der Diagnose Lungenkrebs konfrontiert wird, beginnt er schon bald, seine Gedanken auf Band zu sprechen. Auf diesen Aufnahmen basiert das Buch.
"So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein!" hat mich zutiefst berührt. In diesem Buch der eher leisen Töne wirkt der Regisseur und Aktionskünstler zutiefst verletzlich. Ich habe das Buch in einem Zug durchgelesen.
Schlingensief hat einen sehr sehr traurigen aber auch einen ermutigenden Text geschrieben, der unter die Haut geht. Da steckt so viel Angst drin, soviel Trauer und Wut aber auch sehr viel Liebe. Liebe zu seiner Verlobten Aino, zu seiner Arbeit und vor allem zum Leben.
Das Buch ist kein verjammertes Hadern mit dem eigenen Schicksal, sondern der mutige Versuch das Ungeheuerliche zu verstehen und sich ein Stück weit selbst auf die Spur zu kommen. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit der Familie (vor allem dem verstorbenen Vater), mit der eigenen Einstellung zur Arbeit, mit dem Leben an sich und natürlich mit dem Tod. Schlingensief greift dabei nicht einfach "nur" sein eigenes ganz persönliches Schicksal auf, sondern den Umgang mit Krankheit und mit Tod in unserer Gesellschaft. Er zeigt auf, wie häufig Kranke und ihre Angehörigen allein gelassen werden und ruft bereits im Vorwort dazu auf, aktiv etwas dagegen zu unternehmen. Hier geht es nicht darum, dass ein Mensch seine Geschichte hinausposaunen will um zu sagen "Seht her, da bin ich - und so krass bin ich drauf!" Wer das denkt, hat das Buch nicht gelesen - kann es nicht gelesen haben. Es geht hier nicht um Exhibitionismus o.ä., sondern um einen wichtigen Prozess, den ein Mensch durchläuft und um Erfahrungen, die sicherlich anderen helfen können.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswert
Eindrücklich und echt. Ohne Vorwürfe an das Leben, ohne Schuldzuweisungen. Statements die einen tief im Herzen treffen. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Andrea Elmiger veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Je nachdem....
Also wer ein Buch in Richtung Tod/Sterben an Krebs sucht, ist vermutlich nicht glücklich hiermit. Dreht sich Herr Schlingensief doch eher um das Leben. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Trude veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein.
Ein gutes Buch,schildert die Verfassung,Höhen und Tiefen des Betroffenen. Manchmal derb, ofenn schonungslos, wie es evtl. generell seine Lebensart war. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von winfried weigelt veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Bewegend und mitreißend
Habe dieses Buch schon vor einigen Monaten gelesen und den Künstler ganz anders kennengelernt, als ich ihn früher wahrgenommen habe. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Ottilie Degner veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Lieferung schnell und gut
Das Buch ist gebraucht, aber wie neu.
Der Inhalt ist sicher nicht für jeden gut zu verkraften. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von I. Kunath veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Beeindruckende Selbst-Diagnose
wenn man selbst von dieser Krankheit befallen ist und keine Chance auf Heilung besteht, sagt Schlingensief alles noch viel deutlicher und berührender. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Karin Ahlers veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Geschenk
Meinen Freund hat sich dieses Buch nach Recherche gewünscht und es muß wohl gigantisch sein.
Ihn beim Lesen zu beobachten, ist ein Traum... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Emelie veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen nicht überzeugt
Mich hat dieses Buch nicht überzeugt . Vom Inhalt her eigentlich traurig , aber nicht flüssig zum lesen , zuviel Hadern mit Gott .
Vor 15 Monaten von Kornelia Hilgendorf veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Sehr berührend, wunderbar einfühlsam geschrieben, absolut...
Ich kannte Schlingensief vorher nur oberflächlich aus der Zeitung und Interviews, habe ihn aber immer gemocht. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Ursula S. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen :-)
schnelle lieferung, beeindruckender mann, beeindruckendes buch.
entgegen meiner anfänglichen vorstellung, ist das buch nicht allzu traurig,
sondern hat auch etwas... Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von HAS veröffentlicht
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