Vielleicht wird so mancher enttäuscht sein beim Aufschlagen des Buches, weil nämlich das Coverbild sehr bunt gestaltet ist und dagegen die Innenseiten schwarz-weiß mit gelben Einsprenkeln. Dies sollte einen aber nicht davon abhalten, trotzdem die Geschichten mit ihren aufmerksam gezeichneten Bildern zu geniessen. Denn die schwarz-weiße Illustration lässt enorm viel Raum bei der fantasiereichen Ausgestaltung der gezeichneten Tiere und Landschaften.
In dem Buch geht es um eine Ente, die sich nach einem erlebnisreichen Tag noch einen Freund sucht und diesen vermeintlich im Mond findet.
Jedoch merkt die Ente nicht, dass sie dem Spiegelbild verfallen ist.
Die Art und Weise der Zeichnungen hat einen orientalischen Charakter und unterstreicht damit die zweisprachig erzählte Geschichte.
Allein schon die arabischen Schriftzeichen sind ein Augengenuß und betonen die zarte Strichführung in den Bildern.
Es ist gut, dass die Seiten jeweils getrennt die Texte abdrucken, aber ein Gesamtbild unterlegt ist. So wird der bilinguale Charakter des Buches unterstrichen.
Dieser ermöglicht es in beeindruckender Weise Menshcen zusammenzuführen, die entweder nur des Arabischen oder des Deutschen mächtig sind.
Fremdheit und Vertrautheit der jeweiligen Schriften werden hier zu eingängigen Bildern zusammengefügt.
Ein durch und durch völker- bzw. sprachenverständigendes Bilderbuch, das hilft, Kindern schon früh die Bedeutung von Toleranz und Integration vermittelt.