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Die schärfsten Kritiker der Elche. Die Neue Frankfurter Schule in Wort und Strich und Bild
 
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Die schärfsten Kritiker der Elche. Die Neue Frankfurter Schule in Wort und Strich und Bild [Taschenbuch]

Oliver Maria Schmitt
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Fest; Auflage: 2. Auflage (September 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 382860109X
  • ISBN-13: 978-3828601093
  • Größe und/oder Gewicht: 24,4 x 17,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 551.945 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Aus der Amazon.at-Redaktion

40 Jahre Neue Frankfurter Schule! Ein Jubiläum, das am Großteil der Erdenbürger offensichtlich spurlos vorbeigegangen ist. Ein Teil der lesenden Bevölkerung feiert dennoch. Und Oliver Maria Schmitt, "selbsternannter Humorexperte" und langjähriger Chefredakteur des Satiremagazins Titanic hat dieses Jubiläum zu Anlass genommen eine -- wie er selbst sagt -- "Hagiographie" über acht der wesentlichsten und beständigsten Mitglieder dieser Gruppe zu verfassen.

Da wären also Chlodwig Poth, Hans Traxler, Robert Gernhardt, F.K. Waechter, Bernd Eilert, Peter Knorr, F.W. Bernstein und last but not least Eckhard Henscheid.

Schmitt wollte, wie er selbst sagt, keine "kritische Biographie" verfassen, sondern die Jubilare aus ganzem Herzen bejubeln. Und das tut er auch. Er stellt sie in ihrem Werden und Wollen in Text und Bild liebevoll vor, widmet einige Kapitel der nicht ganz unwesentlichen ersten gemeinsamen Plattform Pardon, dem ersten gemeinsamen Hauptwerk der Drei (Bernstein, Gernhardt, Waechter), Die Wahrheit über Arnold Hau und nicht zuletzt auch den Lokalen, die den nötigen seelischen und körperlichen Rückhalt für das Schaffen der Gruppe boten. Natürlich gibt es auch ein Kapitel über die Titanic.

Schmitts Titanic-Affinität kann unschwer aus seinem Stil herausgelesen werden. Charmant und anmutig plaudert er über die Acht und skizziert mit Liebe, um nicht zu sagen mit Inbrunst, die unterschiedlichen Charakterzüge der so vielseitig talentierten Künstler. Und wenn er über die Frage "Warum Witze machen" nachdenkt, dann -- um es auf neu-frankfurterisch zu sagen: "lappt es schon mal schwer ins Philosophische". Ein Pflichtbuch für Freunde der Neuen Frankfurter Schule und bestens dazu geeignet, neue zu gewinnen. --Gerlinde Böhm

Kurzbeschreibung

Sie anten, wir fragworten!

Wer so lange und so erfolgreich im Dienste des kunstvollen Wortwitzes tätig ist wie Robert Gernhardt und seine Freunde von der Neuen Frankfurter Schule, hinterläßt Spuren, Tonspuren zum Beispiel. Aus dem Archiv seines Haussenders, des Hessischen Rundfunks, den man sich als eine Art Fanclub vorstellen muß, hier die Perlen jahrzehntelangen Schaffens: Dr. Muffels Sonntagssortiment, Das Radio ABC, in dem die letzten Dinge ausbuchstabiert werden und - der Meister greift sogar zur Klampfe und singt ein Protestlied! -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Da capo! 22. April 2007
Von weiser111
Format:Audio CD
Hinweis: Diese Rezension bezieht sich auf eine CD, und zwar auf den Mitschnitt einer Lesung von Robert Gernhardt, Bernd Eilert und Peter Knorr 1995, und nicht auf das gleichnamige Buch!

Zwar ist die Produktbeschreibung von Amazon falsch -- es handelt sich NICHT um die legendäre Rubrik "Doktor Seltsam" vom HR ("Sie anten, wir fragworten") -- aber das macht nix, denn dieser Lesungs-Mitschnitt gehört zum eisernen Bestand der deutschen Hochkomik. Man liegt geschlagene 55 Minuten lang vor Lachen unterm Tisch und will gleich nochmal, wenn's aus ist.

Der Titel von CD und zugrunde liegender Lesung verdankt sich übrigens dem Umstand, dass das berühmte Plakat (abgebildet auf der CD-Hülle) im "Haus Waldfrieden" zu Alf an der Mosel auf der Toilette hing...

Wer Robert Gernhardt einmal auf einer Lesung erlebt hat, der weiß: Gernhardt gehört (leider: gehörte) zu jenen Dichtern, die auch begnadete Vorleser sind (leider: waren). Und auch auf dieser CD liest er immer wieder das eine oder andere seiner Gedichte ("Immer", "Folgen der Trunksucht", "Schön -- schöner -- am schönsten", "Deutung eines allegorischen Gemäldes" u.a.). Und diese Lesung hat noch einiges mehr zu bieten, vortragenden Mehrwert gewissermaßen.

Gernhardt, Knorr und Eilert machen aus Perlen der Satire auf alle denkbaren und undenkbaren Facetten der Kultur-Schickeria szenische Lesungen der Extraklasse:

Sei's nun die gediegen-schräge Einführung in die Geschichte des lyrischen Ich, sei's Peter Knorr alias "Drogen-Dieter" im Stile der Büttenrede ("Drum leit ich die Beratungsstelle / für komplizierte Drogenfälle -- Tätääää, tätääää, tätääää"), und das alles im breitesten Frankfurterisch... Oder mehrmals Robert Gernhardt, z.B. als Vorsitzender der glücklosen Viktor-Schlawenz-Gesellschaft (dumm, dass man bis jetzt niemanden dieses Namens gefunden hat, um ihn zu ehren -- "Johann Wolfgang Goethe ist viel ausgefallener, aber die Goethe-Gesellschaft hat halt Glück gehabt"), als Kunstexperte Herr Putel in "Rattenmalerei", oder, was mein Zwerchfell vollends erledigt hat: Salomos "Hohes Lied" als Vermisstenanzeige für die werte Gattin, zusammen mit Peter Knorr als nicht minder poetisch veranlagtem Polizeibeamten. Man hört das Publikum im Hintergrund prusten und keckern und will selber fast um Gnade bitten, bevor man vor Lachen erstickt.

Aber dann würde man ja den Rest verpassen, z.B. "Das debile Dorf", wo zwei Bierdimpfln am Stammtisch, der Huber-Bauer und der Xaver, tiefschürfende Diskussionen führen über die Relevanz von Adorno ("I hab halt gmoant, dass ma sich ab und zu scho amoj was leichters gönne dürft") und Lévi-Strauss...

Außerdem beweisen diese drei Herren in Bestform, dass sie Szenen, mit denen seinerzeit Otto Waalkes reüssierte, zehnmal besser können (Kein Wunder, die Stücke stammen ja auch von Gernhardt und Knorr): Zum einen die "Kriegserklärung" Fabius Maximus Cunctators an Hannibal ("Ah! Elefante! Schänne Tier, große Tier! Wolle kauffe?"). Gernhardt als dedizierter römischer Feldherr und Knorr als begriffstutziger Hannibal sind ebenso unschlagbar wie die Elefanten. Ähnlich scharf ist die Version von Richter Ahrens und seinem schwersten Fall ("Ihnen wird zur Last gelegt, Sie hätten an dem Mast gesägt").

Dies und noch viel mehr -- die 17 Titel auf dieser CD verdienen allesamt ausgiebige Würdigung, da stimmt einfach alles. Die einzelnen Nummern passen wunderbar zusammen, da ist kein Bruch erkennbar, keine übers Knie gebrochene Überleitung -- es sei denn, das berüchtigte kultiviert-ambitionierte Übers-Knie-Brechen werde gerade aufs Korn genommen...

Und, wie gesagt: Am Ende des letzten Vortrages (Gernhardts "Deutung eines Allegorischen Gemäldes") liegt man atemlos japsend unterm Tisch und röchelt "da capo!"

Fünf(zigtausend) Sterne!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Schmitt erzählt in lockeren Sätzen die Geschichte der Neuen Frankfurter Schule und stellt deren Protagonisten und ihre Werke vor. Dass der ehemalige Titanic-Chefredakteur eine gewisse persönliche Nähe zu den genannten hat, kann und mag er nicht verhehlen - manchen mag es stören, doch aus dieser Nähe erfährt der Leser auch so manche Insidergeschichten, die aus dem Buch ein äußerst amüsantes und vergnügliches Erlebnis machen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
12 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Schmitt liefert in diesem Band Einzelporträts von Poth, Traxler, Waechter, Bernstein, Gernhardt, Henscheid, Knorr und Eilert sowie Porträts der Zeitschriften "Pardon" und "Titanic". Dieses Buch liest sich locker weg und bietet brauchbare Informationen. Ich hätte mir allerdings vom Autor mehr Fakten (z.B. ein Register, z.B. eine Bibliographie) und etwas mehr Distanz zum Gegenstand gewünscht, denn was diese Autoren geleistet haben, erschließt sich dem Leser schnell, da werden die permanenten Lobgesänge bald überflüssig und lästig. Aber ich will nicht zuviel meckern, zumal die Lobgesänge ja doch verdient sind. Der Preis ist völlig o.k., da der Band mit vielen unveröffentlichten Photos geschmückt ist.
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