So würde ich diesen Bildband von Andreas Fux wohl bezeichnen.
Betrachter, die hübsche Menschen mit hübschen Tattoos oder einem süßen Nasenbrilli erwarten, werden enttäuscht sein! Fux bildet hier die Subkultur der Szene ab, läßt sie sich nach seinen Regeln darstellen, unabhängig von ihrer Intention ist alles zugelassen, bis zu Hautschnitten und Selbstverstümmelung. Fux stellt deren Intention nicht in Frage, er hält es in Bildern fest, die aus einer relativ vertrauten Nähe entstanden zu sein scheinen.
Die Bilder sind pur, schlicht, unkapriziös und eindringlich vor Weiß in guter Qualität. Sie wirken wie Zeitzeugen einer für manchen verstörenden, provokativen und nicht unbedingt für jeden verständlichen Welt. Aber es wird klar, dass es Menschen gibt, die ein völlig anderes Verständnis für ihren Körper haben. Dies findet wertfrei in den Bildern Ausdruck.
Format und Druckqualität sind gut. Die Bilder großformatig und gut ausgeführt.
Fazit: Ein Buch, nichts für empfindliche Gemüter, aber ein cooler Einblick in die Kultur der "Manipulation der Körperoberfläche" in vielen, auch härteren, Facetten.