14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Himmelhochjauchzend oder zu Tode betrübt, 30. September 2002
Rezension bezieht sich auf: Meine ruhelose Seele. Die Geschichte einer manischen Depression. (Taschenbuch)
Das Buch von Kay Redfield Jamison hat mir als Ehefrau eines Manisch-Depressiven Menschen sehr geholfen. Es hat mir aufgezeigt, wie sich ein Mensch mit dieser Diagnose in seinen verschiedenen Stimmungsschwankungen fühlt. Es hat mir Mut gemacht, denn diese Krankheit ist zwar nicht heilbar, aber zu behandeln. Die Autorin erklärt auf gut verständliche Weise ihr Krankheitsbild, die einzelnen Stimmungen und die Möglichkeiten der Behandlung. Sie erklärt, wie Lithium wirkt und was es bewirken kann. Der einzige Kritikpunkt an diesem Buch ist, dass sie keinerlei Alternativen zur Behandlung mit Lithium erklärt.
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39 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hervorragender Lebensbericht, 21. Januar 2001
Rezension bezieht sich auf: Meine ruhelose Seele. Die Geschichte einer manischen Depression. (Taschenbuch)
Eine hochqualifizierte und hochbegabte junge Frau muss erkennen, dass ihre heftigen Stimmungsschwankungen, die zwischen Euphorie mit manischen Zügen und tiefer Depression pendeln, krankhaft sind. Diese Einsicht fällt sehr schwer. Die Tatsache, dass sie selbst Psychiaterin ist, macht es ihr keineswegs leichter zu dieser Einsicht zu kommen und die Konsequenzen zu ziehen.
Die schwierigste Konsequenz: Die Einnahme eines wirksamen, einfachen Medikamentes, das aber erhebliche Nebenwirkungen hat. Es sind Lithiumsalze, die bei ihrer Krankheit zunächst in einer hohen Dosierung genommen werden müssen. Einschränkungen des Sehvermögens und der Konzentrationsfähigkeit sind die Folge.
Das Medikament ist sehr wirksam, gleichwohl setzt sie es immer wieder ab - wegen der Nebenwirkungen und der heimlichen Hoffnung auf die euphorischen Gefühle während der manischen Phase. Das Ergebnis ist jedesmals verheerend. Sogar die Selbsttötung wird in einem verzweifelten Zustand versucht.
Letztlich wird sie überzeugt, dass es ohne Lithium nicht geht. Nach längerer Zeit kann sie die Dosis sogar erheblich reduzieren, was auch die Nebenwirkungen reduziert.
Die Schilderungen des Lebenslaufes ist sehr anschaulich und gelungen. Die Begegnungen mit ihren männlichen Freunden, die ihr bis auf eine Ausnahme sehr verständnisvoll begegnen, sind plastisch geschildert. Leider werden die positiven Wirkungen einer Psychotherapie nur benannt aber nicht beschrieben. Die amerikanische Autorin schreibt aus einer Zeit, in der es in den USA noch wenig Erfahrungen mit der Lithium-Therapie bei der manisch-depressiven Krankheit gab. Es gibt heute gerade in Europa wesentlich mehr Erfahrungen.
Das Buch erscheint immer noch sehr aktuell, da es die Schwierigkeiten beschreibt, eine psychische Krankheit zu akzeptieren und die Umwelt mit der Krankheit zu konfrontieren.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Fesselnde Geschichte, 30. Juni 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Meine ruhelose Seele. Die Geschichte einer manischen Depression. (Taschenbuch)
Etwa jede zehnte Frau und dazu jeder dreisigste Mann leiden im Laufe Ihres Lebens an irgendeiner Form von Depression. Und doch wissen die "Normalbürger" nichts über diese Krankheit und Ihre Behandlungsmöglichkeiten... schon garnicht ist bekannt, wie Betroffene mit sich, der Umwelt und Ihrer Krankheit umgehen. Kay Jamison schreibt in Ihrem Buch genau über diese Probleme: " Wie geht es mir selbst... wie wirke ich auf andere... und was kann man tun, damit es mir und meiner Familie besser geht." Das Sie beinahe ein Leben lang gebraucht hat, um von der Last einer Depression befreit zu werden sollte uns mehr als nur Gedanken machen. Das Buch rüttelt auf, und weckt die Aufmerksamkeit, die man Depression als Volkskrankheit endlich entgegen bringen sollte. Meine aufrichtige Bewunderung sich aus diesem Sumpf der Gefühle lösen zu können und dann auch noch ein Buch darüber schreiben zu können.
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