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Der rote Baron [Blu-ray]

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Produktinformation

  • Darsteller: Matthias Schweighöfer, Lena Headey, Til Schweiger, Joseph Fiennes, Hanno Koffler
  • Format: Blu-ray
  • Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1)
  • Region: Region B/2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Warner Home Video - DVD
  • Erscheinungstermin: 22. August 2008
  • Produktionsjahr: 2007
  • Spieldauer: 129 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen 92 Kundenrezensionen
  • ASIN: B001BDO85S
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 14.302 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Europa 1916: Freiherr Manfred von Richthofen ist im Alter von nur 24 Jahren das größte Fliegertalent des preußischen Korps – bereits zu Lebzeiten ein Held und selbst bei seinen Gegnern, wie dem kanadischen Piloten der Alliierten, Captain Roy Brown, ebenso gefürchtet wie respektiert.
Für ihn und seine Kameraden, die Leutnants Voss, Sternberg und Lehmann, sind die Luftduelle eine sportliche und technische Herausforderung, die sie die Schrecken der Schlachtfelder unter ihnen zunächst ignorieren lässt. Sein zunehmender Erfolg missbraucht die Oberste Heeresleitung immer stärker zu Propagandazwecken. Als von Richthofen sich in die attraktive und resolute Krankenschwester Käte verliebt, öffnet sie ihm die Augen dafür, dass Krieg alles andere als ein Spiel ist…

Movieman.de

Gut sah der Trailer zu „Der rote Baron“ aus, doch im Endeffekt konnte der Film leider nicht halten, was die Werbung versprach. Lange und langatmig fühlen sich die mehr als 120 Minuten Laufzeit an. Etliche Jahre hat Regisseur Nikolai Müllerschön am Drehbuch gearbeitet, doch was am Ende dabei heraus kam, befriedigt nicht. Zu pathetisch, zu absehbar, zu abgespult, zu romantisch-verkitscht wirkt der gesamte Film. Die Dialoge sind größtenteils Mittelmaß und haben vielleicht in der englischen Originalversion ein wenig mehr Kraft, verlieren dann aber in der unnatürlich klingenden Synchronisation und sorgen in einigen Szenen sogar für unfreiwillige Lacher. Ein Problem sind auch die vielen Handlungsstränge, die immer wieder angerissen werden, aber nichts davon wird richtig herausgearbeitet. So wirkt die Story häufig etwas zu sprunghaft. Müllerschöns Wunschkandidat für die Titelrolle war Matthias Schweighöfer. Schweighöfer, dessen hervorragende Qualitäten als Schauspieler eigentlich sonst keinerlei Diskussion bedürfen, wirkt als von Richthofen leider über weite Strecken ziemlich blass, kultiviert dabei aber das „aus der Stirn streichen“ seiner blonden Locken zu hoher Kunst. Sicherlich ist der Grund für Schweighöfers bemüht wirkende Schauspielleistung auf Drehbuchseite zu suchen, da es seiner Filmfigur einfach an Persönlichkeit und Tiefe fehlt. Viel konnte man da nicht machen. Recht oberflächlich und fleischlos kommt von Richthofen daher und wirkt auch nicht besonders kraftvoll und charismatisch. Til Schweiger agiert etwas lustlos und Joseph Fiennes spielt seine Rolle routiniert. Lena Headey verleiht ihrer Figur Menschlichkeit und Vernunft, dennoch gibt auch ihr Part nicht genügend her, um nachhaltig im Gedächtnis zu bleiben. Auch allen anderen Charakteren nützt die prominente und talentierte Besetzung nichts – zu keinem baut man eine emotionale Beziehung auf und so registriert man lediglich die Todesfälle aus Richthofens Fliegertruppe, statt sie zu betrauern.  Historische Ungenauigkeiten sowohl seitens der Geschichte als auch im Bereich der Ausstattung tun dann ihr übriges, um den gesamten Film nicht mehr ernst nehmen zu können. Immerhin fehlt es den actiongeladenen Kriegsszenen und Luftjagden nicht an Dramatik.Fazit „Der rote Baron“ ist zwar keine komplette Katastrophe, denn immerhin können die visuellen Effekte überzeugen, aber die kitschig-verklärte Heldenverehrung von Richthofens, die wenigen kritischen Ansätze und die über weite Strecken generelle Romantisierung des Krieges nerven. Auf DVD durchaus ansehbar.

Moviemans Kommentar zur DVD: Die warmen, satten Farben wissen in jeder Hinsicht zu gefallen. Leider bringen die Schärfewerte nicht die gleiche Saftigkeit mit, denn auf Distanz und in Innenszenen verlieren Konturen deutlich an Stichhaltigkeit oder wirken grobkörnig. Kontraste und Kompression funktionieren sehr schlüssig. Akustisch hat die DVD eine Menge drauf. Einzelne Regentropfen und Stimmen sind aus dem Hintergrund zu vernehmen, motivierte Richtungswechsel sind an der Tagesordnung. Das klingt nach ordentlicher Effektarbeit, wenngleich die Dialoge hin und wieder etwas künstlich anmuten. Die Extras brauchen sich mit Audiokommentar, Extraszenen und Making Of nicht zu verstecken.

Bild: Auch wenn das Bild sehr saftige Farben anbietet, die einen schönen, warmen Umfang bieten, könnte es in punkto Schärfe etwas konturierter ausfallen. Gerade, was die golden strahlenden Innenszenen angeht, wird hier nicht immer Präzision geboten und Gesichter erscheinen etwas weich und leicht grobkörnig (im Freudenhaus, 00:12:34). In den Außenszenen in natürlichem Sonnenlicht sieht das schon wesentlich besser aus. Hier wirken auch entferntere Einstellungen sehr konturreich und feine Strukturen zeichnen sich plastisch ab (Muster des Strickpullovers, 00:17:27). Die Kompression funktioniert recht gut, nur hin und wieder zeigen sich leichte Treppchenbildungen an harten Kanten. Rauschen bleibt, gerade in Innenszenen nicht aus, gestaltet sich aber auch nicht drastisch.

Ton: Von hinten dröhnen die Flugzeugmotoren an den Zuschauer heran und scheinen mitten durch den Raum hindurch nach vorne zu brausen. Aber auch Regen plätschert klatschend aus, sich stets der Kameraperspektive anpassenden, wechselnden Kanälen (00:30:40) oder ein Hahn kräht munter von rechts (00:17:17 Min.). Der Soundausstattung fehlt es bis dahin an nichts. Lediglich die deutschen Stimmen klingen relativ aufgesetzt und nicht immer ganz motiviert, wenngleich sie sich den räumlichen Gegebenheiten gut anpassend (Hall in Treppenhaus, 00:32:58). Harmonisch und voll um sich greifend wogt der fulminante Soundtrack durch den Raum und sorgt für Stimmung.

Extras: Als Boni bietet die DVD einen Audiokommentar von Regisseur und Drehbuchautor Nikolai Müllerschön und Szenenbildnerin Yvonne von Wallenberg, das Musikvideo "Open Skies" (4:37 Min.) von Reamonn und verpatzte (4:13 Min.) sowie nicht verwendete (5:48 Min.) Szenen. Außerdem dokumentiert ein Making Of (21:41 Min.) die Entstehungsgeschichte des Filmes und ein Trailer (2:27 Min.) stellt ihn in Kurzform vor. --movieman.de -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Blu-ray
Der Film hat grundsätzlich Potential, aber die Möglichkeiten wurden leider nicht genutzt, obwohl alleine schon viele bekannte und gute Schauspieler zur Verfügung standen.
Deshalb ist ein vom heutigen Zeitgeist offensichtlich geprägter Anti-Kriegsfilm dabei heraus gekommen, anstatt eines spannenden Fliegerfilms, in welchem man die Schrecken des Krieges trotzdem nicht hätte verschweigen müssen. Historische Fakten werden teilweise sehr großzügig interpretiert und verzerrt dargestellt. Der stellenweise eingebaute Pazifismus kommt sehr plump daher und es scheint wenig glaubwürdig, dass ein Freiherr von Richthofen sich gegenüber dem deutschen Kaiser oder auch GFM von Hindenburg auch nur im Ansatz so verhalten haben könnte, wie es in dem Film dargestellt wird. Schade!!!
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Von Jan CB am 16. August 2010
Format: DVD
Ich möchte den Machern dieses Films eine Frage stellen:
Ihr hattet offensichtlich das Geld, ihr hattet die Schauspieler, ihr hattet eine historische Vorlage, die vom Leben so spannend wie ein Drehbuch geschrieben wurde... Warum ist trotz allem das dabei heraus gekommen?

Es wäre alles da gewesen, die Geschichte hat alles geliefert. Der draufgängerische, jugendliche Held, der sich von der Kavallerie zur jungen Fliegertruppe meldet, Weltenbrand und Ritterlichkeit.
Aber wieder wollte man es allen Recht machen: Der gefeierte Kriegsheld Manfred von Richthofen mußte erst zum Pazifisten werden, bevor wir ihn restlos verehren dürfen. Eine bezaubernde Krankenschwester muß ihm die Augen öffnen. Alles in schlechten Kostümen und unter völliger Verkennung der historischen Umstände.

Der "Rote Baron", der übrigens Freiherr war und seinen Spitznamen nur dem Umstand verdankt, dass es diesen Adelstitel im Englischen nicht gibt, hätte mit etwas mehr Mut ein besserer Film sein können. Aber es war wohl niemandem daran gelegen, einen mutigen Film zu machen. Dabei hätte man sich nur an die Wahrheit halten brauchen - und schon hätte man alle und alles auch beim Namen nennen können...
Schade, das Thema ist auf Jahre hinaus verbrannt.
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Format: DVD
...sollte man lieber ganz schnell laufen - und zwar weit weg.
Ein unglaublich kitschiger Film mit einem "Milchbubihaft-wirkenden" Hauptdarsteller, der sich (natürlich) neben dem Kampf ausgiebig einer Romanze mit einer gefühlt 20 Jahre älteren (reiferen) Krankenschwester widmet und gegen Vorgesetzte, ja gar gegen den Kaiser, aufmuckt und künstlichen "Revoluzzer-Charme" versprüht. Der wahre Richthofen war wohl Lichtjahre von dem Bild entfernt, welches hier gezeichnet wird. Aber natürlich müssen in einem modernen Film alle (die meisten) Figuren aufgeklärt, emanzipiert und pazifistisch sein...
Und das Til Schweiger eine tragende Rolle hat, macht den Film meiner Meinung nach auch nicht eben besser.
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Format: DVD
Der Stoff hätte ganz klar mehr hergeben können. Leider gibt es einige historische und flugtechnische Fehler und eine sehr große Freiheit der Erzählungsstruktur.
Zur negativen Seite des Films:
Hawker flog zu der Zeit und als er abgeschossen wurde eine Arco DH2 - im Film ist er und seine Staffel scheinbar mit SE5A ausgestattet...was hätte das schon ausgemacht die historisch korrekten Flugzeugmodelle zu generieren. Oder, den nunmehr nach 80 jährigem Streit wissenschaftlich bewiesenen korrekten Todeshergang von Richthofen in den Film zu übernehmen bzw. ihn wenigstens anzudeuten?
Die scheinbar zu 100% computergenerierten Flug- und Luftkampfszenen weisen einige Mängel auf, was Ruderausschlag und daraus resultierendes Verhalten der Maschine betrifft bzw. generell Unstimmigkeiten im Flugverhalten der Maschinen - was mir als Pilot vielleicht besonders auffällt. Dabei fällt mir ein, dass von Richthofen eine eigene Angriffstaktik mit seinem Dreidecker der Dr1 hatte, die ein überwirksames Seitenruder aufwies. Er konnte damit quasi seitlich fliegend angreifen, gut aber das muß man ja nicht zeigen.
Was mir wirklich fehlte war, dass mit keinem Wort das Buch "Reglement für Kampfflieger" von Richthofen erwähnt wurde. Die dort beschriebenen Taktiken haben teilweise immer noch Gültigkeit (nur nebenbei) und wurden teilweise von Richthofen entwickelt. Ist meiner Meinung nach für eine Zeichnung des Charakters ein unverzichtbares Detail.
Das "Übersehen" der anderen Fliegerasse im Jagdgeschwader 1 - die dann durch den 2. Weltkrieg zweifelhafte Berühntheit erlangten - kann ich ja noch verstehen.
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Format: DVD
Mit 18.000.000 Euro Produktionskosten ist "Der Rote Baron" einer der teuersten deutschen Filme aller Zeiten. Den dadurch resultierenden hohen Erwartungen wird das Endprodukt jedoch nicht ganz gerecht. Zwar bietet das Leben des von Matthias Schweighöfer dargestellten Freiherrn Manfred von Richthofen reichlich Stoff für eine spannende und glaubwürdige Geschichte. Regisseur Nikolai Müllerschön jedoch integriert eine Liebesbeziehung in die Handlung, die nicht nur unhistorisch ist, sondern auch gehörig deplaziert wirkt. Außerdem habe ich Zweifel daran, dass Manfred von Richthofen, den Kampf gegen andere "Flieger" wirklich mehr als einen sportlichen Wettkampf sah, als das was er wirklich war: Ein einziges Morden.

In dem Klassiker "Im Westen nichts Neues" konnte man dies, die Verklärung der Jugend, wunderbar glauben. Beim Freiherrn hegen mich da Zweifel.
Die Symbolik spielt in Müllerschöns Kinoversion des Roten Barons eine große Rolle. Das fängt mit goldenen Lettern an, die zu Beginn die Darsteller ankündigen, gefolgt von ersten Bildern dreier blonder Kinder auf der Jagd. Unter ihnen befindet sich der junge Manfred, der - als er ein Flugzeug über sich registriert - die Flinte wegwirft, sich im Sonnenlicht auf ein Pferd schwingt und mit großen Augen, sowie ausgestreckten Armen die Verfolgung aufnimmt. Pathos und Kitsch also gleich zum Start des zweistündigen Films. Der letzte Blick des Zuschauers fällt wieder auf herbstlich schimmernde Blätter im Wind. Doch da ist Manfred von Richthofen bereits tot, eine gefallende Legende - Hollywood hätte es nicht besser gekonnt.
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