Pressestimmen
"Es handelt sich um eine gründliche, solide und faktenreiche Arbeit architekturgeschichtlicher Grundlagenforschung. [...] Mit der vorliegenden Arbeit steht der Forschung ein weiteres Puzzlestück für die flächenmäßige Erfassung der ländlichen Architektur des Mittelalters im Norden und Osten Deutschlands zur Verfügung." (Christofer Herrmann, SEHEPUNKTE)
"Insgesamt kann hier ein Werk empfohlen werden, das für das Verständnis der Architekturgeschichte der einzelnen Kirchen in den beiden Untersuchungsgebieten unentbehrlich ist. (...) Darüber hinaus zeigt das Buch eindringlich, welcher Schatz an romanischer Kirchenarchitektur unmittelbar vor unserer Haustür liegt." (Hans-Jürgen Vogtherr, Altmark-Blätter)
Kurzbeschreibung
Die frühe Backsteinarchitektur Nordeuropas setzt in unterschiedlichen Zentren unvermittelt und fast gleichzeitig um die Mitte des 12. Jh. ein. Eines der Kerngebiete ist der mittelelbische Raum mit dem ostelbischen Jerichower Land und der westelbischen Altmark. Als Initialbau hat die Prämonstratenser-Stiftskirche Jerichow zu gelten. Ihr folgt eine größere Anzahl ländlicher Pfarrkirchen von bemerkenswerter bautechnischer und stilistischer Qualität. Die Studie unternimmt zunächst einen Rekonstruktionsversuch des romanischen Bauzustandes dieser Kleinkirchengruppe von über 30 Objekten. Eine Einordnung in die regionale Bautradition hinsichtlich stilkritischer, technischer und historischer Aspekte und eine vergleichende Untersuchung mit weiteren wichtigen Kleinkirchengruppen dient dazu, die Erkenntnisse in einen größeren Kontext zu stellen. Dabei richtet sich der Blick nach Mecklenburg, Holstein, Südbrandenburg, ins Herzogtum Schleswig, auf die dänischen Inseln Lolland, Falster und Seeland, ins schwedische Schonen sowie insbesondere an die friesische Nordseeküste von der Wesermündung bis ans IJselmeer. Auf diese Weise wird zugleich ein umfassender und reich bebilderter Überblick über die romanische Backsteinarchitektur Nordeuropas vermittelt.