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Die richtige Corporate Governance: Mit wirksamer Unternehmensaufsicht Komplexität meistern
 
 

Die richtige Corporate Governance: Mit wirksamer Unternehmensaufsicht Komplexität meistern [Kindle Edition]

Fredmund Malik
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

05.03.2009 / Rheinischer Merkur: Was ist gut? "Angesichts der derzeitigen Wirtschaftskrise scheinen Maliks Forderungen mehr als berechtigt."

25.05.2009 / Frankfurter Allgemeine Zeitung: Fehlkonzipiert. Geldgetrieben. "Malik reiht sich bei seiner Analyse der Managementsystemfehler nicht ein in die Schar der in den Talkshows moralisierenden, auf tumbe Managerschelte ausgerichteten Besserwisser. Dies ist erfreulich. Nach seiner Diagnose sind die desaströsen Fehler, die von angestellten Managern in den letzten Jahren in Konzernen gemacht wurden, vor allem darauf zurückzuführen, dass ihnen qua Corporate Governance die falschen Orientierungsgrößen vorgegeben wurden."

FAZ, 25. Mai 2009

„Malik reiht sich bei seiner Analyse der Managementsystemfehler nicht ein in die Schar der in den Talkshows moralisierenden, auf tumbe Managerschelte ausgerichteten Besserwisser. Dies ist erfreulich. Nach seiner Diagnose sind die desaströsen Fehler, die von angestellten Managern in den letzten Jahren in Konzernen gemacht wurden, vor allem darauf zurückzuführen, dass ihnen qua Corporate Governance die falschen Orientierungsgrößen vorgegeben wurden.“

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 1028 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 335 Seiten
  • Verlag: Campus Verlag; Auflage: 1 (10. November 2008)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B004WN7VMG
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch erscheint seit 1997 nun in 4. Auflage, ergänzt um eine ausführliche neue Einführung und zwei Anhänge, im Kern mit dem Text aus 1997. Die Kernaussagen sind zwar alt, aber keineswegs veraltet. Sie erscheinen im Rückblick auf die letzte Dekade und deren Desaster heute unverändert gültig und hochaktuell - zumal eine Reihe von gravierenden Fehlentwicklungen als Folge falsch verstandener Corporate Governance klarsichtig vorausgesagt wurde.

Malik behandelt die Gesamtführung des Unternehmens, also das Zusammenwirken von Aufsichts- und Exekutivorgan, primär aus der Sicht des Aufsichtsorgans und bezogen auf das Aufsichtsorgan.

Er zieht dazu allerdings keinen der gängigen Kodizes heran, da er diese für verfehlt hält:
· "Erfolgreiche Unternehmen sind deswegen erfolgreich, weil sie in wesentlichen Punkten - ohne Regeln zu verletzen - genau umgekehrt geführt werden, als die heutige Corporate Governance es empfiehlt." (9)
· "Für richtiges und nachhaltiges Wirtschaften sind daher radikale Reformen nötig." (9)
Malik legt dann in "zwölf Reformthesen für funktionierende Corporate Governance" eklatante Schwächen der Kodizes offen, bevor er seinen Vorschlag für eine "grundlegende Reorientierung" entfaltet.

Den Grundfehler heutiger Corporate Governance sieht Malik darin, dass sie auf die falschen Fragen antwortet und dabei von juristischen und finanzwirtschaftlichen Perspektiven dominiert wird. Natürlich betont auch Malik, dass sich Unternehmensführung an gesetzlichen Rahmen und finanzwirtschaftlichen Überlegungen zu orientieren hat. Aber diese sind aus einem Konzept richtiger Gesamtführung abzuleiten - nicht umgekehrt. Corporate Governance und die entsprechenden Kodizes müssen sich an den Inhalten richtiger und guter Unternehmensführung orientieren - statt an beinahe beliebig füllbaren formalen Regeln:
· zuerst sind die Inhalte richtiger Unternehmensführung zu bestimmen,
· dann - daraus abgeleitet - die konkreten Aufgaben der Topmanagementorgane,
· schließlich deren aufgabengemäße Ausgestaltung und Arbeitsweise.
Auf die richtige Reihenfolge kommt es - wie auch sonst in vielen Dingen des Lebens - maßgeblich an.

In Teil I (65-166) geht es um die Unternehmensaufsicht. Maliks zentrale These: "Die Unternehmensaufsicht kann und soll führen" (68) - in einem ganz bestimmten Sinne selbstverständlich und unter Wahrung der Funktionsfähigkeit und Integrität des Exekutivorgans.

In Teil II (169-294) geht es um die Gestaltung von Aufsichts- und Exekutivorgan. Maliks zentrale These: "Die Gesamtführung des Unternehmens und die Funktionsweise der beiden Spitzenorgane müssen (...) konstitutionell geregelt sein." (275)

Malik versteht Unternehmenspolitik und Corporate Governance als Architektur- und Funktionsprinzipien im Range von Verfassungsbestimmungen, als Regeln, Grundsätze und Ordnungsprinzipien, als "ewige Wahrheiten", weil sie sowohl inhaltlich Aussagekraft als auch allgemeine Gültigkeit haben. In diesem Buch behandelt Malik Unternehmenspolitik und Corporate Governance vorrangig nicht auf der Sachebene (z.B. im Kontext von Märkten, Produkten, Technologie, Finanzen, Personal), sondern auf der Ebene der System-Regulierung (also mit Blick auf die Gestaltung, Lenkung und Regulierung komplexer Systeme). Es geht ihm also - bei Fragen der Unternehmenspolitik - weniger um das Betreiben von Geschäften, als viel mehr um die Gestaltung eines Systems zum Betreiben von Geschäften.

Vor diesem Hintergrund unterbreitet Malik profunde Vorschläge zur Stärkung der Unternehmensaufsicht im Rahmen der Rechtsordnung; er erörtert jedoch kaum juristische Aspekte. Im Mittelpunkt steht vielmehr durchgängig die Frage: "Was ist richtige und gute Unternehmensführung? Es geht also darum, wie Topmanager handeln müssen, damit das Unternehmen richtig geführt wird." (11) Im Ergebnis liefert er einen Leitfaden, um die Unternehmensverfassung zu gestalten

Die Kernaussagen zur Aufgabe des Aufsichtsorgans:

Das Aufsichtsorgan muss die Exekutive kontrollieren, weil sich niemand selbst wirksam beaufsichtigen kann. Es sorgt
· dafür, dass das Unternehmen richtig und gut geführt wird
· für wirksame Selbstorganisation des Aufsichtsorgans
· für die Organisation des Exekutivorgans und dessen wirk-sames Arbeiten über die personelle Zusammensetzung und über Geschäftsverteilung und Geschäftsordnung
· für Klarheit über die Corporate Governance über die wesentlichen Grundsätze und Inhalte.

Deshalb hat das Aufsichtsorgan fünf Aufgaben professionell zu erfüllen:

(1) Rückschau-Funktion: Sie darf sich nicht allein auf Finanzzahlen konzentrieren, sondern muss sich auf alle sechs (im Text ausführlich erläuterte) Schlüsselelemente beziehen.

(2) Vorschau-Funktion: Sie muss sich insbesondere mit Strategie, Struktur und Kultur befassen und den Schwerpunkt setzen bei Beobachtung und Wertung von Umfeldentwicklungen.

(3) Auswahl, Führung, Beurteilung, Kompensation und Entfernung der obersten Exekutivorgane: Dies ist der stärkste Hebel für die Wirksamkeit der Aufsicht und wird erschreckend häufig mittelmäßig oder schlecht erfüllt.

(4) Organisation des Exekutivorgans, Geschäftsverteilung und Geschäftsordnung.

(5) Gestaltung der Beziehungen zu den Anspruchsgruppen.

Das Aufsichtsorgan hat die letzte Verantwortung und muss vorausschauend korrigieren, bevor der Markt Fehler nachträglich bestraft. Es hat deshalb das letzte Wort über Zweck, Ziele und Strategie des Unternehmens, muss folglich mit der Gesamtlage des Unternehmens gut vertraut sein.

Tatsächlich gibt es eine Reihe von Unternehmen (in unterschiedlichen Rechtsformen), die über Jahrzehnte ausgezeichnet funktionieren und in denen Inhalte, Aufgaben und Arbeitsweise der beiden Führungsorgane (Geschäftsleitung und Aufsichtsorgan) so wahrgenommen werden wie von Malik vorgeschlagen.

Dieses Buch empfehlen wir jedem Aufsichtsratsmitglied sehr gründlich zu studieren, sowohl um sich seiner Rolle zu vergewissern als auch um sich auf effektive und effiziente Aufsichtsratstätigkeit einzustellen. Es leitet an zu guter, richtiger und wirksamer - eben praktischer - Führung.
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5.0 von 5 Sternen Die Stunde des Unternehmerprofessors 7. August 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Durch die krisenhafte Entwicklung der Wirtschaft ist die Nachfrage nach seriösen Richtlinien für Corporate Governance dramatisch angestiegen. Bei wem muss man nachlesen? Auf wen soll man hören? Wessen Ratschläge soll man beachten? Die reine Theorie" hilft uns hier nicht weiter. Das ist die Stunde des Unternehmerprofessors. Schon vor hundert Jahren hat Ernst Abbe, Unternehmerprofessor und Miteigentümer der Karl Zeiss Werke in Jena, seine Ideen getestet und erprobt, bevor er sie veröffentlicht hat. Einer der wenigen, der heute noch diese Qualität bieten kann, ist Fredmund Malik, der in seinem Unternehmen neue Konzepte erprobt, bevor er sie empfiehlt. In Corporate Governance berichtet er von diesen Erfahrungen. Wer jetzt nach guten Orientierungshilfen sucht, welche Regulierungen in Finanzmärkten, Banken und Unternehmen, wichtig und richtig sind, findet sie in diesem Buch.
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4.0 von 5 Sternen Wie kommt das Richtige in die Welt? 17. September 2009
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Audio CD
Als die erste Auflage des Buches erschien, das dieser Audiofassung zugrunde liegt, schrieben wir das Jahr 1997. Und vier ergänzte und überarbeitete Auflagen später dämmert es sogar vielen Vertretern der Shareholder Value Theorie, dass Fredmund Malik mit seinen Modellen vielleicht doch richtiger liegt als die Anhänger des Turbokapitalismus. Nicht vergessen sollte man allerdings, wo der Autor wirkte. Denn bis 1984 dozierte er an der Universität St. Gallen, war Mitglied der Direktion des Instituts für Betriebswirtschaft und damit mitverantwortlich für Inhalte, Methoden und Denkmodelle. Und immerhin zählt die Hochschule St. Gallen zu den europäisch führenden Ausbildungsstätten für Manager. Kommt hinzu, dass wir gleich zu Beginn dieses vertonten Buches hören, wie viele Unternehmen der Autor als Inhaber des Malik Management Zentrum St. Gallen AG beraten hat und wie sehr er schon früh auf Fehlentwicklungen aufmerksam machte. Und wenn wir dann noch lesen, dass Malik als der führende Managementberater gilt, stellt sich natürlich schon die Frage, warum in den Teppichetagen noch immer einem Denkmodell gefrönt wird, das hier während 259 Minuten demontiert wird. Auch wenn Fredmund Malik dem Hörer einige Antworten präsentiert, macht letztlich auch er einen großen Bogen um die heilige Kuh des Homo oeconomicus. Da ist Peter Drucker, auf den Malik sich gerne bezieht und der seinerseits Malik als den führenden Analytiker und Experten für Managementtheorien bezeichnet, etwas weiter. Solange in den Lehrbüchern der Kaderschmieden im besten Falle steht, der Mensch handle auch emotional, drehen wir uns im Kreis. Erst wenn wir lesen könnten, dass der Mensch auch rational handelt, kämen wir den tatsächlichen Verhältnissen näher. Und so blieb nach dem Anhören der vier CDs einmal der Eindruck, einer Huldigung des vernünftig handelnden Menschen beigewohnt zu haben, der seine Verhaltensmuster durch Einsicht ändere.

Kluge und meist zutreffende Einsichten kann Fredmund Malik auch mit diesem Hörbuch vermitteln. Und seine Analysen und Beweisführungen sind so spannend, dass man dazu ermuntert wird, das Buch zu kaufen, um den Rhythmus des Verarbeitens selber bestimmen zu können. Denn wie es bei guten Sachbüchern meist der Fall ist, braucht es Denkpausen, um den Ausführungen des Autors folgen zu können. Aber da die Zielgruppe selten Zeit für Weiterbildung durch Lektüre findet, können solche Hörbücher wenigsten erste Anstöße geben.

Unter Corporate Governance versteht man die Gesamtführung eines Unternehmens, von der Management nur ein Teil ist. Werden in den Aufsichts- und Exekutivorganen falsche Werte und Modelle vertreten, kann auch der beste Manager die Ratschläge nicht umsetzen, die Malik seinen Lesern und Hörern gibt. Auf der rationalen Ebene, die allein zwar nicht genügt, aber selbstverständlich ungemein wichtig ist, analysiert Fredmund Malik auch historisch, warum sich das Shareholder Value-Modell durchsetzte und seine Stellung trotz aller Misserfolge halten konnte. Der Rezensent Franz Trauth aus Schlossborn hat den Inhalt in seiner Besprechung der Buchfassung bereits so gut zusammengefasst, dass ich mich mehr oder weniger auf Formales beschränken kann. Wie der Untertitel bereits andeutet, scheut sich Fredmund Malik nicht davor, von richtig und falsch zu sprechen. Das finde ich einerseits gut, um der grassierenden Beliebigkeit und Gleichgültigkeit Widerstand zu leisten, hat aber die Gefahr, die eine Wahrheit durch die andere zu ersetzen. Komplexität lässt sich eben nicht meistern, indem man ihr mit Regeln gegenübertritt. Wer das behauptet, verwechselt kompliziert mit komplex. Gerade bei einem Vordenker, der sich immer wieder auf die Kybernetik beruft und dazu auch viel publizierte, hätte ich erwartet, diesen wichtigen Unterschied klarer zu vermitteln. Zumal Fredmund Malik in verdankenswerter Weise all den Consultern eine Abfuhr erteilt, die Best Practice-Modelle verbreiten. Wenn Malik zu Recht darauf hinweist, dass eine zeitgemässere und wirksamere Corporate Governance ein Wunschdenken ist, solange Juristen und Finanzfachleute das Sagen haben, wäre der Weg für eine Analyse frei, wie Denkmodelle entstehen und verändert werden können. Aber eine solche Analyse, bleibt trotz dem Adjektiv ganzheitlich unvollständig, wenn das Unbewusste nur eine Nebenrolle spielen darf.

Mein Fazit: Da Fredmund Malik zu den anerkanntesten Managementdenkern gehört, hat er auch das Publikum, für das dieses Lehrstück über verfehlte und richtige Corporate Governance geschrieben ist. Dass der Autor selber eine Sprecherrolle übernimmt, finde ich zwar nicht nötig, aber auch nicht so schlimm, um vor einem Kauf abzuraten. Nach 259 Minuten bleibt allerdings die wichtige Frage offen, wieso munter an einem Modell festgehalten wird, dessen Entwicklung zwar historisch erklärbar ist, sich aber als Rohrkrepierer erwiesen hat.
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