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Au revoir, bis nach dem Krieg [Gebundene Ausgabe]

Gudrun Pausewang
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

23. Januar 2012
Hanni liebt Philippe und Philippe liebt Hanni. Aber niemand darf davon erfahren, denn es herrscht Krieg und Philippe ist ein französischer Kriegsgefangener, der auf dem Anwesen von Hannis Familie arbeitet. Wenn die Liebe zwischen Hanni und dem jungen Studenten aus Paris bekannt würde, könnte das schlimme Folgen haben - nicht nur für die beiden. Jegliche 'Fraternisierung' mit den Gefangenen ist untersagt und Liebesbeziehungen zwischen Franzosen und deutschen Frauen werden streng bestraft. Schließlich wäre das Verrat an den deutschen Männern, die an der Front ihr Leben für Volk und Vaterland einsetzen.
Hanni und Philippe müssen sich trennen, zumindest vorläufig. Aber sie werden einander wiedersehen, wenn der Krieg zu Ende ist - bestimmt!
Eindringlich und schnörkellos greift Zeitzeugin Gudrun Pausewang in ihrem Jugendroman einen weniger bekannten Aspekt des Krieges auf.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Gerstenberg Verlag; Auflage: 1 (23. Januar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3836954443
  • ISBN-13: 978-3836954440
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 434.108 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Gudrun Pausewang, geb. 1928 in Ostböhmen, arbeitete als Grundschullehrerin. Sie schreibt für Kinder und Erwachsene und erhielt u.a. den Gustav-Heinemann-Friedenspreis, den Deutschen Jugendliteraturpreis und 2009 den Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur für ihr Gesamtwerk. Ihre Bücher sind in zahlreiche Sprachen übersetzt.

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Kundenrezensionen

3.7 von 5 Sternen
3.7 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein tiefsinniges Jugendbuch 27. Februar 2012
Von Tea, Chocolate and Books VINE™-PRODUKTTESTER
Gudrun Pausewang widmet sich in "Au revoir, bis nach dem Krieg" einem Thema, das während des zweiten Weltkriegs allgegenwärtig gewesen sein dürfte, über das bisher aber wenig gesprochen wurde: der Liebe zwischen einer deutschen Frauen und einem französischen Kriegsgefangenen. Im nationalsozialistischen Deutschland waren Beziehungen oder gar intime Kontakte zwischen deutschen Frauen und ausländischen Fremdarbeiter oder Kriegsgefangenen unter schwerer Strafe verboten. Doch es gab sie, schließlich waren die deutschen Männer größtenteils im Krieg und für die Frauen nicht "verfügbar".

Pausewang hat sich für ihre Geschichte zwei Heranwachsende ausgesucht, die sich in den Wirren des Krieges ineinander verlieben. Für beide ist es die erste Liebe, bittersüß, und besonders Hannis Gefühle sind sehr nachvollziehbar. Man kann sich wunderbar in sie hineinfühlen, freut sich mit ihr, als sie bemerkt, dass Philippe ihre Zuneigung erwidert und leidet mit, als die beiden sich trennen müssen. So traurig sie auch ist, die Geschichte zeigt doch, dass es auch schöne Momente für die Menschen während dieses furchtbaren Krieges gab. Dass es möglich war, sein Glück zu finden, wenn auch nur für kurze Zeit.

"Au revoir, bis nach dem Krieg" thematisiert nicht nur eine verbotene Liebe, sondern bietet auch einen Einblick in das Familienleben während des zweiten Weltkriegs. Ich fand es sehr interessant zu erfahren, wie schwierig es damals war, zurechtzukommen, weil es überall an Männern fehlte. In der heutigen Zeit kaum vorstellbar!

Ein wenig schade fand ich allerdings, dass das Buch nur 224 Seiten hat. Von mir aus hätte die Geschichte länger und an einigen Stellen ausführlicher sein dürfen. Besonders zum Schluss überstürzt die Autorin Einiges und handelt es mit wenigen Sätzen ab. Man darf allerdings nicht vergessen, dass "Au revoir, bis nach dem Krieg" ein Jugendbuch ist und sowohl Seitenzahl als auch Tiefgang auf jüngere Leser abgestimmt sind.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Interessantes Konzept - weniger gute Umsetzung 19. Mai 2012
"Au revoir, bis nach dem Krieg" erweckte meine Aufmerksamkeit mit seiner Kombination aus Titel, Cover und Inhalt. Ich finde Literatur, die im zweiten Weltkrieg spielt, sehr interessant und erhoffte mir bei "Au revoir, bis nach dem Krieg" einen Roman, der nicht zu realitätsfern ist und mir ein paar Sinneseindrücke dieser Zeit vermitteln kann. Gleichermaßen machte mich die verbotene Liebe, von der auf dem Klappentext die Rede ist, sehr neugierig.

Hanni lebt in einer deutschen Familie, die einen Steinbruch und damit verbunden auch ein großes Grundstück besitzt. Bei Ausbruch des Krieges muss der Steinbruch geschlossen werden und ihr größerer Bruder, sowie ihr Vater müssen in den Krieg. Die Arbeit wird für Hanni und ihre verbleibende Familie zu viel, sodass sie das Angebot, einen französischen Kriegsgefangenen bei sich arbeiten zu lassen, nicht ablehnen. Verboternerweise verliebt sich Hanni jedoch in ihn und bringt damit viele Menschen in Gefahr.

Bevor es allerdings zu dieser Liebesgeschichte kommt, beschäftigt sich ein Viertel des Buchs mit der Zeit kurz vor dem Krieg, als Hannis Bruder und Vater noch zu Hause sind. Auf jedes Mitglied der Familie wird in den Beschreibungen wert gelegt und so lernt man vom Dackel über die Großmutter bis zum Verwalter des Steinguts hin alle kennen. Schlecht ist das nicht, denn so hat man von Hannis Umfeld sofort ein gutes Bild vor Augen. Gut umgesetzt ist es allerdings auch nicht, denn zu jedem werden nur wenige Details genannt, sodass man die Komplexität dieser Figuren nicht erfährt. Darüber hinaus lernt man durch die Beleuchtung der vielen Figuren Hanni selbst kaum kennen. Obwohl sie die Hauptfigur des Romans ist, bleibt sie daher ziemlich blass.

Auch über den Rest des Buchs hinweg konzentriert sich die Autorin nicht nur auf Hanni, sondern bezieht auch die anderen Familienmitglieder mit ein - fast genau so sehr wie Hanni. Man hat mit "Au revoir, bis nach dem Krieg" also eher eine Familiengeschichte vor sich als die eines jungen Mädchens im zweiten Weltkrieg.

Sehr interessant hätte das sein können, wenn die Erzählweise nicht so kalt und unpersönlich gewesen wäre. Gudrun Pausewangs Beschreibungen der Umgebung und anderer Sinneseindrücke mochte ich zwar, denn sie waren weder zu ausführlich noch zu kurz. Allerdings wird auf Gefühle nur grob eingegangen. Überdramatische Beschreibungen hätten diesem Buch zwar auch nicht gut getan, aber ein wenig mehr Emotionen hätte ich mir doch gewünscht. So las sich das Buch nämlich mehr wie ein Tatsachenbericht und man konnte nur schwer Anteil an den Figuren nehmen.

Man muss zu dem Tatsachenbericht aber sagen, dass er wenigstens eins nicht ist - unrealistisch. Die Entwicklungen in der Geschichte und der Figuren sind sehr glaubwürdig. Auch das Ende passt sehr zum Rest des Buchs und zerstört den Eindruck nicht durch zu viel Drama oder ein unpassendes Happy End.

"Au revoir, bis nach dem Krieg" liegt ein interessantes Konzept zu Grunde. Die Umsetzung dessen ist allerdings weniger gelungen, denn durch den Erzählstil der Autorin war es für mich schwer, eine persönliche Beziehung zu diesem Buch und seinen Figuren aufzubauen. Dringend weiterempfehlen kann ich den Roman daher nicht.
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5.0 von 5 Sternen Bewegendes Jugendbuch 31. Juli 2012
Von Missmarie
Au revoir, bis nach dem Krieg' ist ein Roman über den 2. Weltkrieg und doch ganz anderes als Bücher, die den Schrecken dieser Zeit umfassend darstellen wollen.

Hanni ist gerade 15 Jahre alt geworden als Hitler Deutschland in den 2. Weltkrieg führt. In ihrem Dorf bekommt man zunächst wenig vom Kriegsgeschehen mit. Die Lebensmittel werden zwar knapp und Hannis älterer Bruder wird eingezogen, sonst ist aber alles wie immer. Nur Hannis Großmutter sieht der Zukunft skeptisch entgegen. Mit ihren düsteren Vorhersagen soll sie Recht behalten: Hannis Vater wird im Zuge des Frankreichfeldzugs eingezogen. Von nun an muss der Betrieb im familienbetriebenen Steinbruch eingestellt werden. Auch die Arbeit im Garten ist kaum noch zu schaffen. Da kommen französische Kriegsgefangene in Hannis Dorf. Ihre Familie hat Glück und bekommt ebenfalls einen Gefangenen zugewiesen. Philippe, ein junger Musikstudent, wird der Familie zugewiesen. Von nun an geht er der Familie auf dem Hof zur Hand und wird zu einer Art Familienmitglied. Für Hanni ist er bald mehr als das. Sie ist zum ersten mal verliebt ' ausgerechnet in einen Gefangenen, mit dem man sich laut Gesetz nicht verbrüdern darf. Hat ihre Liebe eine Zukunft?

Gudrun Pausewang, die Autorin des Buches, hat ein ganz besonderes Buch über den 2. Weltkrieg geschrieben. Bei ihr findet man kein Wort über Judenverfolgung und Rassenideologie. Trotzdem ist die Handlung sehr bewegend und an vielen Stellen auch erschreckend. Der Leser erfährt von den Verlusten des ersten Weltkrieges, der sich negativ auf das deutsch-französische Verständnis ausgewirkt hat. Bei einigen Menschen sitzt die Niederlage des vergangenen Krieges so tief, dass sie Wut und Hass an den Kriegsgefangenen auslassen. Gleichzeitig herrscht unter der jüngeren Bevölkerung ein Kriegstaumel: Die deutschen Soldaten scheinen gerade zu Beginn des Krieges unbesiegbar. Hannis älterer Bruder stellt einen solchen jungen Deutschen dar. Bis er im Krieg fällt hält er immer daran fest, dass das Ziel des Krieges sowie die Ideale der deutschen Nazidiktatur richtig sind. Einen starken Kontrast bietet da Hannis Oma. Sie ist von Anfang an gegen den Krieg und macht daraus kein Geheimnis. Auch Hannis Vater äußert an vielen Stellen leise Kritik an den Geschehnissen dieser Tage. Zwischen all dem steht Hanni selbst. Sie gibt zu, nicht viel von Politik und Krieg zu verstehen. Dennoch tritt sie dem Leser sehr überlegt entgegen. Sie hinterfragt vieles, was die Menschen in ihrem Umfeld als Gegeben hinnehmen. An einigen Stellen wirkt Hanni deshalb ein wenig zu Reif für ihr Alter, was beim Lesen jedoch nicht weiter stört. Sie ist die Zerissene, die nur langsam alle Zusammenhänge des Kriegs zu verstehen lernt.
Die Autorin zeichnet in ihrem Roman die unterschiedlichen Positionierungen im zweiten Weltkrieg ab. Alle Charaktere fügen sich zu einem Panorama zusammen, das den Leser zum Nachdenken anregt. Im Vordergrund steht die Frage nach der Menschlichkeit. Ist ein Mensch weniger 'Wert', weil er ein Kriegsverlierer ist? Sind nicht eigentlich alle Menschen gleich? Stehen nicht Fähigkeiten und Charakter eines Menschen über seiner Herkunft? Fragen, die auch heute noch aktuell sind, betrachtet man die Mitgliedergewinnung nationalsozialistischer Parteien.
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