245 von 311 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
"Du solltest dich rasieren, Harry."
"Ich schau dich an und sehe immer noch den elfjährigen Jungen von damals. Ich vergesse ganz, wie Erwachsen du doch mittleweile geworden bist."
So (sinngemäß) redet Dumbledor mit Harry.
Besser kann man meine Gefühle für den Film nicht zusammenfassen.
Harry Potter, ein Stück Popkultur, ein Teil meiner Jugend. Nicht nur Harry wird erwachsen, ebenso der...
46 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Simple Effekthascherei anstelle von Tiefgang
Etliche Rezensent/innen haben bereits angemerkt, dass in der Verfilmung des 6. Harry-Potter-Bandes wichtige Schlüsselszenen fehlen. Meiner Ansicht nach fehlt jedoch noch etwas viel Entscheidenderes, nämlich die Vielschichtigkeit der Charaktere, welche gerade die letzten beiden Bände der Potter-Sage auch für mich als erwachsene Leserin so interessant gestaltet.
Nicht...
Dieser Film hatte durchaus Potential, handelt es sich bei Harry Potter und der Halbblutprinz doch um ein vielschichtiges und intelligentes Buch, aus dem man einen Klassiker machen könnte. David Yates hat hiermit hingegen - trotz unglaublichem Monsterbudget - den bislang enttäuschendsten Film der Reihe gedreht, aber kommen wir ersteinmal zu den positiven Aspekten:
Dass die Mittel vorallem bei den Effekten gut angelegt wurden, steht außer Frage. Egal ob es blitzt, etwas zerstört wird oder man die Rückblicke im Denkarium sieht, alles wirkt großartig, technisch perfekt und besser als in den vorherigen Filmen. Die Hauptdarsteller agieren souverän, wobei sich im Gegensatz zu den Vorgängern ein Abwärtstrend bemerkbar macht, während Nebencharaktere wie Maggie Smith oder Alan Rickman, der zeigt, dass er für die Rolle des Severus Snape praktisch geboren wurde, gewohnt brillieren. Auch Tom Felton alias Draco Malfoy, dem wieder mehr Spielraum gegeben wird, zeigt diesmal, was er kann, und spielt die drei Hauptdarsteller mühelos an die Wand. Jim Broadbent als Slughorne weiß ebenfalls zu überzeugen.
Das war es eigentlich schon, die negativen Aspekte fallen da deutlich stärker ins Gewicht. Das Unbegreiflichste ist, dass der Haupthandlungsstrang, nämlich die Erklärung von Horkruxen und die Rückblicke in Voldemorts Vergangenheit, sträflich vernachlässigt wird und man stattdessen viel Zeit mit dem Liebesleben der Charaktere verschwendet. Jessie Cave in der Rolle als Lavander Brown fällt dort vorallem durch konsequentes Overacting auf, während teilweise lächerliche Szenen wie die Schuhbinde-Aktion oder die Vorkommnisse im Krankenflügel dem Ganzen den Rest geben. Das oft kritisierte Weglassen von entscheidenden Schlüsselszenen, welche eigentlich wichtige Erklärungen für die letzten Filme liefern sollten, ist da wieder eine andere, unbegreifliche Entscheidung. Wieso fehlen die entscheidenden Erinnerungen aus dem Haus der Gaunts und die von dem Hauselfen? Wie sollen Harry, Ron und Hermine im letzten Teil disappieren, wenn sie das offensichtlich nie gelernt haben? Und wieso wird der Fuchsbau angegriffen und in Flammen gesetzt, wenn dort im siebten Band nochmal etwas wichtiges passiert? Wenn man diese Szene aufgrund mangelnder Action eingebaut hat, stellt sich unweigerlich die Frage, warum der Schlagabtausch in Hogwarts einfach weggelassen wurde? Die Liste lässt sich noch deutlich weiter fortführen, ich belasse es dabei.
Dieser Film ist weder etwas für die unkundigen Muggel, die die Bücher nicht gelesen haben, da sie die wichtigsten Zusammenhänge nicht verstehen werden, noch wird er Kenner der Bände zusagen, da entscheidendste Inhalte weggelassen wurden und durch unverständliche Änderungen, wie dem Angriff auf den Fuchsbau und die Fixierung auf einen unwichtigen Nebenhandlungsstrang desöfteren mal Zweifel aufkommen, ob Yates die Bücher auch tatsächlich gelesen hat und der Sache mit dem nötigen Respekt begegnet.
Traurig, aber wahr, Harry Potter und der Halbblutprinz enttäuscht auf ganzer Linie. Leider nur für große Fans und Sammler, die ihre Filmsammlung vervollständigt haben wollen, empfehlenswert.
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Zu den bereits ausreichend umschriebenen Kritikpunkten möchte ich mich nicht mehr äußern, sondern einfach nur zustimmen, da ich mich sonst wohl "in rage schreiben" würde..
Meine große Befürchtung ist jetzt nur, wie die Produzenten auf diesem Film aufbauen wollen - so ganz ohne Gerüst (Horkruxe - Geschichte von Tom Riddle)?
Nach dieser Verfilmung scheint mir ein Wunder von Nöten zu sein, um dieser - meiner Meinung nach genialen - Handlung ein ordentliches Ende zu setzen..
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Ich hab das Buch nicht gelesen und weiß trotzdem genau das der Regisseur ganz
entscheidende Stellen weggelassen haben muss. Man versteht nur die Hälfte
darf sich dafür aber die albernen Teenie-Romanzen ansehen. Unsäglich.
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Klasse Film! Habe alle Bücher gelesen und finde das dieser Teil gut verfilmt wurde. Der Film kommt natürlich nicht ganz an das Buch rann, aber er ist trotzdem gut gelungen. Düsterer als alle bisherigen "Harry Potter" Filme.
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Habe das Buch noch nicht gelesen, aber das kann ja nur besser sein als der Film. Habe mich ständig gefragt, wann endlich mal was passiert und wann der Film mal anfängt, dann war der Film zu Ende. Hä? Das kann doch nicht alles gewesen sein. Kam mir irgendwie so vor wie gewollt und nicht gekonnt. Die Schauspielertruppe wird auch immer schlechter, je älter sie werden. Die Film-Serie sollte man endlich beenden, bevor man es sich ganz mit den Fans verscherzt.
Blu-ray Ton und Bild sehr gut. Dafür zwei Sterne, und nur dafür...
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An sich ist eigentlich der Film ganz okay. Aber es fehlte viel was im Buch beschrieben worden war. Jedoch ist es ja leider so, dass man leider nicht alles in dem Film mit reinnehmen kann, sonst würde der Film zu lang werden.
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Ich bin ein echter Harry-Fan und hab dem Film entgegengefiebert. Der Film war ganz in Ordnung. Doch das Ende wurde sowas von vermurkst. Kurz vor Ende hab ich auf das große Finale gewartet. Der Kampf der Todesser mit den Helden des Films. Warum wurde das weggelassen? Das war der Höhepunkt. Der Film strotzt vor belanglosen Dingen, die für die weitere Handlung unwichtig sind. Ich hab keine Ahnung, wie die das alles in den nächsten beiden Filmen unterbringen wollen. Totale Enttäuschung.
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Als ich vor Jahren die Verfilmung des fünften Bands sah, dachte und hoffte ich: "Schlimmer kann es nimmer werden", so schwach empfand ich "Orden des Phönix". Doch als bekannt wurde, dass der Möchtegern-Regisseur nun auch für Teil 6 (und Gott bewahre: auch das letzte Buch als Zweiteiler !!!) verpflichtet wurde, ahnte ich Böses. Und die Vorahnung wurde am Ende zur traurigen Gewissheit:
David Yates hat den (neben den "Gefangenen von Askaban") wohl dichtesten und spannendsten Roman der gesamten Reihe in Grund und Boden versiebt.
Wo fange ich an ?!
Nun, der Anfang, der zwar nicht mit dem Beginn des Buches komform geht, aber doch einen Hauch von Kreativität zeigte und nicht nach sklavischer Unterordnung gegenüber der Original-Vorlage schmeckte, machte zunächst Appetetit, und die Lust nach Mehr hielt sich auch über die erste halbe Stunde.
Aber danach fiel die Qualität des Inhals so steil bergab, wie ich es selten erlebt habe. Was hätte Yates nicht so alles aus dem Stoff rausholen können, wird doch gerade hier tief in die düstere Vergangenheit des bösen Lord Voldemort geblickt. Damit hätte er nach seinem durchwachsenen "Orden des Phönix" wieder jede Menge Boden gutmachen können. Und was macht Yates ? Er nutzt diese Chance nicht !
Anstatt sich auf die wirklich elementare Kernhandlung zu konzentrieren, verliert sich die Filmversion in einer Aneinanderreihung von nebensächlichen Liebeleien, Albernheiten und chaotischen Beziehungskisten unter den jungen Hogwarts-Schülern. Allein dafür geht mindestens eine gefühlte Filmstunde drauf, und all das fördert den Film in keinster Weise, während für Voldemort bzw. Tom Riddles unglückliche Jugendzeit gerade einmal 5 - 10 Minuten erübrigt wurden.
Unmengen an Fragen (hier nur ein Mini-Auszug) bleiben unbeantwortet:
Warum genau ist Snape überhaupt der Halbblut-Prinz ?
Wer sind die beiden finster dreinblickenden Herren, mit denen sich Bellatrix Lestrange rumtreibt ?
Warum hat Tom Riddle seinen wahren Namen abgelegt und sich später nur Lord Voldemort genannt ?
Was genau sind die Hintergründe für Snapes Position als "Doppel-Agent", der Dumbledore bis zum Schluß stets die Treue gehalten hat, aber sich zum Schein auch mit den Todessern abgeben muss ?
Fragen um Fragen, die nur der Buchkenner und Vollblut-Fan selbst zu beantworten weiss, während der uninformierte Zuschauer völlig auf dem Schlauch steht.
Neben dieser miserablen Flickschusterei von Story ist auch der Rest des Films nur unterdurchschnittlich. Es fehlt an richtigen Höhepunkten oder Aha-Erlebnissen, in Monochrom-Farben eingetauchte Szenen sollen Dramatik und Spannung erzeugen, schaffen aber weder das Eine noch das Andere, und die strunzdummen Sprüche und Kalauer von Harry, Ron und Co. haben nichts, nicht mal im Entferntesten mit dem feinen Humor der Buchvorlage gemein.
Die Performance der Schauspieler-Riege ist gemessen an dem, was ihnen der Drehbuchautor-Azubi an Möglichkeiten zulässt, noch zufriedenstellend, was aber auch nur für etablierten, älteren Darsteller spricht. Die Arbeit von Radcliffe, Watson und Grint dagegen stagniert, die Schuld tragen jedoch nicht die Jung-Mimen, sondern die Macher hinter diesem Film.
Kurz zusammengefasst:
Technik und Schauspieler-Mannschaft können als überdurchschnittlich bis gut gesehen werden, während Regie-Verantwortlicher und Drehbuchschreiber nur (aber auch nur mit viel Wohlwollen) zweitklassig bleiben. Yates ist einer Großproduktion einfach nicht gewachsen, und von der HP-Materie scheint er noch weniger Ahnung zu haben.
Der Kassenerfolg dieses Film von über 900 Mio. Dollar lässt sich nur mit dem "Selbstläufer"-Phänomen erklären, der bei so einer gewinnträchtigen und risikofreien Marke wie "Harry Potter" schon selbstverständlich ist.
Dass die Produzenten und HP-Schöpferin Joanne K. Rowling den unqualifizierten David Yates nicht hochkant rausgeschmissen, nein, ihn noch für die Adaption des finalen Bands verpflichteten haben, lässt schon jetzt ein unsägliches Ende einer sonst so guten Filmreihe prophezeien. Und dazu brauche ich noch nichtmal einen Zauberstab.
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