Amazon.de: Kundenrezensionen: Nosferatu - Phantom der Nacht

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40 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Beeindruckendes Horrormärchen
Nosferatu - Phantom der Nacht ist einer der besten Vampirfilme aller Zeiten. Er besticht durch seine tollen Schauspieler und durch die wunderschönen Landschaften. Klaus Kinski spielt Dracula nicht als blutrünstiges Monster, sondern als traurigen, einsamen Vampir.
Werner Herzog ist ein wahres Meisterwerk gelungen.

Nosferatu wird auf zwei DVDs präsentiert.
Auf der...

Am 11. Dezember 2001 veröffentlicht

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versus
3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Autorenfilm oder Autokino?
Vorab, ich bin absoluter Kinski-Fan! Diese Scheibe gehört also einfach in meine Sammlung.Fan halt.
Doch der Film ansich ist schon so eine Sache.Wirkt vereinzelt sehr holprig inszeniert.Bruno Ganz als Jonathan Harker ist arg gewöhnungsbedürftig, erinnert an Bauerntheater. Die blasse Isabelle, die gewollt oder nicht, agiert, als schwebe sie durch einen murnauschen...
Veröffentlicht am 26. Dezember 2006 von Sukrow

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40 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Beeindruckendes Horrormärchen, 11. Dezember 2001
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Nosferatu The Vampyre (DVD)
Nosferatu - Phantom der Nacht ist einer der besten Vampirfilme aller Zeiten. Er besticht durch seine tollen Schauspieler und durch die wunderschönen Landschaften. Klaus Kinski spielt Dracula nicht als blutrünstiges Monster, sondern als traurigen, einsamen Vampir.
Werner Herzog ist ein wahres Meisterwerk gelungen.

Nosferatu wird auf zwei DVDs präsentiert.
Auf der einen befinden sich einige Special Features, sowie die deutsche Originalfassung des Films und auf der anderen befindet sich die gekürzte englische Fassung.
Die Bild - ind Tonqualität ist gut.

Wer ein Fan von Vampirfilmen ist wird den Kauf von Nosferatu keinesfalls bereuen!!

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbarer Film, 12. März 2003
Diese Rezension stammt von: Nosferatu The Vampyre (DVD)
Stimmungsvoll, hervorragende Musik - diese Verfilmung ist sehr sehr nah am Original von Murnau. Werner Herzog zieht alle Register, dieses Werk in der Stille glänzen zu lassen. So enstand kein billiger Vampir - Splatterfilm, sondern ein wunderschönes ruhiges Kunstwerk. Hervorragend vor allem das Spiel von Klaus Kinski , enttäuschend allerdings Isabelle Adjani, die schon weit Besseres ablieferte.
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26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Nach Murnau unerreicht!!!, 21. Oktober 2003
Rezension: NOSFERATU (DVD)
KINOWELT / ARTHAUS im September 2003

Werner Herzog gelang mit "Nosferatu - Phantom der Nacht" im Jahr 1978 -als Remake des Vampirklassikers von F.W. Murnau- ein großes Stück deutscher Nachkriegsfilmgeschichte. Hiermit wurde Klaus Kinski endgültig zu einem Symbol der Verkörperung des Teufels unter eindringlicher Öffenlegung dessen menschlicher Abstammung. Die eigentliche Story des Handlungsreisenden Jonathan Hawker ist mittlerweile zum Allgemeingut ganzer Generationen geworden. Sie steht hier nicht im Mittelpunkt, ebensowenig wie der technische Popanz vieler anderer Vampirproduktionen. Auf Spezialeffekte verzichtet Herzog und tut gut daran. Nur so ist es ihm möglich gewesen, diese (in neueren Vampirfilmen stets unerreichte) lebensfeindliche Endzeitatmosphäre zu generien. Der Betrachter ist damit in einem infernalen Eisfach gefangen und kann die blutlose Haut des Untoten selbst nacherleben. Die Drehortwahl (London wird durch Wismar ersetzt) und die ungewöhnliche Selektion des Schlosses Graf Draculas im fernen Transsylvanien, sind wohl die gelungensten Geniestreiche Werner Herzogs. Auch der vielfach als ekelerregend empfundene Einsatz einer riesigen Schar von Ratten verfehlt seine Wirkung nicht. Man kommt von diesem Film nicht mehr los und Herzogs Mut wird damit mehr als nur belohnt. Musikalisch bleibt der Film nah am Original Murnaus, was die genannten Effekte erst möglich macht. Die Bild- und Tonqualität sind gut. Insgesamt handelt es sich unbestritten um einen der besten Vampirfilme aller Zeiten. Herausragende Schauspieler und grandiose Landschaften garantieren echten Filmgenuß. Klaus Kinski spielt Dracula nicht als gefühllosen Untoten, sondern als morbide und erkaltete Persönlichkeit mit menschlichem Antlitz, so wie nur er es nach Max Schreck vermochte. Isabelle Adjani und Bruno Ganz überzeugen durch ihre naiv-rationale Charakterisierung zweier Lebewesen in einer längst verwesenden Welt.

Insgesamt ein Premium-Filmereignis, dass man zusätzlich im Kino erleben muss. Leider ist die DVD-Box recht lieblos erstellt worden. Ein qualitativ dem Film angemessenes Booklet wäre mehr als wünschenswert. Die mitgelieferten Extras auf der DVD hingegen überzeugen. Ganz schwach ist jedoch der Internet-Auftritt von Kinowelt und Arthaus, welcher den Film quasi totschweigt. Das hat selbst ein Untoter nicht verdient.

"Nosferatu - Phantom der Nacht" (DVD 2003)

FSK: Freigegeben ab 16 Jahren / Darsteller: Klaus Kinski, Isabelle Adjani
Regie: Werner Herzog / Musik: Popol Vuh Florian Fricke

Filmtechnische Angaben / Zusatzoptionen:
 Audiokommentar von Werner Herzog (Deutsch)
 Making of (Englisch) 13 Min.
 Fotogalerie (Arbeits- und Standfotos), Soundtrack (Auszüge)

 Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0 Surround)
 Bildformat: 1.85:1
 DVD Erscheinungstermin: 30. September 2003
 Produktion: 1978
 ASIN: B0000AVV8D

Mit freundlichen Grüßen

Guido Feldhaus

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eine Perle des deutschen Films, 27. Juli 2004
Von A. Wolf (Wiesbaden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Die Geschichte des Vampirfilms beginnt mit der unnachahmlich-genialen Stummfilminszenierung Murnaus. Werner Herzog, einer der größten deutschen Kunstfilm-Macher, hat es geschafft, den Stoff in sehr poetischer Sprache und träumerischen Bildern noch einmal zu aktualisieren. Ihm ist ein wunderschöner Film gelungen, der natürlich in keiner Weise als Popcorn-Unterhaltung herhalten kann. Vielmehr finden sich zahlreiche Murnau-Zitate, aber auch viel überraschend Neues und ein Ende, das in seiner künstlerischen Ausdruckskraft kaum zu überbieten ist. Man wird, ja man muss, mit der Zunge schnalzen, dass solch ein Film in Deutschland noch einmal möglich war. Das Ensemble, Klaus Kinski, Isabelle Adjani und Bruno Ganz wirken absolut überzeugend.
Für mich einer der schönsten und eindrucksvollsten Vampirfilme, die je gedreht wurden - und, wenn man genauer über das Ende nachdenkt, einer der düstersten.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Perfekte Rolle für Kinski, 28. Oktober 2003
Wer anders als Kinski hätte dem Untoten solch eine tiefe melancholische und gebrochene Seele einhauchen können? Kinski ist sicherlich die dominierende Figur in diesem Film, wobei allerdings auch Bruno Ganz als zuerst unerschrocken-naiver Immobilienverkäufer, später als verängstigst-verwirrtes Opfer und zum Schluß als diabolischer neugeborener Nosferatu seine großartigen schauspielerischen Fähigkeiten entfalten kann.

Im Mittelpunkt des Film steht aber die Titelfigur, die nur ein Kinski in solch überzeugender Manier verkörpern kann: seine Augen, welche in einer Szene ewige Einsamkeit, Sehnsucht und Traurigkeit ausdrücken, um im nächsten Moment vor erweckten Jagdinstinkt zu blitzen; seine gravitätischen, geradezu unwirklichen Bewegungen und Gesten; seine gesamte gleichermaßen erschreckende wie mitleiderweckende Erscheinung.

Dieser Film kommt, abgesehen von der spektakulären Ratteninvasion, gänzlich ohne die übliche Effekthascherei wie literweise vergossenes Filmblut oder wilde Actionsequenzen aus. "Nosferatu" ist im Gegensatz zu den meisten anderen Filmen dieses Genres in einem geradezu atemberaubend langsamen Tempo erzählt. Herzog zeigt wunderbar lange und stimmungsvolle Kameraeinstellungen wie z.B. die beklemmende Eröffnungsszene mit den erschreckenden Mumien, der Aufstieg zum Schloss durch Schluchten und Geröllfelder und meine absolute Lieblingsstelle: die erste Begegnung mit Nosferatu im Schloß. Die gelungene musikalische Untermalung (Popol Vuh, Richard Wagner) fügt sich hierbei stimmungsvoll ein.

Leider mögen genau diese Eigenschaften des Films für viele, insbesondere jüngere Zuschauer problematisch sein, die aufgrund der hohen Tempi akueller Filme vermutlich schnell gelangweilt sind, was freilich sehr schade ist. Wer in der Lage ist diesen herausragenden Film zu geniessen, der wird sich seinem Zauber jedenfalls kaum entziehen können. Zusammengefaßt: Nosferatu ist ein Meilenstein des Grusel-/Horrorfilms und Kinski spielt darin eine seiner besten (vielleicht die beste!?) Rollen seiner Karriere.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Zurück zu den Wurzeln..., 5. Oktober 2005
Des Themas eines blutsaugenden rumänischen Vampirs nahm sich der Ire Bram Stoker mit seinem bekanntesten Roman "Dracula" an. Friedrich Wilhelm Murnau schuf die erste Verfimung, die der Titelfigur und deren Bezug zu ihrer rumänischen Heimat absolut gerecht wurde. Nach unzähligen "Amerikanisierungen", in denen die Ursprünge des Grafen und deren Mythen immer mehr zugunsten von Schockeffekten und verstaubtem Grusel bis hin zu den kalten Hammer-Verfilmungen wichen, nahm sich Werner Herzog in den 70er Jahren erneut des immer neu variierten und schon weitgehend verfremdeten Stoffes an und führte Dracula wieder zu seinen Wurzeln zurück. Nach all dem Budenzauber der dreißiger Jahre und immer schlechter werdenden Christopher Lee-Verfilmungen (Dracula jagt Minimädchen!), wirkt Herzogs Vampir-Drama wie ein tiefes Aufatmen in unberührter Bergwelt. Er passte den Stoff seinem filmischen Stil an und inszenierte überwältigende Landschaftsbilder gepaart mit den alten Mythen der Zigeunervölker Rumäniens. Dazu die pathetische Musik Wagners J(Das Rheingold) und eine lyrische Erzählweise, wie sie heute kaum noch existiert. Ob als Fehler anzurechnen oder als filmisch notwendig anzusehen, erscheint jedoch, dass sich Herzog an manchen Stellen zu sehr auf den Stummfilmcharakter Murnaus bezieht, was das Agieren einiger Akteure angeht. Nichtsdestotrotz ist Herzog ein wunderbarer Film gelungen, der weit über seine Zeit nichts an Faszination eingebüßt hat und selbst aktuellere Streifen wie Coppolas Verfilmung von 1993 wie überladenen Budenzauber wirken lässt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Sicher kein Mainstream, 29. Januar 2005
Diese Rezension stammt von: Nosferatu The Vampyre (DVD)
Insgesamt ist "Nosferatu - Phantom der Nacht" ein phantastisches Werk: Wunderbare musikalische Untermalung mit Stücken von Popol Vuh bis Wagner, herrliche Landschaftsaufnahmen. Die Reise des Harker zum Schloß Draculas ist sicherlich die stärkste Phase des Filmes. Vorzüglicher Spannungsaufbau, starke Musik.
Die Besetzung Kinskis mit der Hauptrolle ist mir allerdings ein Rätsel. So sehr ich Kinski in den Herzog'schen Filmen liebe, so wenig passend empfinde ich seinen Auftritt als Nosferatu.
Was die Leistung der weiteren Statisten (ausgebildeter Schauspieler war Walter Ladengast doch wohl hoffentlich nicht) angeht, so kann ich sie in diesem Werk gern akzeptieren. Sie alle vermitteln eine schlafwandlerische, träge, irreale Atmosphäre, die diese Verfilmung ausmacht.

An Murnau's Werk kommt Herzog (hat er mit Sicherheit auch nicht ernsthaft geglaubt) natürlich nicht heran. Ich wüßte allerdings auch keinen anderen Regisseur, der eine Nosferatu (nicht Dracula!) -Neuauflage besser hätte machen können.
Alles in allem: Bravo!
Die DVD-Ausgabe ist zwar nicht übermäßig mit Extras ausgestattet aber dank Audiokommentar und kleinem Making-Of empfehlenswert. Die Originale Tonspur wäre noch schön gewesen...
Übelst ist noch das völlig inkompetente und lächerlich-dumme Geschwätz von Herzog's Gesprächspartner Laurenz Straub ("wann hat der Wagner diese Musik geschrieben? 1790?") im Audiokommentar zu bemerken. Er hätte diesen Film besser mit Jenny Elvers-Elbertzhagen besprochen...

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Ein Film mit Athmosphäre, 25. September 2004
Wie in den anderen Kommentaren schon zu lesen ist, handelt es sich um einen Film, der NICHTS FÜR AKTIONLIEBHABER ist. Viele finden ihn einfach nur langweilig. Ich denke anders darüber. Dem Film fehlt es zwar an Spannenden Kampfszenen, das ist aber gut so. Werner Herzog hat den Stoff eben ganz anders umgesetzt, als es in all den überfüllten Blockbustern der Fall ist. und damit hat er wieder einmal sein Genie bewiesen. Der Film ergeht sich statt dessen in Atemberaubenden Bildern und lässt sich dabei viel Zeit.
Nun was Kinsky angteht, so ist er mal wieder super genial. Ich kann nur eins sagen. Er wird immer mein Graf Dracula sein. einen besseren gab es nie. :)
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die beste Dracula-Verfilmung aller Zeiten, 7. April 2006
Wer hat nicht alles versucht den Grafen zu spielen! Nachdem ich von Max Schreck über Bela Lugosi und Christopher Lee bis Jack Palance und Gary Oldman einen namhaften Schauspieler nach dem anderen sich an dieser Rolle versuchen sah, kann ich sicher sagen, daß nur Max Schreck und Klaus Kinski für mich überzeugend waren.

Besonders genial finde ich in dieser Verfilmung auch Renfield (Roland Topor) "Blut ist Leben", dessen ausgelebtere Durchgeknalltheit eine von vielen Nuancen darstellt, in der Werner Herzogs Nosferatu sich von Murnau's Original unterscheidet. Auch das leicht modifizierte Ende, welches ich gelungener finde als beim Original, und den einfältigen Van Helsing, der dem ganzen einen leicht ironischen Touch verleiht, ohne das ganze in den Dreck zu ziehen, kann man als geniale Reflektion des Themas ansehen.

Die ganzen Verfilmungen die sich Dracula oder auch Bram Stokers Dracula nennen, kann man meines Erachtens nach in der Pfeiffe rauchen, da sie vergleichsweise einfach zu bunt und kitschig sind.

Der bei Herzog allgegenwärtige Monumentalcharakter untermauert die melancholische Stimmung des Films, die Nosferatu zugleich als Biest und als Opfer erscheinen läßt, und den Tod zugleich bedrohlich und erlösend. Gerade dieser Gegensatz ist in keinem anderen Film so hervorragend herübergekommen.

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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der Vampirfilm des 20. Jahrhunderts!, 10. September 2004
Rezension: NOSFERATU (DVD)
KINOWELT / ARTHAUS im September 2003

Werner Herzog gelang mit "Nosferatu - Phantom der Nacht" im Jahr 1978 -als Remake des Vampirklassikers von F.W. Murnau- ein großes Stück deutscher Nachkriegsfilmgeschichte. Hiermit wurde Klaus Kinski endgültig zu einem Symbol der Verkörperung des Teufels unter eindringlicher Öffenlegung dessen menschlicher Abstammung. Die eigentliche Story des Handlungsreisenden Jonathan Hawker ist mittlerweile zum Allgemeingut ganzer Generationen geworden. Sie steht hier nicht im Mittelpunkt, ebensowenig wie der technische Popanz vieler anderer Vampirproduktionen. Auf Spezialeffekte verzichtet Herzog und tut gut daran. Nur so ist es ihm möglich gewesen, diese (in neueren Vampirfilmen stets unerreichte) lebensfeindliche Endzeitatmosphäre zu generien. Der Betrachter ist damit in einem infernalen Eisfach gefangen und kann die blutlose Haut des Untoten selbst nacherleben. Die Drehortwahl (London wird durch Wismar ersetzt) und die ungewöhnliche Selektion des Schlosses Graf Draculas im fernen Transsylvanien, sind wohl die gelungensten Geniestreiche Werner Herzogs. Auch der vielfach als ekelerregend empfundene Einsatz einer riesigen Schar von Ratten verfehlt seine Wirkung nicht. Man kommt von diesem Film nicht mehr los und Herzogs Mut wird damit mehr als nur belohnt. Musikalisch bleibt der Film nah am Original Murnaus, was die genannten Effekte erst möglich macht. Die Bild- und Tonqualität sind gut. Insgesamt handelt es sich unbestritten um einen der besten Vampirfilme aller Zeiten. Herausragende Schauspieler und grandiose Landschaften garantieren echten Filmgenuß. Klaus Kinski spielt Dracula nicht als gefühllosen Untoten, sondern als morbide und erkaltete Persönlichkeit mit menschlichem Antlitz, so wie nur er es nach Max Schreck vermochte. Isabelle Adjani und Bruno Ganz überzeugen durch ihre naiv-rationale Charakterisierung zweier Lebewesen in einer längst verwesenden Welt.

Insgesamt ein Premium-Filmereignis, dass man zusätzlich im Kino erleben muss.

"Nosferatu - Phantom der Nacht" (DVD 2003)

FSK: Freigegeben ab 16 Jahren / Darsteller: Klaus Kinski, Isabelle Adjani
Regie: Werner Herzog / Musik: Popol Vuh Florian Fricke

Filmtechnische Angaben / Zusatzoptionen:
 Audiokommentar von Werner Herzog (Deutsch)
 Making of (Englisch) 13 Min.
 Fotogalerie (Arbeits- und Standfotos), Soundtrack (Auszüge)

 Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0 Surround)
 Bildformat: 1.85:1
 DVD Erscheinungstermin: 30. September 2003
 Produktion: 1978
 ASIN: B0000AVV8D

Mit freundlichen Grüßen

Guido Feldhaus

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Nosferatu - Phantom der Nacht
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