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37 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Ein Album für die Ewigkeit
Mit "The Man Comes Around", dem letzten zu Johnny Cashs Lebzeiten erschienenen Album aus der American Recordings - Reihe, schließt sich der Kreis. Die Themen der ersten beiden CDs drehten sich um allerlei Mühsale des Lebens, für deren unsentimentale Schilderung der Man In Black berühmt war, auf "Solitary Man" konzentrierte sich das Thema, beeinflußt durch Cashs schwere...
Veröffentlicht am 2. September 2007 von Martin Resch
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13 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Eindrucksvolle Aufnahme mit technischen Schwächen
Den bisherigen Kommentaren kann ich nur zustimmen. Was aber negativ auffällt ist die mäßige Qualität der Aufnahme. So sind einige Passagen in denen Cash aufdreht nicht nur stimmlich sondern auch technisch eindeutig und deutlich hörbar übersteuert (z.B. gegen Ende von Track 2). Hatte man dem alten Mann soviel Power nicht mehr zugetraut? Dazu kommen noch auf der Stereobasis...
Am 8. März 2006 veröffentlicht
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› Weitere Rezensionen anzeigen: 3 Sterne, 2 Sterne, 1 Sterne |
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37 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Ein Album für die Ewigkeit, 2. September 2007
Mit "The Man Comes Around", dem letzten zu Johnny Cashs Lebzeiten erschienenen Album aus der American Recordings - Reihe, schließt sich der Kreis. Die Themen der ersten beiden CDs drehten sich um allerlei Mühsale des Lebens, für deren unsentimentale Schilderung der Man In Black berühmt war, auf "Solitary Man" konzentrierte sich das Thema, beeinflußt durch Cashs schwere Krankheit, auf die unabwendbaren Schicksalsschläge und den Tod. Der vierte Teil der American Recordings spinnt diesen Faden zwar weiter, doch im Gegensatz zum sehr düsteren Vorgänger geht es hier primär um die Erlösung, die auf das Leiden folgen muß.
"Spirit", sagte Cash selbst, sei das Thema des Albums, der menschliche Geist, der von den Schwierigkeiten und Katastrophen des Lebens geprägt wird, oft leidet und doch nie bricht, solange er kämpft. Cashs Stimme klingt hier beizeiten schwer angeschlagen, die Krankheit hört man immer heraus, doch auch noch immer den unbedingten Durchhaltewillen.
Das Album beginnt mit "The Man Comes Around", einer biblisch inspirierten Phantasie über das Jüngste Gericht, in der sich Cash als Textdichter von dylanscher Verklausulierungsbegabung präsentiert. Ein recht sperriger, aber eindringlicher Einstieg.
"Hurt" ist der erste Höhepunkt des Albums. Der Nine Inch Nails - Song wirkt wie für den späten Cash geschrieben, seine Version übertrifft das Original bei weitem und ist beeindruckend arrangiert: Von einem leisen Einstieg steigert sich das Stück in eine gewaltige "Wall Of Sound", wird am Schluß (bewußt natürlich, wenn Rick Rubin einen Fehler macht, dann will er ihn machen) übersteuert und klingt schließlich, wieder zur Ruhe gekommen, leise aus. Das geniale Video, das zu dieser Nummer gedreht wurde, ist ein Rückblick auf Cashs lange Karriere und machte dem Man In Black zum bisher ältesten Grammy - Preisträger für ein Musikvideo.
"Give My Love To Rose" ist schon eine bekannte Cash - Nummer, deren Neuaufnahme jedoch sehr gut auf das Album passt, der Sänger findet einen sterbenden Mann an den Bahngleisen und nimmt sich seiner an. Ein Song über Buße und Vergebung.
"Bridge Over Troubled Water" hat so gar nichts vom Kitsch des Originals von Simon & Garfunkel, das Stück klingt hier wie ein Kirchenlied, dem von Cashs brüchiger Stimme und dem schrägen Harmoniegesang Fiona Apples jedes Pathos geraubt wird. Eine musikalisch sehr eigenwillige, aber faszinierende Fassung.
"Hung My Head" stammt von Sting, der Man In Black macht aus dem Song über einen Mord aus Versehen eine nachdenkliche Moritat über Verbrechen und vergeben.
"First Time Ever I Saw Your Face" ist ein klassischer Evergreen, dem es fast nichts mehr zuzufügen gibt, nur fehlte eben noch eine Version von Johnny Cash, der sich hier als Traditionswahrer zeigt und das Stück schlicht und ohne Pathos vorträgt.
"Personal Jesus" ist der nächste Geniestreich. Das Depeche Mode - Stück passt auf den ersten Blick mal wieder so gar nicht in den Cash - Kosmos, zeigt aber einmal mehr, daß Cash keinerlei Berührungsängste hatte. Vom Original bleibt einzig der Text und der Rhythmus übrig, auf Effekte wird verzichtet und das Stück in einen absolut kitschfreien Gospel - Song mit lässigem Boogie - Piano verwandelt. Eine der gelungensten Cover - Versionen aller Zeiten.
"In My Life" hat es da als Folgesong recht schwer. Das Beatles - Stück passt zwar ausgezeichnet auf das Album und natürlich klingt es völlig anders, wenn ein erfahrener Sänger, der bereits das Ende seines Lebens vor Augen hat, es interpretiert. Hier hat jedoch die Kreativität etwas nachgelassen und Cash kann dem Song keine neuen Seiten abgewinnen. Keine schlechte Version, aber der schächste Track auf dem Album.
Mit "Sam Hall" zeigt sich Cash noch einmal als der Outlaw, dem alles egal ist. Die Rolle spielte Cash oft in seinen Songs und hat über die Jahre und trotz der schweren Krankheit nichts von seiner Glaubwürdigkeit verloren.
"Danny Boy", die inoffizielle irische Nationalhymne, darf auf einem Album über Tod und Erlösung natürlich nicht fehlen. Cash tappt hier etwas in die Kitschfalle, das Stück kommt etwas zu kirchenliedhaft daher. Trotzdem gelingt dem Man In Black eine recht beeindruckende Vorstellung. Ein Song zum Schwelgen.
"Desperado" hat wieder die Klasse, die das Album ausmacht. Von der Hochglanzfassung der Eagles ist, trotz der Beteiligung Don Henleys bei der Aufnahme, nichts übriggeblieben. Bei Cash wird aus dem glänzenden Colt eine rostige alte Knarre, wie sie jeder düstere Held eines Italo -Western bei sich hat.
"I'm So Lonesome I Could Cry" erweist dem Großmeister der Country - Musik Hank Williams die Ehre. Hundertmal aufgenommen sticht diese Fassung des Klassikers mit Cash und Nick Cave am Mikro heraus und übertrifft noch die Intensität des Originals. Einer der besten Songs auf dem Album.
"Tear Stained Letter", ein Cash - Original, fällt im Vergleich dazu wieder etwas ab, doch sieht man hier einmal mehr den legendären trockenen Humor des Man In Black.
"Streets Of Laredo", einer der absoluten Klassiker der Country - Musik, darf hier natürlich auch nicht fehlen. Der Song über einen sterbenden Cowboy zeigt Cash (es ist schon seine zweite Version dieses Songs) noch einmal voll auf der Höhe, seine Stimme hat hier wieder den berühmten satten Bariton und die Interpretation macht einem weiten Bogen um Klischee und Pathos. Nur Johnny Cash konnte diesen Song so singen.
Das Album endet mit "We'll Meet Again", mit dem sich schon die Byrds auf ihrem ersten Hit - Album "Mr. Tambourine Man" verabschiedet hatten. "The Whole Cash Gang" ist hier am Mirko vertreten und entläßt den Hörer mit einem Silberstreif am Horizont und der Hoffnung auf eine weitere Fortsetzung der American - Reihe.
Leider starb Johnny Cash einige Zeit nach der Veröffentlichung des Albums. Er hatte jedoch noch viel Material hinterlassen, von dem schon einiges veröffentlicht wurde (auf dem großartigen Box - Set "Unearthed" und dem Album "A Hundred Highways"), wer weiß, vielleicht sind die letzten Worte des Man In Black noch immer nicht gesprochen.
"The Man Comes Around" markiert jedoch im Nachhinein einen Endpunkt. Es ist das letzte zu Cashs Lebzeiten erschienene Album, bei dem er noch voll beteiligt war und zeigt ihn noch einmal als hervorragenden Musiker und Songwriter, der sich auch von den schwersten Schicksalsschlägen nicht besiegen läßt.
Ein Album, von dem man nie genug bekommen kann.
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36 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
mit jedem Tag ein bisschen besser, 5. April 2006
und wieder einmal fühle ich mich bestätigt in der Theorie, dass Johnny R. Cash sich jährlich, vielleicht sogar minütlich verbesserte. Die letzte Platte vor seinem Tod ist für mich auch eine seiner besten. Country, wie man ihn sich wünscht - ob romantische Erzählungen von sterbenden Cowboys (Give my love to Rose) oder sarkastische Stories von koketten Outlaws (Sam Hall), Johnnys "Stimme wie Schotter" trägt einfach alles wunderbar straight vor. Auch das Cover des Nine Inch Nails-Songs "Hurt" ist dem Mann mit dem Gesicht wie aus einem Steckbrief perfekt gelungen, hat er es auch zu einer ruhigen, gitarrenlastigen Ballade werden lassen, die durch seinen trockenen Gesang alles andere als kitschig daherkommt. Ein weiteres, zumindest humoristisches Schmankerl ist das Duett mit Nick Cave, welches eine Whiskeybar als Aufnahmelocation vermuten lässt... Der Großteil der Tracks zeigt Johnny allerdings trinkfest, denn ob er nun Ironie (Tear Stained Letter) oder Sehnsucht (First time ever I saw your face - sehr schön!) beweisen möchte, der richtige Tonfall scheint ihm wie verwachsen. Ein erwähnenswertes Highlight wäre noch das Eagles-Cover "Desperado", welches gemeinsam mit dem Eagles-Frontmann und der guten Gitarre zu großartigen Klängen heranwächst; sowie die Depeche-Mode-Coverversion des Synthie-Songs "Personal Jesus", den Cash zu einer kratzigen, auf Gitarrenriffs beruhenden Reibeisen-Nummer macht, die man sich auch sehr gut in einem verlassenen Winkel "irgendwo in Arkansas" vorstellen könnte.Mit der herrlichen Abwechslung kommt man kaum mit, weil einen der ausgezeichnete Opener "The Man comes around", der ein knackiges Gitarrenriff durch die Boxen schmettert und mit Bibelzitaten auftrumpft, schon so mitgerissen hat, aber mit etwas Mühe hat man sich sofort wieder in Johnnys abenteuerliche Erzählungen eingeklinkt! Eine für mich grenzgeniale Sammlung an Amerikanischen Songs über die Weite des Landes, das Elend der Verlassenen und den Ärger der Verbrecher - vorgetragen von einem der für mich größten Musiker aller Zeiten. Wer das nicht mag? Selber schuld.
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52 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Bitte entschuldigen Sie Mr. Cash!, 14. Dezember 2002
Ich sitze hier am Rechner, schreibe diesen Text und höre Musik (was wohl?). Seit Stunden, eigentlich seit Tagen nur Cash! Mein Musikgeschmack ist breit; ich höre alles was mir gefält. Was ich zufällig im Radio oder anderswo höre und gefällt wird gekauft. Und doch gab es großartige Musik die ich einfach nicht hörte. Wie konnte ich eigentlich diesen Johnny Cash in den letzten Jahren nur überhören? Wie auch immer, diese Scheibe ist "UNÜBERHÖRBAR". Durch Zufall bekam ich sie in die Hand, bzw. ins Ohr, und dort kommt sie nicht mehr raus. Einen Favoriten gibt es für mich auf dieser Scheibe nicht. Hier drückt man auf Play und lässt laufen. Und wenn das letzte Lied beendet ist, öffnet man die Augen und ist wieder in der realen Welt. Aber vielleicht war man ja auch so vorausschauend und hat seinen CD-Player auf Autoreplay gestellt, dann kann es einen passieren, dass die Stunden im Flug vergehen. Was fasziniert mich so an dieser Scheibe? Ich weiss es nicht genau. Ich höre einfach diesem alten Mann zu, wir er 15 Geschichten erzählt; wunderschön und ruhig und leise und langsam und glaubwürdig. Dabei habe ich das Gefühl, dass er mit mir persönlich redet. Er singt für sich und somit für jeden einzelnen Zuhörer; einzigartig! Wie konnte ich nur in den letzten Jahren diesen Künstler überhören. Bitte entschuldigen Sie Mr. Cash!
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43 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Was für ein Vermächtnis!, 21. März 2006
Wie die drei anderen von Rick Rubin produzierten "American"-Alben singt Johnny Cash auf "The Man Comes Around" neben Eigenkompositionen vor allem Cover-Versionen bekannt geglaubter Stücke, von den Beatles (In My Life) und Simon & Garfunkel (Bridge over Troubled Water) über einen irischen Traditional (Danny Boy) bis zu Depeche Mode (Personal Jesus), u.a.m. Und wie auf seinen drei anderen Alterswerken kling auch hier alles, als sei es eigens für Johnny Cash geschrieben worden, als habe es auf dessen Interpretation gewartet. Unglaublich, wie musikalisch vielseitig sich der Große Alte Mann hier noch einmal zeigt. Und noch unglaublicher, wie Cashs mit seiner schon deutlich von Krankheit gezeichneten Stimme hier ungeahnte Tiefen und Nuancen aus jedem Stück herausholt, wie er aus Country, Blues und Folk zu einem ganz eigenen Stil findet. Es läuft einem kalt den Rücken hinunter.
Es muss Cash klar gewesen sein, dass dies sein Abschiedsalbum sein würde -- viele Stücke, bemerkenswert viele Balladen darunter, handeln von Tod und Abschied; der von Cash komponierte Titelsong handelt gar vom Todesreiter der Apokalypse -- die Einleitung spricht Cash, der mit brüchiger Stimme die Apokalypse zitiert, und im Laufe des Songs steigert sich sein Gesang in eine nicht mit Worten beschreibbare Intensität. Allein dieser Song rechtfertigt bereits die Anschaffung des Albums...
"The Man Comes Around" ist ein Jahrhundert-Album, es widersetzt sich der Einteilung in die gängigen Musik-Genres, ist meisterhaft eingespielt (beteiligt waren u.a. Billy Preston, Nick Cave und Fiona Apple) und lässt keinen kalt, der es je hört. Ich hätte nie gedacht, dass mir "Bridge over Troubled Water", "Danny Boy" oder Stings "Hung My Head" dermaßen zu Herzen gehen könnten. Cashs Stimme versagt mitunter fast, etwa in "The First Time I Ever Saw Your Face" oder "Streets of Laredo", und doch strotzen seine Interpretationen vor Energie, sind nie ganz frei von Rebellion, von Cashs typischem "jetzt erst recht".
"The Man Comes Around" gehört zu den Alben, denen man ehrfürchtig lauscht; man spürt sofort: Dies ist ein Vermächtnis. Letzte Worte. "We'll Meet Again" als hoffnungsvoller Epitaph.
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Schlicht wunderschön, 4. Januar 2003
Der Titelsong eröffnet dieses Album mit einem krächzenden Vorwort (vgl. Hörprobe), das im Tonstudio mittels engster Frequenzbreite auf Volksempfängersound getrimmt wurde - Tom Waits lässt grüßen. Dann der Auftakt zum Song selbst: "The Man Comes Around" ist eine Cash-Komposition, eine seiner besten - und das will etwas heißen. Die dunklen Pianotupfer, die den 'Refrain' einläuten, verursachen geradezu eine Gänsehaut. Zu den Covernummern auf der Platte: Depeche Modes "Personal Jesus" klingt so, als hätte man es niemals anders spielen dürfen, und Red-Hot-Chili-Peppers-Gitarrist John Frusciante spielt die Gitarre auch sehr à la dm. Schlicht wunderschön ist das Duett "Bridge Over Troubled Water" mit Fiona Apple. Das Stück hat sich mit Art Garfunkels Schweineterzen schon so im Kopf festzementiert, dass man beim ersten hinhören stutzt: Fiona Apple hat den Mut, den Song neu zu interpretieren, und das gelingt im Duett mit dem großen alten Mann in Schwarz atemberaubend. Über die leiernde Kitschorgel als postmodernes Zitat kann man sich nun wieder streiten... auch wenn gerade dieser Mut zur Ironie den Song von eben dem Kitsch des Originals befreit. "I Hung My Head", sicher nicht Stings stärkste Nummer, wächst in Cashs Fingern zu einem richtig erwachsenen Song - und der ewige junge Wilde Cave zu einem fast zu erwachsenen Sänger, wenn er im Hank-Williams-Klassiker "So Lonesome I Could Cry" geradezu chorknabenbrav mitträllert. Ein Loblied könnte man auf jeden einzelnen der Songs singen; unbedingt hervorzuheben ist aber die wunderschöne Interpretation von "The First Time I Ever Saw Your Face": Wenn "The Man Comes Around" ein Album ist, nach dem man sich kein besseres mehr vorstellen kann, so nimmt "The First Time..." diesen Rang in Bezug auf Liebeslieder ein.Ach ja: die Extended Version von "The Man Comes Around", die bisher 'nur' auf Vinyl erhältlich war, gibt es demnächst auch auf CD.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Johnny natürlich., 20. Oktober 2006
Ein alter Mann, der viele Erfolge in den 60-70ern Jahren hatte, und an dem die Country-Szene sich messen mußte hat hier ein Album zum besten gebracht, welches die Krönung seines Lebens darstellt.
Ich mochte Johnny Cash und die Musik die er machte nie besonders.
Es klang fast wie Fastfood für Fernfahrer.
Dieses Album habe ich jedoch in mein Herz geschlossen.
Der alte Mann, der fast nicht mehr singen kann, will es noch einmal versuchen und im Kampf gegen das Alter noch einmal den Geschmack des Erfolges schmecken.
Wenn er wüßte, das sein Titel "Hurt" mittlerweile als Song für Sportschuhwerbung genutzt wird und seine Musikvideos bei MTV gespielt werden, ich denke er würde nochmal aus dem Sarg hüpfen und "jetzt alle zusammen" rufen.
Genau dieses Album liebe ich!
Der alte Mann nimmt seinen Hut um zu gehen, aber nicht ohne Spuren zu hinterlassen.
Er wusste das er gehen mußte und hat es perfekt in seine Balladen verpackt.
Hut ab, Johnny!
Hier hast Du etwas Großes hinterlassen.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Chronik eines angekündigten Todes, 4. November 2002
„We'll meet again" lautet der Abschluss-Choral auf der vierten „American" Einspielung von Johnny Cash. Und irgendwie klingt es wie der Abschied des großen alten - und kranken - Mannes. Was ist anders als auf den bisherigen American-Alben? „The man comes around" ist wieder produziert von Rick Rubin. Wieder nach dem Rezept vieler Cover-Versionen und Gastauftritte (Fiona Apple, Don Henley, Nick Cave usw.). Aber noch ruhiger als Solitary Man. Ruhiger - nicht depressiver! Auch durch die wieder sehr sparsam arrangierten Songs wurde noch mehr Wert auf Johnny Cashs Stimme gelegt, die mal brüchig-fragil, dann wieder knorrig-fest rüberkommt, und einen nie unberührt lässt. Das ist kein neuer Cash. Aber einer, der sich stetig weiterentwickelt. Sein Leiden, seine Krankheit, werden in der Entwicklung seiner Stimme nachvollziehbar. Und vielleicht ist es gerade das, was dieses Werk so anrührend macht. Zum Glück, ohne je pathetisch zu werden. Ein großes Alterswerk.
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31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
God bless Johnny Cash, 3. Dezember 2002
Ich bin seit nunmehr 35!!!! Jahren Johnny Cash Fan, habe weit über 100 Tonträger sowie viele Videos und Bücher von diesem wohl in seiner Art einmaligen Künstler. Ich glaube daher, mir ein Urteil über sein neues Werk anmassen zu düerfen. Wenn heute von einem " neuen Cash" seit seiner Zusammenarbeit mit Rick Rubin gesprochen wird, dann kann ich nicht zustimmen. Cash war immer Cash und wird es hoffentlich noch lange bleiben, nur kennen viele Hörer seine Werke aus den 50iger, 60iger, 70iger und 80iger Jahren nicht. Es gab immer Lieder von Cash die denen der heutigen Zeit entsprechen, der Sound ist natürlich im Laufe der Zeit etwas abgeändert worden. So auch auf der neuen CD "The Man Comes Around". Sam Hall, Give My Love To Rose, Danny Boy, I'm so lonesome I could cry, The Streets Of Laredo waren damals und sind heute ausgezeichnete Lieder. Echt Spitze sind auf der neuen CD "The Man Comes Around" von Johnny. Fünf Sterne sind dafür zuwenig. Außerdem "I Hung My Head" und "First Time I Ever Saw Your Face" Auch für diese Interpretationen sind fünf Sterne zuwenig. Ich finde die neue CD sensationell, schon allein aus der Tatsache heraus, dass Cash trotz seiner Erkrankungen zu dieser Höchstleistung finden kann. Aber ich kenne Ihn ja schon so lange, er hat mir weder bei seinen viele Konzerten, die ich besuchen durfte, noch auf seinen vielen Tonträgern das Gefühl gegeben, etwas nicht mit Hingabe zu seiner Musik und seinem Publikum getan zu haben. Ich schätze diesen großen Künstler, finde seine neue CD sensationell gut und wünsche mir, daß Gott diesem Mann die Kraft und den Willen gibt, uns noch einige Zeit mit seiner Musik zu erfreuen. "God bless Johnny Cash"
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38 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Ein Vermächtnis !, 1. September 2003
Mit Abstand eines der allerbesten Alben der letzten Jahre! Normalerweise bin ich weder Johnny Cash noch Country Fan. Auf die CD bin ich über die MTV VMA 2003 aufmerksam geworden. Gleich beim ersten anhören war ich so fasziniert, dass ich die CD 3 mal hintereinander gehört habe. Zwar ist die CD musikalisch eher minmalistisch, aber dafür bleibt umso mehr Raum für Cash`s unvergleichliche Stimme. Das Alter merkt man ihm sicherlich an, aber das muss auf dieser CD einfach so sein. Jedes einzelne Wort Cash`s wiegt so schwer wie alle Alben von Britney, Christina, Justin Timeberlake usw. zusammen. Viele Songs sind vom Spätherbst in Cash`s Leben gezeichnet. Manchmal bekommt man richtig Gänsehaut; teilweíse glaubt man fast schon eine Stimme aus dem Jenseits zu hören. Wie z.B. in den beiden besten Songs "When the man comes around" und "hurt" im original von den Trent Reznor (9 inch nails !!!). Als ob diese Lieder nur für Ihn geschrieben wurden! In anderen Liedern zeigt er sich zwar etwas lebenslustiger und "klassischer" wie in "Sam Hall" und "We'll meet again"... wo auch immer! Denoch bleibt es ein düsteres Album, aber nicht ohne Hoffnung ! Fazit: Ein geniales Album was wirklich sehr bewegt und tief unter die Haut geht!
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Das neue Testament!, 20. Juli 2006
American IV hat tatsächlich geschafft, was kein mir bekanntes Album getan hat: Es ist nicht mehr in irgendwelche Kategorien (Country, Folk, Pop) einzuordnen, sondern steht komplett für sich selbst. Johnny Cash steigt im Angesicht des Todes in musikalische Tiefen herab, aus denen noch niemand zurückkam um von ihnen zu berichten. Mitgebracht hat er eine Platte, deren Songs sich in zwei Hälften teilen lassen:
Auf der ersten nimmt er sich Popsongs an, während die zweite Folk und Countrysongs erhält, die durch Cashs Interpretation in einer archaischen Kraft erstrahlen, die wohl kaum jemand für möglich gehalten hätte.
Spektakulärer ist dennoch die erste Hälfte: Das fängt schon mit dem Opener The Man comes Around an und findet seinen ersten Höhepunkt beim zweiten Lied Hurt (im Original von Trent Reznor). Cash macht sich den Song zu Eigen und wenn er singt: Everyone I love goes away in the End, weiß man, dass das nicht nur so dahingesagt ist. Alle Songs auf diesem Album haben diese teife Ernsthaftigkeit, dieses Aufrichtige, das ihn über alle Zweifel erhaben sein lässt und den Hörer fassungslos zurücklässt.
Natürlich sind die anderen Songs nicht weniger spektakulär In my Life von den Beatles zum Beispiel. Oder Peronal Jesus von Depeche Mode, denen er mit seiner Version nahelegt, den Song nie wieder selbst zu spielen. An Cashs Interpretation des Elektropopstampfers, lediglich mit Gitarre und Honky-Tonk Piano gespielt, können sie unmöglich heranreichen. Folglich wurde der Song auch ein Dauerbrenner in allen Indie und Alternativdiscos und Radios...
Ich könnte ewig weiterschreiben über dieses Album, das mir alles bedeutet, man kann es aber auch simpel auf einen Punkt bringen: Es ist unfassbar.
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