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72 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Illusionsloses und kompromissloses Kammerspiel
Auf Grund der furiosen Presse, die sich hauptsächlich mit den Fakten der "nackten Tatsachen" auseinandersetzte, ließ sich möglicherweise ein Großteil des Publikums in die jeweils falsche Richtung locken. Übrig bleibt ein kompromissloses Werk, das in nüchterner und illusionsloser Weise erzählt, das ein gesuchtes sexuelles Abenteuer (nur sexuell?) lediglich ein Abenteuer...
Veröffentlicht am 25. Juli 2002 von Karl
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› Weitere Rezensionen anzeigen: 5 Sterne, 4 Sterne |
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42 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
grosser Wirbel um nichts
Wie wohl die meisten Leute, die sich diesen Film angesehen haben, wurde ich durch den "Skandal" (angeblich) echter Sexszenen in einem Nichtporno auf diesen Film aufmerksam. Die daraus folgende Publicity im Vorfeld hatte mich ohnehin schon äusserst skeptisch gemacht, und der Film hat meine Skepsis auch voll und ganz bestätigt: Eine zunächst interessant klingende...
Veröffentlicht am 22. April 2002 von avant3000
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› Weitere Rezensionen anzeigen: 3 Sterne, 2 Sterne, 1 Sterne |
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72 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Illusionsloses und kompromissloses Kammerspiel, 25. Juli 2002
Auf Grund der furiosen Presse, die sich hauptsächlich mit den Fakten der "nackten Tatsachen" auseinandersetzte, ließ sich möglicherweise ein Großteil des Publikums in die jeweils falsche Richtung locken. Übrig bleibt ein kompromissloses Werk, das in nüchterner und illusionsloser Weise erzählt, das ein gesuchtes sexuelles Abenteuer (nur sexuell?) lediglich ein Abenteuer bleiben kann, wenn die Spielregeln eingehalten werden. Zwei so unterschiedlich geführte Protagonisten, mit so unterschiedlichen Konsequenzen aus ähnlichen Lebenserfahrungen, treffen sich, um das miteinander zu machen, was im gewöhnlichen Ehegatter oft nicht mehr lustvoll möglich scheint: Sex. Das auch das in einer Katastrophe endet, weil der Mensch das Subjekt seiner Begierde besitzen möchte, liegt nahe. Der Film führt in scheinbar moralische Zwickmühlen. Das ist sein Atem und gleichzeitig sein Reiz und seine Ausweglosigkeit. Wer hier moralisch ansetzen will, einen lustvollen Kunstporno sehen will, oder das Heil in obszöner Promiskuität finden will, der wird mit diesem Film nicht glücklich. Wer sich jedoch fern der bürgerlichen Wertvorstellungen noch berühren lassen kann, sich hingebungsvoll auf die Suche nach Erfüllung der beiden Hauptfiguren einlassen will, der bleibt erst einmal atemlos und ein wenig verstört zurück. Da bleibt bestenfalls ein Mut zur Ratlosigkeit.
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43 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Natürlich kein Sexfilm, 15. Mai 2003
Von Ein Kunde
Man kann ja schlichtweg verrückt werden beim Lesen der Rezensionen zu "Intimacy". Man könnte fast denken, die Leute erwarten einen Sexfilm mit prickelnder Erotik...Nein, nein, nein, auf so ein Niveau will sich dieser Film nicht begeben. Hier wird eine triste Großstadtstudie gezeigt, die zum Nachdenken anregt, die Sexszenen solln nunmal nicht erotisch sein, hier wird Sex ohne Liebe dargestelt, frustrierter Sex. Aber trotz aller Tristheit ist der Film wirklich empfehlenswert, es wird nicht viel geredet, aber darum geht es doch auch, der Film erzeugt eine ganz besondere Stimmung und es ist lohnenswert, sich den Film mal "anzutun", vielleicht erfährt man dabei auch mehr über sich selbst.
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50 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Erschreckend ehrlicher wahrhaftiger Film ..., 9. Februar 2007
... der nichts beschönigt, sondern die Dinge auf den Punkt bringt: Die wöchentlichen Treffen, zu denen sich eine spontane sexuelle Begegnung von Jay und Claire entwickelt hat, diese wöchentlichen Treffen SIND bereits der Gipfel der Intimität, zu der die beiden Protagonisten dieses schonungslos inszenierten Gefühlsdramas fähig sind. Dass der Sex relativ direkt gezeigt wird (wobei genitale Details weitgehend im Dunkel der sich besinnungslos ineinander verschlingenden Körper verborgen bleiben, ich also das "skandalöse" dieses Films beim besten Willen nicht nachvollziehen kann) entspricht seiner Wertigkeit im Kontakt zwischen Jay und Claire. Beide sind sich der Tragweite ihres Handelns nicht bewusst und geraten so mehr und mehr in einen Sog der Ereignisse, wobei Jay immer deutlicher spürt, dass er sich - obwohl er Jahre zuvor Frau und Kinder verlassen hatte - durchaus nach einer festeren Beziehung und mehr Verbindlichkeit sehnt, während Claire immer mehr erkennen lässt, dass sie - obwohl in Ehe und Familie lebend - im Grunde bindungsunfähiger ist als er.
In vielen kleinen Szenen zeigt sich beiden, dass sie der Größe ihrer Leidenschaft seelisch nicht gewachsen sind. Jay wertet ihre Besuche im Gespräch mit seinem Angestellten Ian ab, kann seiner Frau nicht in die Augen schauen, als er ihr die gemeinsamen Kinder nach einem Besuch wieder bringt - man spürt in ihrem Blick das nackte Unverständnis darüber, dass er sie verlassen hat und auch die Liebe, die einmal war - während Claire versucht, sich an dem festzuhalten, was sie meint zu haben, ihrer unglücklichen Ehe mit dem tumben aber sie vergötternden Taxifahrer Andy, ihren Theaterkursen und den Auftritten im Hinterzimmer einer Vorstadtkneipe, bei denen ihr mangelndes Talent um so schmerzhafter bewusst wird.
In einer Nebenrolle ist übrigens die unvergessene Marianne Faithfull als Betty, eine Freundin von Claire zu sehen.
Fazit: Dieser Film ist nicht schön wie eine geschmackvoll geschminkte Frau schön ist. Er ist eher kraftvoll, wie ein Vulkanausbruch, der ein Dorf verschlingt. Allerdings sind für meinen Geschmack ein wenig zu viele kaputte Leute in die Handlung eingebaut worden (z.B. Victor, der Freund von Jay), so dass ich für überzogenen Pessimismus einen Stern abziehe, den Film aber an sich für bis ins Detail authentisch halte.
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49 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Ohne Frage - ein anspruchsvoller, aber kein Sexfilm, 6. März 2005
Von Ein Kunde
Selten habe ich einen Film gesehen, der mich über Jahre hinweg so bewegt hat. Diesen Film sah ich das erste Mal bei einem Bekannten, der dort seine Geschichte" verfilmt sah, er kannte ihn wenige Wochen später auswendig.
Jahre später - ich fühle mich zwischen den Stühlen, in einer ähnlichen Situation - glaubt man, seine eigene Geschichte verfilmt zu sehen. Dieser Film ist aus dem Leben, er beschönigt nichts, es wird keine Geschichte erfunden, das Leben wird verfilmt. Menschen, die niemals nachdenken, ihr Leben einfach dahin leben, niemals hinterfragen, niemals ausbrechen (müssen oder wollen) werden einen solchen Film nie verstehen können und auch wollen, sie werden immer den Sex an erster Stelle stehen - dabei hat er so viel zu sagen .... Niemals hätte ich geglaubt, dass mich ein Film so sehr bewegen kann. Er wurde nicht umsonst prämiert.
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32 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Sehenswert, aber nicht unbedingt in erotischer Hinsicht, 6. August 2002
Um es gleich vorwegzunehmen - ein anspruchsvoller und für mich bis zuletzt spannender Film ! Der Grund für mich, ihn zu kaufen, beruhte auf seinen guten Kritiken, seines Titels und nicht zuletzt wegen des Covers. Meine Erwartungen hinsichtlich erregenden Sexszenen wurden allerdings enttäuscht. Überzeugt von seiner realistischen Darstellung (ich als Frau empfand es als sehr angenehm, eine eben nicht so makellose, langbeinige, knackige und vor allem junge Blondine in eben auch Nacktszenen zu sehen) mit all seinen Problemen, unerfüllten Wünschen ... ist er trotzdem etwas wirklich ganz besonderes, den man sich auch mehrmals ansehen kann. Er gewinnt viel durch seine anspruchsvolle Handlung, ist aber eben demzufolge kaum als "erotische Anregung" geeignet, weil er viele Fragen offen läßt und man eher hinterher diskutiert.
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27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Ewig Suchender trifft Lebenshungrige, 1. August 2007
Der Barkeeper Jay erhält jeden Mittwoch Besuch von einer Unbekannten. Sie bleibt für ein paar Stunden leidenschaftlichen Sex und verschwindet wieder. Die beiden wissen nichts voneinander und reden kaum, bis Jay eines Tages Claire heimlich folgt, um mehr über ihr Leben zu erfahren. Er findet heraus, dass sie regelmäßig in einem Pub Theater spielt, verheiratet ist und Kinder hat. Auch Jay war einmal verheiratet und hat Kinder. In Rückblenden und Gesprächen mit dem Barkeeper Ian erfährt der Zuschauer, dass Jay eines Tages seine Familie verlassen hat, einfach so, ohne tiefere Gründe anzugeben.
"Ich dachte, du wüsstest etwas, das ich nicht weiß, und du würdest es mir irgendwann sagen" begründet Jay den Reiz, den Claire auf ihn ausübt, und formuliert damit gleichsam die Erwartung, die er - unbewusst - an diese Beziehung stellt. Jay ist der "ewig Suchende" , der sich im Grunde zutiefst nach mehr Nähe und Verbindlichkeit sehnt, aber nicht wirklich imstande ist, seine eigenen Ansprüche einzulösen, wie sich am Scheitern seiner Ehe zeigt.
Claire hingegen lebt in einer alltagstauglichen Verbindung. Mit einem Mann, der ihr treu ergeben und sehr fürsorglich, aber leider hochgradig unerotisch ist. Sie weiß genau, was sie von Jay will: "Er weiß seine Energien zu nutzen" erläutert sie ihrer besten Freundin seine Vorzüge. Für Claire war daher die Welt in Ordnung, solange sie Jay treffen und seinen Körper genießen konnte - ein freizügiges Geben und Nehmen ohne Forderungen, etwas anderes wollte sie nicht von Jay.
Indem Jay Claire folgt, um ihr "Geheimnis" zu ergründen, verletzt er die unausgesprochenen Spielregeln der beiden und zerstört letztlich das filigrane Gewebe dieser Beziehung.
Intimacy ist eine sparsame, aber sehr präzise und realistische Charakterzeichnung zweier Menschen, die mittels ihrer erotischer Treffen einmal wöchentlich der Tristesse des Großstadtlebens entfliehen - zumindest für eine Weile.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Erstklassig!, 23. Februar 2002
Von Ein Kunde
Endlich mal wieder ein Film, der sich positiv von den kommerziellen Hollywood-Produktionen abhebt. Keine durchgestylten Schönheiten, sondern erstklassige Schauspieler. Die Story ist nicht ganz neu, das schadet aber dem Film nicht. Man kommt den Darstellern unglaublich nahe, ja schon fast erschreckend nahe. Man fühlt mit den Charakteren, als wäre man in ihrer Welt und nicht nur als Zuschauer dabei. Absolut empfehlenswert.
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20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Starker Tobak, 10. August 2007
"Intimacy" ist ein guter Film, gut deshalb, weil er den Zuseher emotional zu bewegen versteht. Wenngleich sich wohl kaum jemand Intimität in der dargestellten Form wünschen wird. Der (explizit gezeigte) Sex ist heftig und unverbindlich. Gefühle sind unerwünscht. Alle Protagonisten leiden an ihren unterdrückten Sehnsüchten. Bonjour statt good-bye, Tristesse. Starker Tobak. Ein für das britische Kino völlig untypischer Film, der eher in die Pariser Vorstadt als nach London passen würde.
Bezeichnend für "Intimacy" ist die trostlose Anti-Ästhetik. Das Straßenbild ist grau und verregnet, die Wohnung, in der sich Claire (Kerry Fox) und Jay (Mark Rylance) jeden Mittwoch wortkarg zum Hormonaustausch treffen, ist schmierig. Diese Eigenschaft trifft auch auf den Hauptdarsteller, seinen verkoksten besten Freund sowie auf den gehörnten Ehemann zu. Kerry Fox sticht aus dieser Loser-Menagerie fast engelsgleich hervor. Ihre Tränen kann man bei diesem Umfeld verstehen. Und wenn sie auf der Kellerbühne im Pub ihres Mannes in Stücke von Tennessee Williams schlüpft, ist diese Realitätsflucht nur allzu gut nachvollziehbar.
Ein Film, der die Abgründe von Fatalismus und Pragmatismus drastisch vor Augen führt. Ein Film, der seelisch runterzieht und gerade deshalb dem Idealismus eine Lanze bricht. Wer "Intimacy" gesehen hat, ist wieder mehr motiviert, an die 'wahre' Liebe zu glauben. Deshalb ist der Streifen trotz seiner Unästhetik und Abgründe durchaus sehenswert.
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19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Wenn Mann in einer sexuellen Beziehung von Frau mehr will?, 26. Februar 2002
Von Ein Kunde
Dem Alltag entrückt und dem hektischen Treiben fern haben zwei Menschen, Mann und Frau, Sex bis er in Ihr richtiges Leben eindringt und damit diese sexuelle Beziehung zerstört, auch weil die sozialen Differenzen zu Tage treten und für Ihn unüberwindlich scheinen. Er glaubt, er kann sie für sich gewinnen, obwohl sie ihren Mann liebt und mit ihrem Leben so eigentlich ganz gut zurecht kommt, was sie auch gar nicht ändern will. Er will ihre Liebe, die sie nicht erwidert. Distanzlos, kompromißlos sowie ein Spiegelbild unserer teilweise deformierten Beziehungsfähigkeit in dieser Gesellschaft.
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42 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
grosser Wirbel um nichts, 22. April 2002
Wie wohl die meisten Leute, die sich diesen Film angesehen haben, wurde ich durch den "Skandal" (angeblich) echter Sexszenen in einem Nichtporno auf diesen Film aufmerksam. Die daraus folgende Publicity im Vorfeld hatte mich ohnehin schon äusserst skeptisch gemacht, und der Film hat meine Skepsis auch voll und ganz bestätigt: Eine zunächst interessant klingende Geschichte um eine Frau, die einmal pro Woche zum Sex einen Unbekannten besucht, ohne dass geredet würde. Mit jeder Minute des Films wird die Geschichte jedoch langweiliger und belangloser; die von den anderen Rezensenten gepriesene Nähe zu den Charakteren konnte ich nicht erkennen - dazu blieb zuviel im Dunkeln und der Interpretation überlassen. Fazit: Ein Film, der höchstens mal kurz im FAZ-Feuilleton abgekanzelt worden wäre, wenn nicht der Wirbel um die "echten" Sexszenen hohe Wellen in den Medien geschlagen hätte.
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