59 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Sehr bewegend
Ich habe selten einen Film gesehen, der so erschreckend, realitätsnah, brutal und doch rührend zugleich ist. Hierbei geht es um ein brisantes Thema. Der "Held" dieser Geschichte -Derek- ist ein Rassist, für den Hass und Gewalt zum Alltag gehören. Und auch genau das ist es, was ihn letztendlich ins Gefängnis bringt, da er, blind vor Wut, zwei Schwarze ermordet. Im...
6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Absolut Sehenswert aber diese Ausführung ist sehr beschnitten
Jeder der die unbeschnittene Version dieses, von der Handlung her sehr beeindruckenden, Filmes kennt, wird sehr enttäuscht sein. So endet der versuchte Autodiebstahl zu Beginn des Filmes nach der Abgabe des letzten Schusses aus Derek's Pistole. Der Zuseher wird deshalb nie erfahren warum Derek's kleiner Bruder vor Gericht nicht ausgesagt hat um ihn eine lebenslange...
American History X schildert die amerikanische Neonaziszene und zeigt auf, wie junge Amerikaner aufgrund sozialer Probleme den Weg dorthin finden. Der Film stammt aus dem Jahr 1998, Regie führte Tony Kaye. Der Film beginnt mit seiner Schlüsselszene: Derek (Edward Norton) ermordet nachts zwei Diebe, die ihn um sein Auto erleichtern wollen. Einen davon bringt er brutal mit einem "Bordsteinkick" um, die umstrittenste Szene des Films. Für diese Tat geht er ins Gefängnis und bewegt sich auch dort auf schwierigem Terrain. Währenddessen rutscht sein Bruder Danny immer mehr in die Neonaziszene ab und bekennt sich zu den Idealen dieser Gruppe. Der Film arbeitet anschliessend die ganzen Geschehnisse auf, welche die Familie in diese Situation gebracht haben. Er ergründet die Quellen des Hasses: Von der Bandengründung zum eigenen Schutz, über den Verlust von Arbeitsplätzen bis hin zum Tod des Vaters. Er macht Platz für Versöhnung und endet letztendlich doch brutal. Ein nachdenklicher Film; einer, den man gesehen haben sollte.
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Schonungslos, bewegend und verstörend zeigt der Film den ewigen Teufelskreis der Gewalt. Die beiden Hauptdarsteller Edward Norton und Edward Furlong überzeugen in ihren Rollen und spielen eindringlich und berührend. Ein wichtiger Film, der niemanden kalt lassen wird.
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"American History X" erzählt die Geschichte zweier Brüder. Derek Vinyard, einst ein fanatischer Anführer einer Neonazi-Bewegung, kehrt geläutert nach zwei Morden und einem langen Gefängnisaufenthalt zurück. Ihn erwarten eine zerrüttete Familie, eine ungewisse Zukunft und sein jüngerer Bruder Danny, der ebenfalls in der Neonazi-Szene unterzugehen droht. Ihm obliegt es, die Gegenwart vom Schatten seiner Vergangenheit zu befreien; eine Vergangenheit, die in Form von Schwarz-Weiß-Rückblenden nur allzu plastisch und nachvollziehbar wird.
Das Erschreckendste an diesem Film sind nicht die schockierend realistischen Gewaltszenen, die hasstriefende Propaganda oder die fettauftätowierten Hakenkreuze. Es sind vielmehr die kleinen Schlüsselmomente, die fast unscheinbar geschehen und erschreckend verständlich und nachvollziehbar aufzeigen, wie ein junger intelligenter Mensch in eine Spirale aus Wut und Hass gerät, aus der er sich weder befreien kann noch will. Die für mich einschneidenste Szene ist insoweit ein Gespräch Dereks mit seinem rassistischen Vater, der Derek seelenruhig und scheinbar logisch seine verzehrte Weltsicht darlegt. Die Szene ist banal, alltäglich und deswegen so unendlich bitter, weil sie zeigt, wie ganz nebenbei eine Saat gelegt wird, deren Ernte erst viel später in einem Extrem eigener Art eingefahren werden kann. Fast banal und nuanciert schreitet eine schleichende Entwicklung über Familie, Freunde und Umwelt voran. Ein Schritt in die falsche Richtung, eine unbewusste Beeinflussung durch Vertraute, ein erschütternder Schicksalsschlag und ein junger Mensch findet sich auf einem Pfad wieder, dessen Gefahren er weder einschätzen noch damit umgehen kann. Der Faschismus steht nur stellvertretend für alle Ignoranz, Ideologie und Hass im Kleinen wie im Großen, ebenso wie sich der Tod des Vaters nur als das letzte Glied in einer Kette zahlloser Lebensmomente einreiht. Aus Wut wird Hass, aus Hass wird mehr Hass, der wächst, gedeiht und den Träger, sein unmittelbares Umfeld und sein gesamtes weiteres Leben vergiftet.
Angesichts eines so ambitionierten Projektes, eines glänzend aufgelegten Edward Nortons und eines anfänglich noch intelligenten Drehbuches ist es bedauerlich, dass der Regisseur diesen Film über weite Strecken im Hollywoodkitsch hat versinken lassen und die Sensibilität dem Pathos und der Emotionalisierung geopfert hat. Das beginnt mit der naiven Konfrontation seiner Alt-Gang, schreitet mit der Brechstangenwandlung im Gefängnis weiter, manifestiert sich in der 0815-"Wandlung" des kleinen Bruders, banalisiert sich an einem allzu phrasenschwingenden Gutmenschen von Lehrer und einem Skript, dass ebensowenig etwas mit Derek in der Gegenwart anzufangen, wie es ein dem Filmton entsprechendes Ende herbeizuführen weiß.
Schade, dass dabei die immens wichtige Botschaft des Films - die hohe Verantwortung für sich und seine Mitmenschen, das Angewiesensein auf eine helfende Hand & die banale alltägliche Entstehung von Hass - vom allzu dick aufgetragenem Glanz überdeckt wird.
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Nachdem ich vor einiger Zeit nachts im Fernsehen über einen Film über einen Neonazi, der durch seine Iedologie seine Familie, und ganz besondere seinen Bruder, in Gefahr bringt, gestolpert bin war ich so begeistert, dass ich ihn mir bestellen musste. Dieser Film schimpfte sich American History X.
Ich denke, die Handlung des Films wurde in etlichen Rezensionen oft genug beschrieben, erläutert und analysiert, dass ich nicht weiter darauf eingehen werde.
Es bleibt einzig und allein zu sagen, dass Edward Norton, ein hervorragender Schauspieler, seine Rolle des "Nazihelden" so überzeugend spielt, dass man ihm seine ideologischen Vorstellungen fast abkaufen mag.
Wie man schon der Überschrift entnehmen kann, ist American History X ein hervorragender Film, der wirklich unter die Haut geht und eine wirklich wichtige Botschaft hat: Dass der Glaube von der Überlegenheit der weißen Rasse anerzogen ist, aus Verzweiflung wächst und nicht ignoriert werden darf.
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So, da dieser Film definitiv mein Lieblings Film ist, muss ich ihn nun auch Rezessieren.
Edward Norton ist wie gewohnt Routiniert, einfach Spitze.
Doch auch seine (in den Film dargestellte) Familie spielt ihre Rolle sehr überzeugend... nein, eigendlich spielt wirklich JEDER ohne Ausnahme in dem Film seine Rolle sehr überzeugend.
Was im Film "abgeht" wurde schon oft genug gesagt...
Wenn hier jedoch einige schreiben, dass der Film "gegen Nazis" ist, da kann ich nicht GANZ zustimmen. American History X ist definitiv nicht FÜR Nazis, aber auch nicht total und 100% GEGEN Nazis, und ich denke, das ist was den Film ausmacht. Und zwar wird dargestellt, dass auf der einen Seite die Nazis "böse" sind aber auch dass es bei den Dunkelhäutigen Leuten "böse" Leute dabei sind. Und nicht, dass die Schwarzen die guten, netten Leute sind, die immer nur gehänselt werden. Sondern, dass auch einige von ihnen "Dreck am Stecken" haben. Ich finde genau das macht den Film aus.
Zum Ende : Einige sagen, dass das Ende die Aussage von dem Film wieder negativiert, ich denke, mit dem oben geschriebenen, dürfte das auch wieder geklärt sein.
Für mich auf jeden Fall der beste Film, einer den ich mir immer wieder und wieder anschauen kann.
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Ich kannte diesen Film bis vor Kurzem bloß von Namen her. Er wurde um's ein oder andere Mal erwähnt, verbunden mit Worten wie "Neonationalismus", "Ideologie" und "Rassenfrage". Ich machte mir mein eigenes Bild, weil ich durch Schule und Selbstinteresse einiges zu diesen Themen beisteuern kann und dieses Bild zog dann als Hollywood Blockbuster in meinem Kopf auf...bis ich dieses Film dann durch Zufall sah. Ich war selten derart überwältigt von einem Gegenteil, das sich mir dort stellte. Das ganze Empfinden solcher Ideologister wird so krass in diesem Film vertieft, dass man sich selbst als einer derjenigen fühlen möchte; alles ist so systematisch und vorallem mit Köpfchen, wie es die Hauptfigur in diesem Film darstellt. Doch glücklicherweise stellt sich dies genau andersherum heraus. Man wird von diesem Gedankengut mehr und mehr wieder weggerissen, bis man selbst einsieht, was dort wirklich zum Nachdenken angeboten wird.
Ich kann diesen Film, Hand auf's Herz, wirklich jedem weiterempfelen, der sich für dieses Thema interessiert.
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Als ich diesen Film zum ersten Mal gesehen habe, war ich irritiert: Das betrifft zum einen die Erzählweise des Films, bei der zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin- und hergesprungen wird, was aber zum Verständnis des Films absolut notwendig ist. Zum Anderen betrifft dies die Art und Weise, wie dem Zuschauer die Handlung gezeigt wird, so dass die praktisch distanzlose Brutalität der Anfangsszenen und die Erzählung der Handlung innerhalb der ersten Viertelstunde die Frage aufwirft, auf welcher Seite der Film eigentlich steht.
Diese Frage klärt sich im Laufe des Films. Ich habe selten einen Film gesehen, der in derartiger Schonungslosigkeit Position gegen Rassismus und Gewalt sowie seine Ursachen bezieht, die Verantwortung des Einzelnen für den Einzelnen darstellt und gleichzeitig an der dargestellten Biografie des Helden die Hoffnung weckt, dass der einmal eingeschlagene Weg von Hass und Gewalt keine Einbahnstraße ist, sondern dass man auch umkehren kann. Dabei erhebt dieser Film keinen Zeigefinger, sondern lässt den Zuschauer buchstäblich selbst die Folgen von Hass und Gewalt spüren und sehen, wie aus Worten Taten werden.
Selten hat mich ein Film derart betroffen zurückgelassen. Aber dieser engagierte Film ist ein Meisterwerk. Absolut empfehlenswert!
Einzige Anmerkung: FSK 16 erscheint mir in Anbetracht der Realitätsnähe der dargestellten Gewalt stellenweise fragwürdig. Sollte dieser Film Jugendlichen gezeigt werden, halte ich eine anschließende Diskussion für mehr als sinnvoll.
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