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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Eine ferne Welt....., 2. Februar 2006
Xiaolu Guo Stadt der Steine Albrecht Knaus Verlag ISBN3813502538Die junge Autorin Xiaolu Guo, die in China geboren und aufgewachsen ist und heute in London lebt, hat uns mit diesem Buch eine Ahnung von der uns so fernen Welt in China gegeben. Eine junge Frau, „ kleiner Hund“ gerufen, was für die Namensgebung in China nicht ungewöhnlich zu sein scheint, beschreibt abwechselnd ihr Leben heute in der großen Stadt Beijing und das Leben in ihrer Kindheit und Jugend in der kleinen Stadt am Meer, hier „Stadt der Steine“ genannt, in der sie geboren ist. Ihre Eltern hat sie nie gekannt. Sie wächst bei ihren Großeltern auf, die fremde und ferne Gestalten für sie sind. Sie wird ernährt und hat ein Bett in einem kleinen einfachen Haus, in dem die Großeltern wohnen. Mehr gibt es nicht. Sie springt durch die Strassen, kennt diese oder jene kleinen Mädchen, sitzt am Meer und schaut den Fischern zu, hängt ihren Gedanken nach. In einem früh erinnerten und schrecklichen Erlebnis wird sie im Alter von sieben Jahren missbraucht. Jetzt lebt sie in Beijing mit ihrem Freund Red zusammen, der begeisterter Frisbeespieler ist. Der Ton, in dem das Buch geschrieben ist, ist einfach und lakonisch. Und wenngleich es den Anschein hat, dass hier nicht reflektiert wird, hatte ich intensiv den Eindruck, Gefühle der Einsamkeit und Verlassenheit, ja zum Teil Verlorenheit, vermittelt zu bekommen, wie ich sie mir poetischer nicht vorstellen kann. Teilweise meint man, das aus der Kindheit und Jugend Erinnerte sei alles nur ein Traum,--kein guter, beileibe nicht. Es werden noch einige Ereignisse beschrieben, die uns beeindrucken, die aber hier nicht vorweggenommen werden sollen. In seiner schlichten Einfachheit ist das Buch ein Dokument, das tiefe Einblicke in das Leben in China gibt. Wir wissen so wenig über das Land und die Mentalität der Menschen dort! Schön, das wir auf diesem Wege etwas erfahren können. Cl.B.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Ein Stück Kulturgeschichte, 16. Januar 2006
Die junge chinesische Autorin ist in China geboren und aufgewachsen, hat in Peking studiert und lebt seit 2000 in London. Dieser Roman ist das erste Buch welches von ihr in deutscher Übersetzung erschienen ist. Die Geschichte spielt zum einen in einem abgelegnen Fischerdorf am ostchinesischen Meer, zum anderen in einem kleinen Appartement in einem in einem 25- stöckigen Hochhaus in Peking. Hier erhält die Protagonistin eines Tages anonym einen riesigen Aal und dieser löst Erinnerungen an ihre Kindheit in dem Fischernest, einer für den Leser vollkommen fremdartigen Welt. Für die Ich-Erzählerin bedeutet es, dass sie ihre in der Heimat verwurzelten Traditionen akzeptieren muss, um einen befreiten Blick in die Zukunft zu haben. In dem Dorf mit seinen kargen Felsklippen, den kleinen bescheidnen Steinhäusern, den über das Meer hereinbrechenden Stürmen und Unwettern sehen wir das kleine Mädchen aufwachsen. Die Mitbewohner sind wenig zugänglich, haben, so scheint es Herzen aus Stein. Das Mädchen verliert schon bald Mutter und Vater. Als sie ein kleiner Junge entführt und verführt, muss sie mit der Bewältigung dieser Tat allein fertig werden. Die Großeltern, Außenseiter im Dorf, kümmern sich um sie. Die Großmutter rezitiert ständig aus einer bekannten buddhistischen Schrift, der Großvater begeht Selbstmord. Die Ich-Erzählerin findet nach und nach zu ihren Ursprüngen und schließlich zu sich selbst zurück. Es geht um das Leben in der Provinz, es geht um Gewalt und es geht um Sexualität. Da passiert das eine und andere in schlichter Beiläufigkeit, spielerisch, unglaublich fein geschrieben.Für den Leser aus der westlichen Hemisphäre strahlt der Roman, trotz aller Abgründigkeit, einen fremdartigen Zauber aus. Es ist ein leicht lesbares, modernes Buch, schlicht und ergreifend, voller Feinfühligkeit und Wehmut.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Ein Buch voller wundervoller Stimmung, 2. Dezember 2007
Das Buch " Stadt der Steine" von Guo Xiaolu gehört zu den Romanen, dass ich jedem Leser von chinesischer oder in China spielenden Literatur nur empfehlen kann. Das Buch beschreibt poetisch die Geschichte einer jungen Frau im China von heute, die durch ein Geschenk an ihre alte Heimat erinnert wird. Guo Xiaolu gelingt es den Leser in den Bann der Geschichte zu ziehen, er beschreibt das Leben in jener unwirklichen Stadt der Steine und dem Schicksal der Menschen, die den Naturgewalten ausgesetzt sind.
Ein beeindruckendes Buch!
Ein Muß!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Poetisch erzähltes Drama, 25. März 2006
Guo Xiaolu beeindruckt mit einem poetischen, aber dennoch sehr spontanen und lebendigen Erzählstil. Dies fällt vor allem in den Beschreibungen der Kindheitserinnerungen Corals auf. Steinhäuser, Fischgrätenkunstwerke und ein raues Fischervölkchen sind traditionell eher in Stillleben gern gesehen als in modernen Romanen. Aber genau hier punktet Guo. Eine Geschichte über eine schlimme Kindheit erzählen, das können viele mehr oder weniger gut. Aber diese dann mit orientierungslosen Twens und einer ansonst totlangweiligen Kulisse so zu verbinden, dass man den Roman an keiner Stelle unterbrechen mag, ist eine Kunst für sich. Und das alles ohne einen Hauch von Exotikhascherei... einfach klasse! (Rezension von DragonViews)
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Eine andere Welt.., 11. November 2009
.. in die Xiaolu Guo entführt. Ein ganz einfach, und wahrscheinlich deshalb sehr gut geschriebenes Buch, das einem in eine ganz andere, fremde Welt entführt. Die kleine Coral erlebte in der Stadt der Steine nicht nur eine außerordentlich grausame Geschichte, an der sie jedoch nicht zerbricht, sondern nur stärker wird, sondern auch ihre erste große Liebes-Geschichte. Gleichzeitig wird in dem Roman die gegenwärtige Beziehung von Coral zu Red geschildert die scheinbar nebensächlich, doch eigentlich auch ganz enorm wichtig für die Geschichte ist.
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Trauriges, dennoch schönes Buch, 12. November 2008
Stadt der Steine ist ein wirklich berührender Roman über eine junge, in Peking lebende Chinesin, die aufgrund eines mysteriösen Päckchens zurückgeworfen wird in ihre schmerzerfüllte Vergangenheit in einem kleinen Küstenstädtchen.
Erzähltechnisch wechselt die Handlung Kapitel für Kapitel zwischen der Gegenwart in Peking und der Kindheit in der Stadt der Steine.
Dabei ist es oft traurig und rührend, vor allem, da es der Autorin bestens gelingt, die Stadt der Steine und die Stimmung, die sie ausstrahlt, plastisch zu beschreiben.
Trotzdem gibt es zwischenzeitlich auch immer ein paar witzige, irgendwie skurrile Szenen, sodass man zwar von der melancholischen Stimmung des Buches erfasst wird, es aber dennoch nicht zutiefst deprimiert verlässt :)
Insgesamt ein wirklich schönes, lesenswertes Buch!
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