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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Die Versuchung, 21. Juli 2008
Wieder einmal hat sich der Kauf eines Titania Hörspiels gelohnt.
In dieser Folge streiten zwei Seiten um die Seele eines Möchs, der sich der Versuchung der Liebe hinzugeben wagt.
Von der Themantik her war das Buch ganz sicher ein skandalöses Werk zu seiner Zeit, da es einige Anzüglichkeiten enthält und auch blasphemische Stellen enthält, die man heute nicht mehr so schlimm finden dürfte, wie 1840 ("Ich liebe dich mehr als meinen Glauben, mehr als Gott").
Die Handlung erinnert gegen Ende übrigens sehr an "Carmilla der Vampir", was ich dann ein wenig langweilig fand.
Auf alle Fälle bekommt man hier große Literatur zu hören, die von soliden Sprechern in Szene gesetzt wird.
Mein Kritikpunkt ist der, dass Marc Gruppe jetzt in jedem Hörspiel die gleiche Erzählform wählt(nicht wirklich originell): Er startet im Präsens und lässt dann den (gealterten) Protagonisten in der Retrospektive seine Geschichte erzählen, wobei er immer mal wieder zurück in die Gegenwart wechselt.
Die Idee ist nicht schlecht, ein ähnliches Konzept hat ja auch in vielen Filmen, wie Titanic, Saving Private Ryan uvm. funktioniert. Allerdings hängt es mir inzwischen zum Halse raus! Man kann dieses Stilmittel mal einsetzen, aber wenn man es beinahe JEDES MAL einsetzt, dann stört es mehr, als es wirkt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Romuald zwischen Himmel und Hölle, 29. Mai 2009
Endlich habe ich auch die Folge 26 und die ist ein echtes Schmankerl! Durch und durch schaurig und durch die musikalische Untermalung ein echtes Highlight dieser Reihe!
Pater Romuald blickt auf sein Leben zurück und erzählt von der einen Versuchung, die sein Leben verändete. Während seiner Priesterweihe erblickte er eine Frau, die ihn sofort faszinierte und die fortan ständig in seinen Gedanken war. Kurz danach wird er in ein Dorf fernab der Heimat versetzt, um dort die Stelle des Priesters anzutreten. Recht lieblos übt er diese Tätigkeit aus, zu sehr hat ihn diese Frau verwirrt. Da wird er eines Nachts an ein Totenbett einer Frau gerufen. Er kommt jedoch zu spät und hält die Totenwache - bei seiner Geliebten Clarimonde, eine Nacht, die alles auf den Kopf stellen wird...
Die Umsetzung dieses Hörspiels ist einfach klasse. Man wird eine gute Stunde bestens und gruselig unterhalten. Der Gruselfaktor wird durch die fantastische Musik noch verstärkt, u.a. "La mer"-Debussy werden hier eingesetzt.
Die Sprecherriege ist natürlich auch diesmal wieder perfekt. Kaspar Eichel, Christian Rode und viele mehr erwecken diese Geschichte zum Leben und leisten einen hervorrragenden Job.
"Die liebende Tote" ist ein schaurig-schönes Hörspiel mit einer feinen Prise Erotik und allerfeinster Gruselkabinett-Unterhaltung!
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Meisterhafte Vertonung einer wegweisenden Schauergeschichte., 15. Juni 2008
Pater Romuald erzählt einem jungen Mönch, wie er einst den Versuchungen der Liebe erlegen ist, als er selbst ein junger Priester war. Schon bei der Weihezeremonie erblickte er jene Frau, die sein Leben von Stunde an verändern sollte. Kurz nachdem er sein neues Amt als Priester angetreten hat wird er zu einer sterbenden Edelfrau gerufen, welche er die letzte Ölung geben soll. Als er an das Lager der Todgeweihten tritt kommt er jedoch zu spät. Clarimonde ist tot. Doch Romualds Schrecken ist weitaus größer als er erkennt, wer auf dem Bett liegt: Es ist die Frau, in welche er sich bei der Priesterweihe auf den ersten Blick unsterblich verliebte. Als er die kalten Lippe Clarimondes küsst erwacht die Tote zu neuem vampirischem Leben
Die liebende Tote oder auch Die tote Geliebte des Schriftstellers Theophile Gautier ist eine der besten und eindringlichsten Vampirerzählungen des neunzehnten Jahrhunderts und hat bis heute nichts von seinem Reiz verloren. Wenn man heute die Geschichte liest fällt bereits auf wie weltoffen und modern Gautier seine Zeilen zu Papier brachte. Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein junger Priester der den Verlockungen der Liebe erlegen ist und dessen männliche Triebe keineswegs totgeschwiegen werden. In dieser Geschichte wird die vampirische Erotik erstmals in den Vordergrund gerückt und beeinflusste später die Autoren LeFanu und Stoker beim verfassen ihrer Meistererzählungen Carmilla und Dracula. Dabei ist Clarimonde keineswegs die durch und durch böse Blutsaugerin, sondern liebt Romuald leidenschaftlich und aufrichtig, zapft ihm nie so viel Blut ab, dass es ihm schaden könnte. Fragwürdiger ist dagegen Romualds Mentor Abbé Serapion, der fanatisch den Leichnam der Untoten sucht, um ihn endgültig zu vernichten. Wenn sich das Gesicht des älteren Geistlichen beim Öffnen des Grabes zu einer dämonischen Fratze verzerrt stellt sich beinahe automatisch die Frage, wer nun das wahre Monster ist. Dargestellt wird Serapion von Christian Rode, eine Rolle, die der Hörspiel-Veteran mit Bravour meisterte. Kaspar Eichel spielt den in die Jahre gekommenen Romuald der die Geschichte seiner Jugendsünde erzählt. Der junge Priester wird von Julien Haggège gesprochen, der zuletzt Justin Long in Stirb langsam 4.0 synchronisierte. Haggège ist eine junge unverbrauchte Stimme im Ensemble von Titania Medien und spielt den jungen Romuald sehr überzeugend. Die weibliche Hauptdarstellerin Clarimonde wird von Sabine Arnhold gesprochen, welche die Sinnlichkeit der Figur genau richtig verkörpert.
Marc Gruppe hat die Erzählung detail- und werkgetreu in ein spannendes Hörspielskript verwandelt. Gemeinsam mit der dramatischen und mitreißenden Musik ist Die liebende Tote ein weiterer Meilenstein in der Erfolgsgeschichte von Titania Medien.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Füße hochlegen und genießen!, 12. Juni 2008
Nachdem man mit "Charles Dexter Ward" wieder einen bekannteren Stoff vertont hat, sind die beiden neuen Folgen doch eher als schauerliterarischer Geheimtipp zu betrachten. Das muss aber nicht heißen, dass es hier inhaltlich ein paar Stufen nach unten geht - ganz im Gegenteil: Die Macher von Titania Medien haben ja in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass es gerade diese weniger populären Stoffe sind, die in ihren Händen zu kleinen Meisterwerken werden.
"Die liebende Tote" ist dafür ein gutes Beispiel. Die sehr klassisch erzählte Geschichte funktioniert zwar nach gängigem Muster, überzeugt aber letztlich durch eine sehr gelungene Umsetzung. Das beginnt mit dem wirklich guten Skript, das die Geschichte im richtigen Tempo zu erzählen weiß.
Wenngleich sich das gruselige Gefühl nur zum Ende hin einstellt, unterhält die Geschichte doch, aufgrund der Lebendigkeit der Erzählung.
Da helfen natürlich auch sehr passend ausgewählte Sprecher. Kaspar Eichel wirkt als erzählender Mönch sehr gut und auch sein jugendliches Pendant, Julien Haggège, macht hier eine gute Figur. Ein Bereich, in dem es bislang bei Titania wenig zu mäkeln gab, und der auch hier wieder vollkommen überzeugen kann.
Sehr passend sind auch die Musiken ausgewählt. Zeitgemäße klassische Stücke, die die Handlung perfekt unterstützen, verleihen der Geschichte zusätzlich etwas edles, und tragen letztlich auch ihr Teil zur tollen Atmosphäre dieses Hörspiels bei.
"Die liebende Tote" hat mich richtig gut unterhalten - ein Hörspiel zum Füße hochlegen und genieße
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Warum die Musik geändert wurde, 10. Juni 2008
In den frühen Episoden aus dem Gruselkabinett war die Musik lieblicher und für meinen Geschmack schöner als die teils stampfenden Rhythmen der jüngeren Folgen. Ich wunderte mich über diesen Zustand, bis ich vor kurzem ein Interview mit Titania Medien hörte, in dem die musikalische Wende erklärt wurde: Früher wurde eigens für jede Folge eigene Musik produziert, heute wird die Musik eingekauft. Das hat den Vorteil, dass die eingekaufte Musik ein größeres Orchester und somit eine optimale Instrumente-Vielfalt bietet. Eingekaufte Musik ist zudem günstiger als ein selbst in Auftrag gegebener Soundtrack. Unter diesen Aspekten kann ich verstehen, dass Titania so handelt. Dennoch wünschte ich, dass manch kommende Folge des Gruselkabinetts wieder mit der einfacheren Musik unterlegt wird.
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Sehr gut, 3. Februar 2009
Die ganze Reihe "Gruselkabinett" ist ganz ordentlich gelungen.
Ein wenig bleibt natürlich die wunderschöne Sprache Théophile Gautiers hier auf der Strecke zugunsten der Action.
Insgesamt ist es eines meiner Lieblingshörbücher dieser Reihe.
Die Musik ist gut gewählt, da sie viel der Dramatik transportiert.
Die Sprecher überzeugen.
Toll, daß gerade diese Geschichte umgesetzt wurde!
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Gruselkabinett - 26. Die liebende Tote , 4. Dezember 2008
Erster Eindruck: Ein Priester zwischen einer Frau und seinem Gott
Während seiner Priesterweihe erblickt der fromme Mönch Romuald eine Frau, die ihn vom ersten Moment an fasziniert und in ihren Bann zieht. Fast bricht er die Zeremonie ab, weil er glaubt, ihre Stimme zu hören, die ihn von seinem Zölibatsgelübte abhalten will. Seit diesem Moment geht sie ihm nicht mehr aus dem Kopf. Kurze Zeit später wird er als neuer Priester in einer kleinen Gemeinde eingesetzt und versucht dort, den Gedanken an die Frau zu entkommmen. Doch mitten in der Nacht kommt plötzlich ihr Diener zum Priester, weil seine Herrin Clarimonde im Sterben liege und die letzte Ölung brauche. Doch ist die Schönheit wirklich tot?
Die mittlerweile 26. Folge "Gruselkabinett" des Labels Titania Medien setzt die Reihe mit einem weiteren Meisterwerk der Schauer-Romantik fort. Und wieder einmal werden sämtliche Zutaten, die die Serie so hörenswert machen, zu einem stimmigen Ganzen zusammengemischt: Glänzende Sprecher, eine intensive Geräuschkulisse und natürlich eine ansprechende Geschichte. Besonders gelungen ist die Rolle des Erzählers: Der gealterte Romuald erzählt einem jüngeren Mönch von den weit zurückliegenden Ereignissen. So ist die Abtrennung zum Hörspielgeschehen deutlich, ohne dass der Erzähler völlig unbeteidigt wäre. Die Geschichte an sich ist dieses mal nicht das Highlight der ganzen Serie, aber unterhaltsam ist sie allemal!
Großen Wert wurde auch dieses mal auf die Auswahl der Sprecher gelegt, die ideal auf ihre Rollen besetzt wurden und ihren Charakteren Leibhaftigkeit verleihen. Als alten Romuald, also den Erzähler, hören wir Kaspar Eichel, dessen warme Stimme einen durch das Hörspiel begleitet und dabei immer präsent und intensiv ist. Als sein jüngeres Ich ist Julien Haggège im Einsatz, der die Zerissenheit seines Charakters zwischen seiner Berufung als Priester und der Liebe zu der Frau gut herausarbeitet. Als Clarimonde hören wir Sabine Arnhold, eine ausgezeichnete Wahl für die Rolle der sündigen Verführerin. In weiteren Rollen sind Christian Rode, Torsten Michaelis und Cornelia Meinhardt zu hören.
Wie immer beim Leverkusener Label kann man die musikalische Untermalung nur als äußerst gelungen bezeichnen. Auffällig waren dieses mal die choralen Gesänge, die die Zeiten des frühen 19. Jahrhunderts näher an den Zuhörer rücken. Ein dichter Klangteppich, der einen in den Bann zieht und so schnell nicht mehr loslässt. Die Geräusche sind eher spärlich, aber immer terffsicher und glaubwürdig eingesetzt.
Einen gewissen Hauch von Kitsch kann man dem Cover wohl nicht absprechen, aber es fängt die Atmosphäre des Hörspiels gut ein. Die Illustration von Firuz Askin zeigt Clarimonde auf ihrem Bett mit dem betenden Romuald, ein in angenehmen Farben gehaltenes Cover.
Fazit: Eine grundsolide Folge des Gruselkabinetts, die Fans begeistern dürfte und allen Neuzugängen ebenso ans Herz gelegt sein sollte!
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Spannende Gruselstory mit einem Hauch Erotik, 12. August 2008
Als ich diese CD bei amazon.de entdeckte,achtete ich nicht ganz genau darauf was sich auf dem Cover befand.Jetzt vor kurzem nahm ich mir die Zeit um genauer auf dem Cover zu schauen.Das Bild sieht zwar nicht gruselhaft aus aber dafür sehr bunt und etwas erotisch.Die Frau oder besser gesagt,Die liebende Tote auf dem Bild hat nur ein dünnes Nachthemd an so daß ein klein wenig ihres weiblichen Körpers zu sehen ist und sie erotisch auf dem Cover in Erscheinung tritt.Da dachte ich mir das dieses Hörspiel ein Hauch von Erotik besitzen könnte und beim anhören dieser CD lag ich garnicht mal sooo falsch.Natürlich hört man keine Sexszenen aber ein wenig sehnsüchtiges Liebesgestöhne. Die Hauptfigur,Die liebende Tote, kam schon sehr erotisch rüber.Die Sprecherin Sabine Arnhold hat die Rolle gut besetzt.Es ist nicht nur eine spannende Story sondern auch eine etwas erotisch prickelnde.Aber wie von dem anderen Rezensist muss ich auch sagen das diese Story etwas an Gruselkabinett 1 - Carmilla,der Vampir erinnert,nur ,wie schon gesagt,mit einem Hauch Erotik enthalten.Auf jeden Fall kann man sich das Hörspiel zulegen.
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