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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Gelungene Fortsetzung des ersten Bandes, 28. März 2002
Von Ein Kunde
Dies ist der zweite Band der sechsteiligen Orient-Folge und sollte auch auf jeden Fall erst nach dem ersten Band gelesen werden. Das im ersten Band begonnene Abenteuer bei den Jesidi wird nahtlos fortgesetzt. Danach machen sich Kara Ben Nemsi, sein treuer Diener Hadschi Halef, der Scheik Mohammed Emin und später auch wieder der Engländer David Lindsay auf, um Mohammeds Sohn aus dem Gefängnis zu befreien - ein spannendes und äußerst amüsantes Abenteuer. Schließlich geraten die Gefährten mitten in die Streitereien von Kurden und Nestorianern und Kara Ben Nemsi erhält Gelegenheit, die geheimsumwobene Marah Durimeh kennenzulernen.Dieses Buch ist ebenso spannend und witzig geschrieben wie der erste Band. In der zweiten Hälfte häufen sich jedoch die von Karl May so gern geführten Wortgefechte sehr stark, so daß die 'handfesten' Abenteuer etwas darunter zu leiden haben.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2. Band des Klassikers, 1. Juni 2006
Kara Ben Nemsi macht sich auf ins wilde Kurdistan. Er muß den Sohn seines Freundes, des Scheichs der Haddedihn, aus türkischer Gefangenschaft befreien. Unterwegs trifft er den echt englischen Sir David Lindsay, der im Irak nach Altertümern graben will.
Dem Helden und seinem treuen Hadschi Halef begegnen lebensgefährliche, spannende Abenteuer. Die Geschichte um die beiden bekommt nun einen festen Handlungsbogen, allerdings merkt man dem Autor an, daß er zuweilen einfach die Lust daran verliert, einige Handlungsstränge weiterzuführen. So verfährt er mit einigen Personen auf die schriftstellerisch einfachste Weise, um sie loszuwerden.. und andere tauchen auf, werden ausführlich eingeführt, dann aber wieder "abgestoßen" - so als hätte der Autor sein Konzept während des Schreibens mehrfach geändert.
Die Beschreibungen der Jesiden, Kurden und Türken mag nach dem Lexikon geschrieben sein, aber bis heute habe ich nichts vergleichbar "wirkliches" in einem Roman gelesen. Die Glaubensgegensätze, die Blutrache, Probleme der Frauenbefreiung - all das wird zwar etwas schulmeisterlich, aber unglaublich realistisch dargestellt. Ich habe noch keinen echten Fehler in Mays Darstellung gefunden. Der Gegensatz zwischen Kurden, Persern und Türken wird vollständig nachvollziehbar geschildert.
Es ist aus meiner Sicht der erzählerisch schwächste, weltanschaulich-landeskundlich beste Teil der Reihe.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Ein schöner Band 2 des Orient-Zyklus, 9. August 2008
INHALT
Kara Ben Nemsi und sein Diener Hadschi Halef Omar reisen durch Kurdistan (Nord-Irak) im Jahre 1882, unter anderem mit dem Ziel, den entführten Sohn eines befreundeten arabischen Scheichs dort zu befreien. Und ich muss sagen, es wird wirklich wild. Gleich am Anfang steht der Überfall der Türken auf die Kurden an, die der erste Band vorbereitet hatte. Kara Ben Nemsi hilft den Jedidis, einer friedlichen christlichen Sekte, die von den Moslems "Teufelsanbeter" genannt werden. Doch auch unter der nahezu unübersehbaren Zahl kurdischer Stämme gibt es Feindschaften und vor allen Dingen viel Blutrache. Kara Ben Nemsi, der "Sohn der Deutschen", versucht mit Geschick und gelegentlichen Heldentaten das Schlimmste zu verhindern und Frieden zu stiften. Und am Ende ist da noch ein geheimnisvoller, mächtiger Geist...
KRITIK
Der Band ist eine schöne Fortsetzung mit allem, was Karl May-Bücher ausmacht - die schöne Sprache, die menschlichen Werte, die Achtung von Kultur, Frieden, Freundschaft und Gott. Die Handlung wirkt an einigen Stellen konstruiert, etwa wenn der Protagonist allzu offensichtlich in eine Falle tappt, doch insgesamt ist alles sehr gut ausgearbeitet - bei May steht das Zwischenmenschliche klar über der Action. Hier wird noch gelebt, hier sind Menschen noch Menschen mit ehrlichen Launen und Gefühlen. Im Vergleich zu modernen Hollywood-Helden zeichnet Kara Ben Nemsi sich dadurch aus, dass er nicht den maximalen Schaden anrichten will, sondern im Gegensatz diesen zu minimieren sucht. Im Chaos Moral und Mitmenschlichkeit zu bewahren, das ist eine anspruchsvolle Kunst. Karl May vermittelt geschickt eine Art 'Charma', eine positive Energie, durch die ein selbstloser Gefallen oder eine gute Tat Kara Ben Nemsi später in oft überraschender Weise gedankt wird. Umgekehrt führt das Gesetz der Blutrache zu einer Eskalation von Leid und Krieg.
Allerdings muss ich sagen, dass die Handlung im Vergleich zu heutigen Romanen sehr vielschichtig und komplex ist, allein bei den vielen Namen wird es stellenweise verwirrend, wer mit wem warum noch eine Rechnung offen hat. Das kann auch ermüden! Der gesamte Zyklus hat über 2000 eng bedruckte Seiten, die sich manchmal doch in die Länge ziehen - man muss sich schon auf die Geschichte einlassen.
WICHTIGE ZITATE
* "Wie viele Bücher hatte ich über fremde Länder und ihre Völker gelesen und wie viele Vorurteile daher in mich aufgenommen? Ich hatte manches Land, manches Volk ganz anders und besser gefunden, als sie mir geschildert worden waren." (Kara Ben Nemsi ...der Satz entbehrt nicht einer gewissen Ironie, weil Karl May sich sein Wissen zu diesem Zeitpunkt ja auschliesslich aus Büchern angeeignet hatte)
* "Sieh dir dieses Land ein. Die Sonne hat Tausende hier gewaltsam sterben sehen. Und warum? Weil die Mächtigen nie auf das Wohl ihrer Völker bedacht waren." (eine weise alte Frau)
* "Ich habe dich lieb." - "Auch ich habe dich gern." (deutsch-türkische Männerfreundschaft Kara Ben Nemsis mit Selim Aga)
ZYKLUS
1 - Durch die Wüste (1881)
2 - Durchs wilde Kurdistan (1882)
3 - Von Bagdad nach Stambul (1882)
4 - In den Schluchten des Balkan (1885)
5 - Durch das Land der Skipetaren (1887)
6 - Der Schut (1892)
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Hier geht es um eine Reise durch den Nordirak, 20. Februar 2005
Hier geht es um eine Reise durch den Nordirak in die kurdischen Berge. Karl May erzählt plastisch und spannend. Schon in diesem Band kommt sein Hang zur Religion deutlich zum Vorschein. Gerade eine Person, der er in Kurdistan begegnet, wird von ihm in seinem Alterswerk noch einmal deutlicher hervorgehoben: Marah Durimeh.edit: Ich vergaß zu erwähnen: Wenn man diesen Band gelesen hat, kann man so einige aktuelle Probleme in Irak und Türkei verstehen. Die Hintergründe sind offenbar immer noch die gleichen.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Wildes Lesevergnügen, 16. Mai 2007
Gemeinsam mit dem immer an alle Menschen denkenden Helden, bewegen wir uns Hoch zu Ros durch die schöne Berglandschaft von Kurdistan.
Dabei lernen wir, diplomatisch und vorsichtig vorzugehen, und die Besonderheiten der Kurdischen Mentalität nicht zu unterschätzen. Hatschi Halef, wird uns mit seiner Art zu manchem Lacher reizen, und der Britische Gentleman, vermag es sogar, dass wir uns vor lachen wälzen.
Ein tolles Buch! Viel wörtliche Rede, die uns das Gefühl gibt als Gast dabei zu stehen, viel Humor und Witz wurde mitverarbeitet, und obwohl Karl May, angeblich nie die Länder bereiste von denen er schrieb, bringt er uns die Kurdische Mentalität näher, die noch heute so erscheint, wie damals, als Hadschi Halef.....
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2 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Durchs wilde Kurdistan, 12. Februar 2003
Dieses Buch habe ich schon als Kind gelesen und fand es sehr spannend und unterhaltsam. Es ist immer noch ein guter Geschenktipp für Kinder und Jugendliche, sollte aber nach dem ersten Band der Karl-May-Orient-Reihe gelesen werden, denn es setzt dessen Handlung fort.
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