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43 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Das Kursbuch der russischen Seele
Dieses Buch ist in Deutschland relativ unbekannt.Dass dies so ist,mag man bedauern,denn in diesem Buch geht es um nichts anderes,als die berühmte russische Seele.Eine andere Deutung sieht in Gontscharow's Buch die Anprangerung der adligen Klasse.In Russland gibt es ein Wort,die "oblamawtschina".Dies kennzeichnet den Zustand der völligen Phlegmatik,der Faulheit...
Am 12. März 2001 veröffentlicht
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Schlampiger Eindruck
Die drei Sterne hat dieses Hörspiel nur wegen seiner Vorlage verdient: Oblomow ist ein großartiger Roman über einen Faulpelz, zugleich aber über Rußland, und über den Sinn des Lebens. Dieses Hörbuch aber ist nicht gelungen. Es gibt sich als Hörspiel, ist aber mehr eine Lesung mit verteilten Rollen, untermalt von musikalischer Dauerberieselung und - wenn die Szene im...
Veröffentlicht am 7. Januar 2005 von Ulrich Hartmann
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43 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Das Kursbuch der russischen Seele, 12. März 2001
Von Ein Kunde
Dieses Buch ist in Deutschland relativ unbekannt.Dass dies so ist,mag man bedauern,denn in diesem Buch geht es um nichts anderes,als die berühmte russische Seele.Eine andere Deutung sieht in Gontscharow's Buch die Anprangerung der adligen Klasse.In Russland gibt es ein Wort,die "oblamawtschina".Dies kennzeichnet den Zustand der völligen Phlegmatik,der Faulheit der Sinnverlorenheit.Der Held dieses Buches,wenn man so will,ist ein russischer Adliger,der mehr schlecht als Recht aus seinen Gütern ein Einkommen erhält.Er ist unverheiratet,wird aber von der treuen Seele Semjon,dem alten Diener umsorgt.Oblomov wurde in seiner Jugend derart verzärtelt,dass er selbst als erwachsener Mensch nicht vermag,sich selbst anzuziehen.Er liegt denn ganzen Tag auf dem Diwan,vor sich hinträumend.Aus diesem Zustand des Komas wird er nur kurz durch die Liebe zu einer Frau gerissen.Man fiebert mit ihm mit,man wünscht es Oblomov,dass er die Kraft findet,sein Leben durch die Liebe zu ändern-Allein,er schafft es nicht.Zum Schluss wird er mehr oder weniger an der oblamawtschina eingehen.Dieses Buch sollte-und wird-in keiner Bibliothek eines Russland zugeneigten fehlen.Darüberhinaus ist es ein elegant und unterhaltsam geschriebenes Buch.
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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Ein Klassiker der Weltliteratur.., 17. Dezember 2004
Oblomow ist das Buch,welches ich ohne Zögern,mit auf die berühmte einsame Insel mitnehmen würde. Und nach dem Fragebogen,angelehnt an Marcel Proust,ist Oblomow mein Held der Literatur. Oblomow ist vielschichtig,tiefgründig und irgendwie immer anders bei erneuter Rezeption.Ein zerleseneres Buch besitze ich nicht.Allein die Tatsache,dass über die ersten 200 Seiten nichts weiteres geschildert wird,als der Versuch diverser Personen, Oblomow an einem Samstagvormittag aus dem Bett/Divan zu bewegen, ist einfach nur köstlich und amüsant.Obwohl es an jeglicher "Action" mangelt,sind diese 200 Seiten weitaus kurzweiliger als manches "Action-epos". Gedeutet und interpretiert wurde Oblomow allzu oft.Aber Oblomow ist ein Buch,welches sich jeder Deutung verschliesst. Hat man erst einmal mit der Lektüre begonnen,steht man unversehens schon mittendrin im Geschehen. Das kann kein Reality TV jemals bieten. Oblomow ist zurecht ein Klassiker der Weltliteratur.Leider in hiesigen Breiten nahezu unbekannt. Irgendwo steckt in uns allen ein Oblomow,ein Stolz,ein Sachar, ein Tarantejew usw.....
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Großartig!! (v. D. Loibl), 17. November 2004
Von Ein Kunde
Oblomow, eigentlich Adeliger und Gutsbesitzer, lebt in einer verwahrlosten Wohnung in Petersburg. Er liegt den ganzen Tag im Schlafrock auf dem Diwan, döst vor sich hin, empfängt Besucher, freut sich auf das nächste Essen und träumt von seiner Kindheit. Als gerade ein "zweifaches Unglück" über ihn hereinbricht (der Verwalt schreibt ihm wieder einmal vom chaotischen Zustand seines Gutes und er soll aus der Wohnung ausziehen), kommt ihn sein alter Jugendfreund Stolz besuchen. Stolz - selbst ein vor Fleiß, Interessen und Reiselust strahlender, erfolgreicher Mann - möchte Oblomow aus seiner Lethargie reißen, und erinnert ihn an die Ideale, die Pläne und den Wissensdurst von einst, um ihn wieder ins Leben zurückzuführen. Er stellt ihm, bevor er wider abreist, seiner jungen Bekannten Olga vor, die ihn durch ihr jugendliches Wesen und ihren Gesang verzaubert. Oblomow verliebt sich in sie und beginnt für sie wieder zu leben, zu lesen und zu hoffen. Mehr sei von der Handlung noch nicht verraten.Oblomow ist einerseits als Adeliger ein "überfüßiger Mensch", der Vertreter einer Klasse die sich überlebt hat. Vor allem aber ist ein Mensch von grenzenloser Bequemlichkeit; interesselos, anspruchslos, bewegungslos lebt er in den Tag hinein, während wie zufällig die Jahre an ihm vorbeifließen. Wenn sein Verwalter ihm schreibt, schrickt er kurz auf, denkt an seinen "großen Plan", der alle Probleme lösen soll und sinkt dann wieder zurück auf den Diwan. Auf einmal sieht er einen Weg zurück ins Leben: Stolz versucht, ihn zu Disziplin und Interesse an der Welt aufzurütteln und durch Olga lernt er Leidenschaft und vollkommene Hingabe kennen. Er steht auf der Kippe zwischen dem Luxus der ereignislosen, sorglosen Trägheit und dem aktiven, bewussten pulsierenden Leben - doch ob er es schafft? Lesen Sie selbst (und vielleicht werden auch Sie sich manchmal wiedererkennen). Dieses Buch ist ein wahres Meisterwerk, fesselnd und spannend auf eine Art, die sich gar nicht wirklich beschreiben lässt. Gontscharow schreibt psychologisch, beinahe wie Dostojewski, und dabei so mühelos fließend, dass man mitten im Geschehen ist. Sehr schöne Ausgabe.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Liebeserklärung an das Nichtstun!, 6. Juli 2005
Ein Roman über das Nichtstun? Musste das denn nicht langweilig sein? Im Gegenteil! Gontscharow versteht es meisterhaft die geringsten Ereignisse und Gefühlsregungen in farbigen Bildern darzustellen. Im ersten Drittel des Buches, das an einem einzigen Tag spielt, lernen wir Ilja Iljitsch Oblomow in all seinen Facetten kennen. Wir schmunzeln darüber, dass er es nicht schafft sich selbst die Strümpfe anzuziehen, einen einfachen Brief zu schreiben, oder auch nur sich vom Sofa zu erhaben, gleichzeitig erkennen wir aber auch, daß sich unter dem Schlafrock der Trägheit ein ganz besonderer Mensch verbirgt. Wir bewundern seine Offenheit, seine Ehrlichkeit gegenüber den Menschen, die seinen Weg kreuzen, seine neidlose Freude dem Glück seiner Freunde gegenüber. Gontscharow entwirft vor uns das Bild eines liebenswürdigen Menschen mit einem großen Herzen, mit einer kristallklaren Seele, wie er selbst es beschreibt. Gerade weil wir seinen Wert erkennen, macht es uns traurig, dass dieser Mensch sich weigert am Leben teilzunehmen. Dabei ist Oblomow nicht wirklich untätig. Er entwickelt laufend Pläne, entwirft seine Zukunft und träumt von seinem irdischen Paradies. Aber sobald er etwas für die Umsetzung seine Pläne tun muss, scheitert er und lässt alles wieder fallen. Wir ahnen bereits im ersten Teil des Buches, dass alle Versuche ihn aus seiner Lethargie zu reissen von vorne herein zum Scheitern verurteilt sind. Auch wenn sein Freund Stolz immer wieder versucht in aufzurütteln, auch wenn Oblomows Liebe zu Oljga ihn für einen Sommer lang verwandeln, irgendwann zieht er sich wieder zurück. Was mich dabei traurig stimmt, ist die Tatsache, dass Oblomow in seiner selbstgewählten Trägheit nicht glücklich werden kann. Er schämt sich seiner Untätigkeit, kann aber nichts dagegen machen. Alles in allem ein wunderbares Buch über die Bedeutung des Innehaltens, des Nichtstuns, und so gesehen heute vielleicht aktueller als je zuvor.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Ein liebenswerter Faulpelz, 9. Januar 2006
Er singt das Loblied auf das süße Nichtstun, das Bett ist ihm der liebste Platz auf Erden: Oblomow ist ein Bummelant, wie er im Buche steht. Lethargisch schlurft er vom Bett zum Tisch und vom Tisch wieder ins Bett. Wenn Freunde vorbeikommen, um ihn ins helle, grelle Leben zu stürzen, lehnt er dankend ab. Dabei gäbe es so viel zu tun: Sein verwahrlostes Landgut müsste dringend auf Vordermann gebracht werden. Die Liebe einer Frau, der entzückenden Oljga, gilt es zu erringen und zu festigen. Letzteres gelingt Oblomow sogar, kurzzeitig rafft er sich auf - aber dann folgt erneut die Erschlaffung: Schnell zieht er sich in sein Schneckenhaus zurück, erfindet tausend Ausreden, um nicht wieder auf die Straße gehen zu müssen - und verspielt die Liebe seines Lebens. Trotz allem ist dieser Oblomow doch ein ganz sympathischer Kerl. Literaturwissenschaftler und Leser haben sich seit der Veröffentlichung des Buches den Kopf zerbrochen, was sie von ihm halten sollen: Ihn für seinen Schlendrian verdammen, wie es Lenin noch 1922 tat (und damit das ganze russische Volk meinte), oder ihn als Ikone der Verweigerung feiern, als einen, der sich der Hektik und Geschäftigkeit der Welt entzieht? Auf jeden Fall muss man "Oblomow" lieben, den wichtigsten Roman des ansonsten weitgehend unbekannten russischen Romanciers Iwan Gontscharow.
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15 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Der liebenswerteste Romanheld überhaupt!, 7. Januar 2003
In diesem Buch werden zwei gegensätzliche Charaktere dargestellt: Oblomow und Scholz. Oblomow ist ein fauler, sentimentaler, phlegmatischer, naiver aber sehr liebeswerter und gutmutiger 30-jähirger Mann. Scholz ist fleiss, strebenswert, praktisch, geschäftsorientiert. Diese Eigenschaften erbte er von seinem deutschen Vater. Scholz und Olga schafften nur kurzfristig, die Hauptfigur Oblomow zum Leben zu erwecken: früh aufstehen, sich gut anziehen, Bücher lesen, spazierengehen. Seine Freunde mussten mit Schrecken festellen, dass es unmöglich ist, ihn irgendwie zu ändern. Andererseits fand ich mutig, dass er sein Leben so gemütlich laufen ließ: er verbrachte den ganzen Tag mit Essen und Schlafen und er war damit zufrieden! Er hatte zwar Absichten, irgendetwas zu verändern, hat aber seine Pläne immer verschoben. Ich war von Oblomow's Liebenswürdigkeit und Gutmutigkeit sehr gerührt, als ich von der Treue von seinem Diener und Liebe seiner späteren Frau erfuhr. Dadurch fand ich den faulen Oblomow sympathischer als Scholz. Obwohl der Inhalt von dieser Geschichte ernst und dramatisch erscheinen mag, ist sie in einer witziger Art geschrieben. Das Ende ist traurig wie bei vielen russischen Büchern: Oblomow geht ein.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Schlampiger Eindruck, 7. Januar 2005
Die drei Sterne hat dieses Hörspiel nur wegen seiner Vorlage verdient: Oblomow ist ein großartiger Roman über einen Faulpelz, zugleich aber über Rußland, und über den Sinn des Lebens. Dieses Hörbuch aber ist nicht gelungen. Es gibt sich als Hörspiel, ist aber mehr eine Lesung mit verteilten Rollen, untermalt von musikalischer Dauerberieselung und - wenn die Szene im Freien spielt - vom immer gleichen "Zick-zick" eines Rotkehlchens (gelegentlich sind auch Dohlen zu hören). Die Qualitäten der - eigentlich guten - Sprecher kommen wenig zur Geltung. Zum mindesten aber hätte man erwarten können, daß man für eine solche Aufnahme die richtige Aussprache der russischen Namen in Erfahrung bringt (oder sich wenigstens auf eine, und sei es eine falsche, Variante einigt). So entsteht ein schlampiger Eindruck. Die Aufnahme ist gegenüber dem Roman stark gekürzt, was in der Natur eines Hörspiels liegt; allerdings gehört gerade zu diesem Roman die ausführliche Erzählweise unbedingt dazu. Man muß sich also weiterhin an das Buch halten, es sei denn, die großartige Lesung mit Gert Westphal, die vor vielen, vielen Jahren im Radio zu hören war, wäre auch auf CD erhältlich.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Der Archetypus der Trägheit, 31. Dezember 2007
Wenn es ein Buch schafft, dass seine Hauptfigur als geflügeltes Wort in den Sprachgebrauch eingeht und ein Autor es schafft, mit einer Figur den Archetypus der Trägheit zu erschaffen, so haben wir es mit einem großen und wichtigen Stück Literatur zu tun. Dabei lag die russische Literatur am Anfang des 19. Jahrhunderts brach. Erst durch den Einfluss Alexander Puschkins konnte die russische Literatur gen Ende des Jahrhunderts eine ungeahnte Produktivität gewinnen und brachte eine unglaubliche Dichte an großen Erzählern hervor. Für Iwan Gontscharow ist 'Oblomow' zweifelsohne der Gipfel seines Schaffens, obwohl auch 'Eine alltägliche Geschichte' hierzulande bekannt ist.
Der Autor hat mit der Titelfigur Ilja Iljitsch Oblomow eine liebenswerte und zartbesaitete Seele erschaffen. Während der Kindheit verhätschelt, hat dieser Grundbesitzer einen eigenen Antrieb oder Ziel längst verloren. Seine Tage verbringt er schlafend oder liegend. Reisen, Besuche in der Gesellschaft und Trubel sind ihm ein Graus. Nicht einmal sein immer mehr verkommendes Gut oder sein unverschämter Diener Sachar scheinen ihn im Entferntesten zu interessieren. Als Oblomow von seinem Jugendfreund Stolz - der es sich zur Aufgabe gemacht hat, den vegetierenden Oblomow aus seiner Lethargie zu reissen - eines Tages einer Frau names Olga Sergejewna vorgestellt wird, scheint sich das Blatt zu wenden, Oblomow lebt auf, verliebt sich, um dann doch noch an seiner Naivität und an seinem unwandelbaren Charakter zu scheitern.
Der 'Oblomow' ist eine psychologische Meisterstudie. An Gontscharows Blick für die Dinge kommt später höchstens noch ein Dostojewski in seiner Charakterstudie des Verbrechers Raskolnikoff in 'Schuld und Sühne' heran. Zugleich ist der Roman die zutiefst traurige und tragische Geschichte eines Scheiterns und langsamen Ablebens auf kleiner Flamme des "zärtlichen Täuberichs" (Olga über Oblomow).
Fazit
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Der 'Oblomow' ist nicht umsonst in den ZEIT-Kanon der 100 größten Meisterwerke der Literatur aufgenommen worden. Selten habe ich eine psychologische Studie solcher Schärfe und Tragikkomik gelesen. Man leidet und lacht mit und über Ilja Iljitsch, obwohl man schon sehr bald ahnt, welches Schicksal die Figur erwartet. Ein wichtiges Buch.
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5 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Oblomowerei, Segen oder Fluch??, 22. September 2004
Obwohl ich gelernter Germanist und ein ausgesprochener Bücherwurm bin, muss ich gestehen, dass mir weder Autor, noch Buchtitel bekannt waren, als ich in unserer hiesigen Bücherei das Hörbuch des Audioverlages ausgeliehen hatte. Ich liess mich also überraschen. Die quälende Langeweile, an der Oblomow selbst litt, stellte sich bei mir während des Hörens der CD niemals ein, ganz im Gegenteil! Wie in anderen Rezensionen erwähnt, war auch ich sehr gespannt darauf, ob Olga oder sein bester Freund ihn aus seiner Lethargie befreien konnte. Meine anfängliche Zuversicht löste sich in der Gewissheit auf, dass die Geschichte schlecht ausgehen musste, was dann am Ende ja auch der Fall ist. Das Hörspiel ist bis zum Ende spannend gestaltet, und nur allzu oft konnte ich mich selbst in Oblomow wiedererkennen! Man will nur seine Ruhe haben, nur ja nichts verändern in seinem Leben, uninteressiert am geschäftigen Treiben der Anderen..WOZU auch... Es stellt sich aber am Ende doch die Frage:OBLOMOWEREI, SEGEN ODER FLUCH??? Und man ist irgendwie ganz froh, dass man sich ab und an doch dazu entschliesst TATEN zu setzen, wenn dies unabdingbar wird.. "chronische Depressionen" würde heutzutage ein Psychiater dem Oblomow wohl attestieren und gezielt Psychopharmaka einsetzen, um einen solchen Menschen aus der Stumpfheit des Sofas hochzukriegen... Ein durchaus empfehlenswertes Hörbuch, als Text zu lesen doch wohl stellenweise zu langatmig, RUSSISCH eben...
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Es ist unglaublich..., 9. März 2008
...aber jeder von uns, vor allem ich selbst, ist ein "Oblomow"! Das ist der epische Roman über einen trägen, weltfremden, lebensunfähigen und energielosen, aber träumerischen Kleinadeligen mit einem grundguten Herz und der dazugehörigen Naivität. Von seinem besten Freund Stolz wird er in die Hände der jungen Olga getrieben, die ihn "zum Leben erwecken soll". Als das nicht funktioniert, bleibt Oblomow bei seiner neuen Wirtin, die sich mütterlich in ihn verliebt und deren Bruder ihn, zusammen mit einem vermeintlichen Freund des dickwerdenden Oblomow, auszusaugen versteht wie ein Parasit. Mehrere Versuche Stolzens, seinen Freund aus dem vergiftenden Trott des Nichtstuns herauszuzerren, scheitern trotz einiger Erfolge und Oblomow stirbt bald nach dem zweiten Schlaganfall. Das ist ein wahrlich großer und teils langatmiger Roman, der sich wie viele realistische russische Klassiker mit den grundlegenden Fragen des Lebens auseinandersetzt. Er lässt einen nachdenken über sich selbst, seine eigene Beziehung zu Oblomow und ist die "gesunde"(also kürzere) Alternative zu Tolstoi und Dostoevskij. Etwas besonderes ist auch die Schilderung einiger Szenen, wie z.B. zu Anfang Oblomows Tagesablauf oder später die Trennung von Olga.
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Oblomow: Roman von Iwan Gontscharow (Gebundene Ausgabe - 1. März 1980)
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