Amazon.de: Kundenrezensionen: Essais. Ausw. u. Übers. v. Herbert Lüthy.

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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Herausragender Autor des 16. Jahrhunderts
Montaigne war in seiner Nüchternheit, Ehrlichkeit und Offenheit seiner Zeit weit voraus und nötigt einem heute noch Respekt ab. Ich könnte ihn mir auch heute noch als "freundschaftlicher Ratgeber" vorstellen, den man auch in heikleren Fragen konsultieren kann, ohne befürchten zu müssen, in Verlegenheit zu kommen.

Wie gut tut das im Vergleich zu seinen...

Am 20. November 2001 veröffentlicht

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versus
14 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Insel-Verlag-Ausgabe der Essais von Montaigne 2001
Meine Neugier auf die Essais von Montaigne hat durch die zugegebenermaßen sehr preiswerte Insel-Ausgabe einen herben Dämpfer erlitten! Sind das nur Fehler des Übersetzers (Seite 15: "Fuß halten", "Reißaus geben" usw.),die die Lesbarkeit erschweren? Oder wollte man eine historisch angeglichene Übersetzung liefern? Da ich des Französischen leider nicht mächtig bin, werde...
Veröffentlicht am 30. Mai 2005 von Hans

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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Herausragender Autor des 16. Jahrhunderts, 20. November 2001
Von Ein Kunde
Montaigne war in seiner Nüchternheit, Ehrlichkeit und Offenheit seiner Zeit weit voraus und nötigt einem heute noch Respekt ab. Ich könnte ihn mir auch heute noch als "freundschaftlicher Ratgeber" vorstellen, den man auch in heikleren Fragen konsultieren kann, ohne befürchten zu müssen, in Verlegenheit zu kommen.

Wie gut tut das im Vergleich zu seinen Zeitgenossen, die viel ernster, manchmal geschraubter, manchmal kämpferischer zu Werke gingen, aber damit fast immer unmenschlicher wirken als Montaigne.

Man kann seine Essais einzeln und in beliebiger Reihenfolge lesen kann, was die Lektüre trotz der seither vergangenen mehr als 400 Jahre ziemlich einfach macht.

Die Ausgabe von Manesse aus dem Jahr 2000 ist keine Komplettausgabe der Essais. Sie ist eine Neuauflage der Übersetzung und Auswahl von H. Lüthy aus dem Jahr 1953, aber durchaus nicht veraltet. Sie ist ihr Geld wert. Viel Freude beim Lesen!

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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der wahre Philosoph, 21. Januar 2004
Wenn man Montaigne liest, ist es fast unglaublich, dass dieser Mensch im 16.Jahrhundert gelebt hat. Fast alles an ihm ist modern. Er ist skeptisch, vorurteilslos, bescheiden, schlicht, tolerant, selbstkritisch und aufgeklärt. Er ist sozusagen der Vorreiter der französischen Aufklärung. Ein Beispiel für seine Toleranz und Selbstkritik: Als im 16.Jahrhundert die Europäer Amerika entdeckten und missionierten, ging das Gerücht oder die Tatsache, dass die anwesenden Völker dem Kannibalismus frönen. Die Völker wurde von den Europäern als Barbaren abgestempelt. Montaigne schreibt nun in seinem Essay "Von den Menschenfressern": "Ich bin nicht ungehalten darüber, dass wir die barbarischen Greuel in einer solchen Handlung brandmarken, wohl aber sehr, dass wir, die wir so gut über ihre Fehler urteilen, für die unseren so blind sind. Ich denke, dass es eine schlimmere Barbarei ist, einen Menschen lebendig zu fressen, als tot zu fressen, einen noch von Gefühlen belebten Körper mit Foltern und Qualen zu zerreißen...als ihn zu braten und zu verspeisen, nachdem er verendet ist". Herrlich! Ein weiteres Beispiel für den Beweis, dass M. einer der glänzendsten und geistreichsten Schriftsteller Frankreichs ist: In seinem Essay "Über das Beten" kritisiert er das Beten der Christen, dass nach seiner Meinung nur aus Brauch und Gewohnheit geschieht und dass wir eigentlich nicht beten, sondern unsere Gebete herrsagen und herreden. M. sagt, das Gebet "muss aus dem Herzen kommen und nicht von den Lippen". Kein Wunder, wenn Nietzsche schrieb, mit M. "würde ich es halten, wenn die Aufgabe gestellt wäre, es sich auf der Erde heimisch zu machen". Montaigne ist ohne Zweifel einer der sympathischsten Philosophen, vielleicht auch gerade deshalb, weil er kein systematischer, komplizierter Philosoph ist, sondern einfach und für jedermann, von der Aldiverkäuferin bis zum Proffesor verständlich. Schade finde ich nur, dass in der Manesseausgabe, nicht das Essay "D'un enfant monstrueux" aufgenommen ist. In diesem Essay schreibt M. die für mich elektrisierenden Worte: "Was wir Monstren nennen, ist nicht monströs für Gott, der in seinem ungeheuren Werk die Unendlichkeit von Formen einbegreift, die er darin selbst entwarf". Lesen sie Montaigne!
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Tolle Ausgabe, 23. August 1999
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Essais (Gebundene Ausgabe)
Die "Essais" von Michel de Montaigne in der Eichborn-Ausgabe der "Anderen Bibliothek", herausgegeben von Hans Magnus Enzensberger ist ein echter Traum und das nicht nur wegen seiner hervorragenden Ausstattungen. Zunächst zum Erscheinungsbild des Buches: Es kommt in einem kräftigen blauen Leinen daher, auf schönem Papier gedruckt. Ich sage immer, für dieses Buch bräuchte man ein Steh- bzw. Lesepult, das ist viel zu schade für ein Regal! Und der Inhalt der Essais erstrahlt in neuer Übersetzung von Hans Stilett, die dem Original wohl näher kommt als die vorherigen. Die kurzen und manchmal längeren Traktate des Zeitgenossen des 16. Jahrhunderts haben auch heute nicht an Aktualität verloren. Obwohl eigentlich nur für den Freundeskreis des französischen Adeligen gedacht, haben die Essais über Jahrhunderte große und kleinere Geister beflügelt und durch ihre Kraft durch die Jahrhunderte hindurch nicht an Interesse verloren. Sie inspirieren und lassen den Leser neue, obwohl schon recht alte, Einsichten in die eigene Denkweise erfahren. So kann Montaigne glänzend weiter wirken und wird wohl nie an Aktualität verlieren. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Was für ein Buch!!!, 8. Juni 2001
Von Ein Kunde
Meisterwerk - dieses Wort ist noch zu gering für eine solche Leistung: Absolute Ehrlichkeit gegenüber sich selbst - schon an und für sich eine Heldentat - und dann auch noch der Mut zum "mich allgemein bekannt machen". Das Amazon-Bewertungssystem reicht hier kaum aus, 10 Sterne sollten das Minimum sein. Montaigne ist für mich der klügste Kopf, den Europa im 16. Jahrhundert gesehen hat und es ist eine Ehre und ein Vergnügen zugleich, ihn heute in dieser Prachtausgabe lesen zu dürfen.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen + grosse Worte - in wunderbarer Verpackung, 2. Juni 2005
Diese Rezension stammt von: Essais (Gebundene Ausgabe)
Zunächst zum Äußeren - ein bibliophiles Buch, in blauen Leinen mit goldener Schrift und ein großzügiges Innenleben. Dieses wird unterstützt durch Texte in grossen Lettern, in Anfängen künstlerisch gestaltet. Eben für das Auge.

Zum Text: Was hat er nur alles gedacht, dieser M., als er in seinem Turm saß und nichts als schäumende Ideen niederschrieb mit einer Präzision in der Beobachtung und in der Beurteilung, dass wahre Philosophie des Alltäglichen sich nahe ins eigene Innere schleicht. Drei Bücher umfassen die Gedanken, jeweils mit bis zu 57 Essais. Sie beschreiben und beurteilen, besser sie laden ein zur Selbstreflexion der Dinge und Erfahrungen des Lebens, wie Freundschaft, Furcht, Erziehung oder einfach über Bücher. Sie bringen geschichtliches sowie philosophisches. Wer nicht weiter weiss in seinem Denken, wird sogar hier der Hilfe fündig, wenn Montaigne über die Selbstbehinderung des Urteilsvermögen schreibt. Es ist kein Buch, welches man nur so liesst. Es ist Begleiter am Schreibtisch, passend zur Hand und damit einladend zum spontanen Blättern und Lesen.
Ob es zu teuer ist? Der Inhalt ist auch in der billigen Version derselbe, aber er verdient es nach ca. 410 Jahren und fortdauernde Aktualität in besonderer Aufmachung den Leser zu erfreuen.
Die in seinem Vorwort aufgestellte Behauptung, "es gäbe keinen vernünftigen Grund, Muße für so einen nichtigen Gegenstand zu verwenden", wird am Ende feststellen, dass es Montaignes Koketterie war, die ihn dazu veranlasste. Denn die Widerlegung der Behauptung ist das Werk selbst.

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32 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Zeitlose Gedanken, 17. Januar 2003
Diese Rezension stammt von: Essais, 3 Bde. (Taschenbuch)
Diese dreibändige Ausgabe enthält zeitlose Gedanken und Betrachtungen -
diese Ausgabe ist geeignet für die verschiedensten Lebenssituationen -
diese Ausgabe sollte jederzeit in Griffnähe stehen -
*F*A*S*Z*I*N*I*E*R*E*N*D* !!!

Gruß - Reinhard

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Michel de Montaigne - Unorthodoxer Philosoph des 16. Jahrhunderts, 13. Februar 2009
Von Herta Masarié "Malende Gedankenstürmerin" (A - Burgkirchen, Innviertel, OÖ) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Essais (Gebundene Ausgabe)
Es sind keine revolutionären Texte, sondern die Reflexionen eines kritischen, weltlichen Geistes, eines Mannes aus dem Frankreich des 16. Jahrhunderts, der seine Gedanken in einem unkomplizierten, leicht lesbaren Stil, aufs Papier brachte.
Durch die Niederschrift der Essais, wollte Montaigne sich selbst besser kennenlernen und fand es wichtig, neben dem Zitieren von römischen Dichtern, auch über seine höchstpersönlichen Befindlichkeiten, wie z.B. seine Blähungen, die ihn in der Nacht überkamen, zu berichten.
Was dieses Werk so besonders und zeitlos macht, sind die kleinen, alltäglichen Dinge, ist das Menschliche, welches beschrieben wird, an das kein 'moderner' Philosoph des 19./20. Jhd. Gedanken verschwendet hat. Genau diese Dinge machen aber unser Leben aus.

Montaignes Essais begleiten mich seit meinem 17. Lebensjahr auf meinem Lebensweg, in den verschiedensten Herausgaben, auch auf allen meinen Reisen (Taschenbuch).
Sie üben eine meditative Wirkung auf mich aus.

Diese elegante Ausgabe ist für alle, die Montaignes Werk kennen, das non plus ultra.
Eine Kostbarkeit und Bereicherung für jede Bibliothek und daher auch ein ideales Geschenk für besondere Menschen.


Das Meisterstück eines Menschen, auf das er besonders stolz sein kann, ist, sinnvoll zu leben; alles übrige, wie regieren, Schätze sammeln, Bauten errichten, sind Nebensachen. (Essais III: "Über die Erfahrung")

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14 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Insel-Verlag-Ausgabe der Essais von Montaigne 2001, 30. Mai 2005
Von Hans (Fuldatal-Rothwesten, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Diese Rezension stammt von: Essais (Taschenbuch)
Meine Neugier auf die Essais von Montaigne hat durch die zugegebenermaßen sehr preiswerte Insel-Ausgabe einen herben Dämpfer erlitten! Sind das nur Fehler des Übersetzers (Seite 15: "Fuß halten", "Reißaus geben" usw.),die die Lesbarkeit erschweren? Oder wollte man eine historisch angeglichene Übersetzung liefern? Da ich des Französischen leider nicht mächtig bin, werde ich mir wohl eine andere Übersetzung besorgen.
Meine Neugier auf die Essais besteht dennoch weiterhin!
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen 6 sterne, 15. Februar 2003
Diese Rezension stammt von: Essais.: 3 Bände. (Taschenbuch)
ich liebe ihn, den michel! mein absolutes lieblingsbuch. ich lese schon 10 jahre daran/darin und es ist noch immer spannend, witzig, amüsant, unerwartet, geistreich, lehrreich... wie am ersten tag. und das beste: ich bin am selben tag geboren.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein ganz Großer, 5. Februar 2005
Es gibt meiner Meinung nach nur wenige Werke westlicher Denker und Dichter, die den Weisheitsbüchern des Ostens ebenbürtig sind. Hierzu gehören neben den Dramen Shakespeares und den Dichtungen Goethes die Essays von Montaigne. Die Fülle und die Tiefe der Gedanken sind außerordentlich anregend, das Ausloten des menschlichen Lebens ist mit Montaigne ein Vergnügen. Originäres verbindet sich hierbei mit antiker Weisheit, seine skeptische Denkweise ist klärend, nicht niederschmetternd. Natürlich stammen die Ausführungen aus einer anderen, vergangenen Zeit. Aber vieles hat überzeitliche Gültigkeit und kann auch heute noch mit Gewinn gelesen werden.
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Essais. Ausw. u. Übers. v. Herbert Lüthy.
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