Amazon.de: Kundenrezensionen: Das Bildnis des Dorian Gray

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29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ach hätt' ich nur 6 Sterne zur Verfügung...
... ich würd sie alle vergeben. Dorian Gray nimmt vorweg, was heute alle Welt tut oder tun würde. Was passiert, wenn ich tun und lassen kann was ich will ( Opium, Frauen, Absinth damals, Kokain, Party und Sex heute) und man siehts mir nicht an! Was ist wenn ich niemals altern würde? Früher eine Faustscher Pakt mit dem Teufel, heute die Schönheits-OP machen's...
Veröffentlicht am 28. Juni 2004 von M. Mittag-Chwalczyk

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versus
15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Mieseste Übersetzung, die ich je gelesen habe ...
Wenn Null Sterne zu vergeben wären, so würde ich dieses tun. Die Ullstein Übersetzung dieses wunderbaren Buches ist wirklich unter aller S ... Ganze Passagen fehlen, aus einer Person werden plötzlich zwei und weitere Ärgerlichkeiten mehr. Bitte bitte nicht kaufen. Lieber auf die Haffmans Ausgabe zugreifen. Dort heißt der Titel auch richtig übersetzt: Das BILD des Dorian...
Veröffentlicht am 4. August 2005 von M., Nicole

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29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ach hätt' ich nur 6 Sterne zur Verfügung..., 28. Juni 2004
... ich würd sie alle vergeben. Dorian Gray nimmt vorweg, was heute alle Welt tut oder tun würde. Was passiert, wenn ich tun und lassen kann was ich will ( Opium, Frauen, Absinth damals, Kokain, Party und Sex heute) und man siehts mir nicht an! Was ist wenn ich niemals altern würde? Früher eine Faustscher Pakt mit dem Teufel, heute die Schönheits-OP machen's möglich.

Dorian Gray, ein schöner junger Mann lässt sich von einem Maler porträitieren. Als er sein Bildnis erblickt, wünscht er sich, sein Körper und sein Gesicht würden niemals altern, sondern an deren Stelle das Gemälde. Der Pakt mit dem Teufel nimmt seinen Lauf, als Dorian nach einer grausamen Beendigung einer Liebesbeziehung entdeckt, dass sein Wunsch in Erfüllung gegangen ist. Er lebt unaussprechliche Sünden aus und altert nie, was ihm die gesellschaftliche Anerkennung und Gemeinschaft garantiert.

Wilde versteht es, exotische Redewendungen und Beschreibungen mit sündigen Gedanken zu verbinden. Auch wenn heute Liebe und Laster kaum mehr noch Sünden sind, läßt einen das Buch nicht mehr los. Der überraschende Schluss setzt dem Buch ein Denkmal. Zu recht ein immer und immer wieder gelesener und verfilmter Klassiker.

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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Qualität hat ihren Preis!, 3. Dezember 2009
Diese Rezension stammt von: Das Bildnis des Dorian Gray. 8 CDs (Audio CD)
Lord Henry Wotton besucht seinen Freund, den berühmten Maler Basil Hallward. Der hat sich in letzter Zeit rar gemacht und Lord Henry findet heraus, dass er an einem Portrait arbeitet. Voller Bewunderung und ehrlich begeistert preist Lord Henry das Gemälde als Meisterwerk, als das beste Gemälde, das Basil je gemalt hat. Der Maler stimmt zu und schildert seinem Freund, mit welcher wachsender Anteilnahme an dem Bild er den darauf abgebildeten jungen Mann portraitierte. Lord Henry bittet Basil, ihm den jungen Mann vorzustellen, der seinen Freund offensichtlich so tief beeindruckt hat. Der aber lehnt ab. Er hat Angst, das der zynische Lebemann seinen jungen Freund verderben könnte. Doch just in diesem Moment kündigt Basils Butler den jungen Dorian Gray an. Der auffallend schöne, noch nicht volljährige Gray betritt das Atelier und Lord Henry beschließt, das Modell Basils zu seinem Studienobjekt, zu seinem Geschöpf zu machen.
Er vertritt Dorian gegenüber die These, dass Schönheit und Amoral, Genuss und Sünde das einzige sei, was im Leben eines jeden Müßiggängers von Interesse sein könne in diesem langweiligen, ach so modernen England des neunzehnten Jahrhunderts. Er bemerkt genauestens die Reaktionen Dorians, den er auf der Stelle für sich eingenommen zu haben scheint. Dorian versteigt sich, noch ganz im Bann der ungeahnten, neuen Welt, die ihm Lord Henry offenbart hat, Basil gegenüber zu der Behauptung, dass die Jugend das einzige auf der Welt sei, das einen Wert besitzt und er sich töten würde, wenn er entdecke, dass er alt werde. Dorian drückt seinen Neid gegenüber dem Portrait aus, dass ewig jung bliebe, er aber würde nach wenigen Monaten altern und hässlich werden. Der entsetzte Basil, Idealist und Romantiker mit Leib und Seele, ahnt nicht, wie sehr Lord Henry bereits Einfluss auf Dorian nimmt und nehmen wird. Immer stärker gerät Dorian Gray in den Bann Lord Wottons und dessen hedonistische Lehren werden sein Lebensinhalt.

Oscar Wildes einziger Roman aus dem Jahr 1890/91 spielt im viktorianischen Zeitalter in London. Das gesamte Hörbuch ist beherrscht von den Dialogen dreier Männer und mit zunehmender Dauer dem inneren Monolog des Dorian Gray. Es ist eine Gegenüberstellung zweier gegensätzlicher Auffassungen von Moral. Auf der einen Seite der Maler Basil Hallward, der das viktorianische England "vertritt", dessen romantisierende Lebensauffassung, die Idealisierung von Seele und Geist. Auf der anderen Seite der hedonistische, rein der Lust und der Sinneserfahrung huldigende Lord Henry Wotton, der die Vorstellungen des Autors wiedergibt. Entsprechend der offenen Zurückweisung überkommener Moral und bigotter Lebensführung, der fast lustvollen Darstellung des amoralischen Lebensstils Dorian Grays, führte dieses Buch zu einem Skandal und der Autor wurde öffentlich angefeindet. Nicht zuletzt durch dieses Buch und die im folgenden offen zu Tage tretenden homosexuellen Neigungen Oscar Wildes kam es zu einer Gerichtsverhandlung und zur Inhaftierung des Autors. Gesundheitlich angeschlagen, verschwand er nach der Haft aus der Öffentlichkeit und starb am 30. November 1900.
"Dorian Gray" blieb der einzige, große Roman von Oscar Wilde. In seiner Komposition brillant und sprachgewaltig, elegant im Stil und hart und kompromisslos in seinen Aussagen. Wilde verwob Prometheus-, Faust- und Luzifer-Mythen zu einem Kunstwerk, das bis heute seine Wirkung auf die Leser hat und seinen Erfolg zu Recht verdient.
Der Vortrag des ungekürzt übertragenen Romans durch Jan Josef Liefers ist ein Glücksfall. Vor allem die im Mittelteil des Hörbuchs sehr langen, schwierigen und komplexen Textpassagen, die den inneren Wandel des Dorian Gray darlegen, werden so intensiv und wahrhaftig vorgelesen, dass man das Gefühl hat, Gray selbst trage die Essenz seiner Vorstellungen, Qualen und leidenschaftlichen Erfahrungen mit.
Wichtigster Kunstgriff dieses Romans ist die Rolle, die das Bildnis Dorians hat. Es wird zu einer eigenständigen Person, zu einem Gewissen und Gedächtnis Grays. Das Bild wird zum wahren Dorian Gray, wird zu dem Mann, der erlebt, fühlt, trauert, triumphiert.
Es ist zugleich Sinnbild für den heute herrschenden Jugendwahn. Oscar Wilde beruft sich auf die griechischen Klassiker, das Dandytum seiner Zeit und die Wirkung des Schönen im romantischen England. Doch ist die moderne Aussage, das "Dorian-Gray-Syndrom" (eine narzisstische Persönlichkeitsstörung, bei der das eigene Ich im Mittelpunkt des Strebens und Denkens steht) heute um so wirksamer und aktueller als vor einhundert Jahren.
Vielleicht erklärt das den auch heute noch anhaltenden Erfolg des Buches. In jedem Fall ist es in dieser Hörbuchedition, die in einer wundervollen roten Pappschachtel, einem ausführlichen Booklet und einem perfekten Sprecher zu einem angemessenen Preis zu erwerben ist, ein Gewinn für jede Hörbuch-Bibliothek.
Einzig der überbordende Detailreichtum, der fast fanatische Perfektionismus Oscar Wildes führt immer wieder zu langweiligen, für die Entwicklung des Protagonisten unwichtigen Schilderungen und Passagen, die dem Hörbuch das Tempo nehmen. Auch wenn Jan Josef Lievers in dem Bemühen diese Textstellen möglichst interessant zu gestalten großes Lob zuzusprechen ist, kann er doch nicht vermeiden, dass der Hörer Schwierigkeiten hat, die Konzentration zu wahren.

Fazit: Diese Edition ist fantastisch. Der Sprecher ist in Bestform, Layout und Ausstattung sind hervorragend. Da auch der Text, einer der großen Klassiker der Weltliteratur, brillant ist, kann man nicht fehlgehen, wenn man diese Box erwirbt. Man sollte aber wissen, dass Langmut und Konzentrationsfähigkeit vonnöten sind, den oft sehr langen Monologen zu folgen.
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die Unvereinbarkeit von Körper und Seele, 30. September 2007
Der junge gutaussehende Dorian Gray steht von einem Porträt, welches der Maler Basil Hallward von ihm angefertigt hat und äußert den Wunsch, dass das Gemälde an Stelle von ihm altern soll, während er selbst auf ewig so jung und hübsch bleibt, wie es eben auf dem Bild der Fall ist. Der Initiator dieser abstrusen Idee ist der Dandy Lord Henry Wotton, der Dorian unter anderem darauf hinweist, dass nichts so wertvoll sei wie die Jugend.
Und während Dorian Gray nun, wie in einem umgekehrten Entwicklungsroman, immer weiter moralisch und auch gesellschaftlich zerfällt, äußerlich aber jung und schön bleibt wie eh und je, spiegelt sein Bildnis diesen Verfall optisch wieder. Und zwar so, dass Dorian selbst desöfteren erschrocken da steht. Denn es geht hier nicht nur um das Älterwerden in normalen biologischen Außmaßen, sondern es geht darum, dass Dorian skrupellos seine Wünsche und Begehren auslebt. Ohne Rücksicht auf Verluste. Kein Wunder also, dass das Bild erschreckende Züge annimmmt. Und damit sind wir dann bei der Unvereinbarkeit von Körper und Seele.

Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen. Oscar Wilde hatte eine tolle, kunstvolle Sprache, geschliffene Dialoge, überraschende Wendungen und mit Lord Henry Wotton eine Figur, die den Leser wohl häufig schmunzeln lassen wird. Mich erinnert er ja sehr an Lord Goring, die Schlüsselfigur aus Wildes "Ein idealer Gatte". Er ist distinguiert, schlagfertig, zynisch und feuert in den eher langweiligen Unterhaltungen der versnobten Gesellschaft ein Bonmot nach dem anderen ab. Ich habe diese Figur jedenfalls auf einigen Seiten vermisst.
Ansonsten ist das Buch ein Kompendium von verschiedenen Stilrichtungen und Anspielungen. So werden andere Autoren und Bücher namentlich erwähnt und Gedichte rezitiert. Man erkennt Verbindungen zum Symbolismus, Orientalismus und Historismus. Vor allem natürlich im langen 11. Kapitel, in dem diverse Interessengebiete aufgezählt werden und welches somit fast schon als eigenständiger Essay losgelöst vom Buch stehen könnte. Desweiteren spielt Wilde natürlich mit dem Dandytum, mit dem Ästhetizismus und wohl auch mit der Homosexualität, denn natürlich ist das Hauptziel von Wotton auch auch von Gray die männliche Schönheit.
Kunstvoll, geistreich, interessant, teilweise überraschend, manchmal vielleicht sogar spannend und in der heutigen Zeit des Schöhnheitswahns auch immer noch aktuell, dazu in dieser Ausgabe noch lesenswertes Nachwort. Was will man mehr?
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Von der unerfüllbaren Sehnucht, ohne Makel zu sein, 1. Februar 2009
Diese Rezension stammt von: Das Bildnis des Dorian Gray (Broschiert)
Zum Inhalt möchte ich nichts sagen, da der sattsam bekannt sein dürfte - und zudem obenstehend nachzulesen ist. Ich hoffe auf Nachsicht. Jetzt zur Rezension...

"Das Bildnis des Dorian Gray" stand jetzt seit ein paar Jahren in meinem Bücherschrank. Ich hatte in der Buchhandlung die erste Seite gelesen, wie es meine Gewohnheit ist, und mich von dem poetischen Ton angesprochen gefühlt. Jetzt habe ich es endlich gelesen und muss - bevor ich zur abschließenden Bewertung komme - vorwegschicken: Es ist ein durchwachsenes Werk.

Zunächst zur Sprache: Die vermag es, ausgezeichnete Bilder zu malen, die oft einfach schön, bisweilen aber auch ein bisschen zu verschwurbelt oder schlicht ermüdend sind in ihrer übersteigerten Gestaltungswut. Aber das ist Konzept und hat mit Ästhetizismus zu tun.

Zum Aufbau der Geschichte: Die 20 Kapitel des Romans scheinen am Reißbrett entworfen. Die ersten 10, die von Dorians Sündenfall berichten, sind fast durchgehend mit leichter Feder geschrieben und reich gefüllt mit teils höchst vergnüglichen, böse zynischen Bonmots und Aphorismen. Die Handlung schwappt hier nur sehr langsam voran; die schon erwähnte Sprache aber treibt schöne Blüten, die manchmal jedoch auch so schwer duften, dass man Kopfschmerzen bekommen kann, wenn man dazu neigt.
Das elfte Kapitel saust dann - als Teilunggsstrich zwischen den beiden großen Blöcken am Anfang und am Ende - im Zeitraffer durch Dorians Jahre der Genuss- und Vergnügungssucht, ohne allerdings Begebenheiten zu erzählen. Ich empfand es als fast nicht zu ertragen in seiner ausufernden und dazu noch mit historischen Bezügen verbrämten Aneinanderreihung von schönen Dingen, denen sich Dorian verschreibt. Des Langen und Breiten liest man da von exotischen Musikinstrumenten, Ringen, Edelsteinen, Wandteppichen, Gewändern und desgleichen mehr. Ein Beispiel? Bitteschön: "Er besaß einen prachtvollen Chorrock aus karmesinroter Seide und goldgewirktem Damast, der mit einem fortlaufenden Muster von goldenen Granatäpfeln geschmückt war, die sich über sechsblättrigen, stilisierten Blüten befanden, beidseitig eingefasst von einem aus Zuchtperlen gearbeiteten Ananasmotiv. Die goldbestickten Bordüren waren in einzelne Felder unterteilt, die..." ich habe keine Lust mehr, weiter zu abzutippen (denn es geht noch weiter!). Ich hoffe, es wird auch so deutlich, warum ich hier - zum ersten Mal in meinem Leseleben - einen Absatz übersprungen habe.
Die letzten 9 Kapitel sind aber dafür wesentlich stringenter erzählt, beherbergen einiges mehr an echter Handlung und sind dadurch ungleich spannender. Die klaren und ungekünstelten Bilder, die hier gezeichnet werden, haben eine enorme Schärfe, sind fast filmisch zu nennen. Alles in allem hätten 50 bis 100 Seiten weniger der Geschichte gut getan.

Zur Geschichte an sich: Die ist selbstredend großartig und bleibt haften. Allein die zahllosen Verfilmungen (eine neue und vielversprechende kommt 2009 von Regisseur Oliver Parker mit Colin Firth, Ben Barnes und Rachel Hurd-Wood) zeigen, was für eine enorme Durchschlagskraft das Gedankenspiel um das Bildnis hat, das an Dorians statt altert. Erzählt es doch von der unerfüllbaren Sehnsucht, ohne Makel zu sein. Ein uralter Menschheitstraum, der aber auch diesem Buch versagt geblieben ist.

Abschließend möchte ich sagen, dass ich "Das Bildnis des Dorian Gray" dennoch jedem Literaturinteressierten ans Herz lege: Zum Erweitern des Horizonts, zum Mitredenkönnen und zum Amüsement. Denn trotz aller Makel ist es am Ende ein spannendes und in jeder Hinsicht geistreiches Buch.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Buch wie heißer Earl Grey Tea im Herbst!, 8. September 2003
Diese Rezension stammt von: Das Bildnis des Dorian Gray (Taschenbuch)
Oscar Wilde`s Literaturklassiker aus dem England des späten 19.Jahrhunderts!
Das Buch Das Bildnis des Dorian Gray handelt hauptsächlich von drei Personen, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten, und deren tragische Verstrickung miteinander: Der wohlsituierte Dandy(das Wort Dandy kommt aus dem englischen und ist der Fachausdruck für einen Lebemann, der das schöne dieser Welt zu schätzen weiß, meistens eine stark zynisch geprägte Weltanschauung hat und sehr auf sein äußeres Erscheinungsbild wertlegt, d.h. feine und stylische Kleidung, Körperpflege) Lord Henry, der bezaubernde Jüngling Dorian Gray, der überall durch sein umwerfend schönes Erscheinungsbild auffällt und der gutmütige Künstler Basil Hallward, der jenes verhängnisvolle Bildnis von Dorian Gray malt.
Lord Henry lernt den weltunerfahrenen Dorian Gray eines Tages bei seinem Künstlerfreund Basil Hallward kennen, welcher gerade dabei ist ein Porträt des hübschen Jünglings anzufertigen. Nachdem Lord Henry Dorian Gray mit seiner süßlichen Art und Weise dazu überredet hat, seine Jugend in vollen Zügen auszuleben, spricht jener bei dem Anblick seines fertiggestellten Porträts den an Gott gerichteten Wunsch aus, daß sein Bildnis anstelle seiner selbst altern möge. Dieser Wunsch wird ihm schließlich erfüllt. Dorian Gray ist von nun an gezwungen, mitanzusehen, wie sich die ganzen von ihm im Laufe der Zeit begangenen Schandtaten auf seinem Gemälde wiederfinden. Er selbst bekommt die ewige Jugend geschenkt, aber sein Bildnis wird im Enddefekt zum Spiegel seiner grausamen Seele. Und so nehmen die Dinge ihren Lauf bis zum bitteren Ende!
Wie das Buch aber nun wirklich endet, soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Vielmehr wünsche ich mir, möglichst viele Menschen dazu zu bewegen, wieder einmal einen echten Klassiker zu lesen! Dieses großartige Meisterwerk von Oscar Wilde eignet sich perfekt für dunkle und neblige Herbsttage, eingekuschelt auf dem Lieblingssessel mit einer heißen Tasse Earl Grey Tea auf dem Beistelltisch kann man sich am besten in die vergangene Zeit sowie in die Stimmung dieses Buches hineinversetzen.
Warum so viele Menschen aber meinen, daß dieses Buch sie emotional sehr berührt hätte, kann ich beim besten Willen nicht verstehen. Für mich persönlich ist es eher ein Mahnmal, genauso wie die letzten Lebensjahre Oscar Wilde`s. Wegen der homoerotischen Beziehung zu einem etwa zwanzigjährigen Jüngling wurde er zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, seine Bücher wurden aus den englischen Buchläden verbannt und schließlich starb er dann ein paar Jahre später in völliger Einsamkeit und Armut in Paris. Seinen ironischen Humor behielt er aber bis zu seinem Tode bei, seine letzten Worte lauteten: Ich sterbe so, wie ich gelebt habe, über meine Verhältnisse!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Fesselnder Essay über die Kostbarkeit der Jugend, 17. Oktober 2007
Von Hugo Humpelbein "das Viech" (hier, wo denn sonst ?) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
Sprachlich hebt sich der wohl berühmteste Roman von Oscar Wilde nicht sehr hervor von anderen vielgelobten Büchern. Aber inhaltlich! Die schaurige Ausgangsidee, dass das Antlitz eines schönen jungen Mannes nicht altert, aber statt dessen sein Bildnis, das war ein Einfall, der im Literatur-Himmel geboren wurde, und da der Roman immer wieder zu diesem thematischen Kernstück zurückfindet (nachdem er kurz abdriftet), trägt diese eine Grundidee mühelos die ganze Geschichte.
Ich habe sie zu meiner Schande seit Jahren nicht mehr gelesen, gedenke aber, dies bald wieder zu tun. Erstens um das Geschenk meiner Jugend nochmal mehr würdigen zu lernen, und auch, weil ich den Gruselgenuss ein weiteres Mal erleben will.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Zu Recht ein Klassiker, 17. Mai 2006
Ein Buch das begeistert und einen bleibenden Eindruck hinterlässt.
Es braucht ein Weilchen bis man sich eingelesen hat, denn die Gespräche mit Lord Henry sind sehr sarkastisch und zynisch und trotzdem manchmal so Wahr. Die teilweise sehr philosophischen Phasen regen zum nachdenken an. Die Geschichte gewinnt dann aber an Spannung und dringt tief in die Abgründe der menschlichen Psyche ein. Die Charaktere der Figuren sind gut herausgearbeitet und doch lässt Herr Wilde dem Leser den Freiraum für eigene Interpretationen. Die Idee mit dem Bildnis der Unsterblichkeit ist schlicht genial und eröffnet der Fantasie neue Dimensionen.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk, 14. Dezember 2005
Man versucht ja immer in ganz vielen Worten ein Werk zu beschreiben. Ich versuche es mal anders, ich beschreibe meine Liebe zu einem Werk, meine Fasziniation.
Die Tatsache das ich quasi jedem Menschen den ich kennenlerne nach kurzer Zeit wohl oder übel, sofern ich diesen Menschen für relativ qualifziert halte, eine Ausgabe des Buches schenke sollte eigentlich für sich ganz alleine sprechen.
Das ich das Buch inzwischen mehr als 4x gelesen habe und das obwohl ich mich dem klisché nach in einem "lesefreien Alter" befinde, oder auch die Tatsache das ich es alleine 3x in meinem Zimmer finde und quasi immer und überall mit mir rumschleppe sprechen eigentlich mehr mehr (...) als für sich.
Es ist ein Buch, das man liebt oder hasst..., und wenn man es liebt - dann ist es das tollste Buch der Welt.
Ich kann allen sehr empfehlen sich die Zeit zu nehmen.

Ich bin begeistert :)
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Mieseste Übersetzung, die ich je gelesen habe ..., 4. August 2005
Diese Rezension stammt von: Das Bildnis des Dorian Gray. (Broschiert)
Wenn Null Sterne zu vergeben wären, so würde ich dieses tun. Die Ullstein Übersetzung dieses wunderbaren Buches ist wirklich unter aller S ... Ganze Passagen fehlen, aus einer Person werden plötzlich zwei und weitere Ärgerlichkeiten mehr. Bitte bitte nicht kaufen. Lieber auf die Haffmans Ausgabe zugreifen. Dort heißt der Titel auch richtig übersetzt: Das BILD des Dorian Gray.
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das Verderbnis der ewigen Jugend, 29. Juli 2005
Oscar Wilde, es ranken sich viele Legenden um ihn und seine literarischen Werke, doch keines von ihnen ist so legendär wie sein Meisterwerk „Das Bildnis des Dorian Gray".
Wilde schafft mit der Figur des Dorian Gray eine zeitlose Figur, die auch heute noch existent sein könnte. Dorian Gray ist das Sinnbild der Schönheit der Jugend, mit seinen Blonden Locken, den tiefblauen Augen und seinem bildschönen Gesicht schafft er es seine Mitmenschen zu verzaubern und über die Abgründe seiner Seele hinwegzutäuschen.
Dabei fing alles ganz harmlos an. Noch im Knabenalter sitzt er seinem besten Freund und Mentor Basil Hallward, einem bekannten Maler, Modell. Als dieser das Bild vollendet und Dorian es das erste Mal erblickt, wünscht er sich nichts sehnlicher als das dieses Bildnis sein eigenes Antlitz bliebe und stattdessen das Bild der Spiegel seines Alters und seiner Seele sein möge. Sein Wunsch erfüllt sich, von nun an altert Dorian nicht mehr und kein Zeichen seiner Boshaftigkeit bleibt in seinem Gesicht zurück.
Eines Tages lernt er in einem verschrobenen Theater eine junge wunderhübsche Schauspielerin kennen in die er sich prompt verliebt. Doch ausgerechnet an dem Tag, als er mit seinen beiden besten Freunden in eine ihrer Vorstellungen kommt, passiert etwas für Dorian Schreckliches, das Mädchen torkelt von Liebe trunken wie eine Scharlatanin über die Bühne. Dorian Gray ist bitter enttäuscht und verlässt sie. Woraufhin sich das verzweifelte Mädchen umbringt.
Von diesem Zeitpunkt an beginnt der traurige Verfall von Dorian Grays Bildnis. Doch seine schöne äußere Hülle bleibt erhalten und niemand ahnt böses, doch Gray behält sein Bildnis im Auge und jedes seiner Taten wird von seinem Porträt wie von einem Spiegele wiedergegeben.
Wilde versteht es, mit seinem Stil und seiner Art zu erzählen, die durch das simple Weglassen etwaiger Genauigkeiten, dem Leser eigene Versionen der Geschichte ermöglichen, zu begeistern. Nie drängt sich der Stil in den Vordergrund immer ist er Teil der famosen Geschichte über das Dandytum, den gelebten Zynismus von Lord Henrys und die Verachtung vor dem Verfall und seinem Endpunkt, dem Tod.
Ich kann dieses Meisterwerk allen Literaturbegeisterten Leseratten an Herz legen die schon immer ein Buch von Oscar Wilde lesen wollten und gute Literatur zu schätzen wissen.
Viel Spaß damit.
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Das Bildnis des Dorian Gray
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