Amazon.de: Kundenrezensionen: Bronsteins Kinder

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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Geistreich und ein Lesevergnügen
Es gibt sehr viele Gründe, dieses Buch zu lesen. Die Sprache ist sehr genau, jedes Wort, jede Pointe passt. Dabei wirkt dies alles wie selbstverständlich und leicht, die Geschichte ist einfach gut erzählt.

Im Kern geht es um die Frage: wie soll man selber mit der NS-Vergangenheit leben? Und konkreter: wie geht das, wenn man zur deutschen Nachkriegsgeneration...
Veröffentlicht am 12. Oktober 2005 von Stefan

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versus
5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Eher für den Schulunterricht
Der Roman "Bronsteins Kinder" von Jurek Becker handelt von einem 19jährigen Jungen, Hans, der in seinen Erinnerungen das Geschehen, das zum Tod seines Vaters, Arno Bronstein, geführt hat, schildert. Die Zeit- und Handlungsebenen wechseln somit zwischen der Erzählervergangheit, in der im Jahre 1973 Hans' Vater stirbt, und der Erzählergegenwart, die das Trauerjahr...
Veröffentlicht am 30. April 2002 von egspennes

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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Geistreich und ein Lesevergnügen, 12. Oktober 2005
Es gibt sehr viele Gründe, dieses Buch zu lesen. Die Sprache ist sehr genau, jedes Wort, jede Pointe passt. Dabei wirkt dies alles wie selbstverständlich und leicht, die Geschichte ist einfach gut erzählt.

Im Kern geht es um die Frage: wie soll man selber mit der NS-Vergangenheit leben? Und konkreter: wie geht das, wenn man zur deutschen Nachkriegsgeneration gehört und zugleich zur jüdischen? Erzählt wird die Geschichte von Hans, einem Abiturienten in Ost-Berlin Anfang der 70er Jahre. Hans ist seit einem Jahr Vollwaise, die Mutter ist schon sehr früh nach seiner Geburt gestorben.

Der Tod des Vaters aber ist der Wendepunkt in Hans' Leben. Erzählt wird im Rückblick, wie es zu diesem tragischen Ereignis kommen konnte. Hans lebte mit seinem Vater allein. Beide entfremdeten sich zunehmend, als der Vater - als - jüdisches- sog. Opfer des Antifaschismus" in der DDR zwar privilegiert, aber nie angenommen gemeinsam mit zwei Freunden, die die gleiche Biographie mit ihm teilen, eher zufällig auf einen früheren Lagerwärter stossen. Die Drei entführen ihn in das Wochenendhäuschen des Vaters und halten ihn dort mit Verhören fest, ohne recht zu wissen, mit welchem Ziel. Hans wird zum Zeugen und gerät zunehmend mit seinem Vater in Gegnerschaft, weil er das sichere Gefühl hat, das die Erwachsenen kein Recht für ihr Handeln haben.

In der gewissen Leere nach seinem Abitur hat Hans bei der Suche nach eigener Identität ein besonderes Problem: er will nicht zum Juden gemacht werden, der immer Opfer des Faschismus bleibt. Damit entfremdet er sich zunehmend auch von seiner Freundin, die als Jüdin aufgrund ihres typischen" Aussehens als Statistin bei einem Film mitwirken darf und keinerlei Problembewusstsein hat. Und dann ist da noch die sehr viel ältere Schwester, die in einem Heim für psychisch Kranke dahin dämmert, aber auch eine eigene Geschichte hat...

Die Geschichte soll nicht zu Ende erzählt werden, aber sie endet tragisch. Ein Buch, über das ich viel nachgedacht habe.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ist Selbstjustiz gerechtfertigt?, 26. Januar 2005
Knapp 30 Jahre nach dem 2. Weltkrieg? Diese Frage muss sich Hans Bronstein 1973 in Ost-Berlin stellen, als er draufkommt, dass sein Vater, ein ehemaliger KZ-Häftling, zusammen mit 2 einstigen Mithäftlingen einen KZ-Aufseher von damals auf seiner "Datscha" gefangenhält. Bis zu dieser Entdeckung war diese Datscha die "Liebeslaube" für Hans und Martha...
Jurek Becker, vielen Lesern als Drehbuchschreiber für die Fernsehserie "Liebling Kreuzberg" bekannt, rüttelt an einem Tabuthema: Sind Folter und Selbstjustiz (wenn auch an einem ehemaligen KZ-Aufseher) gerechtfertigt? Kann, soll, darf man Geständnisse erpressen, wenn - angeblich - der Staat bei der Aufarbeitung von NS-Verbrechen versagt?
Jurek Beckers Buch ist nicht "fertig", so manches bleibt offen - zB auch der Grund, warum die Liebe zwischen Hans und Martha scheitert. Oder ist doch letztlich alles klar und eindeutig?
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Opfer als Täter, 31. März 2001
Von Ein Kunde
Jurek Becker gelingt es auch in diesem Roman wieder, Hauptpersonen zu präsentieren, die sich dem Leser nicht anbiedern und nicht unbedingt zu großen Sympathieträgern avancieren. Gerade dadurch setzt sich der Roman von vielen anderen Werken der zeitgenössischen Literatur ab. Beckers direkte, teilweise sehr ironische und oftmals entlarvende Sprache ist zwar meist sehr tiefgründig, jedoch leicht zu lesen. Die verschiedenen Themen dieses Romans, wie der Vater-Sohn-Konflikt, die Situation der Opfer des Faschismus, die hier zu Tätern werden und die schwierige Situation deren Nachkommen machen das Buch zu einer intelligenten und zum Nachdenken anregenden Lektüre.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Genial..., 15. Juli 2003
Nun, meine Freundin "müsste" dieses Buch in der Schule ( 11. Klasse ) lesen, ich bekam es in meine Finger und verschlang es am selben Tag... Ich las davor Franz Kafka "Der Prozess", dachte also, dass kein Buch besser sein kann - Kann es auch nicht. Aber "Bronsteins Kinder" kann durchaus mitthalten. Es behandelt die Thematik, der Juden im Nachkriegsdeutschland von einem etwas anderen Blickwinkel wie ich finde. Das Opfer wird zum Täter. Jedoch kommt man ständig ins Zweifeln bei diesem Buch, was richtig und was falsch ist. Die Charaktäre wirken sehr gut aufeinander ein, die Kapitel sind genial eingeteilt ( auch wenn es am Anfang verwirrend ist ), die Spannung baut sich mehr und mehr auf, wie ich es selten erlebt habe...

EIN MUSS !

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen nicht abschrecken lassen, 27. Mai 2007
dieses buch hat mich wirklich überrascht! zuerst war ich etwas unschlüssig, ob ich es wirklich lesen will. "nicht schon wieder was über den holocaust!", dachte ich, aber es kam dann wirklich anders. es war in einer gewissen weise spannend & fesselnd, es gab keine längen & war wirklich gut zu lesen. vor allem die zeitsprünge machen das buch interessant.
ich bin richtig begeistert & würde es jedem weiter empfehlen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Klare Entwicklung der Personen, 30. April 2002
Der Roman beginnt mit einem Rückblick vom Sommer 1974 auf den Sommer 1973: Der Ich-Erzähler Hans Bronstein ist nach dem Tod seines Vaters am 4. August 1973 Vollwaise. Das Trauerjahr ist fast abgelaufen, er wohnt noch bei der Familie seiner ehemaligen Freundin Martha Lepschitz, hat das väterliche Haus verkauft, das Abitur hinter sich und wartet nun auf den Beginn seines Philosophie-Studiums. Seine 10 Jahre ältere Schwester Elle lebt in der Irrensanstalt. Der plötzliche und unerwartete Tod des Vaters bringt ihn aus dem Gleichgewicht.

"Bronsteins Kinder" spielt in zwei Handlungs- und Zeitebenen. Um den Wechsel dieser Ebenen zu verdeutlichen, wird ein Tempuswechsel angewendet, so dass der Leser immer weiß, ob die Handlung in der Vergangenheit oder in der Gegenwart spielt. Die Entwicklung der Personen und ihrer Beziehungen wird im Laufe des Buches sehr deutlich. Dazu gehört z. B. der Wandel in der Beziehung zwischen Hans und Martha, die distanzierte Beziehung zwischen Vater und Sohn, das kleinbürgerliche Leben bei der Familie Lepschitz und natürlich auch das problematische Thema jüdischer Identität. Die Weltfestspiele der Sozialistischen Jugend in Ost Berlin 1973, der Tod Walter Ulbrichts und Willy Brandts Rücktritt 1974 zeigen nochmals den geschichtlichen Hintergrund auf.

Das Buch ist relativ leicht zu lesen, da keinen langen Sätze und schwierigen Wörter vorhanden und die einzelnen Gedankengänge ziemlich klar sind.

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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Sehr eindringliche und wunderbare Literatur, 7. Juni 2005
Etwas widerwillig nahm ich dieses Buch zur Hand, denn die Thematik auf dem Klappentext sprach mich eigentlich nicht unbedingt an. Aber schon fast von der ersten Seite an wurde ich vollkommmen in Bann gezogen. Hervorragender Schreibstil, gekonnt rübergebrachte Thematik und darüber hinaus alles andere als ein erhobener Zeigefinger - solche Literatur ist nichts Alltägliches. Gute Wahl für die SZ-Bibliothek!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Eher für den Schulunterricht, 30. April 2002
Der Roman "Bronsteins Kinder" von Jurek Becker handelt von einem 19jährigen Jungen, Hans, der in seinen Erinnerungen das Geschehen, das zum Tod seines Vaters, Arno Bronstein, geführt hat, schildert. Die Zeit- und Handlungsebenen wechseln somit zwischen der Erzählervergangheit, in der im Jahre 1973 Hans' Vater stirbt, und der Erzählergegenwart, die das Trauerjahr wiederspiegelt.

Meiner Meinung nach ist "Bronsteins Kinder" ein gut gelungener Roman von Jurek Becker. In dem Roman werden sowohl die Charaktere sehr gut beschrieben, so dass man sich in die Lage der Personen versetzen kann, als auch die DDR-Atmosphäre. Aber auch die Entwicklung des Erzählers ist nachvollziehbar. Als spannend würde ich das Buch nicht bezeichnen, da der Autor die Gedanken des Erzählers sehr stark beschreibt und somit die Handlung eher beschränkt wird. Auch die ständigen Wechsel zwischen der Vergangenheit und Gegenwart führen zeitweise zur Verwirrung, da man die Szene wieder in das Geschehen einordnen muss. Der Roman ist eher ein Buch, das im Schulunterricht besprochen werden sollte, da man sich so besser mit der Handlung auseinandersetzen kann, um das Verhalten und die Entwicklung der Personen zu verstehen. Jemand, der versucht, das Buch wie einen Krimi oder ein Unterhaltungsbuch zu lesen, wird die Zusammenhänge schwer verstehen.

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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Spannende Auseinandersetung mit einem schwierigen Thema, 5. September 2005
Bronsteins Kinder ist ein sehr vielschichtiges Buch. Neben der vordergründigen (und auch heute noch sehr aktuellen) Frage nach der ethischen Rechtfertigung von Folter und Selbstjustiz bietet es auch vielfältige Einblicke in die Welt der DDR in den 70er Jahren. Es ist durchweg fesselnd geschrieben und macht Lust zum Weiterlesen. Insgesamt macht das Buch jedoch einen eher fragmentarischen Eindruck, viele Fragen bleiben offen, so dass am Ende doch eine gewisse Ratlosigkeit beim Leser verbleibt. Deshalb "nur" 4 Sterne.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Irgendwie lückenhaft, 1. Juni 2009
Von J. Binder (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Bei der Thematik des Buches hatte ich sicherlich wesentlich mehr Tiefgang erwartet. Beim Lesen hat man hier allerdings das Gefühl, die Gedankengänge werden nur kurz angetickt und dann wird man als Leser allein gelassen, auch das Ende war verblüffend, weil es so viel offen ließ. Natürlich kann man sich das meiste selbst zusammenreimen und seine eigenen Gedanken zu finden und zu formulieren ist ja durchaus nichts schlechtes, aber hier hat es mich irgendwie gestört.
Absolutes Plus trotz des Klassikerstatus ist dies ein sehr lesbares und verständliches Buch, wenn sich auch viel zwischen den Zeilen abspielt, passiert doch auch noch genug auf den Zeilen, um zu unterhalten.
Ich bin zwiegespalten in der Bewertunge einerseits, fand ich das wirklich gut, andererseits fehlte mir doch sehr vieles...
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Bronsteins Kinder
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