Amazon.de: Kundenrezensionen: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge

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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Alleine in Paris
Dieses erstmals 1910 erschienene Werk Rilkes ist seine wichtigste Prosaveröffentlichung, was nicht heißt, dass es einfacher zu lesen wäre als seine Gedichte. Selten ist eine Persönlichkeitskrise drastischer dargestellt worden als hier: Auflösung des Ich, Anonymität der Städte, alle großen Themen der Moderne finden sich in den Aufzeichnungen versammelt. Malte Laurids...
Am 21. Mai 2002 veröffentlicht

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versus
18 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Im Strudel des Romans untergegangen und ein netter Zufall
Auf der Rückseite jedes Buches der alles in allem beachtlichen Reihe der Süddeutschen Zeitung steht „50 große Romane des 20. Jahrhunderts". Nun ist die Definition des Begriffes „Roman" nicht ganz leicht. Meine ganz persönliche Definition wäre gewesen, dass mir ein Roman entweder eine Geschichte erzählt, wie das die allermeisten Romanciers zu tun pflegen, oder...
Veröffentlicht am 2. Januar 2005 von Thomas Leibfried

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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Alleine in Paris, 21. Mai 2002
Von Ein Kunde
Dieses erstmals 1910 erschienene Werk Rilkes ist seine wichtigste Prosaveröffentlichung, was nicht heißt, dass es einfacher zu lesen wäre als seine Gedichte. Selten ist eine Persönlichkeitskrise drastischer dargestellt worden als hier: Auflösung des Ich, Anonymität der Städte, alle großen Themen der Moderne finden sich in den Aufzeichnungen versammelt. Malte Laurids Brigge, der Erzähler, kommt aus Dänemark in die Großstadt Paris und spEt, wie dort Veränderungen in ihm vorgehen: "Ich beginne zu sehen.ESeine anfangs noch nachvollziehbaren Berichte fEren immer mehr ins Innere, bis man schließlich nicht mehr weiß, was eigentlich wirklich passiert. Am Ende des Buches ist der Verbleib des Protagonisten ungewiss.
In der Tat ist dies ein schwieriges Buch, in dem lyrische Passagen die konventionelle Erzählung auflösen. Eine stringente Geschichte kann man daher nicht erwarten. Wer sich allerdings auf die atmosphärische Dichte, die Tiefe der Beschreibungen und den Rhythmus der Sätze einlässt, wird dafE belohnt. Vielleicht sollte man das Buch als ein langes Prosagedicht betrachten, um nicht mit falschen Voraussetzungen daran zu gehen.
Mir hat diese Ausgabe besonders gut gefallen.
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17 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Rilkes Autobiographie in Form eines Romans, 3. Mai 2005
Viele Jahre hat Rilke gebraucht, tief mit sich gerungen und viel über sich erfahren müssen, der Tiefe seiner Kindheitserinnerungen lauschend, bis dieses Buch so geschrieben werden konnte.
Malte, ein sensibler junger Mann, in dem man Rilke erkennen möchte, berichtet aus seiner Jugend, berichtet von seinen Jahren in Paris, aus seinem Leben. Von der Angst, eins zu werden mit dem Leid der hetzenden, der rennenden einsamen Menschen. Von seiner Angst, mehr zu fühlen, als er ertragen kann.
Ich habe mir nach diesem Buch gesagt, dass, könnte ich je ein Buch verfassen, ich so schreiben wollte, wie Rilke es in diesem Werk getan hat. Ein Kunstwerk, ein zerbrechlich schillerndes Werk, in dem man mit den weit aufgerissenen Augen des in den Wahn des Leben geratenden Menschen sehen lernt.
Das Werk eines Geistes, das Werk über einen Geist, der an der Außenwelt zu zerbrechen droht, aber doch lernt, einen Weg darin zu gehen.
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20 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Jeder Gedanke wagt einen Würfelwurf. (Stephane Mallarme), 28. Dezember 2006
Es ist der 11.September in Paris an dem Rilke seine Aufzeichnungen beginnt. Ein aus heutiger Sicht geschichtsträchtiges Datum. In Verbindung stehen das Landleben und die unstete Großstadt, die schon zu Beginn der Aufzeichnungen den Tod verheißt.

Rainer Maria Rilke (1875-1926) ist bis heute einer der bekanntesten Dichter deutscher Sprache und zugleich einer der umstrittensten. Vielen gilt sein Werk als Inbegriff dichterischer Schönheit, vielen anderen dagegen als Ansammlung von Kitschprodukten. Seine Lyrik, die in den "Neuen Gedichten" (1907/08) sowie in den "Duineser Elegien" und den "Sonetten an Orpheus" (beide 1923) ihre Höhepunkte erreicht, versucht intensivierte Wirklichkeitswahrnehmung mit gesteigerter Innerlichkeit zu verschmelzen. Sein einziger Roman "Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge" ist einer, der, wenn auch spät erkannten, bahnbrechenden Prosatexte des 20. Jahrhunderts. Begonnen mit den Erfahrungen in Paris in den Jahren 1902/1903, aufgenommen und verarbeitet in Rom 1908 kam der Roman 1910 zur Vollendung und Veröffentlichung.

Malte Laurids Brigge, abstammend aus dänischen armen Adelhaus, entflieht nach dem Tod des Vaters der ländlichen, im Kindesalter als wohl erlebten Umgebung und findet sich der Großstadt Paris konfrontiert, wo Stille laut und das Sterben in den Hospitälern verbunden mit Krankheit und Angst an der Tagesordnung sind. Sein Leben will er nun Revue passieren lassen. Rilke verwendet seinen Malte als "Monsieur Teste", als Zeuge (wie Paul Valery) des eigenen Lebens und dessen Bewältigung. Aufgeteilt in 71 Aufzeichnungen, diese wiederum geteilt in drei Sinn-Abschnitte, die die unterschiedlichen Zeiten, Denkvorgänge und Bilder des gespiegelten, interpretierten und tatsächlichen Lebens von der Jugend an widerspiegeln.

Rilke ist in erster Linie Lyriker. Als Lyriker weiß er die Fülle der Gedanken auf kleinstem Feld beherrschbar zu machen. Auch wenn sich in den "Aufzeichnungen" nichts Lyrisches (im Sinne von Reim) finden lässt, ist es ein prosaisches Gedicht. Präzise in der Formulierung findet man Gefallen und als Leser wächst man mit und droht doch Zugrunde zu gehen. Die Abschnitte sind Gedankenblitze eines Lebens, eines Lebens, welches komprimiert und kompromisslos die Zeiten ineinander zwirbelt, um die vermeintliche und mögliche Zukunft beherrschbar zu halten.

Dieser Roman ist ein Tagebuch und doch mehr, weil er mit dem Autor die Fülle des Lebens beherrscht, dieser über sein und Maltes Leben in Tiefe philosophiert und zu einem Ergebnis führt, welches in begründeter Weise allzeit offen ist und zwischen dem Sicheren und Möglichen, zwischen dem Nicht-Mehr-Sein und dem Noch-nicht-Sein oszilliert, auch wenn "man gut tut, gewisse Dinge, die sich nicht mehr ändern werden, einfach festzustellen [...]" (A56)

Herauszuheben sind die Anfangsaufzeichnungen eines neuen Lebens in Paris, wo die Gesichter bis zur Unbrauchbarkeit gewechselt werden (A 5). Vor allem A 32, wo die Validierung des Möglichen (im Vergleich lohnt sich Paul Valery) geprüft wird, wo wie Stephane Mallarme, Rilkes Vorbild im Symbolismus, in "Die Fenster" feststellt, "der im Genuss nur lebt, den die Begierde füllt" , wo Spiegel und Fenster zu Metaphern einer anderen Welt werden, "seh ich als Engel mich gespiegelt" und "entschweb vom Traum gekrönt der Erde" [...] "und drohe auch der Fall ins Nichts der Ewigkeit." Der Spiegel hier als Mimesis der Wirklichkeit oder als Objekt des Hindurch-Schreiten-Könnens wie Alice, um in ein neues Wunderland zu gelangen. Erkenntnis liegt im Vergleich mit dem platonischen Höhlengleichnis, wo das Erkennen nur dem obliegt, der sich von dem reinen Abbilde befreit. Wo das Spiegelbild zu einer eigenen Erschaffung, zur subjektiven Wirklichkeit wird. Oder liegt im Hohelied der Liebe vielleicht der Weg, den Rilke für sich und Malte sah: [Als ich ein Kind war, / redete ich wie ein Kind, / dachte wie ein Kind / und urteilte wie ein Kind. Als ich ein Mann wurde, / legte ich ab, was Kind an mir war. Jetzt schauen wir in einen Spiegel / und sehen nur rätselhafte Umrisse, / dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, / dann aber werde ich durch und durch erkennen, / so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin. (1Kor, 13, 11-12)]

Es ist vielleicht kein Zufall, wenn Shakespeares Sonett 151 Pate gestanden hat für A51 und der Hinführung auf A52, wo Rilke, Lyrik und Erotik mit den Bildern (vielleicht denkt er an die verbotenen Bilder Goyas) vereint, die allzu lüstern "die Dinge sehen" wie man es schon bei ihm aus manchen Gedichten kennt. "Die Seele spricht zum Leib: Du hast gewonnen!", so finden wir bei Shakespeare die Vollendung der Verführung, wo das Fleisch nicht mehr widersteht, es triumphiert und A52 weiß dieses in Bildern zu begreifen, "darinnen Dinge von beschränkten und regelmäßigen Gebrauchen sich ausspannen und sich lüstern und neugierig aneinander versuchen."

Nur dieses sind die Ausflüchte aus dem realen Leben und die Einsamkeit entsteht, wenn der Vision mehr Beachtung geschenkt ist als dem Realen. Und diese Einsamkeit befällt auch Malte, der als Letzter der Familie nach seines Vaters Tod ohne Nachfahren das Ende des "Familienherzes" sieht.

Erinnerung erneut an Shakespeare: Sonett III: "Sieh in den Spiegel [...] Nun ist es Zeit, dass dies Bild neu entsteht" und es endet "doch lebst du, dich nicht weiter zu vererben, stirb einsam, und dein Bild wird mit dir sterben." Diese Einsamkeit und die daraus resultierende Furcht ist ein großes Thema bei Rilke, doch lässt er seinen Protagonisten Malte nicht dem Stress entfliehen. Vielmehr muss er sich der Gretchenfrage stellen und die Haltung zur Religion, zu Gott schlechthin stellen. Und die Parabel vom verlorenen Sohn (A71) kommt nicht von ungefähr. Rilke weiß sich Atheistisch, doch er weiß auch, dass es Atheismus ohne Gott nicht geben kann. (Kein Nichts ohne Sein.) Und einer der anerkannten (im weitesten Sinne) Gottesbeweise ist genau diese biblische Parabel (vgl. Karl Jaspers), bei Rilke als "Legende dessen, der nicht geliebt werden wollte", weil er "das ungefähre Leben der Familie nicht nachlügen" wollte.

Auf die Fragen der Liebe trifft Malte, "ohne Hoffnung auf die Liebe, die ihn durchbrach", am Ende (A71) bleibt nur einer, der imstande ist, ihn zu lieben, "aber der wollte noch nicht". Sicherlich nur aus Angst vor der Liebe, solange Liebe festhält und noch kein Kind der Freiheit ist. ("Du machst mich allein. [...] weil ich niemals dich anhielt, halt ich dich fest"; A69 und weiter in A71"den geliebten Gegenstand mit den Strahlen seines Gefühls zu durchscheinen, statt ihn darin zu verzehren".) Nur so: in Freiheit und mit Vertrauen ist wahre Liebe möglich.
"Dies alles auf sich nehmen und vergebens vielleicht Gehaltnes fallen lassen, um allein zu sterben, wissend nicht warum - Ist das der Eingang eines neuen Lebens?", so schreibt Rilke selbst in seinem Stundenbuch zum Verlorenen Sohn.

"Ich lerne sehen", vielleicht die Kernbotschaft eines wunderbaren Romans, hier als Werk der von aktueller Wahrnehmung und Erinnerung, als Dialektik des Inneren und des Äußeren. Die Beispiele der Frau, die ihr Gesicht in zwei Händen hält und die Wunden des Ermordeten, der seine Maske nicht abnimmt bis zu den Erfrorenen, die aus dem Eis geholt, ihr Gesicht verlieren. Alles ist Sehen, ersehnte Wahrnehmung bei Rilke, es ist wie eine physisch-psychische Anspannung im Menschen, nichts zu verpassen, alles wahrzunehmen. Denn Sehen ist Daseinsverständnis, gelingt nicht die Integration ins Leben, ist das Leben Stückwerk - niemals ein Ganzes. [Denn Stückwerk ist unser Erkennen, Stückwerk unser prophetisches Reden; wenn aber das Vollendete kommt, vergeht alles Stückwerk. (1Kor, 13,9-10)] Und hier beginnt die Furcht vor dem vollendeten Leben, die die Vereinzelung Maltes beschleunigt.

"Ich lese einen Dichter". Es ist nicht Verlaine, den Rilke wie auch Stefan Zweig verehrte. Hier ist Francis Jammes aus den Pyrenäen gemeint, denn dieser kommt vom geliebten Ländlichen wie Malte.

Maltes Zukunft bleibt offen. Malte ist ein Spiegel des Menschen, der die letzten Fragen sich selbst beantworten muss. Scheinbar erst die wahre Wahrnehmung des Leidens schafft Perspektiven. Ewig bleibt die Liebe in subjektiver Freiheit. "Er stürzt sich ins Erlernen wie ein Läufer in die Wette." [...] gezwungen, Glück zu wissen in Geduld zu erreichen zu verwandeln.

Trotz aller Euphorie eine Warnung: Der scheinbar geringe Umfang verlangt auf Grund der Dichte höchste Aufmerksamkeit. Dann aber bietet das Werk Inspiration satt. Ein wirklich großes Werk.
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26 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Jeder Gedanke wagt einen Würfelwurf. (Stephane Mallarme), 19. November 2006
...
Es ist der 11.September in Paris an dem Rilke seine Aufzeichnungen beginnt. Ein aus heutiger Sicht geschichtsträchtiges Datum. In Verbindung stehen das Landleben und die unstete Großstadt, die schon zu Beginn der Aufzeichnungen den Tod verheißt.
Rainer Maria Rilke (1875-1926) ist bis heute einer der bekanntesten Dichter deutscher Sprache und zugleich einer der umstrittensten. Vielen gilt sein Werk als Inbegriff dichterischer Schönheit, vielen anderen dagegen als Ansammlung von Kitschprodukten. Seine Lyrik, die in den "Neuen Gedichten" (1907/08) sowie in den "Duineser Elegien" und den "Sonetten an Orpheus" (beide 1923) ihre Höhepunkte erreicht, versucht intensivierte Wirklichkeitswahrnehmung mit gesteigerter Innerlichkeit zu verschmelzen. Sein einziger Roman "Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge" ist einer, der, wenn auch spät erkannten, bahnbrechenden Prosatexte des 20. Jahrhunderts. Begonnen mit den Erfahrungen in Paris in den Jahren 1902/1903, aufgenommen und verarbeitet in Rom 1908 kam der Roman 1910 zur Vollendung und Veröffentlichung.

Malte Laurids Brigge, abstammend aus dänischen armen Adelhaus, entflieht nach dem Tod des Vaters der ländlichen, im Kindesalter als wohl erlebten Umgebung und findet sich der Großstadt Paris konfrontiert, wo Stille laut und das Sterben in den Hospitälern verbunden mit Krankheit und Angst an der Tagesordnung sind. Sein Leben will er nun Revue passieren lassen. Rilke verwendet seinen Malte als "Monsieur Teste", als Zeuge (wie Paul Valery) des eigenen Lebens und dessen Bewältigung. Aufgeteilt in 71 Aufzeichnungen, diese wiederum geteilt in drei Sinn-Abschnitte, die die unterschiedlichen Zeiten, Denkvorgänge und Bilder des gespiegelten, interpretierten und tatsächlichen Lebens von der Jugend an widerspiegeln.

Rilke ist in erster Linie Lyriker. Als Lyriker weiß er die Fülle der Gedanken auf kleinstem Feld beherrschbar zu machen. Auch wenn sich in den "Aufzeichnungen" nichts Lyrisches (im Sinne von Reim) finden lässt, ist es ein prosaisches Gedicht. Präzise in der Formulierung findet man Gefallen und als Leser wächst man mit und droht doch Zugrunde zu gehen. Die Abschnitte sind Gedankenblitze eines Lebens, eines Lebens, welches komprimiert und kompromisslos die Zeiten ineinander zwirbelt, um die vermeintliche und mögliche Zukunft beherrschbar zu halten.

Dieser Roman ist ein Tagebuch und doch mehr, weil er mit dem Autor die Fülle des Lebens beherrscht, dieser über sein und Maltes Leben in Tiefe philosophiert und zu einem Ergebnis führt, welches in begründeter Weise allzeit offen ist und zwischen dem Sicheren und Möglichen, zwischen dem Nicht-Mehr-Sein und dem Noch-nicht-Sein oszilliert, auch wenn "man gut tut, gewisse Dinge, die sich nicht mehr ändern werden, einfach festzustellen [...]" (A56)

Herauszuheben sind die Anfangsaufzeichnungen eines neuen Lebens in Paris, wo die Gesichter bis zur Unbrauchbarkeit gewechselt werden (A 5). Vor allem A 32, wo die Validierung des Möglichen (im Vergleich lohnt sich Paul Valery) geprüft wird, wo wie Stephane Mallarme, Rilkes Vorbild im Symbolismus, in "Die Fenster" feststellt, "der im Genuss nur lebt, den die Begierde füllt" , wo Spiegel und Fenster zu Metaphern einer anderen Welt werden, "seh ich als Engel mich gespiegelt" und "entschweb vom Traum gekrönt der Erde" [...] "und drohe auch der Fall ins Nichts der Ewigkeit." Der Spiegel hier als Mimesis der Wirklichkeit oder als Objekt des Hindurch-Schreiten-Könnens wie Alice, um in ein neues Wunderland zu gelangen. Erkenntnis liegt im Vergleich mit dem platonischen Höhlengleichnis, wo das Erkennen nur dem obliegt, der sich von dem reinen Abbilde befreit. Wo das Spiegelbild zu einer eigenen Erschaffung, zur subjektiven Wirklichkeit wird. Oder liegt im Hohelied der Liebe vielleicht der Weg, den Rilke für sich und Malte sah: [Als ich ein Kind war, / redete ich wie ein Kind, / dachte wie ein Kind / und urteilte wie ein Kind. Als ich ein Mann wurde, / legte ich ab, was Kind an mir war. Jetzt schauen wir in einen Spiegel / und sehen nur rätselhafte Umrisse, / dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, / dann aber werde ich durch und durch erkennen, / so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin. (1Kor, 13, 11-12)]

Es ist vielleicht kein Zufall, wenn Shakespeares Sonett 151 Pate gestanden hat für A51 und der Hinführung auf A52, wo Rilke, Lyrik und Erotik mit den Bildern (vielleicht denkt er an die verbotenen Bilder Goyas) vereint, die allzu lüstern "die Dinge sehen" wie man es schon bei ihm aus manchen Gedichten kennt. "Die Seele spricht zum Leib: Du hast gewonnen!", so finden wir bei Shakespeare die Vollendung der Verführung, wo das Fleisch nicht mehr widersteht, es triumphiert und A52 weiß dieses in Bildern zu begreifen, "darinnen Dinge von beschränkten und regelmäßigen Gebrauchen sich ausspannen und sich lüstern und neugierig aneinander versuchen."
Nur dieses sind die Ausflüchte aus dem realen Leben und die Einsamkeit entsteht, wenn der Vision mehr Beachtung geschenkt ist als dem Realen. Und diese Einsamkeit befällt auch Malte, der als Letzter der Familie nach seines Vaters Tod ohne Nachfahren das Ende des "Familienherzes" sieht.

Erinnerung erneut an Shakespeare: Sonett III: "Sieh in den Spiegel [...] Nun ist es Zeit, dass dies Bild neu entsteht" und es endet "doch lebst du, dich nicht weiter zu vererben, stirb einsam, und dein Bild wird mit dir sterben." Diese Einsamkeit und die daraus resultierende Furcht ist ein großes Thema bei Rilke, doch lässt er seinen Protagonisten Malte nicht dem Stress entfliehen. Vielmehr muss er sich der Gretchenfrage stellen und die Haltung zur Religion, zu Gott schlechthin stellen. Und die Parabel vom verlorenen Sohn (A71) kommt nicht von ungefähr. Rilke weiß sich Atheistisch, doch er weiß auch, dass es Atheismus ohne Gott nicht geben kann. (Kein Nichts ohne Sein.) Und einer der anerkannten (im weitesten Sinne) Gottesbeweise ist genau diese biblische Parabel (vgl. Karl Jaspers), bei Rilke als "Legende dessen, der nicht geliebt werden wollte", weil er "das ungefähre Leben der Familie nicht nachlügen" wollte.

Auf die Fragen der Liebe trifft Malte, "ohne Hoffnung auf die Liebe, die ihn durchbrach", am Ende (A71) bleibt nur einer, der imstande ist, ihn zu lieben, "aber der wollte noch nicht". Sicherlich nur aus Angst vor der Liebe, solange Liebe festhält und noch kein Kind der Freiheit ist. ("Du machst mich allein. [...] weil ich niemals dich anhielt, halt ich dich fest"; A69 und weiter in A71"den geliebten Gegenstand mit den Strahlen seines Gefühls zu durchscheinen, statt ihn darin zu verzehren".) Nur so: in Freiheit und mit Vertrauen ist wahre Liebe möglich.
"Dies alles auf sich nehmen und vergebens vielleicht Gehaltnes fallen lassen, um allein zu sterben, wissend nicht warum - Ist das der Eingang eines neuen Lebens?", so schreibt Rilke selbst in seinem Stundenbuch zum Verlorenen Sohn.

"Ich lerne sehen", vielleicht die Kernbotschaft eines wunderbaren Romans, hier als Werk der von aktueller Wahrnehmung und Erinnerung, als Dialektik des Inneren und des Äußeren. Die Beispiele der Frau, die ihr Gesicht in zwei Händen hält und die Wunden des Ermordeten, der seine Maske nicht abnimmt bis zu den Erfrorenen, die aus dem Eis geholt, ihr Gesicht verlieren. Alles ist Sehen, ersehnte Wahrnehmung bei Rilke, es ist wie eine physisch-psychische Anspannung im Menschen, nichts zu verpassen, alles wahrzunehmen. Denn Sehen ist Daseinsverständnis, gelingt nicht die Integration ins Leben, ist das Leben Stückwerk - niemals ein Ganzes. [Denn Stückwerk ist unser Erkennen, Stückwerk unser prophetisches Reden; wenn aber das Vollendete kommt, vergeht alles Stückwerk. (1Kor, 13,9-10)] Und hier beginnt die Furcht vor dem vollendeten Leben, die die Vereinzelung Maltes beschleunigt.

"Ich lese einen Dichter". Es ist nicht Verlaine, den Rilke wie auch Stefan Zweig verehrte. Hier ist Francis Jammes aus den Pyrenäen gemeint, denn dieser kommt vom geliebten Ländlichen wie Malte.

Maltes Zukunft bleibt offen. Malte ist ein Spiegel des Menschen, der die letzten Fragen sich selbst beantworten muss. Scheinbar erst die wahre Wahrnehmung des Leidens schafft Perspektiven. Ewig bleibt die Liebe in subjektiver Freiheit. "Er stürzt sich ins Erlernen wie ein Läufer in die Wette." [...] gezwungen, Glück zu wissen in Geduld zu erreichen zu verwandeln.

Trotz aller Euphorie eine Warnung: Der scheinbar geringe Umfang verlangt auf Grund der Dichte höchste Aufmerksamkeit. Dann aber bietet das Werk Inspiration satt. Ein wirklich großes Werk.
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18 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Im Strudel des Romans untergegangen und ein netter Zufall, 2. Januar 2005
Von Thomas Leibfried (Ludwigshafen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Auf der Rückseite jedes Buches der alles in allem beachtlichen Reihe der Süddeutschen Zeitung steht „50 große Romane des 20. Jahrhunderts". Nun ist die Definition des Begriffes „Roman" nicht ganz leicht. Meine ganz persönliche Definition wäre gewesen, dass mir ein Roman entweder eine Geschichte erzählt, wie das die allermeisten Romanciers zu tun pflegen, oder aber eine Botschaft übermittelt, eine Aussage trifft, selbst wenn die Geschichte, die Handlung auf ein Minimum reduziert ist. (Wie bei Samuel Beckett beispielsweise.)

Beides vermag der Roman „Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge" nicht zu tun. Ich war geneigt, ihm die Zugehörigkeit zur Gattung Roman zu versagen. Nun las ich im Brockhaus die Definition für einen „Roman" nach und lese: „Der Roman zeigt, im Gegensatz zum Epos, mehr die individuell gestaltete Einzelpersönlichkeit, die einer problematisch gewordenen Welt gegenübertritt." Das wiederum trifft auf Rilkes Werk zu.

Dennoch: Eine bis aufs Äußerste reduzierte Handlung und keine für mich erkennbare Aussage oder Botschaft, bis auf das Deutlichmachen des Aufeinanderprallens eines Individuums, Malte Laurids Brigge, mit einer problematisch gewordenen Welt, Paris , macht das Lesen eher zur Arbeit als zum Vergnügen. Im Kommentar zu diesem Buch auf dem Umschlag steht: „Bald droht der übergenaue Beobachter im besinnungslosen Strudel der Großstadt unterzugehen." Ich muss gestehen , dass in meinem Fall der Leser im besinnungslosen Strudel des Romans untergegangen ist.

Warum drei Sterne? Zum einen ist die Sprache Rilkes großartig. Auch wenn man, aufgrund des fehlenden Handlungsstrangs sich von Satz zu Satz hangeln muss. Man entdeckt brillante Formulierungen und Begriffe, wie man vielleicht an folgenden Beispielen sehen kann:
- „... aber ich überhübe mich, wollte ich ihnen gleich sein", welch ein Konjunktiv;
- „Dann leuchtete einer vor, und da erst entdeckten sie die jäsige Wunde auf seiner Brust, in die das eiserne Amulett eingesunken war, ...; nun stand es tief in ihm, fürchterlich kostbar, in einem Perlensaum von Eiter wie ein wunderbarer Rest in der Mulde des Reliquärs."
- „Und er zweifelte nicht, dass sie atemlos waren und von derselben weiten Erwartung, wie sie einmal ihn an jenem jünglinglichen Jagdtag überfiel, als das stille Gesicht, äugend, aus den Zweigen trat.
Zum anderen ist mir eine sehr amüsante Geschichte passiert. Jeder kann sich einmal fragen, wie oft sie oder er in einem Roman eine längere Beschreibung eines anderen Romans gelesen hat. Ich kann mich nicht an einen Fall erinnern. Nun begann ich den Rilke zu lesen, legte ihn aufgrund der beschriebenen Schwierigkeiten zur Seite und las Louis Begleys „Der Mann, der zu spät kam". Und ab Seite 94 beginnt mit dem Satz „Und wieder einmal las er die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge." Und dann beginnt eine ausführliche Reminiszenz genau an das Buch, das ich verzweifelt unterbrochen hatte. Dieser vergnügliche Zufall ist einen weiteren Stern wert.

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15 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der junge Rilke in Paris, 17. Oktober 2003
Viele Jahre hat Rilke gebraucht, tief mit sich gerungen und viel über sich erfahren müssen, der Tiefe seiner Kindheitserinnerungen lauschend, bis dieses Buch so geschrieben werden konnte.
Malte, ein sensibler junger Mann, in dem man Rilke erkennen möchte, berichtet aus seiner Jugend, berichtet von seinen Jahren in Paris, aus seinem Leben. Von der Angst, eins zu werden mit dem Leid der hetzenden, der rennenden einsamen Menschen. Von seiner Angst, mehr zu fühlen, als er ertragen kann.
Ich habe mir nach diesem Buch gesagt, dass, könnte ich je ein Buch verfassen, ich so schreiben wollte, wie Rilke es in diesem Werk getan hat. Ein Kunstwerk, ein zerbrechlich schillerndes Werk, in dem man mit den weit aufgerissenen Augen des in den Wahn des Leben geratenden Menschen sehen lernt.
Das Werk eines Geistes, das Werk über einen Geist, der an der Außenwelt zu zerbrechen droht, aber doch lernt, einen Weg darin zu gehen.
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16 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Kein Buch für düstere Novembertage!, 22. September 2004
Der verarmte, dänische Adelige Malte Laurids Brigge beschreibt seinen Aufenthalt in Paris. Überaus schwermütig und ein wenig kraftlos wirkt dieser höchst sensible, junge Mann, der Schriftsteller werden möchte. Die hektische Großstadt - zu Anfang des vergangenen Jahrhunderts - wirkt auf Malte abschreckend. Er zieht sich in seine Innenwelt zurück, reflektiert seine Kindheit und schreibt in wohlgesetzten Worten über das, was er an Bedrückendem auf seinen Spaziergängen durch Frankreichs Hauptstadt wahrnimmt. Laut gelesen hat Rilkes Prosawerk beinahe lyrischen Charakter. Dieses Buch eignet sich nicht für düstere Novembertage. Selbst Frohnaturen sollten sich auf depressive Anwandlungen gefasst machen! Dennoch ist der Text empfehlenswert, da die Sprache dieses Künstlers unglaublich feinsinnig ist.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der (Geistes-)Aristokrat als Ästhet und Dandy: Das Innere, das nach Außen gewendet noch immer nur Inneres ist., 12. März 2007
Gibt es ein Leben in der Kunst? Kann das Leben im Ästhetischen gerechtfertigt werden? Oder ist sie der höchste Ausdruck des Lebens überhaupt oder seine größte Verfallsform? Rilkes Könnerschaft liegt in der besonderen Wahrnehmungskraft, Bildhaftigkeit, in einer Zeit, die immer mehr in sich zerrissen, immer mehr beschleunigt und endlosem Wandel unterlegen ist. Die in einem Sturm durch die Verhältnisse liegt, der alles in einen sozial-technischen Machbarkeitswahn hinein- und fortreißt. Rilke, einer der größten Jugendstil-Lyriker überhaupt, neben Stefan George, Hofmannsthal und anderen, die vielleicht hier zu nennen sind, schenkt zum Jahrhundertwechsel vom neunzehnten auf das zwanzigste der Lesewelt seinen einzigen Roman, der ein lyrischer ist, ein hymnischer, der ganz modern vom Leben und Tod erzählt, von existentiellem Ausgeliefertsein, innerem Zerklüftetsein spricht, noch im Wahrnehmen, im Sehen, Fühlen und Schmecken - und feststellt: ... dass so das Leben sein würde: voll lauter besonderer Dinge, die nur für Einen gemeint sind und die sich nicht sagen lassen." Weil die Welt nichts wirklich Sagbares mehr hergibt; weil sie in der Beschleunigung alle Bedeutung, alles Bedeutende zerreißt und Sprachlosigkeit oder gleich pures Entsetzen zurücklässt und Fragen wie: Was ist die moderne Welt? Wie fühlt sie sich an? Wie lebt man darin? Wo ist Geborgenheit im Ungeborgenen, im Ausgesetzten noch möglich? Rilkes Roman ist so gesehen sehr modern, noch heute verblüffend offen geschrieben, offen lassend bei aller Bildhaftigkeit, die er doch besitzt. Ein ganz großer Roman über die Ratlosigkeit in der Modernität. Ein junger Roman der Moderne.
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12 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Rilke, bleib` bei Deinen Versen, 30. März 2007
Von hartmutw (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
Als Bewunderer von Rilkes Lyrik musste ich sein bekanntestes Prosawerk einfach testen, zumal ich mit den Büchern in der SZ-Bibliothek fast nur gute Erfahrungen gemacht habe.

Ungeachtet der Lobeshymnen von Literaturhistorikern ist dies leider das langweiligste und belangloseste Buch, das ich seit langem gelesen habe: Mittels unzähliger, chronologisch ungeordneter (!) Fragmente schildert Malte seine ersten Eindrücke vom harten Leben im Paris der Armen, driftet in Kindheitserinnerungen beklemmender Art ab und huldigt diversen historischen Persönlichkeiten, ohne deren Identität explizit klarzustellen.

Während er sprachlich wie immer brilliert lässt das Buch inhaltlich alle Wünsche offen: Es gibt praktisch keine Handlung, die Sprünge zwischen Kindheits- und Jugenderinnerungen sowie der Gegenwart wirken beliebig, die Gedanken zu Paris und Familie sind oft reichlich ungeordnet und ohne erkennbaren Sinn, Ängste werden eher ausgelebt als reflektiert.

Warum also lesen? Von Proust und Pagnol gibt es lebendigere, einfühlsamere Kindheitserinnerungen, Kafka veranschaulicht Ängste und Beklemmungen des modernen Menschen plastischer, Joyce schreibt bessere Monologe. Historisch mag dieses Buch als Beginn der deutschen literarischen Moderne durchaus relevant sein. Leider bietet es weder tieferen Sinn, noch neue Gedanken noch Lesevergnügen.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Kein Buch für Alle, 20. Juli 2001
Von Ein Kunde
Rilkes Malte findet man in jeder guten französischen Buchhandlung (sehr gut übersetzt).Rilke hat auch mühelos den Weg in die berühmte Edition Pléiade gefunden, eine Ehre, die nur sehr wenigen Nichtfranzosen vergönnt ward.

Dieses Buch atmet auf unvergleichliche Weise die Pariser Atmosphären zu Rilkes Zeit (ca. 1902- 1908 wohnte er zeitweise in Paris). Vor allem in den einleitenden Prosastücken klingt der Stil sehr französich und ist von einer fernervigen Sensualität geprägt, durch die manchmal ironische Brechungen schillern.

Brigge ist ein hochsensitiver Däne und erlebt das Grauen in der modernen Großstadt. Vor allem staunt Brigge auf unnachahmliche Weise. Es ist als sei ein hypersensitives Kind in die überall bedrohliche Stadt verschlagen worden. Die Beobachtungen grenzen in ihrer Bildkraft an die Suggestibilität von Halluzinationen. Gleichzeitig denkt dieser Malte so kritisch, so selbstkritisch, taucht in die Kaltschnäuzigkeit der Großstädter als wäre er einer von ihnen.

Ein Buch für den Leser, der noch Zeit hat, ein Buch, an dem Jahre lesen kann, immer und immer wieder, wenn man Geduld und Liebe aufbringt.

pg

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Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge
Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge von Rainer Maria Rilke (Gebundene Ausgabe - 1976)
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Suhrkamp BasisBibliothek (SBB), Nr.17, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge: Text und Kommentar
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Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge
Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge von Rainer Maria Rilke (Broschiert - 28. November 2008)
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Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge: Roman
Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge: Roman von Rainer Maria Rilke (Gebundene Ausgabe - 22. März 2010)
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