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Frauen mit Format und Durchhaltungskraft
"Habsburgs verkaufte Töchter" bietet einen interessanten Einblick in das Leben von sechs Frauen, als Habsburgerinnen geboren, jung verheiratet und in der Geschichte vergessen wurden. Diese Frauen waren teils gepeinigt, teils diskriminiert, teils hochintelligent, teils hervorragende Regentinnen ... aber eines hatten sie alle gemeinsam: Sie wurden / werden gewaltig...
Veröffentlicht am 18. November 2004 von I. Wodni
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30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Weltgeschichte aus dem Wochenbett
Leitner: Habsburgs verkaufte Töchter
Die Geschichte Kaiser Maximilians; so vermerkt Thea Leitner in ihrer Einleitung kennt jedes Schulkind. Wie aber steht es mit seiner Schwester Kunigunde? Ob jedes Schulkind heute noch Kaiser Maximilian kennt, da habe ich meine Zweifel, aber für seine Schwester Kunigunde und die meisten Habsburger-Töchter stimmt dies ganz...
Vor 8 Monaten von ludwigwitzani veröffentlicht
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23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Frauen mit Format und Durchhaltungskraft, 18. November 2004
"Habsburgs verkaufte Töchter" bietet einen interessanten Einblick in das Leben von sechs Frauen, als Habsburgerinnen geboren, jung verheiratet und in der Geschichte vergessen wurden. Diese Frauen waren teils gepeinigt, teils diskriminiert, teils hochintelligent, teils hervorragende Regentinnen ... aber eines hatten sie alle gemeinsam: Sie wurden / werden gewaltig unterschätzt. Thea Leitner hat hier kurze und doch ausführliche Biografien über folgende Habsburgerinnen verfasst: Kunigunde, die aus rein politischen Vorteilen mit einem bayrischen Herzog veheiratet wurde, der keineswegs einer Kaiserstocher würdig war. Margarethe, die dreimal verwitwet und kinderlos war; damit war ihr Schicksal als Frau eigentlich besiegelt, aber sie setzte sich mit Hilfe ihres Bruders in der Politik durch und regierte über Jahre auf eigene Faust die Niederlande. Margarethe entwickelte sich zu einem der besten Diplomaten, was sie nicht zuletzt ihrer hohen Intelligenz zu verdanken hatte. Maria, die ihr Leben lang als "Mannsweib" galt und nach dem Tod ihres unfähigen, aber geliebten, Mannes, des Königs von Ungarn, die Zügel selbst in die Hand nahm und höchstpersönlich mit ihren Soldaten mitkämpfte. Anna, die Mutter des geliebten, gefeierten und großartigen Königs von Frankreich, Ludwig XIV. Dass sie dem "Sonnenkönig" den Weg zu seiner erfolgreichen Herrschaft geebnet hat, unter widrigsten familiären und politischen Umständen, weiß fast niemand. Anna von Österreich war eine der stärksten und ehrgeizigsten Frauen, die hier behandelt werden. Marie Karoline, eine Tochter Maria Theresias, die nach dem Tod ihrer beiden älteren Schwestern die dritte Verlobte und somit Frau Ferdinands von Neapel-Sizilien wurde. Ihm, einem hässlichen, grotesken Mann, der des Regierens nicht imstande war, gebar sie 18 Kinder und schaffte es trotz ihrer ständigen Schwangerschaften, die Zügel der Herrscherkutsche selbst in die Hand zu nehmen und allein gegen Napoleon anzukommen. Leopoldine, Frau des brasilianischen Thronfolgers, die ihr Leben lang Diskriminierungen, Wutausbrüchhe ihres Mannes, Krankheiten und Schläge ertragen musste und schließlich im Alter von 29 Jahren im Kindsbett Erlösung fand.Jede dieser Frauen wird von der Geburt bis zum Tod hin begleitet und man gewinnt Eindrücke, die man eigentlich nur Männern zutrauen würde. Thea Leitner hat hier ein gelungenes Buch geschrieben, das für jedermann empfehlenswert ist.
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30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Weltgeschichte aus dem Wochenbett, 6. Juni 2009
Leitner: Habsburgs verkaufte Töchter
Die Geschichte Kaiser Maximilians; so vermerkt Thea Leitner in ihrer Einleitung kennt jedes Schulkind. Wie aber steht es mit seiner Schwester Kunigunde? Ob jedes Schulkind heute noch Kaiser Maximilian kennt, da habe ich meine Zweifel, aber für seine Schwester Kunigunde und die meisten Habsburger-Töchter stimmt dies ganz bestimmt.
Um diesem Mangel abzuhelfen, hat Thea Leitner das vorliegende Buch geschrieben, eine Art Sammelbiographie von sechs Habsburgerinnen, die sie unter dem Oberbegriff "Habsburgs verkaufte Töchter" publikumswirksam zusammenfasst. Warum gerade diese sieben und warum Marie Antoinette, die bekannteste Habsburgerbraut fehlt, wird nicht begründet, Der Autorin geht es um das Exemplarische, und das erscheint ihr mit den Kurzbiographien, die vom 15. bis ins 19. Jhdt. reichen, gewährleitstet.
Das Buch beginnt der Geschichte der Kunigunde (1465-1520), der Tochter des bettelarmen Kaiser Friedrich III, der sie an jenen Herzog Albrecht VI von Bayern verheiratete, der mit seinem Primogeniturgesetz (1506) die Einheit Bayerns sicherte. Margarete (1480-1530), die Tochter Kaiser Maximilians, war zuerst die Braut von König Karl VIII von Frankreich, der sie aber wegen Anna von der Bretagne verstieß, dann wurde sie die Frau des Kronprinzen Juan von Spanien, der aber unerwartet verstarb, ehe sie Philibert von Savoyen ehelichte, der nach einem kurzen Eheglück ebenfalls verschied. Am Ende wurde sie Generalstatthalterin der Niederlande im Dienste ihres Neffen Kaiser Karls V.. Maria 1505-1528), eine Tochter Philipps des Schönen von Burgund und Schwester des späteren Kaisers Karl V, wurde König Ludwig von Ungarn angetraut, der in der Schlacht von Mohacs (1526) ums Leben kam. Auch sie endete als Generalstathalterin in den Niederlanden, wo sie als Katholikin unglücklich gegen den Protestantismus agierte.
Man sieht, die Habsburgerinnen brachten ihren Männern kein Glück, aber es war auch umgekehrt, wie die Geschichte Annas von Habsburgs (1601-1666) zeigte, die das Pech hatte, den stockschwulen König Ludwig XIII von Frankreich heiraten zu müssen. Immerhin aber brachte sie es trotz aller Anfeindungen von Seiten der Höflinge und vor allem des Kardinal Richelieus fertig, mit ihrem zögerlichen Gemahl noch zwei Kinder zu zeugen, unter ihnen den späteren Sonnenkönig Ludwig XIV, der zum größten Feind ihres Hauses werden sollte. (Übrig handelt es sich bei dieser Anna, um jene Königin, in deren Diensten Alexandre Dumas seine Musketiere reiten lässt.). Marie Karoline (1752--1814) , eine der 16 Kinder Maria Theresias fiel fast in Ohnmacht, als sie ihren Gemahl Ferdinand von Neapel erblickte, aber im Laufe ihres Lebens gewöhnte sie sich an seine lange Triefnase und gebar ihm 18 Kinder. Leopoldine (1797-1829), die Tochter Kaiser Franz I von Österreich, verschlug es gar nach Brasilien, wo sie an der Seite Dom Pedros von Braganca das Kaiserreich Brasilien aus der Taufe hob, ehe sie früh und unter ungeklärten Umständen verstarb.
Man sieht, es war viel los im Hause Österreichs, und die Autorin spart nicht mit Dönekens und Geschichten aller Art. So entsteht eine unterhaltsame, mitunter auch ein wenig geschwätzige Geschichte Habsburgs aus dem Wochenbett, genauer gesagt: aus der Perspektive der weiblichen Familienmitglieder, die das Pech hatten, nur als Objekte der internationalen Heiratspolitik erleiden zu müssen. Weil bei dabei auch vor familieninternen Hochzeiten zwischen den verschiedenen Zweigen des Hauses Habsburgs nicht zurückgeschreckt wurde, kam es wie es kommen musste: immer mehr Wahnsinnige, Epileptiker, Debile, Neurotiker und Schwachköpfe bevölkerten die Familienzusammenkünfte in Schloss Schönbrunn. Kein Wunder, dass es mit der Habsburgermonarchie ein schlechtes Ende gab.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Interessant, 21. September 2006
Ich mag Thea Leitners Bücher - allzu anspruchsvoll sind sie nicht, aber das ist auch nicht das Ziel der Autorin. Sie bietet kurze Überblicke über interessante, von der Geschichtsschreibung bisher vernachlässigte Figuren. Dabei hat sie den Mut, allgemein akzeptierte Ansichten - z. B. Maria Theresias angeblich so große Mutterliebe - in Frage zu stellen.
Besonders interessant, wenn auch tragisch, fand ich die Kapitel über Maria Karoline und Leopoldine. Es stimmt tatsächlich, daß die Frau mit den frühesten Lebensdaten - Kunigunde - die unabhängigste der dargestellten Frauen war. Phantastisch, daß sie ihre geplagte Tochter vom schrecklichen Ehemann zurückgefordert hat - damals sicher eine Seltenheit!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1. Überblick, 28. Juli 2006
Bei diesem Buch handelt es sich um einen guten ersten Überblick über das Leben der Frauen, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Verdienst der Autorin ist es, die oftmals verwirrenden familiären Beziehungen nachvollziehbar darzustellen u. Biographisches über einige Frauen zu bieten, über die es sonst wohl kaum ausführlichere Literatur geben wird.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Tragische Frauenschicksale, 3. April 2001
Von Ein Kunde
Der Werbeslogan hat seiner Zeit gelautet, faszinierende, meist tragische Frauenbiographien. Das mit der Tragik verstehe ich bis heute nicht ganz. Abgesehen von der Kaiserin Leopoldine, vielleicht noch von der Königin Maria Karolina, konnte ich die übrigen Biographien nicht tragisch finden. Natürlich finden sich auch hier unglückliche Jahre und Schattenseiten, aber grundsätzlich handelt es sich um erfolgreiche, weitgehend aktive Frauen, selbst wenn ihnen von der eigenen Familie Beschränkungen auferlegt wurden. Dabei gibt es mir zu denken, dass die scheinbar unabhängigste der sechs Herrscherinnen auch die frühesten Lebensdaten hat (Kunigunde während ihrer Witwenzeit), das schlimmste Schicksal (Leopoldine), in die 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts fällt. [Sollte sich die Situation der Frauen etwa seit dem (angeblich so rückschrittlichen) Mittelalter eindeutig verschlechtert haben?] Thea Leitner will keine profunde Historikerin sein, sie wendet sich in ihren Büchern an ein breites Publikum. Sie bietet daher einfache (vereinfachte) Lebensbeschreibungen an, in denen auch unterhaltsame Anekdoten nicht fehlen. Im Gegensatz zu anderen bellestristischen Historikern/innen ist sie aber keineswegs unkritisch. Ansatzweise regt sie zur Hinterfragung der Fakten an, auch wagt sie es traditionelle und weit verbreitete historische Urteile (oder Vorurteile) in Frage zu stellen. Doch in erster Linie will sie wohl unterhalten und vielleicht auch zur Weiterbeschäftigung mit ihrem Thema anregen. Dies gelingt ihr auf einem mehr als akzeptablen Niveau. Als ich das Buch vor einigen Jahren gelesen habe, war es gerade frisch erschienen. Zufall oder Folge: Aus heutiger Sicht darf ich anmerken, dass die von Leitner gegebene Anregung, sich einmal mit anderen Habsburgerinnen zu beschäftigen, Wirkung gezeigt hat. Inzwischen sind zwei Biographien zu den Statthalterinnen Margarete und Maria sowie zu Maria Karolina, der Königin von Neapel, erschienen. Und über die brasilische Kaiserin Leopoldine gibt es inzwischen einen Roman. Daher wäre es höchste Zeit, auch den beiden letzten Damen, der französischen Königin Anna und der Herzogin Kunigunde einmal eine umfassende Biographie zu widmen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
ein tolles Buch, 22. Februar 2003
Von Ein Kunde
Ich liebe die Bücher von Thea Leitner! Sie schreibt flüssig und sehr humorvoll. Ihre Bücher geben ein umfangreiches geschichtliches Bild ab. Außer dem befasst sie sich weitgehend mit Persönlichkeiten, die nicht allgemein bekannt aber trotzdem durchaus interessant waren. Ihre Kurzbiographien machen Lust auf umfangreichere Werke der behandelten Person und/oder Epoche! Ich habe fast aller Bücher von Thea Leitner und finde sie allesamt super!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Habsburger Frauenschicksale - Faszinierend erzählt, 10. August 1999
Von Ein Kunde
Thea Leitner bringt 6 vergessene Monarchinnen des Hauses Habsburg ans Licht und entreißt sie der Vergangenheit. Bekannt sind uns allen Marie-Antoniette und Maria-Theresia, das Haus Habsburg hatte aber wesentlich mehr Frauen die besonderes geschafft haben, teilweise sogar wesentlich mehr als diese beiden, die in aller Munde sind. Die Autorin schildert die Lebensgeschichten dieser 6 Frauen spannend, interessant und fesselnd. Gleichzeitig werden verwandschaftliche / politische / private Beziehungen geschildert. Man könnte auch sagen die Geschichte Europas verbunden mit 6 außergewöhnlich interessanten, gebildeten und energischen Frauen die Politik und (wenn auch teilweise nur über ihre Männer) Geschichte machten. Das Buch ist empfehlenswert und interessant, allerdings nichts für jene, die die üblichen Herz/Schmerz-Geschichten erwarten. Ein spannendes Sachbuch das gut zu lesen und fesselnd geschrieben ist.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Gute Kurzportraits, 14. Juli 1999
Von Ein Kunde
Thea Leitner haben es die Rand- oder Nebenfiguren des großen Hauses Habsburg angetan. Und Stoff gibt es nun ja auch wahrlich genug, den man da behandeln kann, so groß wie die familie ist. Folglich ist eine Beschränkung auf nur ein paar wenige Gestalten notwendig, um nicht den Rahmen zu sprengen. In "Habsburgs verkaufte Töchter" beschäftigt sich Leitner mit den Opfern der Heiratspolitik des Hauses. Jedem dürfte der Spruch "Mögen andere Kriege führen, Du glückliches Österreich, heirate" sagen, wie es aber den verschacherten Damen dabei erging, das will die Autorin exemplarisch vorstellen. Sie verfolgt dabei die Leben von Vertreterinnen einer jeden Generation bis ins 19. Jahrhundert. Dabei tun sich manche interessante Aspekte auf und es tauchen auch immer wieder interessante Nebeneinsichten in bekannte Herrschergestalten Europas auf. Das macht das Buch um so interessanter. Dazu kommt der leicht lesbare und flüssige Stil Leitners hinzu, der das Buch zu einer soliden historischen Lektüre macht, die Lust auf mehr macht, denn umfassend sind die Porträts keinesfalls, aber diesen Anspruch erhebt Leitner auch gar nicht erst. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Informativ und gut geschrieben!, 7. März 2003
Ein netter Rückblick durch die Zeit anhand von 5 Frauenschicksalen wird hier von Thea Leitner geboten. Die jeweiligen Kapitel sind packend und einfach geschrieben. Einziges Manko: Da die Kapitel doch ein ganzes Leben umfassen, sind sie natürlich auch entsprechend ereignisreich. Deshalb sollte man sich die Zeit nehmen und ein Kapitel möglichst am Stück lesen, da man sonst nicht mehr so ganz weiß, was als Letztes passiert ist und man dann oft zurückblättern und nochmal überfliegen muss.Insgesamt aber ein wirklich gutes Buch!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
habsburgs verkaufte töchter, 3. August 2009
Ein wirklich großartiges Buch. Überhaupt nicht geschichtsstundenmäßig sondern leicht zu lesen. Die Schicksale dieser Frauen werden hier lebendig nacherzählt und man kann mit seinem neuerworbenen Wissen bei Gesprächsrunden glänzen, ohne seine Zuhörer zu langweilen.
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