91 von 110 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Jesus liebt mich? "HILFE", würde ich denken!
Der Autor von "Jesus liebt mich", David Safier, war mir bereits von seinem ersten Roman "Mieses Karma" bekannt und schon da liebte ich seinen Schreibstil und sein grandioses Ideenreichtum. Auch die TV-Serien, für die er die Drehbücher schrieb, wie etwa "Mein Leben und ich", haben mich immer zum Lachen gebracht.
Demetensprechend hoch waren nun meine Erwartungen an...
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Etwas längerer Schulaufsatz
Ich bin von dem Buch leider sehr enttäuscht. 'Mieses Karma' hat meinen Humor genau getroffen, 'Jesus liebt mich' hat ihn gerade mal gestreift.
Die Witze waren allesamt platt. Natürlich hat der Autor mit deinen Witzigkeiten auch so manchen Treffer gelandet, aber ein richtiges Lachen meinerseits war nie dabei, eher nur ein Schmunzeln. Die Witze waren...
Ich bin von dem Buch leider sehr enttäuscht. 'Mieses Karma' hat meinen Humor genau getroffen, 'Jesus liebt mich' hat ihn gerade mal gestreift.
Die Witze waren allesamt platt. Natürlich hat der Autor mit deinen Witzigkeiten auch so manchen Treffer gelandet, aber ein richtiges Lachen meinerseits war nie dabei, eher nur ein Schmunzeln. Die Witze waren vorhersehbar, teilweise überzogen und meiner Meinung nach völlig deplaziert (hier beziehe ich mich auf "Mein Gott, warum hast du mich verlassen?" - erstens fand ich die "hebräische Version" davon beide Mal fehl am Platze, zweitens hat mich die ständige Wiederholung genervt... ja, beim ersten Mal konnte man noch eine Witzigkeit reininterpretieren, beim zweiten Mal war ich davon nur noch genervt).
Insgesamt las sich die Story für mich so wie eine etwas längere Geschichte eines Schulaufsatz eines Neuntklässlers. - Wir mussten damals in der Schule ein Märchen umändern und Werbeslogans einarbeiten; genau aus derselben Witzkiste wie die Storys damals stammt 'Jesus liebt mich'. - Dabei beziehe ich mich aber nicht nur auf die Witze an sich, sondern auch auf ihre 'Einarbeitung' bzw ihre Ausformulierung.
Unrealstisch fand ich zum Beispiel auch, dass sie Mutter und Tochter 'so schnell' wieder miteinander vertrugen, obwohl so lange Zeit so viel zwischen ihnen stand. Überhaupt fand ich die ganzen Charaktere sehr platt. Einzig mit der Schaffung von Satan hat sich Safier Mühe gegeben.
Mit der Darstellung Jesu als völlig weltfremd und naiv konnte ich absolut nichts anfangen.
Gut gefallen hat mir der Schluss, allerdings macht der die ganze Story nicht wett. Maries Erkenntnis über die Liebe zum Beispiel oder ein paar Aussagen von Gott (dazu zählen: 'Ich verlasse keines meiner Kinder!' und mein Favourit: 'Würde ich mich dir in meiner wahren Gestalt zeigen, würdest du den Verstand verlieren.' ;-) ).
Vielleicht bin ich zu gläubig, um diesem Buch mehr abgewinnen zu können, vielleicht ist es aber auch einfach wirklich nicht sooo toll... Ich musste zwar doch oft schmunzeln und hin und wieder sogar lachen, nur begeistert hat mich das Buch überhaupt nicht!
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Der Autor von "Jesus liebt mich", David Safier, war mir bereits von seinem ersten Roman "Mieses Karma" bekannt und schon da liebte ich seinen Schreibstil und sein grandioses Ideenreichtum. Auch die TV-Serien, für die er die Drehbücher schrieb, wie etwa "Mein Leben und ich", haben mich immer zum Lachen gebracht.
Demetensprechend hoch waren nun meine Erwartungen an dieses neue Buch - ich hatte schon richtig auf das Erscheinen hingefiebert.
Natürlich wurde ich nicht enttäuscht.
Safiers Humor ist einfach unvergleichlich, seine Ideen brilliant! Was für eine Fantasie muss man doch haben, um sich einen so facettenreichen Plot zu überlegen?!
Marie, eine von allen (auch sich selbst) als recht durchschnittliche Frau mittleren Alters betrachtet, ist die Hauptfigur in diesem Roman. Alles beginnt damit, dass sie ihren langjährigen Freund Sven unbedingt in der Kirche heiraten möchte (Von einem wirklichen Glauben ist bei ihr eigentlich nichts zu erkennen, aber haben Kirchen nicht ein tolles Flair? Das denkt sich jedenfalls Marie!). Vorm Traualtar jedoch kommt ihr der Gedanke, dass dies wohl doch nicht das Wahre ist und so kommen ihr nicht die erwarteten Wörtchen "Ja ich will" über die Lippen. Die Hochzeit ist geplatzt und Marie zieht erstmal wieder bei ihrem Vater im alten Kinderzimmer ein. Zu allem Überfluss hat er neuerdings eine Freundin, die jünger als Marie selbst ist und zudem ist die Decke in Maries Zimmer undicht. Das hört sich schon alles nicht berauschend an. Noch am selben Tag kommt ein Mann vorbei, der die Decke reparieren soll und man mag es nicht glauben, aber Marie ist sofort von seiner Erscheinung gebannt. Nur stellt sich heraus, dass dieser Mann ein ziemlicher merkwürdiger Kerl ist, der auch noch behauptet Jesus zu sein. Stellt sich die Frage, wer verrückt ist: Marie oder er?
Daraus entspinnt der Autor eine köstliche Geschichte über Liebe und Freundschaft, Skurriles und alltägliche Probleme. Obwohl diese Geschichte eigentlich undenkbar ist, wirkt sie doch nie überzogen und man kann herrlich mit den Figuren mitfiebern. Ab und zu wird es sogar richtig gefühlvoll zwischen Marie und Jesus, aber auch zwischen ihr und Mitgliedern ihrer Familie (etwa ihrer kranken Schwester Kata, die trotzdem einen Humor für 10 Leute hat) oder ihren Eltern, mit denen sonst auch nicht immer alles glatt läuft. Da kann man sogar ein zwei Tränchen verdrücken, um dann auf der nächsten seite wieder einen Lachanfall zu bekommen. Besonders auf die Gespräche Jesus' mit Marie kann man sich auf jeden Fall sehr freuen, denn diese sind gespickt mit einem Humor, wie man ihn selten erlebt.
Das Buch deckt buchstäblich die komplette Palette an Gefühlen ab, die beim Leser ausgelöst werden können. Mal lacht man, dann trauert man mit, plötzlich wird es unglaublich spannend und dann kommt wieder so ein Wohlfühlmoment, zu dem man am liebsten die Zeit anhalten würde.
Mir hat dieses Buch unglaublich viel Freude bereitet. Es lässt sich sehr gut lesen und ist sprachlich trotzdem gekonnt umgesetzt. Dieser Autor muss unbedingt mehr schreiben, denn ich glaube, davon kann ich nie genug bekommen.
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ich hatte relativ niedrige ansprüche an das buch, da mieses karma mir nicht wirklich gefallen hatte (viel zu vorhersehbar & abgedroschen), hatte aber trotzdem interesse und lieh es deshalb von einer freundin aus.
ich wurde nicht enttäuscht, war sogar positiv überrascht: jesus liebt mich beginnt seicht und ein wenig langweilig, die spannungskurve wird am ende des buches aber mächtig erhöht.
zwar wird in fast jedem satz zwanghaft versucht, einen gag einzubringen und ich musste nur einmal wirklich lachen, aber die ansonsten gefielen mir handlung und schreibstil relativ gut (auf unnötige wiederholungen wie in mieses karma wurde verzichtet).
leider muss ich sagen dass das buch nicht wirklich tiefe hat (ich kann mich gar nicht mehr an das ende erinnern obwohl ich es erst gestern abend ausgelesen habe), die protagonisten besitzt die intelligenz einer durchschnittlichen bildleserin (wahrscheinlich sind diese auch die bevorzugte zielgruppe des buches).
FAZIT: besser als mieses karma, aber kein meisterwerk. selber kaufen würde ich mir dieses buch nicht, da kann man sein geld besser anlegen.
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Mit einem ähnlichen Background ausgestattet wie Tommy Jaud, bestellt Gabriel Safier den gleichen literarischen Acker wie dieser. Nachdem er sich für seinen Erstling in die okkulte Welt der Karmen und Pseudowissenschaften verstieg, lässt er in "Jesus liebt mich" alles Obskure hinter sich und holt sich höchstgöttliche Hilfe an den Schreibtisch. Die ersten paar Kapitel lesen sich flockig weg und fallen ob der (beinahe schon übertrieben...) hohen Gagdichte auf, beinahe jede Situation, jedes gesprochene Wort präsentiert sich originell bis lustig. Und das obwohl weder der Ausgangsplot noch die Konzeption der Hauptfiguren aufregend neu sind, der Autor versteht es einfach seine auch "alten Hüte" schmissig, kurzweilig, ja gut zu verkaufen.
So geht Gabriel Safier auch bei weitem nicht so früh und schnell die Puste aus wie Tommy Jaud aber ab dem zweiten Drittel wird das Pulver bedenklich prohibitioniert... das Tempo versandet, die Gags werden rar, die Handlung verflacht, ja blutet aus. Das liegt vor allem daran, dass Safier, um nicht den Zorn so facettenreicher Sittenwächter wie kirchlicher Würdenträger & Co. auf sich zu ziehen, damit beginnt einen politisch korrekten Hürdenlauf, um nicht zu sagen Eiertanz, aufzuführen. Zwar lässt er keine der brisanten und bisher ungelösten, da unbeantwortbaren Glaubensfragen unbenannt. Doch statt, wie zu Anfang seines Buches, mit Kodderschnauze und relativ wenig Respekt diese einfach ebenso mutig wie unbekümmert zu beantworten, umschifft er genau diese Antworten mal recht logisch, mal relativ elegant, in der Summe aber feige und ab einem gewissen Punkt vorherseh- und sagbar. Dieser Umstand führt unweigerlich dazu, dass der Autor seinem höchsteigen erdachten Plot wie einem wackeligen Eselskarren auf Schleuderkurs im Gefälle die Handbremse ein paar Raster zu fest anzieht, und diesen von nun an hinter sich herziehen muss, mit Maulkorb, Scheuklappen und handbremslichen Fussfesseln versehen zur Unkenntlichkeit wie Unbeweglichkeit verdammt. Zwischenzeitlich wechselt Safier dann auch komplett den Stil ganz weg vom satirisch Humoresken hin zum versachlichten Erzählen, nur um keineswegs anzuecken. Da ja nicht stattfindet was nicht sein darf ist das finale letzte Drittel nur noch schales Abwasser. In wenigen, erschreckend uninspiriert ausgeschmückten Sätzen wird die Apokalyse abgehandelt um nicht zu sagen abgekanzelt, es passiert nichts Unerwartetes mehr, Biss, Witz und Würze hat die Erzählung da längst schon eingebüßt. Kurz vor Ende greift der Autor zwar noch einmal ein paar seiner erfrischenden sprachlichen Stilelemente vom Beginn der Geschichte auf, so dass Esprit und Witz nochmals aufflackern, doch am faden Beigeschmack ändert das dann auch nichts mehr.
Wie so häufig vermochte auch Safier es nicht, seine recht gute Ausgangsidee in der zunächst umgesetzten Form konsequent zu Ende zu bringen. Wenn Jesus liebt, dann dieses Buch sicher nicht vorbehaltlos- AMEN!
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Stellen Sie sich vor, dass das Jüngste Gericht naht und Gut (Gott) und Böse (Satan, zeitweilig in der Gestalt von George Clooney) nach vorheriger Absprache sich in Stellung zu bringen versuchen. Gott schickt wieder Jesus auf die Erde, der als Dachdecker auf Marie trifft und die sich auf der Stelle in ihn verliebt. Marie hat derzeit etwas Probleme mit ihrem Gewicht (kämpft gegen die "7"), ihrem Freund (sie antwortet auf die Frage aller Fragen vorm Altar mit "Nein"), ihrem Vater (hat sich via Internet in eine blutjunge Weißrussin mit Kind verliebt), ihrem Pfarrer (entpuppt sich als Mensch gewordener Erzengel Gabriel, der sich im Übrigen in Marie's Mutter verliebt hat) und ihrer Schwester (ist auch ihre beste Freundin und leidet an einem Gehirntumor). Und nun soll sie Jesus helfen, die Menschen auf das Jüngste Gericht vorzubereiten.
Wer David Safier's Erstlingsroman "Mieses Karma" gelesen hat, hat bereits eine Ahnung, was ihn in "Jesus liebt mich" erwartet, nämlich ein unglaubliches Feuerwerk an Skurilitäten sowie absurden und unglaublich komischen Situationen, jede Menge Wort- und Sprachwitz von platt bis feinsinnig. Ich jedenfalls musste immer wieder lauthals lachen, weil viele dieser Situationen, in die Marie rein- und auch wieder rausstolpert einfach so unglaublich abgefahren sind.
Und trotz allem ist das Buch nicht nur Slapstik, sondern spielt auf überaus amüsante Weise mit dem durchaus nachdenkenwerten Gedanken "Was wäre, wenn Jesus heute wieder auf Erden wandeln würde". So weicht das eine oder andere mal auch das Lachen einem nachdenklichen Grübeln - wie z.B. als Jesus in einer Pizzeria einen stadtbekannten Obdachlosen zum Brot- bzw. Pizzateilen einläd und diesen dazu bringt zu erzählen, wieso er obdachlos geworden ist.
Einen besonderen Reiz zieht "Jesus liebt mich" auch aus der Person der an einem Hirntumor leidenden Schwester von Marie, die als Cartoonzeichnerin viele Lebensweisheiten auf den Punkt bringt. Die Cartoons sind Bestandteil dieses Buches und für sich absolut liebenswert und gelungen.
Ich finde es schwer, dieses Buch mit "Mieses Karma" zu vergleichen - auch wenn beiden gemein ist, dass die Grundhandlung vollkommen absurd und skurril ist. Es ist schon ein etwas unterschiedlicher Stil, den David Safier in "Jesus liebt mich" gewählt hat und sicherlich wird die Handlung an sich die Rufe nach Blasphemie - ähnlich wie bei Monty Python's "Das Leben des Brian" - aufkommen lassen. Doch wer versteht, auch in religiösen Dingen, mit einem sehr eigenen und durchaus anarchischen Humor umzugehen, der wird aufs reichlichste entschädigt.
Für mich ist "Jesus liebt mich" ein absolutes Lesehighlight und mindestens 5 Sterne wert.
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Schreiben kann er, der Herr Safier. Das tun viele andere auch (sogar die, die es eigentlich nicht können) - aber nur wenige haben das Talent, mit ihren Büchern die Leser zum lachen zu bringen.
Er hat es defintiv! Der Titel wirkt wahrscheinlich auf manch einen befremdlich oder sogar abschreckend. Aber schon nach kurzer Zeit lassen sich die meisten "Ungläubigen" von Safiers Humor anstecken.
Auch ernstere Themen sind in diesem Buch untergebracht, verlieren jedoch gut verpackt, fast gänzlich von ihrem Schrecken. Allerdings habe ich mich an einigen Stellen schon gefragt, ob er nicht doch etwas zu weit geht.
Doch ändert es nichts daran, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat und es den Alltag doch enorm auffrischt. Ich hoffe, der Autor lässt uns an weiteren ausgefallenen Geschichten teilhaben. Ich jedenfalls werde mein Brot dann wieder mit ihm brechen - oder war es die Pizza?!...
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Derjenige, der erwartet, sich auf jeder Seite mindestens einmal "schlapp zu lachen", ist nicht im richtigen Genre. Das Buch ist meiner Meinung nach durchschnittlich witzig, enthält allerdings doch einige "Brüller".
Weniger der Witz, sonder eher die geniale Idee, die realistische und durchdachte Betrachtung der Handlung sind genial. Sehr oft habe ich mich dann doch beim Philosophieren erwischt. Deshalb von mir 4 Sterne.
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Marie glaubt ihren Ohren nicht, als ihr neuer Schwarm, der Zimmermann Joshua, ihr verkündet, dass er eigentlich Jesus ist und auf der Erde ist, um diese zu retten. Sie denkt, er wolle sie nur veräppeln und glaubt an Betrug, doch nach und nach zeigt Jesus ihr, dass er "echt" ist.
Es ist witzig, zu lesen, dass Marie mit Jesus Salsa tanzen geht, dass er nicht weiß, was gute Musik ist und dass er natürlich auch keine Schauspieler kennt. Obwohl Jesus ja der Bibel nach ein sehr intelligenter Mann war, würde er in der heutigen Zeit natürlich sehr "altertümlich" rüberkommen und sicher als etwas dümmlich zu bezeichnen sein. Logisch, denn mit der heutigen Technik und dem ganzen Kram hätte er ja nix am Hut. Und genau das macht viele Situationen in diesem Buch so urkomisch.
Aber kennt Jesus denn die Liebe? Und vor allem: Darf er diese leben?
Und was passiert auf der Welt, wenn das jüngste Gericht ansteht?
Zum Glück muss man nicht gerade bibelerfahren sein, um den Sinn hinter diesem Buch zu verstehen. Es reicht, ein wenig in sich selber hineinzuschauen um die Moral am Ende des Buches zu erkennen.
Wieder einmal hat David Safier es verstanden, ein lustiges Buch zu schreiben, in welchem mehr steckt als nur Slapstick. Erwähnenswert ist auch hier wieder die Empathie des Autors, mit der es ihm gelingt, in den Körper und vor allem in die Gedankenwelt einer Frau zu schlüpfen. Auch wunderschön sind die in dem Buch vorhandenen Comic-Zeichnungen von Ulf K., die in dem Buch von Kata, der Schwester von Marie, gezeichnet werden.
Von der Thematik her hat mir das "Miese Karma" des Autors allerdings einen klitzekleinen Tacken besser gefallen.
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Jesus muss das jüngste Gericht einleiten, doch bevor er mit den guten Menschen ins ewige Himmelreich abdüst und den Rest dem Teufel vor die Füße wirft, will er noch ein kleines bisschen seiner alten Lieblingsbeschäftigung nachgehen: Dem Hobeln. Als Zimmermann natürlich. Als er einen Dachstuhl reparieren will, trifft er dabei auf Marie, die gerade ihren Verlobten vor dem Altar stehen hat lassen. Begeistert von der unglaublichen Ausstrahlung verliebt sich Marie in den Heiland. Und als Jesus beginnt, diese Liebe zu erwidern, entscheidet er die Apokalypse doch noch ein wenig herauszuzögern.
In den ersten Seiten des Buches konnte ich Tränen lachen. Der Humor war außerordentlich spritzig und hat richtig bei Laune gehalten. Hie und da ein Wortwitz, dann wieder eine oberschlaue Bemerkung, fein ein paar Comics eingestreut und als Sahnehäubchen den Retro-Jesus, der lernen muss, dass sich die Welt in den letzten 2000 Jahren auch ohne ihn gedreht hat.
Soweit, so gut. Doch was anfangs noch witzig erscheint, verliert viel zu schnell den Reiz. Der Humor nutzt sich unglaublich schnell ab, und wo 30 Seiten vorher der Hobel-Witz noch zum Schmunzeln verleiht hat, hat man später einfach die Schnauze voll davon. Es wirkt fast so, als ob der Autor nach der guten Grundidee und der ebenso guten Umsetzung dieser einfach nicht wusste, wohin er seine Geschichte lenken soll und ein Notende mit flachen Witzen in die Länge gezogen hat. Und als dann tatsächlich die Apokalypse eintritt und man nur noch mit Blödeleien konfrontiert wird, die man höchstens aus miesen TV-Sketchshows kennt, ist man nahezu geneigt, das Buch vorzeitig zu beenden und den Tag des jüngsten Gerichts selbst zu stoppen.
Gut, es gibt Lichtpunkte: Die Dates zwischen Jesus und Marie sind göttlich. Einen salsatanzenden und karaokesingenden Erretter der Welt muss man gesehen haben. Ganz zu schweigen von den Mochitos, viel lecker als in Wein verwandeltes Wasser. Auch die Comics, die von Maries Schwester gezeichnet wurden haben ihren gewissen Charme und können einen durchaus zum Schmunzeln bringen.
Der Rest hingegen ist flach, gezwungen, und erinnert viel zu sehr an schlechte Fernsehkomödien. Schade, dass der Humor hier bei mir nicht zünden konnte, die Grundidee fand ich nämlich ganz prima.
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Kann mich nur anschliessen! Habe es noch nicht mal bis Seite 200 geschafft. Ein weiterer Roman über Frauen des Genres "Ich-verzieh-mich unter-die Bettdecke-die-Welt-ist-blöd". Die Charaktere sind wenig glaubhaft. Alles in allem kein Vergleich zu "Mieses Karma". Hier musste schnell ein Nachfolge-Roman aus dem Boden gestampft werden, bevor Autor und Werk in Vergessenheit geraten.
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