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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Der Wälzer schreckt ab, ist aber eine Bereicherung
In »Wilhelm Meisters Lehrjahre« lässt Goethe den jungen Kaufmannssohn Wilhelm in die Welt hinausziehen. Anders als sein Vater strebt Wilhelm keinen »bürgerlichen« Lebensweg an. Er möchte gerne Schauspieler und Theaterautor werden. So reist Wilhelm umher und schließt sich schließlich einer wandernden Theatertruppe an. Auch so manche Erfahrung mit dem schönen Geschlecht...
Vor 15 Monaten von S. Bernard veröffentlicht
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› Weitere Rezensionen anzeigen: 5 Sterne, 4 Sterne |
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4 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Eine Soap-Opera aus dem 18. Jahrhundert
Interessiert man sich für die Verhältnisse eines jungen Schauspielers und dessen Erfahrungen mit der Bitterkeit der Liebe, so wird man diesen 700-seitigen Roman wohl genießen können. Mir persönlich handelt Goethes Roman von zu vielen versrickten Affairen und ist mit einer heutigen Soap-opera in die Zeit des 18. Jahrhunderts übersetzt vergleichbar. Der Humor ist schwer...
Veröffentlicht am 12. Oktober 2004 von eva_debrodt
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› Weitere Rezensionen anzeigen: 3 Sterne, 2 Sterne, 1 Sterne |
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Der Wälzer schreckt ab, ist aber eine Bereicherung, 6. November 2008
In »Wilhelm Meisters Lehrjahre« lässt Goethe den jungen Kaufmannssohn Wilhelm in die Welt hinausziehen. Anders als sein Vater strebt Wilhelm keinen »bürgerlichen« Lebensweg an. Er möchte gerne Schauspieler und Theaterautor werden. So reist Wilhelm umher und schließt sich schließlich einer wandernden Theatertruppe an. Auch so manche Erfahrung mit dem schönen Geschlecht bleibt nicht aus.
Während Wilhelm zu Beginn seiner Reise noch das Glück hold ist, so muss er im Laufe seinen Umherziehens auch manch schweren Schicksalsschlag wegstecken. Dieses Auf und Ab begleitet Wilhelm und verhindert, dass die Geschichte verflacht (zu beobachten bei Eichendorffs »Taugenichts«).
Es kommt auch zu mysteriösen Ereignissen. Spannende Fragen werden aufgeworfen: Was ist Mignons Geheimnis und warum wird der Harfenspieler wahnsinnig? Wer steckt hinter dem Geist, der bei der »Hamlet«-Aufführung erscheint? Was hat es mit dem »Turm« und seiner geheimnisvollen Gesellschaft auf sich? Am Ende lässt Goethe geschickt die Handlungsfäden zusammenlaufen. Und Wilhelm sieht sich mit der Frage konfrontiert, ob er den steinigen Weg eines Künstlers weitergehen will. So begründet sich im Ende der »Lehrjahre« das Bildungsideal der Klassik, dass eine Balance zwischen Bürgerlichkeit und Künstlertum vorsieht.
Viele Leser sind gleich abgeschreckt, wenn sie »Goethe« hören, und denken dabei an die nicht immer leichte Kunstsprache. Dieses Charakteristikum trifft auf die »Lehrjahre« aber nur in einem gemäßigten Rahmen zu und das Buch ist nach kurzer Eingewöhnung recht angenehm zu lesen. Das dieses 660 Seiten starke Werk seine Zeit braucht, um es durchzuarbeiten, ist wohl bewusst. Aufgrund der guten Gliederung und der wirklich nicht zu abgehobenen Sprache, verliert der geduldige Leser jedoch nie den Faden.
Belohnt wird der Leser für die Auseinandersetzung mit diesem Wälzer auf jeden Fall. So manche Weisheit hat Goethe für seine Leser in die »Lehrjahre« hineingestrickt. Interessant sind für Klassik- und Theaterfans zudem bestimmt die Passagen, an welchen Goethe seine Charaktere über Shakespeare und das Theater im Allgemeinen philosophieren lässt.
In besonderen Maß empfehle Ich diesen »Ur-Bildungsroman« aber vor allen jenen Lesern, die sich gerne mit den Themen Individualismus und Künstlertum beschäftigen.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
"Der Bildungsroman" (...so schlimm ist er gar nicht), 15. August 2003
Für jeden, der sich einen Funken für deutsche Literaturgeschichte interessiert, ist dieser Roman ohnehin Pflicht, da er der Inbegriff des Bildungsromans schlechthin ist, d.h. einem Roman, in dem die Hauptfigur danach strebt, "alles das, was im Innersten in ihm angelegt ist, im Leben zu verwirklichen", wobei er sich anfangs natürlich ziemlich dumm anstellt etc. Ob den heutigen "normal"-Leser diese Geschichte noch so mitreißt wie Goethes Zeitgenossen glaube ich allerdings nicht, zumindest kann ich das von mir nicht behaupten, denn das Thema ist natürlich ein gutes, wahres, schönes, und man spürt Goethes Genie und seine Fähigkeit, ein riesiges Universum in einen Text zu packen, aber W.Meisters Selbstfindung ist der heutigen Realität doch ziemlich fern. Da sie sich zum großen Teil im Theater abspielt, kann man jedoch nebenbei Einiges über das damalige Schauspielerdasein erfahren und bekommt einen Eindruck von der Shakespeare-Rezeption in Deutschland zu jener Zeit. Das ist nicht so abschreckend, wie es vielleicht klingen mag, denn die Geschichte ist fließend zu lesen und Goethe beherrscht die Sprache sehr beeindruckend, das humanistische Ideal des Bildungsbegriffs wird fassbar, und zum Teil ist es sogar lustig, oft schlüpfrig. Aber etwas sperrig ist dieses Stück Weltliteratur dann doch, oder vielleicht scheint es heute so, denn es ist spürbar aus einer anderen Zeit.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
...aber eine super Soap!, 29. April 2005
mich hat die Leichtigkeit des Romans überrascht. die ich von Goethe nicht unbedingt gewohnt bin. Viele Themen werden behandelt, und gedeutet, und sind heute noch aktuell. Besonders ist mir die stelle im Kopf geblieben, wo Wilhelm mit einen freund drüber streitet. ob in der Aufführung von W.S Hamlet, Hamlet denn sterben müsste, da ihn das Publikum lieber lebend sähe. Schöne Szene! Auch bekommen einige Gedichte die man vielleicht schon kennt, einen tollen rahmen (Zusammenhang). 700 Seiten Goethe haben mich erst abgeschreckt - nun bin ich traurig das es zu ende ist! (muss mich also einer neuen soap widmen...)
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7 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Lernmaterialien??, 11. Januar 2001
Von Ein Kunde
Obwohl der Begriff Lernmaterialien anderes vermuten läßt, handelt es sich hier um das komplette Buch, dem lediglich ein kurzes Nachwort und um vergleichsweise wenige Erläuterungen zum damaligen Sprachgebrauch angehängt wurden. Ansonsten finde ich diesen klassischen Bildungsroman sehr empfehlenswert, da die Figur des Wilhelm Meister sympathisch gezeichnet ist und die Geschichte durchaus spannend ist. Ein absolut lesenswertes Buch, auch wenn ich die Lektüre eines eingeschobenen Kapitels etwas zäh fand, was aber wahrscheinlich daran lag, daß die gebrauchte ältere Sprache ungewohnt zu lesen ist.
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Ermüdender Klassiker, und dennoch..., 6. Februar 2007
... lohnenswert! So schwierig es ist, Goethes überladenem, emotionstriefenden Jugendklassiker aus heutiger Sicht noch etwas abzugewinnen: Schlecht ist sein "Wilhelm Meister" nicht. Ich tue mich zwar nach wie vor schwer, Wilhelms klischeebehaftete Selbstfindungsreise als Bildungsroman zu klassifizieren, doch macht das Lesen dieses Buches heutzutage durchaus noch Sinn, und sei es nur aus literaturwiss. Hinsicht!
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4 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Eine Soap-Opera aus dem 18. Jahrhundert, 12. Oktober 2004
Interessiert man sich für die Verhältnisse eines jungen Schauspielers und dessen Erfahrungen mit der Bitterkeit der Liebe, so wird man diesen 700-seitigen Roman wohl genießen können. Mir persönlich handelt Goethes Roman von zu vielen versrickten Affairen und ist mit einer heutigen Soap-opera in die Zeit des 18. Jahrhunderts übersetzt vergleichbar. Der Humor ist schwer nachzuvollziehen und verschiedene Textpassagen umständlich zu lesen (hauptsächlich durch den veralteten Sprachgebrauch). Daher kann ich von dieser umfassenden Lektüre nur abraten.
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