|
|
|
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
|
|
|
Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension
13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Selbstreflexion statt Naturkatastrophe
An einem heißen Sommertag verdunkelt sich der Himmel und ein zeitloser Winter bricht an. Hört sich nach einer Story a la "The Day after Tomorrow" an. Mitnichten! Jeder, der meint, er sei durch den Titel in die Irre geführt worden, unterstelle ich eine etwas zu starke Oberflächlichkeit. Jürgen Domian, ein recht bekannter Zeitgenosse, bleibt sich selbst treu und - dies hat...
Vor 23 Monaten von Bartholomäus Minkowski veröffentlicht
|
› Weitere Rezensionen anzeigen: 5 Sterne, 4 Sterne |
 |
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Nanu - Buch zu Ende, Geschichte noch nicht?!
Lorenz erlebt in einer deutschen Großstadt gerade den heißesten Sommer seit Jahren, als urplötzlich ein gewaltiger Wetterumschwung stattfindet: Die Temperatur fällt rapide, es hört gar nicht mehr auf zu schneien, und eine monatelange Dunkelheit bricht herein. Was aber das Schlimmste ist: Alle Menschen sind wie vom Erdboden verschluckt! Lorenz findet auch nach langem...
Vor 11 Monaten von Kerstin Wiedemann veröffentlicht
|
› Weitere Rezensionen anzeigen: 3 Sterne, 2 Sterne, 1 Sterne |
|
|
13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Selbstreflexion statt Naturkatastrophe, 18. März 2008
An einem heißen Sommertag verdunkelt sich der Himmel und ein zeitloser Winter bricht an. Hört sich nach einer Story a la "The Day after Tomorrow" an. Mitnichten! Jeder, der meint, er sei durch den Titel in die Irre geführt worden, unterstelle ich eine etwas zu starke Oberflächlichkeit. Jürgen Domian, ein recht bekannter Zeitgenosse, bleibt sich selbst treu und - dies hat er bei der EinsLive Lesung in Köln selbst gesagt - erzählt, seine Erlebnisse aus "Domian" miteinfließend, von der inneren Zerrissenheit eines Menschen, von Selbstzweifeln, aber auch Hoffnung und ideele Werte. Verpackt ist dies in ein Endzeitszenario, das meines Erachtens durchaus atmosphärisch verpackt und auch zeitweise spannend ist. Dass das Buch kein richtiges Ende hat, finde auch ich etwas unbefriedigend, andererseits passt gerade dieses fehlende Ende perfekt zu der meines Erachtens nahe gebrachten Intention. Das Buch will nicht über den Klimawandel schreiben, es will Denkanstöße geben, in eine Art Selbstreflexion führen, zu der man im Alltagsstress kaum kommt, die in einer Ausnahmesituation wie dieser aber unweigerlich erscheint.
Zugegeben, etwas präziser hätte das Buch angekündigt werden müssen, der Kern jedoch vermag zu gefallen, dürfte er doch jeden von uns ansprechen. Und dies in einer simplen, aber einfühlsamen Sprache. Domian selbst meinte in einem Interview, er habe durch 12 Jahre "Domian" die "...Abgründe der menschlichen Seele..." gesehen. Vielleicht versteht man dann die Intention dieses Buches besser.
Empfehlenswert!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Und nun?, 25. Februar 2008
Wie vermutlich viele war ich sehr verwundert, dass Nighttalker Domian einen Roman geschrieben hat. Natürlich habe ich mir sein Werk auch kurz nach dem Erscheinen besorgt.
Die Hauptfigur des Romans, Lorenz, erlebt an einem Sommertag, wie sich der Himmel verdunkelt und es immer kälter wird. Er muss feststellen, dass gleichzeitig sämtliche Menschen verschwunden sind. Als es in den folgenden Tagen anfängt zu schneien, beginnt Lorenz sich darauf vorzubereiten, eine längere Zeit mit der Situation zu leben und deckt sich mit Lebensmitteln, Heizmaterial und sonstigen Vorräten ein. Nachdem er sich dann in seiner Wohnung verschanzt hat und sein Leben in der Einsamkeit lebt, beginnt er über sein Leben und die Vergangenheit zu sinnieren.
Domian hat mit Lorenz einen tiefgründigen Charakter kreiert. Trotz der zahlreichen und ausführlichen "Kurzgeschichten", die Lorenz in Tagebuchform beschreibt, bleibt die Spannung bezüglich der Naturereignisse erhalten. Viele seiner Erinnerungen sind sehr emotional, oft auch philosophisch. Auch durch seine Erlebnisse in der "Schneewelt", entdeckt er neue Gefühle und Empfindungen bei sich, die Domian sehr ausführlich beschreibt.
Mich hat das Buch bis etwa 15-20 Seiten vor dem Ende sehr gefesselt. Dann wurde klar, dass es keine wirkliche Auflösung der Ereignisse geben wird.
Das ist auch der Grund, warum ich dem Buch nur 4 Sterne gegeben habe: das offene Ende habe ich als starken Bruch in der Geschichte empfunden.
In den letzten Kapiteln beschreibt Lorenz in seinen Tagebucheinträgen wieder vermehrt die Geschehnisse in seiner Umwelt. Er hat wieder Hoffnung, dass sich alles zum positiven wenden könnte, doch plötzlich steht unter den Zeilen ein "Ende" und die Geschichte ist vorbei.
Für mich bleibt die Frage: und nun?
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Das Ende ist hier irrelevant!, 5. November 2008
Bzgl. des Inhalts wurde bereits das Nötige gesagt. Hinzufügen möchte ich hierzu noch eine persönliche Empfindung: Die durch die andauernde Nacht, das Gefühl des unwiderbringlichen Verlusts (der toten Freundin, der früheren Welt) und Einsamkeit generierte Atmosphäre, in der es immer wieder zu nicht nachvollziehbaren, für mich angsteinflößenden Veränderungen kommt, ließ mich abtauchen in ein Gefühl dunkler Einsamkeit, Angst, Trauer, gleichzeitig aber auch absoluter Ruhe. Subjektiv eine extreme und fantastische Leseerfahrung, die mich in ihren Sog zog! Der/die ein oder andere wird es nachempfinden können.
Dass es kein Ende gibt ist falsch! Es gibt keine direkte Erklärung für das, was geschah - einverstanden. Allerdings habe ich das Ende viel mehr darin begriffen, dass Lorenz - der Protagonist - eine psychische Weiterentwicklung durch die Reflektion und Verarbeitung vergangener Erlebnisse, die sein Gewissen marterten, vollzieht.
Natürlich geschieht viel, was fern ab unserer rationalen Logik liegt. Hierbei erinnerte ich mich schnell an "Die Therapie" von Sebastian Fitzek, in welchem die entscheidende Handlung hauptsächlich durch den irrationalen Blick des psychisch Kranken abläuft.
Ergo entschied ich mich dazu jegliche Phänomene in Domians Buch als unterbewusste Einflüsse auf Lorenz' Psyche zu verstehen. Für mich liegt Lorenz in der realen Welt im Koma, in welchem er in seiner Scheinwelt verarbeitet. Natürlich ist das meine Interpretation. Möglich wäre auch ein postmortales transzendentes Erlebnis etc. Da mag jeder seine eigene Vorstellung haben.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Fesselnd, 20. April 2008
Ich habe seit langem nicht mehr so gierig und schnell gelesen!
Das Ende enttäuschte mich zunächst, da ich gierig nach einer Erklärung war. Zwei, Drei Gedanken später fand ich das Ende genial. Denn ich empfand die Botschaft wichtiger, als die Aufklärung.
Die Erzählung ist ein Synonym für den Umgang mit dem Leben- das Ende macht Hoffnung!
Die Botschaft des Romans:
Das Entscheidene im Leben ist, die Vergangenheit ruhen zu lassen und den Blick in die Zukunft zu richten! Wir alleine sind für unser Leben und was wir daraus machen verantwortlich!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Überraschend..., 26. August 2009
Mich hat das Buch überrascht und das gleich mehrfach: zum einen war ich natürlich überrascht, das Jürgen Domian ein Buch geschrieben hat. Gut. Die zweite Überraschung ist die Geschichte selbst. Da kommt es nach tagelanger Hitze in einer (Klein-)Stadt zu einem Unwetter, welches Lorenz - der "Titelheld" fasziniert von seiner Dachgeschosswohnung aus verfolgt. Nach diesem Unwetter ist die Temperatur unter den Gefrierpunkt gesunken, es hat geschneit und sämtliche Bewohner der Stadt sind verschwunden...
Bis dahin wusste ich noch nicht wirklich, wo die Reise in bzw. mit diesem Buch hingeht. Ich muss auch zugeben, dass ich die Story bis zu dem Zeitpunkt auch nicht sooo packend fand, war aber trotzdem sehr neugierig, in welche Richtung sich die Geschichte denn entwickeln würde. Gut, ich als Titelheldin hätte mich erstmal eine Woche bei H&M eingemietet, um dann direkt in die Süßigkeitenabteilung des nächsten Kaufhauses umzuziehen... aber Spaß beiseite... Das "Drumherum", also die scheinbare Naturkatastrophe, ist zwar Teil des Ganzen aber meiner Meinung nach nicht so wichtig wie die Gedanken, Gefühle und Erinnerungen von Lorenz, dem Titelhelden. Da ich ständig dabei war, mich in seine Lage zu versetzen, ging mir das Ganze schon unheimlich nahe und ich hatte stellenweise auch wirklich Tränen in den Augen. Schön und beängstigend zugleich fand ich, bestimmte Gedankengänge und Überlegungen über das Leben wiederzuerkennen, die ich selber auch schon hatte. So hat es mich auch nicht gestört, dass das Buch kein richtiges Ende hat - ich glaube nämlich nicht, dass es für diese Geschichte ein befriedigendes Ende hätte geben können!
Meiner Meinung nach ist die Geschichte sehr philosophisch und gibt einem die richtigen Denkanstöße mit auf den Weg: man sollte mit dem zufrieden sein, was man hat und auch die guten und schönen Dinge zu schätzen wissen bzw. lernen! Ein tolles Buch, das auf jeden Fall "nachwirkt"! :)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Nanu - Buch zu Ende, Geschichte noch nicht?!, 28. Februar 2009
Lorenz erlebt in einer deutschen Großstadt gerade den heißesten Sommer seit Jahren, als urplötzlich ein gewaltiger Wetterumschwung stattfindet: Die Temperatur fällt rapide, es hört gar nicht mehr auf zu schneien, und eine monatelange Dunkelheit bricht herein. Was aber das Schlimmste ist: Alle Menschen sind wie vom Erdboden verschluckt! Lorenz findet auch nach langem Suchen keinen einzigen Menschen, nicht einmal ein Tier. Die Katastrophe beschränkt sich nicht nur auf diese Stadt, nein, die ganze Welt scheint menschenleer zu sein, es gibt weder Fernsehen noch Radio, auch keine Internetverbindung. Irgendwann findet sich Lorenz damit ab, der wohl einzige Mensch auf der Welt zu sein. Er versucht, so gut es geht, sein Leben weiterzuführen, aber Dunkelheit, Einsamkeit und Kälte setzen ihm immer mehr zu...
"Der Tag, an dem die Sonne verschwand" ist ein ziemlich eigenartiger Roman. Das apokalyptische Szenario ist sehr interessant, und mich hat die unterschwellige, bedrohliche Atmosphäre sehr fasziniert. Auch wenn gar nicht viel passiert, sorgen schon geringste Veränderungen, wie zum Beispiel das Aufziehen eines dichten Nebels, für Gänsehaut. Zwischendurch erinnert sich Lorenz immer wieder an seine große Liebe Marie, die vor einigen Jahren ums Leben kam. Diese Erinnerungen sind definitiv ein Manko dieses Buches, weil Lorenz´ gegenwärtige Situation in Schnee und Einsamkeit ungleich interessanter ist als das Marie-Gejammer. Der Roman lässt sich leicht und schnell lesen und vermag durchaus zu fesseln, leider war für mich das Ende eine große Enttäuschung: lch hätte nur zu gern erfahren, wie es überhaupt zu der Katastrophe kam. Eigentlich war es sogar das, was mich am meisten interessierte. Was verursachte den fatalen Wintereinbruch? Wohin sind all die Menschen verschwunden? Was war die Ursache für den unheimlichen Lärm, der Lorenz tagelang fast zum Wahnsinn trieb? Viele Fragen, aber leider keine Antworten. Nennt mich altmodisch oder konservativ, aber ich mag es nun einmal, wenn am Ende eines Buches eine geniale Auflösung auf mich wartet. Dieser Roman hört jedoch einfach ganz plötzlich auf und lässt den Leser ein wenig ratlos zurück. Wer offene Enden nicht ausstehen kann, sollte um dieses Buch lieber einen Bogen machen. Auf der anderen Seite gibt es so interessante und tiefgründige Auseinandersetzungen mit den Themen Freundschaft, Liebe und Hoffnung, dass ich den Roman dennoch als recht gelungen einstufen würde. Und meiner Meinung nach schreit er geradezu nach einem 2. Teil!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
11 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
In der Mitte zuviel Liebe, am Ende keine Auflösung., 10. März 2008
Auch ich habe das Buch gelesen und mich dabei ertappt das es teilweise nicht gerade spannend war, ja sogar langweilig wurde. Hier wurde mir von Lorenz zuviel über seine tote Liebe erzählt und auch die Erinnerungen an die schönen Tage zogen sich wie Gummi dahin. Zum Schluß wurde es dann doch noch einmal ziemlich spannend, was aber mit einem für mich völlig unbefriedigtem Ende ausging.
Ich kann dieses Buch nur Leuten empfehlen, die auf Katastrophen und Liebesgeschichten gleichzeitig stehen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2. Teil?!, 8. Juni 2008
Dieser Gedanke kam mir ganz spontan nach dem Lesen des Buches. Ich fände es super zu erfahren, wie es im Süden weiterging, und ob der Protagonist des Buches seinen "Seelenfrieden" findet (vielleicht mit einer Südsee-Schönheit, oder mit einem heißen Südländer - wer weiß?!). Es könnte, bin mir aber nicht sicher, durchaus sein, dass ihm nur Männer DAS geben können, was seine verstorbene Freundin nicht konnte ... schließlich konnte er ihr trotz großer Liebe nicht treu sein.
Den Anfang des Buches fand ich mega-spannend, ein bisschen langatmig fand ich die ausführliche Beschreibung seiner Beziehung, aber das soll wohl so sein; gegen Ende hin bin ich auch auf den Trichter gekommen, dass die vermeintliche Naturkatastrophe lediglich eine Rahmenhandlung für das Buch ausmacht - ohne sie würde Lorenz sich seiner Gefühle ja nicht bewusst werden, weil er niemals einen anderen Mann (Menschen) so nah an sich herankommen lassen würde; allein durch die menschenleere Welt gelingt es ihm - ihm bleibt nach monatelangem Alleinsein auch nichts anderes übrig, will er nicht vollends seelisch "verkümmern"...
Leider konnte ich das sehr gut nachvollziehen, da es mir in gewissem Sinne auch so geht (aber anders als Lorenz habe ich wenigstens meine Kids)!
Über das offene Ende war ich zunächst auch etwas enttäuscht, aber rückblickend gesehen, das hat hier auch schon jemand erwähnt, SOLL das wohl so sein, irgendeine krampfhafte, vielleicht sogar komische Erklärung wäre in diesem Falle völlig deplaziert.
Ich finde, das Buch ist für ein "Erstlingswerk" super geschrieben, lässt sich flüssig lesen, und ein großer Literatur"Schinken" sollte es womöglich auch nicht sein - angenehme Schreibweise!
Vielleicht hat Domian, den ich menschlich im Übrigen sehr schätze, ja irgendwann einmal die Muse, und schreibt einen 2. Teil, aber wenn nicht, find ich es auch nicht schlimm; ist ja bloß die Neugierde.
Entdeckt hatte ich das Buch, als Jürgen Domian bei Stefan Raab zu Gast war, allein bei der Ankündigung war ich schon sehr gespannt - einen Roman geschrieben?! Na und als er etwas über das Thema erzählte war ich gefesselt, allerdings muss ich auch schon wie andere vor mir sagen, wer einen knallharten Umwelt-Thriller erwartet (wie ich auch am Anfang), wird wohl enttäuscht sein, ich konnte dem Buch trotzdem viel abgewinnen - manchmal wird man eben beim Lesen überrascht (vielleicht hat der Autor das so gewollt?!).
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Allein auf der Welt, 22. Februar 2008
Der Debütroman des 1LIVE-Nighttalkers dürfte vor allem für treue Zuschauer seiner Sendung eine große Überraschung sein. Mich hat vor allem erstaunt, dass er sich mit Science Fiction beschäftigt, mit einer Dysutopie um genauer zu sein. Die Idee des Menschen, der plötzlich alleine auf der Welt ist, ist nicht neu und wurde öfters umgesetzt. Ich erinnere mich vor allem an den auf dem Roman "Ich bin Legende" basierenden "Omega Man" mit Charlton Heston, sowie an den noch gelungeneren Film "The Quiet Earth". Dieser Roman ist ähnlich und doch anders als die mir bekannten Varianten. Domian schreibt sehr mitreißend und ausdrucksvoll. Der Hauptcharakter Lorenz, der hier aus der Ich-Perspektive schreibt, hält sich häufig in der Vergangenheit auf - die Erinnerungen an sein früheres Leben werden dargelegt und es gelingt immer mehr sich in Lorenz hineinzuversetzen. Vor allem ist Lorenz ein Mensch voller Fehler, eben ein Mensch, wie jeder andere. Domian bleibt realistisch und das bis zum Schluss.
Wer sich um jeden Preis Erklärungen erhofft, wird enttäuscht werden, denn das eigentliche Phänomen, das der Handlung zugrunde liegt, wird ein Rätsel bleiben. Mutmaßungen der Hauptpersonen sind alles, was dem Leser diesbezüglich geboten werden. Das ist aber zu verzeihen, da der eigentliche Mittelpunkt des Romans im Inneren der (wenigen) handelnden Personen, bzw. hauptsächlich der Hauptperson angesetzt ist.
Insgesamt liefert Jürgen Domian hier ein emotionales wie philosophisches Werk ab, sehr zu empfehlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Nicht ganz fertig !!!, 3. November 2008
Es ist schade, hier beschreibt der Protagonist in Form
von Tagebucheinträgen, seine Gedanken und Gefühle über
seine Umwelt, welche erst durch eine Hitzwelle mit
Temperaturen über 40 Grad gebeutelt wird und plötzlich be-
ginnt es zu Stürmen und die Temperatur fällt Richtung 0.
Der Protagonist hat das Gefühl ganz alleine auf der Welt
zu sein.
Mich stört das aprute Ende, ich habe das Gefühl es fehlt
noch ein ganzes Stück. Es scheint als ob Domian den Schluss
irgendwie vor enthält. Deshalb auch nur 4 Sterne.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
| |
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen
|
|
Domian von Wolfram Zbikowski (Taschenbuch - 2000)
|
|
|
| |
|
|
|