51 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Bemerkenswertes Debüt
David Lawrence tut für London, was Ian Rankin für Edinburgh tut: er zeigt die Schattenseiten der Stadt abseits der Touristenpfade. Sein London ist laut, dreckig und bevölkert von Kriminellen aller Art. Wer je als Tourist in der Stadt war, wird außer gelegentlichen Erwähnungen der Themse nichts wiedererkennen, denn Lawrence bewegt sich fernab aller touristischen...
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Schlechter Schreibstil erzählt langatmige Geschichte
Entweder hat der Übersetzer zu Wünschen übrig gelassen oder der Schreibstil ist tatsächlich so grausam. Das Buch beginnt sehr gut mit dem Fund der Leiche, um dann gnadenlos langweilig zu werden. Bis Seite 100 ist die Geschichte immer noch nicht fundiert bzw. strukturiert. Ich persönlich würde jeden Jeffery-Deaver- oder Tess-Gerritsen-Roman vorziehen. Jederzeit!
David Lawrence tut für London, was Ian Rankin für Edinburgh tut: er zeigt die Schattenseiten der Stadt abseits der Touristenpfade. Sein London ist laut, dreckig und bevölkert von Kriminellen aller Art. Wer je als Tourist in der Stadt war, wird außer gelegentlichen Erwähnungen der Themse nichts wiedererkennen, denn Lawrence bewegt sich fernab aller touristischen Sehenswürdigkeiten. Dementsprechend liest "Der Geruch des Todes" sich auch ein bisschen wie ein Krimi noir, seine Ermittler bewegen sich in heruntergekommenen Wohnblocks und auf von Banden kontrollierten Straßen und ständig fliegt der Müll. Doch eine allumfassende Depression wie bei den skandinavischen Autoren setzt nicht ein, denn Detective Sergeant Stella Mooney, die Protagonistin, hat zwar auch mit ihren eigenen Probleme zu kämpfen, diese bleiben aber im Hintergrund und dienen zumal dazu, die Geschichte voranzutreiben, anstatt sie aufzuhalten.
Im vorliegenden Fall wird Stella zur Leiche einer brutal ermordeten Frau gerufen. Erste Spuren führen ins Drogenmilieu, doch als eine zweite und dann eine dritte ähnlich zugerichtete Leiche gefunden wird, steht fest, dass man es mit einem Serientäter zu tun hat. Oder eher mit zwei Serientätern, denn Spuren an den Tatorten deuten auf einen Mann und eine Frau, die im Team arbeiten, eine sehr ungewöhnliche Konstellation. Lawrence beschreibt einerseits die Ermittlungen mit gelegentlichen Ausflügen in Stellas Privatleben, andererseits auch die Aktivitäten der Täter, die wirklich ein merkwürdiges Paar darstellen. Dann gibt es noch einige Nebenstränge, die erst ganz zum Ende zusammengeführt werden. Diese Nebenstränge führen anfänglich zu etwas Irritation, mit der Zeit ist man aber auch von diesen gefesselt und kann nur bewundern, wie der Autor am Ende an alles gedacht hat.
Stella Mooney ist eine sehr ungewöhnliche Polizistin. So richtig passt sie in kein Klischee. Sie hat Ecken und Kanten und es braucht seine Zeit, bis sie einem sympathisch wird, aber auch vorher ist sie vor allem interessant. Sie steht zur Zeit der Erzählung zwischen zwei Männern, hat Geheimnisse vor beiden und vor ihren Kollegen und eine Therapeutin, der sie zum Ausgleich alles erzählt (und damit auch dem Leser). Sie scheint mir ausgesprochen gut gelungen zu sein und es wird interessant sein, zu sehen, ob sie sich zu einer Serienheldin entwickeln wird.
Wenn es das Genre "Psychothriller noir" noch nicht gibt, für „Der Geruch des Todes" müsste man es erfinden. David Lawrence kombiniert die Einfühlsamkeit einer Minette Walters oder Nicci French mit der Härte von Dennis Lehane oder Michael Connelly. Die von ihm geschilderten Verbrechen sind zugegebenermaßen grausam, doch nie hat man das Gefühl, dass dies um des Effektes willen geschieht.
Fünf Sterne für ein wirklich bemerkenswertes Debüt.
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Dieses Buch ist nichts für Leute, die in nächster Zeit London zum ersten Mal besuchen wollen. Obwohl (oder gerade weil?) David Lawrence in London lebt, unterscheidet sich seine Beschreibung der Stadt sehr von anderen Romanen. London ist in diesem Buch ein Moloch, eine moderne Großstadt im übelsten Sinne. Allen anderen kann ich das Buch jedoch nur empfehlen!
Die Hauptfigur Detective Stella Mooney unterscheidet sich wohltuend von anderen Ermittlern. Ihre privaten Probleme wirken nicht wie konstruiert, um die Länge des Buches zu strecken. Überhaupt sind die Charaktere gut durchdacht, glaubhaft und machen Lust auf mehr. Die Spannung steigert sich im Laufe des Buches zusehends und auch die Nebenhandlungen werden zu einem befriedigenden Abschluss gebracht. Die gewisse „Härte" und die beschriebenen Gewalttaten wirken überhaupt nicht wie Effekthascherei, sondern fügen sich gut in die Atmosphäre des Buches.
Uneingeschränkt empfehlenswert für alle "Thrillerfreunde". Stella Mooney hat auf jeden Fall das Zeug zur Serienheldin.
Mehr davon - deshalb volle 5 Sterne!
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Im Genre Psychothriller gebührt diesem Roman ein Spitzenplatz. Die Ermittlerin ist eine Polizistin, die weder heldenhaft noch genial ist, sie ist ein ganz normaler Mensch mit ganz normalen Schwächen. Das macht sie sympatisch, und der Leser kann sich gut mit ihr identifizieren. Die Hauptpersonen sind sehr gut beschrieben, sie wirken überzeugend und glaubhaft. Das gilt sowohl für die "Guten" als auch für die Bösewichte, die in diesem Buch wirklich ganz besonders brutal und gnadenlos sind. Die Story ist stimmig, die Handlung spannend und ohne Lücken. Der Leser wird ständig in Atem gehalten, bis hin zum Finale Furioso. Eine absolute Empfehlung für Thrillerfreunde!
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Entweder hat der Übersetzer zu Wünschen übrig gelassen oder der Schreibstil ist tatsächlich so grausam. Das Buch beginnt sehr gut mit dem Fund der Leiche, um dann gnadenlos langweilig zu werden. Bis Seite 100 ist die Geschichte immer noch nicht fundiert bzw. strukturiert. Ich persönlich würde jeden Jeffery-Deaver- oder Tess-Gerritsen-Roman vorziehen. Jederzeit!
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Also, von diesem Author haette man schon mehr erwarten koennen. Aber leider wirkt die storie zu konstruiert, spannung kommt nur selten auf, und ausserdem sin einige passagen einfach nur komisch geraten. Deshalb eben nur ein Stern.
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Mir hat das Buch gut gefallen, aber ein Psychothriller ist es nach meinen Maßstäben nicht. (Vielleicht bin ich da nach Nicci French, Mo Hayder... Anspruchsvolleres gewöhnt?). Die Handlung verspricht mehr Spannung und Thrill - Ermordung einer jungen Frau mit 50 Messerstichen und weitere Morde folgen. Aber die Hauptfigur, die Ermittlerin Stella Mooney, nimmt für meinen Geschmack bei aller Sympathie zuviel Raum ein. Der Autor verwendet viel Zeit mit der Schilderung ihrer persönlichen Lebenssituation und ihrer Beziehungsprobleme. Die Ermittlungen und die Täterfiguren gelangen dadurch in den Hintergrund. Schade!
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