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26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Henning und seine Meisterwerke
Der Chronist der Winde wurde mir von meinem Physiklehrer ans Herz gelegt und schien damit schon jede Möglichkeit verloren zu haben, wirklich gut zu sein.
Doch das war ein vorschneller Trugschluss, wie mir bald nach Beginn der Lektüre klar werden sollte, denn was der Autor dem Leser eröffnet, ist unglaublich.
Der kleine Straßenjunge Nelio liegt auf dem...
Veröffentlicht am 18. Juni 2006 von Anna Mashi
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› Weitere Rezensionen anzeigen: 5 Sterne, 4 Sterne |
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4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Nicht schlecht, aber
nicht ansatzweise so gut wie "Die rote Antilope" ... ich ging in einen Buchladen und sagte: geben Sie mir ein trauriges Buch und man gab mir "Der Chronist der Winde" ich bin nicht enttäuscht gewesen, aber etwas desillusioniert, ich hatte mir eine melancholische, poetische Geschichte erwartet und obwohl sie spannend geschrieben und auch eine nicht uninteressante...
Veröffentlicht am 12. August 2003 von sarakatharina
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› Weitere Rezensionen anzeigen: 3 Sterne, 2 Sterne, 1 Sterne |
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26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Henning und seine Meisterwerke, 18. Juni 2006
Der Chronist der Winde wurde mir von meinem Physiklehrer ans Herz gelegt und schien damit schon jede Möglichkeit verloren zu haben, wirklich gut zu sein.
Doch das war ein vorschneller Trugschluss, wie mir bald nach Beginn der Lektüre klar werden sollte, denn was der Autor dem Leser eröffnet, ist unglaublich.
Der kleine Straßenjunge Nelio liegt auf dem Dach eines Hauses, Nacht für Nacht, und starrt in den Himmel. Ihm bleiben nur noch zehn Tage, denn die Schusswunde, die langsam aber sicher zu faulen beginnt, frisst schleichend das Leben aus dem mageren Körper. Nelio aber will nicht in das Krankenhaus gebracht und behandelt werden - stattdessen erzählt er dem Bäckergesellen, der ihn findet, seine Geschichte, die stellvertretend für die aller Straßenkinder Afrikas steht, eine Geschichte, die trotz ihrer Einfachheit fesselt und einmal ein ganz anderes Bild des armen Landes zeigt. Das Bild aus den Augen der Ärmsten...
Henning Mankell weiß, was er schreibt, er lebt selber ja auch in Afrika und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Menschen darüber aufzuklären, wie es dort ist. Zumindest in diesem Buch, und das gelingt ihm hervorragend. Auch für die, die seine Kriminalromane nicht mögen, ist "Der Chronist der Winde" geeignet.
Das einzige Manko ist, wie eigentlich immer bei Mankell, die Kennzeichnung der wörtlichen Rede, die mich persönlich sehr irritiert, doch der Inhalt des Romans wiegt das alles hundertmal auf.
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Unsichtbare Flügel, 14. November 2006
"Der Chronist der Winde" ist mein erstes Afrika-Buch, das ich von Mankell gelesen habe, und ich bin tief berührt und nachhaltig beeindruckt.
Mankells einfühlsame und zugleich realistische Sprache trägt die Geschichte des Straßenjungen Nelio. Dieser ist in einem Theater von zwei Kugeln tödlich verwundet worden und hat nur einen Wunsch: Er möchte auf das Dach des Hauses. Sein Vater riet ihm, wenn das Leben zu schwer werde, soll er die Sterne betrachten und sich dem Himmel öffnen. Der Bäcker José Antonio Maria Vaz erfüllt ihm diesen Wunsch. Er hat schon viel von Nelio gehört, den trotz seines jungen Alters eine geheimnisvolle und magische Aura umgibt.
Dort oben auf dem Dach der Bäckerei erzählt Nelio in neun Nächten seine Lebensgeschichte. Wie er einem Trupp von Banditen entkommen konnte, jedoch seine Familie und sein Zuhause verlor, eindrucksvolle Begegnungen auf seinem Weg in die Stadt...
Es ist Mankell gelungen das Schicksal eines afrikanischen Straßenkindes so zu erzählen, dass der Leser zugleich mit den Kindern mitfühlen und auch äußerste Achtung empfinden kann. Er legt diesen Kindern Worte voller Weisheit in den Mund, die die Seele des Lesers nachchaltig berühren und zu einem Lebensbegleiter werden können.
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
wundervoll!, 20. Oktober 2004
Von Ein Kunde
Als Deutsche, die in Mosambik gelebt hat kann ich Henning Mankell nur bewundernd gratulieren. Nicht nur, dass er es schafft die grausame Vergangenheit des Landes und leider auch seine derzeitige Realität mit soviel Humor und Tiefe zu erzählen. Er liefert auch eine wundervolle Beobachtung von der Stadt und seiner Bevölkerung in der Nelio und die anderen Straßenkinder leben. Für mich ist dies eines der schönsten Bücher, die ich je gelesen habe und kann es jedem, ob er nun an Afrika interessiert ist oder nicht, nur aufs Wärmste empfehlen. Denn von der Weisheit und der Lebenskraft des kleinen Nelio kann jeder profitieren....
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Wenn dies die beste aller Welten ist..., 2. Juli 2003
Die Kriminalromane von Henning Mankell werden ja oft und gerne als schwermütig bezeichnet. Doch erst nachdem man "Der Chronist der Winde" gelesen hat, weiß man, wie schwermütig, aber auch wie wortreich und phantasievoll Mankell zu schreiben in der Lage ist.An der Schreibe eindeutig erkennbar ist er schon, der Mankell. Kurze prägnante Sätze in einfacher, aber deutlicher Schreibweise prägen auch dieses Werk. Eine solche Phantasie wie hier kennt man vom Autor ansonsten nicht. Deutlich stellt er hier den Charakter des Buches als Erzählung heraus. Direkte Rede wird dabei nur durch einen einleitenden Gedankenstrich dargestellt, fließt ansonsten mit in den gesamten Text ein. "Der Chronist der Winde" ist ein sehr leises, trauriges, aber auch humorvolles Buch, das einige schreckliche Ereignisse und viel Elend schildert. Ein Roman, der emotional sehr bewegend ist, doch nicht nur aufgrund dieser negativen Erfahrungen, die die Straßenkinder machen müssen, sondern auch durch die Schilderung, wie sie ihr Leben meistern und dabei durch viel Phantasie die schönen Seiten des Lebens erkennen können und für sich selbst positive Dinge herausziehen können. Man könnte sagen, Mankell befindet sich hier auf einer Gratwanderung zwischen schrecklicher Realität, die ein Außenstehender sieht und dem phantasievollen Spiel, das die Kinder aus ihrem Schicksal machen. Die Straßenkinder sind dabei sehr lebensnah dargestellt und hervorragend charakterisiert. Tagtäglich auf der Suche nach der Nahrung zum Überleben schon früh auf sich allein gestellt, bleibt doch auch das Kindliche in ihnen. Man bekommt als Leser schnell eine Beziehung zu den Charakteren. Zu Mandioca, der Erde in seinen Hosentaschen hat und dort Zwiebeln und Tomaten wachsen lässt. Zu dem schwerfälligen Tristeza, der neue Turnschuhe bekommen soll, wenn er es schafft, schneller zu denken. Oder zu dem schwerkranken Alfredo Bomba, dem die anderen unbedingt seinen letzten Wunsch erfüllen wollen, das Paradies zu finden, das auf keiner Landkarte verzeichnet ist. Revolution. Fast jährlich hört man eine solche Meldung aus irgendeinem afrikanischen Land. Doch kaum jemand macht sich bewusst, was dies für die Bevölkerung bedeuten kann. Banditen ziehen im Land umher und überfallen und vernichten friedliche Dörfer und rauben den Bewohnern ihre Existenzgrundlage. Kinder werden an Waffen ausgebildet und zu Guerilleros gemacht und ihnen damit die Kindheit geraubt. Mankell appelliert mit diesem Buch an die Menschenrechte und erinnert seine Leser daran, daß jeder in die Lage kommen könnte, in der er alles verliert und nur noch ums nackte Überleben kämpfen muß.
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36 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Unbedingt lesen !, 21. November 2001
Von Ein Kunde
Henning Mankell ist ja eher für seine, in der Tat lesenswerten, Wallander-Romane bekannt. Diese sind weniger wegen ihrer literarischen Qualität ein Genuss, sondern halten den Leser durch geschickt konstruierte Handlungsabläufe und der überzeugend dargestellten Figur des Protagonisten in ihrem Bann. Ganz anders "DER CHRONIST DER WINDE". Hier entpuppt sich sich Mankell als großer Erzähler einer beeindruckenden, auch bedrückenden, Geschichte. Das kurze Leben des afrikanischen Strassenjungen Nelio wird mit einer solchen Kraft erzählt - machmal erinnerte mich die Sprache an Gabriel Garcia Marquez -, dass das schiere Grauen, die Trauer, der Lebensmut und die Lebensfreude, Hass und Liebe für den Leser fass- und fühlbar werden. Mankells Meisterwerk !
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Toleranzpreis für Mankell - allein schon für dieses Buch, 10. Mai 2004
Den Toleranzpreis, den Mankell jetzt erhalten hat, den hätte er schon allein für dieses Buch verdient. Ein Buch, in dem zwar Grausamkeiten auf so brutale und grausame Art geschildert werden, dass man das Buch manchmal weglegen muss, das aber auf der anderen Seite von einer solchen Poetik erfüllt ist, muss man einfachen lesen. Mankell gelingt es eine sehr traurige und auch grausame Geschichte sehr liebevoll zu verpacken. Er gibt den Straßenkindern Afrikas eine große Würde, in dem er ihrer Geschichten aufzeigt, ohne mit dem Finger auf die afrikanische Gesellschaft zu zeigen. Er versteht es, jedem einzelnen Charakter seine Einzigartigkeit zu erhalten. Er schildert nicht nur die Hauptpersonen mit einer großen Liebe zum Detail, sondern erzählt auch von jeder anderen Person, die in diesem Roman eine Rolle (wenn auch nur eine kleine) spielt, eine Geschichte, die zu Afrika gehört. Ich konnte seine Liebe zu Afrika spüren.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
sehr lesenswert!!!!!!!!!, 17. Dezember 2003
Bis vor kurzem wußte ich nicht, dass Mankell überhaupt noch was anderes als Krimis schreibt. Schon allein deshalb wollte ich unbedingt mal eines seiner Afrikabücher lesen und ich muss sagen es hat sich gelohnt.Im Buch geht es um den zehnjährigen afrikanischen Straßenjungen Nelio. Eines tages findet ihn ein Bäcker namens Jose A. Vaz schwer verletzt. Der Bäcker bringt auf das Dach der Bäckerei. Zunächst hat er vor Nelio ins Krankenhaus zu bringen, doch schon bald ist von dem einnehmenden Wesen des Jungen so gefangen, dass er sich von ihm seine Geschichte erzählen läßt. Der Schreibstil des Autor gefällt mir über die gesamte Strecke eigentlich sehr gut. Die ersten dreißig Seiten sind wohl als eine Art Einleitung zu sehen. Danach beginnt die eigentliche Geschichte von Nelio. Der Autor versteht es wirklich mit seinem Stil eine sehr bildhafte Athmosphäre zu schaffen, in der man tief eintauchen kann. Mit der Lektüre dieses Buches wird einem auf jeden Fall deutlich wie grauenhaft die Welt da draußen seien kann und wie gut wir es hier in Europa eigentlich haben. Es wird deutlich, dass man sich auch schon an kleinen Dingen erfreuen kann . Wie gesagt ist das Buch auf jeden Fall lesenswert. Man erfährt auf jeden Fall etwas mehr über Afrika und hat nach dem Lesen ganz sicher einen anderen Blickwinckel dazu gewonnen. Das Buch hat aber nur ca. 250 Seiten die aber bald wie im Fluge vergehen. Ich finde ebenfalls, dass das Buch auch für Jugendliche geeignet ist. Da aufgezeigt wird, welche Schattenseiten auf unserer Welt existieren und wie verschiedenartig die Menschen doch sein können. Alles in allem kann ich nur sagen voll empfehlenswert!!!!!!!!
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41 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Für dieses Buch werde ich Henning Mankell immer lieben !!!, 10. August 2001
Mankells allerbestes Buch !! Ich verehre Henning Mankell schon für seine genialen Krimis, doch seit diesem Buch liebe ich den Mann über alles !!! Dies ist die rührendste und zugleich traurigste Geschichte, die man sich vorstellen kann. Lachen und Weinen liegen hier sehr nahe, so wie in der Geschichte Armut und Reichtum, Schwarz und Weiß.Schon in seinen Kriminalromanen zeigt Henning Mankell sein Können aufs beste, aber man merkt, dass ihm "Der Chronist der Winde" wahrlich am Herzen liegt, wie er selbst sagte. Dieses Buch muß man gelesen haben !! Fünf Punkte reichen gar nicht aus, um auszudrücken, wie gut es ist.
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Ausgezeichnet - sollte jeder lesen!, 3. September 2002
Einmal angefangen, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, bis ich es zu Ende gelesen habe. Es hat mich lachen und weinen lassen und es hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Jeder von uns hoert ab und zu mal von den Strassenkindern, doch ich glaube, es ist keinem von uns bewusst, was fuer Dramen sich abgespielt haben, um diese Kinder auf der Strasse landen zu lassen. Trotzdem ist die Geschichte von Nelio, dem Strassenjungen, nicht nur traurig. Je mehr Nelio von seinem Leben erzaehlt, in den Naechten, in denen er sterbend auf dem Dach liegt, um so mehr laesst er uns teilhaben an seiner einfachen, doch sehr treffenden Weisheit. Ein Buch, das uns Wohlstandsbuergern die Augen oeffnen kann (wenn wir es denn zulassen) fuer die kleinen Dinge des Lebens, die doch so wichtig sind. Man kann die Geschichte eigentlich nicht beschreiben - mein Tip: kaufen und selber lesen - es ist das Geld mehr als wert.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Mein Lieblingsbuch von Henning Mankell - ein Meisterwerk, 14. März 2004
Obwohl Henning Mankell in erster Linie ja Kriminalromane schreibt, hat er mit diesem Buch eindeutig bewiesen, dass er auch wunderschön Geschichten erzählen kann. Dieses Buch ist von einer grossen Traurigkeit aber auch von einer grossen Leichtigkeit. Mankell beschreibt die Geschichte des Straßenkindes Nelio. Als kleiner Junge ist Nelio gezwungen mitanzusehen, wie seine Schwester und viele andere Bewohner seines Dorfes von revolutionären Banden getötet werden. Alles was ihm bleibt um zu überleben ist die Flucht und diese führt ihn in die Großstadt, wo alles ganz anders ist als dort wo er aufgewachsen ist. Er lernt aber sich zu behaupten und wird schlussendlich der erfolgreiche Anführer einer Horde Straßenkinder. Der kleine Nelio muss jeden Tag von Neuem um sein Überleben kämpfen, er erlebt viel und für mich als verwöhnter Europäer war es stellenweise so traurig, was Nelio mitmachen musste mit seinen 10 Jahren, dass ich auch etwas weinen musste. Aber über all dieser Traurigkeit lag auch immer Hoffnung und Freude und mir wurde mal wieder so richtig bewusst, dass wir hier in Europa eigentlich keine Sorgen zu haben bräuchten...
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