Amazon.de: Kundenrezensionen: Die Physiker. Eine Komödie in zwei Akten. Neufassung 1980.

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61 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die Konflikte eines Forschers
In Die Physiker wird auf vertraut tragikomische Weise ein sehr ernstes und anspruchsvolles Thema zum Tragen gebracht und zwar die persönlichen Konflikte eines Schöpfers und Erfinders.

So führt uns die Geschichte in eine psychiatrische Heilanstalt wo illustre Patienten, die sich für Genies wie Newton und Einstein halten, uns willkommen heissen. Doch auch ist dort nicht...

Veröffentlicht am 22. Juni 2005 von Mario Pf.

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versus
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Moralstück auf Schulfunk-Niveau
Zwei vermeintlich verrückte Physiker, die sich Einstein und Newton nennen, haben sich im Auftrag zweier rivalisierender Mächte, einer totalitären und einer, die sich der Freiheit verschrieben hat (unschwer lassen sich die beiden Antipoden des Kalten Krieges ausmachen), in eine Irrenanstalt schleusen lassen, um einen dritten Physiker, Möbius, der als Patient schon viele...
Vor 10 Monaten von Dr. Mehrens veröffentlicht

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61 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die Konflikte eines Forschers, 22. Juni 2005
Von Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)   
In Die Physiker wird auf vertraut tragikomische Weise ein sehr ernstes und anspruchsvolles Thema zum Tragen gebracht und zwar die persönlichen Konflikte eines Schöpfers und Erfinders.

So führt uns die Geschichte in eine psychiatrische Heilanstalt wo illustre Patienten, die sich für Genies wie Newton und Einstein halten, uns willkommen heissen. Doch auch ist dort nicht alles so wie es scheint, denn zwei Morde sind schon geschehen und die Mörder sind keine anderen als Newton und Einstein.

Weiter geht es mit einer Diskussion zwischen dem ermittelnden Inspektor und den Patienten, die ihm allesamt die Fragen stellen, ob man sie für Entdeckungen denen sie den Weg bereitet nun ins Gefängnis bringen wird. Diese philosophisch sehr ausgeprägte Diskussion führt uns auch schon zu einem dritten Patienten, namens Möbius, der behauptet dass der weise König Salomon zu ihm spricht und ein grandioses wissenschaftliches Genie ist.

Möbius ist der Protagonist, um den sich alles dreht. Seine Entdeckungen sind es die ihn hier her gebracht haben und die ihn auch dazu zwingen hier zu verbleiben. Er wird von der Leiterin des Sanatoriums umbullt, auf dass er ihr seine geheimen Entdeckungen doch offenbaren möge. Seine Frau hat derweilen einen Missionar geheiratet und besucht ihn samt Kinder ein letztes Mal, um ihm zu erklären dass sie auf eine Mission gehen werden. Im Geheimen ist er darüber erfreut dass sie ein neues Leben gefunden haben und doch muss er sie ein letztes Mal verscheuchen, damit ihnen der Abschied nicht so schwer fällt.

Alles läuft auf die letzte Konfrontation der 3 Patienten hinaus, in der Möbius 2 Wege offenbart werden, doch da keiner ihm zusagt entscheidet er sich lieber zu bleiben. Schlussendlich kommt alles anders als erwartet und man wird von einer noch viel größeren Kontroverse überrascht.

Die Physiker ist ein großartiges Werk, über die Sorgen, Bedenken und Konflikte alls jener Forscher und Entdecker, deren Schöfung und Entdeckung etwas hervorgebracht hat oder hervorbringen könnte, dass einer verherrenden Waffe wie der Atombombe ähnlich ist.

Ein empfehlenswertes Buch, das leider zu kurz geworden ist, aber perfekt an "Der Besuch der alten Dame" heranreicht. Der gleiche tragikomische Stil für den Dürrenmatt so bekannt ist und die gleichen bedenklichen Themen machen auch die Physiker zu einem der großartigsten Werke der deutschsprachigen Literatur.

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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen wirklich interessantes Buch, 14. September 1999
Von Ein Kunde
Das Stück „Die Physiker„ ist in Form einer Parabel geschrieben und diskutiert in stark satirischer Weise effektvoll die Zusammenhänge und Wirkungen von Macht und Moral, sowie die Verantwortlichkeit des Wissenschaftlers für seine Entdeckungen. Drei scheinbar irre Physiker leben in dem Privatsanatorium der Irrenärztin Mathilde von Zahnd und diskutieren mit schlagender Logik über das irre sein oder nicht sein. Zwei von ihnen - Einstein und Newton - entpuppen sich als Geheimagenten gegnerischer politischer Mächte, die den Auftrag haben, den dritten ebenfalls nicht irren aber genialen Physiker Moebius, der die Maske des Irrsinns den Konsequenzen seiner Entdeckungen vorzog, zu ihren jeweiligen Regierungen zu bringen. Jeder von ihnen begeht einen Mord, um sein Inkognito zu wahren und bleibt als vermeintlich Irrer straffrei. Ein groteskes Verwirrspiel mit absurden Diskussionen beginnt, bei dem sich durch überraschende Entwicklungen, am Ende herausstellt, wer nun wirklich irre ist. Das Stück wird nicht so stark von Charakteren oder Schicksalen geprägt, sondern durch Gedankenspiele schärfster Logik, die einen in den Bann ziehen. Dürrenmatt hat eine interessante Darstellungsform gewählt, die durch satirische Elemente nicht langweilig wird. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Eine ernste Komödie, 22. November 2004
In einer erstaunlichen Komödie beschreibt Dürrenmatt das Problem der modernen Naturwissenschaften, nämlich die ungeheure Verantwortung die wichtige Entdeckungen mit sich bringen. Wieviel Wissen kann die Menschheit vertragen? Gibt es schon heute Erkenntnisse, die so viel verändern würden, dass man sie verbergen muss?

Der Leser wird im Zuge des Dramas in die Umgebung eines Irrenhauses für die höhere Gesellschaftsschicht eingeführt. Im Zentrum steht der Physiker Möbius, der eine Entdeckung von großer Bedeutung gemacht hat und vorgibt verrückt zu sein, um sie im Schutze der Irrenanstalt für sich zu behalten. Dass weder er noch seine beiden "Physikerkollegen" im Sanatorium, genannt Einstein und Newton, verrückt sind fliegt in Folge der Morde, die die drei Protagonisten an Krankenschwestern begehen, auf. Es kommt der Tag der Enthüllungen...

Dürrenmatts Komödie ist leicht zu lesen, bringt den Leser zum Schmunzeln und wirft doch Fragen auf, die ernster nicht sein könnten.

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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Aktuell wir eh und je, 15. November 2004
Ich finde es faszinierend, dass Dürrenmatts (Tragik-)Komödie bis heute nichts an Aktualität verloren hat.

Thema des Stücks ist die Verantwortung der Wissenschaft gegenüber der Menschheit. In Zeiten von Präimplantationsdiagnostik, Stammzellenforschung und Klonforschung ein immer noch brisantes Thema.

Dürrenmatt schafft es, den Rezipienten zu unterhalten, ja sogar zu belustigen. Dieser Stil konterkariert das Thema perfekt, so dass die Schizophrenie der Sache allein schon durch den Stil gezeigt wird.

Ein Klassiker, der es wert ist einer zu sein.

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen grandioser Apell an die Menschheit, 5. Januar 2006
Ich las das Buch und war überwältigt.
Ich las es noch einmal und war überzeugt.
Dieses Buch sollte jeder einmal gelesen haben. Handlung, Intention, Schreibstil, Dialoge... einfach alles passt.

Ich hätte nicht gedacht, dass mich ein Buch so überrumpeln kann, aber da habe ich mich gehörig getäuscht.
Ich habe das Stück selbst auf einer Bühne aufgeführt und entdeckte auch dort noch einzelne Details und Faceten, über die ich beim mehrmaligen Lesen einfach hinweggegegangen bin. Die Aufführungen waren die erfolgreichsten dieser Art seit Jahren, und das lag nicht zuletzt an dem Stück. Nach jeder Aufführung waren die Zuschauer so von dem Stück berührt, dass sich sogar den Applaus vergaßen.
Der Apell an die Menschheit. Verantwortung heißt die Deviese. Verantwortung für sich und die Welt. Das Thema ist klar und trotzdem zunächst erst undeutlich zu erkennen, doch es wird gezeigt, dass auch Opfer im Auftrag der Verantwortung getan werden müssen.
Erstaunlich ist die Art und Weise in der Dürrenmatt den Lesern diese Mitteilung überbringt: Es ist unglaublicher Weise nicht die Tragik der Apoklaypse, sondern eine gehörige Protion Humor, die das Buch noch besser macht.

Der einzige Fehler, den dieses Buch mitbringt, ist, dass es sehr schnell anfängt sich in seine Einzelteile aufzulösen, aber darüber kann man bei der Genialität des Dramas hinwegsehen.

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Groteske Komödie, 13. September 1999
Von Ein Kunde
Dies ist ein Stück in dem die Protagonisten ihr Dasein in einem Irrenhaus fristen. Zu Beginn erfährt der Leser von einem Mord an einer Krankenschwester und ein Kommissar kommt zur Aufklärung in die psychiatrische Anstalt. Dort lernt man nach und nach drei Insassen kennen, deren wahre Identität sich schnell als Wissenschaftler offenbart. Zu Beginn nutzt Dürrenmatt die Stilmittel einer Komödie, die sich aber im Verlauf der Geschichte immer mehr zu einer Groteske entwickelt. Einer der Wissenschaftler, Möbius, hat eine Weltformel entwickelt, mit der man die Herrschaft erlangen kann. Da er aber Angst vor den Folgen seiner eigenen Erfindung hat, hat er als Konsequenz den Gang ins Irrenhaus gewählt, damit niemand in den Besitz der Formel kommt. Die beiden anderen Bewohner sind aber Agenten, die, wie sich später herausstellt, hinter der Formel her sind. Doch Dürrenmatt wäre nicht Dürrenmatt, wenn er es im Verlauf des Stückes nicht noch schaffen würde, den Leser das ein oder andere Mal mit einer Wendung zu überraschen. Es ist ein Stück über die Ethik in der Wissenschaft, das die Frage aufwirft, ob alles erlaubt ist, was möglich ist. Diese Frage war in den 50er Jahren zu Zeiten der Entstehung des Stückes genauso aktuell wie heute, deshalb unbedingt lesenswert. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die Frage nach Verantwortung, 14. Juni 2004
Die Geschichte dreht sich um die drei verrückten Physiker Newton, Einstein und Möbius, die in einem privaten Sanatorium in Behandlung sind. Als sich in dieser Privatklinik ein Mordfall ereignet wird Kriminalinspektor Voss eingeschalten um die Ermittlungen zu leiten. Dabei stösst er auf ein Geheimnis, dass wohl nicht hätte gelüftet werden sollen...

Klingt spannend, ist auch so...

Dieser Klassiker von Dürrenmatt ist sehr unterhaltsam zu Lesen, da er sprachlich verständlich geschrieben ist und mich einige Male zum schmunzeln gebracht hat. Dennoch wirft der Text beunruhigende Fragen auf. Wer übernimmt die Verantwortung über die Dinge die wir tun, über das was wir zerstören? Müssen unsere Kinder ausbaden, was wir falsch machen?

Das Buch regt an und behandelt ein Thema das wohl immer aktuell sein wird, solange es nicht gelöst wird. Ich will an dieser Stelle nicht zu viel Verraten, da ich die Lektüre und den Gedankenprozess der folgt jedem ans Herz lege.

Das Buch ist als Kömodie bezeichnet, das trifft zu. Dürrenmatt arbeitet mit komischen Elementen und verdeckt so bis zum Schluss, die eigentliche Problematik die er aufzeigen will. Erst am Ende des Stückes wird dem offenbart er sich und sein Anliegen.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Macht, Wissen und Gewissen, 8. April 2003
Von Ein Kunde
Die von Friedrich Dürrenmatt verfasste Komödie "Die Physiker" thematisiert die verheerenden Folgen, welche die Wissenschaft zur Folge haben können. Trotz humorvoller Anklänge stellt Dürrenmatt jene Dimensionen dar, die die Vernichtung der Menschheit bedeuten können.
Schauplatz der Handlung ist ein Heilsanatorium für Geisteskranke, in dem sich kurz nacheinander drei Mordfälle ereignen. Die Täter sind die drei Patienten - besser bekannt als die drei Physiker Newton, Einstein und Möbius. Nacheinander stellen sie den Inspektor vor eine schier unlösbare Aufgabe, da es so scheint, als habe keiner der Täter ein Motiv, seine ihm zugeteilte Krankenschwester zu ermorden. Im zweiten Akt allerdings werden die Dinge klarer und der Leser wird zum Nachdenken angeregt. Der Leser wid mit der Auseinanderstzung mit der Frage der Verantwortlichkeit der Wissenschaftler konfrontiert. Er soll sich fragen, wer die Verantwortung tragen soll, wenn nicht die Physiker.
Alles in allem kann man sagen, dass die "Komödie" ihrem Charakter nur im ersten Akt gerecht wird und insgesamt gesehen eher ein sehr philosophisches Werk ist, das zum Nachdenken und "Nochmal-lesen" anregt.
(Schülerin des Gymnasiums Rahden)
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Zwischen Genie und Wahnsinn, 8. Juli 2002
Die Komödie „Die Physiker" von Friedrich Dürrenmatt, die 1960 verfasst wurde, handelt von dem genialen Physiker Möbius, der sich freiwillig in eine
Irrenanstalt einweisen lässt um die Welt vor seinen erst kürzlich aufgestellten
Theorien über Naturwissenschaften zu bewahren. Möbius, der behauptete der
König Salomo sei ihm erschienen ist sich seiner Verantwortung durchaus bewusst und weiß, dass diese „Weltformel" den Besitzer zu unvorstellbarer Macht verhelfen würde. Er wählte freiwillig den Weg in die Anstalt um als Verrückter zu gelten und seine Formeln dadurch zu entwerten. Doch Geheimdienste von Ost und West, die seine Formeln ganz und gar nicht als Spinnerei ansehen, kommen ihm auf die Spur, woraufhin sie ihrerseits zwei Physiker, Alec Jasper Kilton und Joseph Eisler alias Newton und Einstein in die Anstalt einweißen lassen um an diese Formel zu gelangen bzw. ihn für eine Mitarbeit zu gewinnen. Schließlich kommt doch alles anders. Die drei Physiker verstricken sich in Morde, geschürt von der Anstaltsleiterin Dr. Mathilde von Theist, die hinter das Geheimnis der drei Physiker gekommen ist und sich selber die Weltformel unter den Nagel reißen möchte.

Dürrenmatt schafft es in seinem Buch das Schicksal der Wissenschaft in 87 Seiten zu fassen. Die Grundaussage des Buches „Was einmal gedacht wird, kann nie wieder rückgängig gemacht werden" bedeutet, dass ein anderer, das von einem einmal gedachte, auf jeden Fall aufgreifen und weiterbehandeln wird. Das so etwas nicht gut sein kann, sah man am Beispiel der Atombombe das ebenfalls im Buch erklärt ist. Aufschlussreich fand ich die Worte des Geheimagenten Newton: „Ich stelle aufgrund von Naturbeobachtungen eine Theorie darüber auf. Diese Theorie schreibe ich in der Sprache der Mathematik nieder und erhalte mehrere Formeln. Dann kommen die Techniker. Sie kümmern sich nur noch um die Formeln. Sie gehen mit der Elektrizität um wie der Zuhälter mit der Dirne. Sie nützen sie aus. Sie stellen
Maschinen her, und brauchbar ist eine Maschine erst dann, wenn sie von der Erkenntnis
Unabhängig geworden ist, die zu ihrer Erfindung führte. So vermag heute jeder Esel eine
Glühbirne zum Leuchten zu bringen - oder eine Atombombe zur Explosion."

Da „Die Physiker" mein erstes Theaterstück überhaupt ist, kann ich natürlich keine
Vergleiche zu anderen Theaterstücken ziehen. Ich finde aber die Physiker sehr gut gelungen.
Wie schon oben erwähnt wird ein kleiner Einblick in Wissenschaft und Machtpolitik gewährt,
bzw. die Nutzung der Wissenschaftlichen Erkenntnisse für militärische Zwecke. Wie aktuell dieses Thema heute noch ist, zeigt uns die erschreckende Entwicklung der Genforschung. Auch hier wird in Zukunft gelten: „Was einmal gedacht wird kann nicht mehr rückgängig gemacht werden" und „alles Denkbare wird irgendwann auch mal gedacht".

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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Es geht uns alle etwas an, 15. Mai 2001
Von Dana Kaule (Finsterwalde, Brandenburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
„Die Physiker", geschrieben von Dürrematt 1962, geht mit der atomaren Problematik auf ganz eigene Art und Weise um. Drei Physiker fristen ihr Dasein in einem Sanatorium - vielleicht auch besser bekannt als „Irrenanstalt". Verzwickte „Unglücksfälle" halten Polizei, sowie auch Heilanstalt auf Trab und führen zu einem viel komplexeren Problem, welches nicht nur im Rahmen eines Irrenhauses seine Wichtigkeit findet, sondern auf der ganzen Welt. An einem besonders kritischen Punkt im Zeitalter der Atombombe macht sich Dürrenmatt daran eine durchaus mögliche Katastrophe literarisch in die Wege zu leiten. Die Tatsache, daß es uns alle etwas angeht, läßt er durch den Physiker Möbius deutlich werden. Mit einer geschickt geschriebenen schwarzen Komödie lockt der Autor den Leser in seine eigene Ansicht der schlimmst möglichen Wendung, die diese „Komödie" überhaupt nehmen kann. Wer eine Komödie klassischen Stils erwartet, wird beim Lesen bald erkennen, daß es sich hierbei um mehr handelt, als nur pure Belustigung. Die Wahl dieser literarischen Form schien Dürrenmatt am passendsten, um solch ein heikles Thema zu behandeln. Mit viel Ironie, übergreifend in das Groteske und Paradoxe, meistert der Autor dieses durchaus gelungene Werk. Und der Leser wird mit Sicherheit das Buch nachdenklich aus der Hand legen.
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