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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Dran bleiben, es lohnt sich!
Wer an Djian gerät, wird mit Sicherheit bereits andere von ihm gelesen haben, bis er an Pas de deux gerät. Die Betty Blue- Trilogie ist wohl das Erste, was einem von Djian unter die Nase gehalten wird. Wer dann jedoch an diesen Roman gerät, sollte sich von dem seltsam langsamen Beginn nicht täuschen lassen und dran bleiben. Was Djian im Laufe dieser Geschichte seine...
Veröffentlicht am 5. Juni 2001 von Rainer Andresen
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5 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Stagnation
Nach den jüngeren Werken Djians (Betty Blue etc.)entpuppte sich dieser Roman als eine herbe Enttäuschung. Die besondere Basis der Beziehung der beiden Protagonisten bleibt schleierhaft, die Entwicklung des Erzählers stagniert in postpubertären Gefühlen. Eine ganz nette Erzählung über das Leben in einer Ballett-Combo als Sprößling dergleichen, ohne viel Spannung...
Veröffentlicht am 16. Februar 2002 von Marianne Szulyovszky
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› Weitere Rezensionen anzeigen: 3 Sterne, 2 Sterne, 1 Sterne |
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Dran bleiben, es lohnt sich!, 5. Juni 2001
Wer an Djian gerät, wird mit Sicherheit bereits andere von ihm gelesen haben, bis er an Pas de deux gerät. Die Betty Blue- Trilogie ist wohl das Erste, was einem von Djian unter die Nase gehalten wird. Wer dann jedoch an diesen Roman gerät, sollte sich von dem seltsam langsamen Beginn nicht täuschen lassen und dran bleiben. Was Djian im Laufe dieser Geschichte seine Protagonisten erleben, erzählen oder nur beobachten lässt, ist einmalig. Wahrscheinlich nicht sein witzigster, nicht sein wildester, aber vielleicht sein bester Roman. In altbewährter Manier lässt Djian seine Helden flüssig daher kommen und sich selbst die allertiefsten Gräber schaufeln. Und wie üblich hat der Leser einen Heidenspaß daran, mitzuerleben, wie sie versuchen wieder einen Fuß an Land zu bekommen. Seine derben Dialoge kommen dabei ebensowenig zu kurz wie seine knallharte Erotik und wenn die Zeit zurück in die Vergangenheit Henri-Johns springt, fühlt man sich sogar an Irvings "Owen Meany" erinnert. Djian gewährt seinen Lesern wie gewohnt einen ganz tiefen Einblick in seine Charaktere, aber nicht immer hat man so mit ihnen gelitten.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Langsam draussen, 24. November 2004
Philippe Djians Bücher haben meist nicht sehr glückliche deutsche Titel. Der Titel "Pas de deux" seines Romans aus dem Jahr 1991 weist zwar darauf hin, dass Ballett eine Rolle spielt, aber auch, dass es um Paarbeziehungen bzw. um den Widerstreit zwischen Männern und Frauen geht. Der Originaltitel ist "Lent dehors", was etwa "Langsam draussen" bedeutet. Dies ist wichtig für das Verständnis des Romans, der einen Entfremdungsprozess zeigt, also ein langsames Entfernen von bekannten Verhältnissen. Der Roman hat zwei zeitliche Ebene. In der Gegenwart wird der Ich-Erzähler Henri-John, Lehrer an einem Internat, von seiner Frau Edith verlassen, weil er diese betrogen hat. Die Vergangenheitsebene spielt 30 Jahre früher, als Henri-John mit einer Ballett-Truppe durch Europa zog, sexuell erwachte und nach einer langen Leidensdauer zu Edith fand. In beiden zeitlichen Ebenen entfremdet er sich von seiner Familie, macht eine Phase der Einsamkeit und Selbstfindung durch, um schliesslich wieder zurück zu finden. "Pas de deux" gehört zu den besten Romanen von Philippe Djian. Das Buch ist grandios durchkomponiert und Djian ist ein äusserst sensibler Erzähler.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Ein Sprung durch die Zeit, die Liebe und das Leben., 17. Januar 2008
-Pas de deux- Djians Werk aus dem Jahr 1991, stammt noch aus einer Schaffensphase des Meisters, wo er bei keinem seiner Anhänger in Ungnade gefallen war. In den darauf folgenden Jahren sollten einige Djian-Jünger von Frankreichs Kultschreiber abfallen, übrigens hat sich diese Entwicklung bis heute schon fast wieder umgedreht. Der -Pas de deux- hat nicht diese strenge, klassische Handlungslinie, die zum Beispiel -Betty Blue- und -Rückgrat- aufweisen. Die Geschichte zwischen Djians Alter Ego Henri-John und Edith wird in drei Zeitebenen erzählt. Einmal aus Henri-Johns Sicht der Gegenwart, dann aus seinen Erinnerungen und aus Ediths Tagebucheintragungen. Die beiden brauchen unendlich lange, um zusammen zu finden, um letztendlich festzustellen, dass es doch nicht klappt. Ihre Ehe zerbricht und Henri-John lässt sein Leben Revue passieren, um herauszufinden, was da nicht funktioniert hat. Nichts Welt bewegendes, was Djian uns da an Inhalt präsentiert, aber: Der Djian des Jahres 1991 brauchte das auch nicht. Der Mann kann schreiben. Berichtet detailgetreu und hochinteressant über zwischenmenschliche Beziehungen, die eigenen Ängste und die Furcht, nicht geliebt zu werden. Das alles in einer Sprache, die jeder versteht und die vielleicht(aber auch wirklich nur ein bisschen) an eine französiche Bukowski Ausgabe erinnert.
Der Roman beginnt langsam und nimmt ständig Fahrt auf. Mit ein wenig Startschwierigkeiten laviert man sich über die ersten 50 Seiten, dann ist man drin in der Geschichte. Und wenn man bei Djian erst einmal eingestiegen ist, dann will man auch nicht wieder hinaus. Mein Fazit: Es gibt Bücher von Phillipe Djian, die lassen einen schweben. -Pas de deux- gehört nicht dazu. Aber um einmal kurzfristig abzuheben, reicht es alle Mal. Das ist doch schon eine ganze Menge.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Djians Meiststück..., 21. September 2005
Was dieses Buch so überaus reizvoll macht, ist der ständige Wechsel der Erzählperspektiven und der zeitlichen Sprünge zwischen der Kindheit von Henri-John und Edith, die ihre Kindheit gemeinsam in der bohemenhaften Welt eines in Europa umherreisenden Tanztheaters erleben, was vor allem in Ediths Tagebüchern zum Ausdruck kommt, und der Erwachsenenwelt, in der die beiden ein gemeinsames Leben führen. Schriftstellerisch lässt Djian in diesem Buch seine Muskeln spielen, und wer an „Betty Blue" und Co. Gefallen gefunden hat, wird sich daran erfreuen zu sehen, mit welchem Geschick der Spassautor Djian, die handwerklich anspruchsvolle Aufgabe meistert, einen kompliziert aufgebauten Roman unterhaltsam, lustig, melancholisch und immer wieder auch erotisch zu verfassen. Nicht nur im Aufbau anspruchsvoller, läuft Djian auch inhaltlich zur Höchstform auf: In der ihm eigenen Art schafft er es, in der ansonsten angenehm dahinplätschernden Geschichte alle zwanzig, dreissig Seiten einen Absatz einzubauen, der den Leser geradezu aufschrecken lässt: da finden sich Sprachperlen, die in ihrer Schönheit und Klarheit, weit über alles hinausreichen, was andere zeitgenössische Autoren zur Zeit verfassen. Die Entwicklung der Charaktere Henri-Johns und Ediths, ihr Erwachsenwerden, ihre Liebe ist so liebevoll und zärtlich geschildert, dass die Lektüre dieses Buches auch nach der Vollendung ein angenehmes Gefühl hinterlässt.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Eindeutig Djians Meistewerk, 15. November 2001
Von Ein Kunde
Philippe Djians Erzählungen plätschern dahin wie eine frische Gebirgsquelle, die sich am neuen Tag erfreut... Pas de deux ist mit Abstand das beste seiner Bücher, da es nichts vom gewohnten Stil vermissen lässt und noch einige neue Elemente beinhaltet. Der rasante Wechsel von der Gegenwart in die Jugend der Protagonisten lässt den Leser unwillkürlich den Atem anhalten, während Djian aus Vergangenheit und dem Jetzt die unweigerliche und doch unerwartete Zukunft zaubert.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Djian am Höhepunkt, 4. Oktober 2004
Man sollte an dieses Buch nicht mit der Erwartung herangehen, man läse einen "typischen alten Djian", obwohl man spätestens nach seinen jüngsten Büchern weiß, das typisch gleichbedeutend mit Stillstand bzw. Rückschritt wäre. Mit Pas de deux bricht Djian auf zu neuen Ufern, und dies ist mehr als gelungen, denn Djians Schreibe aus Betty Blue steckt noch immer darin, nur ziselierter, feinsinniger, reifer. Nicht so reif, dass man zu gähnen beginnt, er fordert einen vielmehr heraus, Schreiben als Kunstprodukt zu betrachten, nicht nur als Unterhaltung, Anklage, Aufstachelung.Es ist sein bestes Buch, auch noch heute, nach "Sirenen". Zum einen, weil es die Genialität von "37°2 le matin" nicht krampfhaft zu wiederholen versucht, zum anderen, weil Sprache und Stil blieb. Djian ist immer noch Djian. Er hätte in den folgenden Büchern mehr darauf achten sollen. Dieses Buch ist sein bisheriger Höhepunkt.
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5 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Stagnation, 16. Februar 2002
Nach den jüngeren Werken Djians (Betty Blue etc.)entpuppte sich dieser Roman als eine herbe Enttäuschung.Die besondere Basis der Beziehung der beiden Protagonisten bleibt schleierhaft, die Entwicklung des Erzählers stagniert in postpubertären Gefühlen. Eine ganz nette Erzählung über das Leben in einer Ballett-Combo als Sprößling dergleichen, ohne viel Spannung und immer an der Oberfläche der Beziehungsgeflechte verweilend. Die charmante erotische laisser-faire Atmosphäre der früheren Romane kippt zeitweise ins peinlich Klischeebeladene, besonders in den Sexszenen. Wenn ein Mittvierziger sich immer noch damit brüstet "sein Schwert poliert" zu haben und sich ungeachtet weiblicher Emotionen seine Frauen "nimmt" beschleicht eine/n das Gefühl hier werden plumpe Macho- wenn nicht sogar Vergewaltiger-Phantasien ausgelebt. Letzteres bezieht sich auf eine Szene, in der eine Frau im Schlaf von einem Mann (nicht ihrem Partner!) ihrer Ballett-Truppe bestiegen wird, was mit den Worten "in ihr herumstochern" Beschreibung findet. Statt der heiteren Selbstironie findet man hier männliche Arroganz gepaart mit Ignoranz mannigfaltig. Sad but true Djian ist stagniert, wenn nicht sogar retardiert.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Applaus!, 1. März 2005
Von Ein Kunde
„Pas de deux" vereinigt alle bekannten und geliebten Stärken Dijans: sprachliche Brillanz, Tempo und tiefenscharfe Realitätsdarstellung. Der Plot seiner Romane ist allerdings nie herausragend interessant oder einprägsam - deswegen könnte ich im Nachhinein auch nicht mehr sagen, um was es in seinen Büchern eigentlich jeweils ging. Trotzdem schafft Dijan es, dass seine Romane zu Drogen werden, sobald man die erste Seite gelesen hat. Dass er das allein durch das "wie" und nicht durch das "was" schafft, ist umso bemerkenswerter.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Einer von Djians Besten, 10. August 2007
Las schon einige von Djian und "Pas de deux" und "Betty Blue" sind mit Sicherheit die besten.Die Rückblicke sind gut getaltet, alles überzeugt mit Tempo und wunderbarer Sprache.
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0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
ein anderer Djian, 31. August 2004
Dieses Buch hat meine Erwartungen nicht entsprochen. Die Geschichte war mit bis zum Schluss sehr undurchsichtig und hatte mit dem mir bis jetzt geliebten Schreibstil von Djian keinerlei Ähnlichkeit. Hätte ich dieses Buch zuerst von Djian gelesen, wäre er nie einer meiner Lieblingsautoren geworden. Zu Djian habe ich den Einstieg über "Errogene Zonen" gefunden und danach folgten noch Betty Blue, Blau wie die Hölle und Verraten und verkauft. Deshalb nicht abschrecken lassen von diesem Buch, nur nicht als erstes Buch von Djian lesen.
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Pas de deux von Philippe Djian (Taschenbuch - August 1996)
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Matador von Philippe Djian (Taschenbuch - Juni 1997)
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